2. Garde-Division (Deutsches Kaiserreich)

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Die 2. Garde-Division, für die Dauer des mobilen Verhältnisses auch als 2. Garde-Infanterie-Division bezeichnet, war ein Großverband der Preußischen Armee.

Gliederung[Bearbeiten]

Das Kommando stand in Berlin und die Division war Teil des Gardekorps.

Friedensgliederung 1914[Bearbeiten]

Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914[Bearbeiten]

  • 3. Garde-Infanterie-Brigade
    • Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1
    • Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3
    • Garde-Schützen-Bataillon
  • 4. Garde-Infanterie-Brigade
  • 2. Garde-Feldartillerie-Brigade
    • 2. Garde-Feldartillerie-Regiment
    • 4. Garde-Feldartillerie-Regiment
    • 2. und 3. Kompanie/Garde-Bionier-Bataillon

Kriegsgliederung vom 20. März 1918[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Division wurde ursprünglich während der Befreiungskriege am 11. August 1813 als Grenadierbrigade zu vier Bataillonen errichtet. Am 5. September 1818 erweiterte man die Brigade zur 2. Division des Garde- und Grenadier-Korps und gab ihr schließlich am 22. Dezember 1819 die Bezeichnung 2. Garde-Division.

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Im Deutsch-Französischen Krieg kämpfte die Division unter anderem in den Schlachten bei Gravelotte und Sedan und war Teil der Belagerung von Paris. Hier nahm es an der Schlacht bei Le Bourget teil.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Während des Ersten Weltkriegs wurde der Großverband hauptsächlich an der Westfront eingesetzt.

Gefechtskalender[Bearbeiten]

1914[Bearbeiten]
1915[Bearbeiten]
  • 14. bis 31. Januar --- Stellungskämpfe in der Champagne
  • 1. bis 5. Februar --- Schlacht bei Perthes-lès-Hurlus und Massiges (3. Schlacht bei Perthes)
  • 6. bis 15. Februar --- Stellungskämpfe in der Champagne
  • 20. Februar bis 20. April --- Reserve der OHL bei Colmar und Schlettstadt
  • 1. bis 3. Mai --- Schlacht von Gorlice-Tarnów
  • 4. bis 23. Mai --- Verfolgungskämpfe nach der Schlacht von Gorlice-Tarnów
    • 16. bis 23. Mai --- Übergang über den San
  • 24. bis 26. Mai --- Kämpfe bei Radymno und am San
  • 27. Mai bis 4. Juni --- Kämpfe am Brückenkopf von Jarosław
  • 12. bis 15. Juni --- Durchbruchsschlacht bei Lubaczów
  • 17. bis 22. Juni --- Schlacht bei Lemberg
  • 22. Juni bis 16. Juli --- Verfolgungskämpfe an der galizisch-polnischen Grenze
  • 16. bis 18. Juli --- Durchbruchsschlacht von Krasnostaw
  • 29. bis 30. Juli --- Durchbruchsschlacht von Biskupice
  • 31. Juli bis 19. August --- Verfolgungskämpfe vom Wieprz bis zum Bug
  • 19. August bis 20. September --- Verfolgungskämpfe zwischen Bug und Jasiolda
  • 25. September bis 13. Oktober --- Herbstschlacht bei La Bassée und Arras
  • 14. bis 28. Oktober --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • ab 17. Oktober --- Stellungskämpfe bei Roye-Noyon
1916[Bearbeiten]
  • bis 7. August --- Stellungskämpfe bei Roye-Noyon
  • 8. August bis 11. September --- Schlacht an der Somme
  • 11. September bis 1. November --- Stellungskämpfe bei Roye-Noyon
  • 1. bis 26. November --- Schlacht an der Somme
  • ab 27. November --- Stellungskämpfe an der Somme
1917[Bearbeiten]
  • bis 15. März --- Stellungskämpfe an der Somme
  • 16. bis 21. März --- Kämpfe vor der Siegfriedfront
  • 19. März bis 5. April --- Stellungskämpfe an der Aisne
  • 16. April bis 8. Mai --- Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne
  • 17. Mai bis 28. Juni --- Stellungskämpfe in den Argonnen
  • 7. bis 18. Juli --- Stellungskämpfe östlich Zloczow
  • 19. bis 28. Juli --- Durchbruchsschlacht in Ostgalizien
  • 29. Juli bis 8. August --- Stellungskämpfe am Sereth
  • 11. bis 31. August --- Reserve der 8. Armee
  • 1. bis 5. September --- Schlacht um Riga
    • 1. September --- Düna-Übergang bei Uexkül
    • 3. September --- Einnahme des östlich der Düna gelegenen Teils von Riga
  • 8. bis 21. September --- Reserve der OHL
  • 22. September bis 23. Oktober --- Stellungskämpfe am Chemin des Dames
  • 24. bis 25. Oktober --- Nachhutkämpfe an und südlich der Ailette
  • ab 29. Oktober --- Stellungskämpfe vor Verdun
1918[Bearbeiten]
  • bis 15. Januar --- Stellungskämpfe vor Verdun
  • 16. Januar bis 4. Februar --- Stellungskämpfe in Lothringen und in den Vogesen
  • 4. Februar bis 15. März --- Stellungskämpfe in Lothringen
  • 15. bis 20. März --- Stellungskämpfe im Artois und Aufmarsch zur Großen Schlacht in Frankreich
  • 21. März bis 6. April --- Große Schlacht in Frankreich
    • 28. März --- Angriff an der Scarpe
  • 7. April bis 3. Mai --- Kämpfe an der Avre und bei Montdidier und Noyon
  • 3. bis 27. Mai --- Reserve der OHL
  • 27. Mai bis 13. Juni --- Schlacht bei Soissons und Reims
    • 28. Mai bis 1. Juni --- Verfolgungskämpfe zwischen Oise, Aisne und über die Vesle bis zur Marne
    • 30. Mai bis 13. Juni --- Angriffskämpfe westlich und südwestlich von Soissons
  • 14. Juni bis 4. Juli --- Stellungskämpfe zwischen Oise, Aisne und Marne
  • 5. bis 14. Juli --- Stellungskämpfe zwischen Aisne und Marne
  • 15. bis 17. Juli --- Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne
  • 18. bis 25. Juli --- Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims
  • 26. Juli bis 3. August --- Bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle
  • 22. August bis 2. September --- Schlacht Albert-Péronne
  • 3. bis 7. September --- Kämpfe vor der Siegfriedfront
  • 8. September bis 8. Oktober --- Abwehrschlacht zwischen Cambrai und Saint-Quentin
  • 9. bis 17. Oktober --- Kämpfe vor und in der Hermannstellung
    • 15. bis 17. Oktober --- Abwehrschlacht in Flandern
  • 18. bis 24. Oktober --- Nachhutkämpfe zwischen Yser und Lys
  • 25. Oktober bis 1. November --- Schlacht an der Lys
  • 2. bis 4. November --- Nachhutkämpfe beiderseits der Schelde
  • 5. bis 7. November --- Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung
  • ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[1]
Generalmajor Oldwig von Natzmer 23. Dezember 1816 bis 30. April 1820
Generalmajor/Generalleutnant Johann Friedrich Karl II. von Alvensleben 1. Mai 1820 bis 16. Januar 1830
Generalmajor/Generalleutnant Prinz Carl von Preußen 17. Januar 1830 bis 30. März 1838
Generalleutnant August von Württemberg 19. Februar bis 18. September 1857
Generalleutnant Friedrich Carl von Preußen 19. September 1857 bis 28. Mai 1858
Generalleutnant Gustav Adolf von Schlemüller 29. Mai 1858 bis 24. Juli 1859
Generalleutnant Adolf von Bonin 25. Juli 1859 bis 28. Januar 1863
Generalleutnant Eduard Vogel von Falckenstein 29. Januar bis 8. Dezember 1863
Generalleutnant Otto von der Mülbe 9. Dezember 1863 bis 21. Januar 1864
Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Preußen 22. Januar bis 17. Mai 1864
Generalleutnant Heinrich von Plonski 18. Mai 1864 bis 29. Oktober 1866
Generalleutnant Julius Ludwig von Loewenfeld 30. Oktober 1866 bis 17.Juli 1870
Generalleutnant Rudolph Otto von Budritzki 18. Juli 1870 bis 29. Oktober 1875
Generalleutnant Friedrich Franz von Dannenberg 30. Oktober 1875 bis 13. Juni 1881
Generalleutnant Paul Bronsart von Schellendorff 14. Juni 1881 bis 9. März 1883
Generalleutnant August von Oppell 10. März 1883 bis 17. Januar 1887
Generalleutnant Wilhelm von Hahnke 18. Januar 1887 bis 6. Juli 1888
Generalleutnant Hans Karl Georg von Kaltenborn-Stachau 7. Juli 1888 bis 13. Oktober 1890
Generalleutnant Heinrich Wilhelm von der Planitz 14. Oktober 1890 bis 26. Januar 1891
Generalleutnant Bernhard von Sachsen-Meiningen 27. Januar 1891 bis 10. Juli 1893
Generalleutnant August von Bomsdorff 11. Juli 1893 bis 26. Januar 1897
Generalleutnant Ludwig von Falkenhausen 27. Januar 1897 bis 24. März 1899
Generalleutnant Gustav von Kessel 25. März 1899 bis 26. Januar 1900
Generalleutnant Max von Krosigk 27. Januar 1900 bis 17. April 1901
Generalleutnant Karl von Bülow 18. April 1901 bis 21. März 1902
Generalleutnant Hans von Arnim 22. März 1902 bis 21. Februar 1906
Generalleutnant Reinhard von Scheffer-Boyadel 22. Februar 1906 bis 4. März 1908
Generalmajor Dedo von Schenck 5. März bis 3. April 1908 (mit der Führung beauftragt)
Generalleutnant Dedo von Schenck 4. April 1908 bis 30. März 1909
Generalmajor Ewald von Lochow 1. April bis 16. September 1909 (mit der Führung beauftragt)
Generalleutnant Ewald von Lochow 17. September 1909 bis 12. September 1912
Generalleutnant Arnold von Winckler 12. September 1912 bis 29. Juni 1915
Generalleutnant Walther Freiherr von Lüttwitz 29. Juni bis 24. September 1915
Generalleutnant Maximilian Ritter von Höhn 25. September 1915 bis 11. Mai 1916
Generalmajor/Generalleutnant Friedrich von Friedeburg 12. Mai 1916 bis 24. Juni 1919

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs. Militär-Verlag. Berlin 1927. S. 60, 85–86.
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department. Document No. 905. Office of the Adjutant. 1920. S. 50–54.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939. Biblio Verlag. Osnabrück 1990. ISBN 3-7648-1780-1. S. 88–89.