VII. US-Korps

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Verbandsabzeichen

Das VII. US-Korps (englisch: US Army VII Corps; The Jayhawk Corps) war neben dem V. US-Korps eines der beiden Korps der US Army in Europa während des Kalten Krieges. Es wurde 1918 aufgestellt, war die meiste Zeit der 7. US-Armee (USAREUR) unterstellt und hatte sein Hauptquartier in der Kelley Barracks in Stuttgart-Möhringen, bis es schließlich 1992 deaktiviert wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Zweiter Weltkrieg bis Ende des Kalten Krieges

Nachdem es gegen Ende des Ersten Weltkrieges am 19. August 1918 in Remiremont aufgestellt wurde, betraten Soldaten des Korps erst am D-Day 1944, als eines von zwei Angriffskorps der 1. US-Armee, während der Operation Overlord Europa wieder. Anschließend nahm die Einheit an vielen Schlachten im Kampf um Frankreich und Deutschland bis zur Kapitulation des Dritten Reiches teil.

1970 setzte sich das Korps aus folgenden einheiten zusammen:

  • Corps Headquarters, Stuttgart
    • 3rd Infantry Division (Mech), Würzburg
    • 4th Armored Division, Göppingen
    • 35th Field Artillery Group, Bamberg
    • 72nd Field Artillery Group, Wertheim
    • 210th Field Artillery Group, Herzogenaurach
    • 2nd Armored Cavalry Regiment, Nürnberg
    • 34th Signal Battalion, Ludwigsburg
    • 16th Aviation Battalion, Nellingen
    • 7th Engineer Brigade, Kornwestheim
    • VII. Corps Support Command, Nellingen

Während des Kalten Krieges waren Teileinheiten der Korps zur Sicherung des Eisernen Vorhangs, als Teil der NATO-Truppen, eingesetzt. Nachdem Saddam Husseins Truppen Kuwait im August 1990 besetzten, wurde das Korps nach Saudi-Arabien verlegt.

Kurz vor der Verlegung setzte sich das Korps aus folgenden Einheiten zusammen:

[Bearbeiten] Golfkrieg

Im Zweiten Golfkrieg war das VII. Korps der wahrscheinlich schlagkräftigste militärische Großverband. Normalerweise wird ein Korps bei voller Stärke aus drei Divisionen gebildet, dazu kommen andere Einheiten wie Artillerie, Pioniere und Versorgungseinheiten. Das VII. Korps hatte damals eine vielfache Größe, da ihm Divisionen und Brigaden anderer Korps zugeschlagen wurden: So standen unter anderem die 1. US-Panzerdivision, die 3. US-Panzerdivision, die 1. US-Infanteriedivision, das 2. US-Kavallerieregiment (Aufklärer), die 1. US-Kavalleriedivision, die 1. britische Panzerdivision, sowie die 11. US-Heeresfliegergruppe unter dem Kommando des VII. Korps.

In der Operation Desert Storm erhielt das Korps die Aufgabe, die schweren Divisionen der irakischen republikanischen Garden zu vernichten, was ihm mit Leichtigkeit gelang. Dieser Angriff kostete rund zweihundert Soldaten des Korps das Leben. Im Gegenzug zerschlug es mehrere irakische Divisionen, einschließlich der Medina- und der Tawalkna-Gardedivision. Nachdem die Kampfhandlungen beendet waren, wurde das VII. Korps nach Deutschland zurückverlegt. Am 15. April 1992 wurde es im Rahmen der amerikanischen Truppenreduzierung in Europa nach dem Ende des Kalten Krieges deaktiviert.

[Bearbeiten] Kommandeure

06/1951-12/1952 Maj. Gen. Withers A. Buress
12/1952-03/1954 Maj. Gen. James A. Gavin
03/1954-02/1955 Lt. Gen. Henry I. Hodes
02/1955-05/1956 Lt. Gen. George H. Decker
06/1956-07/1956 Maj. Gen. Halley G. Maddox
08/1956-08/1958 Lt. Gen. John F. Uncles
09/1958-10/1959 Lt. Gen. Gordon B. Roger
10/1959-01/1961 Lt. Gen. Guy S. Meloy Jr.
01/1961-04/1962 Lt. Gen. John C. Oakes
04/1962-08/1963 Lt. Gen. C.H. Bonesteel III
09/1963-07/1965 Lt. Gen. Louis W. Truman
07/1965-05/1968 Lt. Gen. Frank T. Mildren
06/1968-09/1969 Lt. Gen. Donald V. Bennett
10/1969-02/1971 Lt. Gen. George G. O'Connor
02/1971-03/1973 Lt. Gen. Filmore K. Mearns
03/1973-06/1975 Lt. Gen. George S. Blanchard
07/1975-10/1976 Lt. Gen. Frederick J. Kroesen
10/1976-10/1978 Lt. Gen. David E. Ott
10/1978-06/1981 Lt. Gen. Julius W. Becton Jr.
06/1981-07/1983 Lt. Gen. William J. Livsey
07/1983-02/1985 Lt. Gen. John R. Galvin
02/1985-07/1987 Lt. Gen. Andrew P. Chambers
07/1987-08/1989 Lt. Gen. Ronald L. Watts
08/1989-06/1991 Lt. Gen. Frederick M. Franks Jr.
08/1991-04/1992 Lt. Gen. Michael F. Spigelmire

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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