About a Boy oder: Der Tag der toten Ente

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Filmdaten
Deutscher Titel About a Boy oder:
Der Tag der toten Ente
Originaltitel About a Boy
Produktionsland Großbritannien, Frankreich, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2002
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
JMK 10Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie Chris Weitz, Paul Weitz
Drehbuch Peter Hedges,
(Vorlage: Nick Hornby)
Produktion Robert De Niro,
Jane Rosenthal
Musik Badly Drawn Boy
Kamera Remi Adefarasin
Schnitt Nick Moore
Besetzung

About a Boy oder: Der Tag der toten Ente ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2002 der Regisseure Chris und Paul Weitz. Der Film basiert auf dem Roman About a Boy von Nick Hornby. Er startete am 22. August 2002 in den Kinos der Schweiz und Deutschlands.

Handlung[Bearbeiten]

Will Freeman ist ein 38-jähriger[1] Single, der in London lebt. Sein Vater hat einen erfolgreichen Weihnachtssong geschrieben, der Will jährlich Tantiemen einbringt, sodass er sich um seine finanzielle Situation keine Sorgen machen muss. Charakterlich hat Will keine nennenswerten Erfahrungen gemacht. Er hält sich für eine „Insel“ und vergleicht sich mit Ibiza, da er der Meinung ist, sein Leben zu genießen. Trotzdem ist er gelegentlich auf der Suche nach einer Frau, wobei es ihm dabei nur um Sex geht. Durch den 12-jährigen Jungen Marcus und dessen neurotischer Mutter Fiona, die er zufällig in der Folge seiner Pirsch bei einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende, die hauptsächlich aus Frauen besteht, kennen lernt, wandelt sich alles. Marcus hat nämlich in seiner Schule den Ruf eines kauzigen Außenseiters und obwohl Marcus und Will nicht unterschiedlicher sein könnten, werden sie nach und nach Freunde. Will hilft Marcus dabei, „cool“ und selbstbewusst zu werden, indem er ihm die Jugendkultur „beibringt“, die ihren Ausdruck im Hip-Hop findet.

Marcus möchte auf einem Schulkonzert auftreten, um seine depressive Mutter aufzumuntern. Will erkennt, dass dies Marcus in der Schule gesellschaftlich wieder zurückwerfen würde und „rettet“ Marcus, indem er selbstlos mit auf die Bühne geht und den Spott der Schüler auf sich lenkt. Will hat sein Inseldasein aufgegeben und setzt sich für andere ein. Er hat dadurch auch gelernt, eine ernsthafte Beziehung mit einer Frau zu führen.

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

Fridtjof Küchemann bezeichnete About a Boy in der FAZ als „charmante Komödie“. Er hob die Leistung Hugh Grants hervor, der „in der Rolle Will Freemans die Balance zwischen Ignoranz und Unsicherheit, Coolness und Offenheit, die sich über den Film immer mehr, aber in aller Ruhe verschiebt und aus dem selbstsüchtigen Slacker schließlich einen echten Freund macht“.[2]

Für Philip French vom Guardian bringt About a Boy zwei Trilogien zusammen, die in den 1990er ihre Anfänge nahmen: Die Richard-Curtis-Filme Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Notting Hill und Bridget Jones, in denen Hugh Grant ebenfalls mitspielte, sowie die Nick-Hornby-Trilogie Fever Pitch, High Fidelity und About a Boy. Ihnen gemein sei die Vermeidung einer „Lage-der-Nation-Polemik“ der Thatcher-Ära. Hier wende man sich ab von der Sorge um das Gemeinwesen und Politik, von Ehrgeiz und Idealismus und etabliere stattdessen eine Bindung an Freunde und Freundeskreise, Fußballmannschaften und Popgruppen.[3]

Finanzieller Erfolg[Bearbeiten]

Bei einem geschätzten Produktionsbudget von 30 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit an den Kinokassen 129 Millionen Dollar ein, davon 41 Millionen in den USA und 87 Millionen im Rest der Welt.[4] In den deutschen Kinos kam About a Boy auf 2,2 Millionen Besucher.[5] In der Schweiz wurde er von 299.990 Besuchern gesehen.[6]

Musik[Bearbeiten]

Die gesamte Filmmusik stammt vom britischen Singer/Songwriter Badly Drawn Boy. Das im gleichen Jahr veröffentlichte Album wurde von der Kritik gut aufgenommen.[7]

Der Titel von Roman und Film bezieht sich auf einen Songtitel von Nirvana, der Band, deren Musik im Buch Marcus und Ellie mögen. Im Film wurde die Grunge-Musik von Nirvana durch Hip-Hop ersetzt.

Am Anfang des Films sieht man einen Ausschnitt aus einer Quiz-Show in der die Frage gestellt wird, von wem das Zitat „Niemand ist eine Insel“ stammt. Die richtige Antwort lautet John Donne. Will glaubt jedoch, es sei Jon Bon Jovi, dessen Song Santa Fe ebenfalls mit der Zeile „They say that no man is an island“ beginnt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

About a Boy oder: Der Tag der toten Ente bekam u. A. folgende Auszeichnungen:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Buch ist Will 36, im Film jedoch 38 vgl.: Nick Hornby: About a Boy. Distribooks, ISBN 3426616904
  2. Charmant: „About a Boy“, Kritik von Fridtjof Küchemann auf faz.net, abgerufen am 5. Juni 2008
  3. Hugh fidelity, Kritik von Philip French, abgerufen am 5. Juni 2008
  4. Eintrag auf boxofficemojo.com, abgerufen am 5. Juni 2008
  5. Filmhitliste: Jahresliste (international) 2002 der FFA, abgerufen am 5. Juni 2008
  6. Filmdatenbank von Procinema (direkter Link auf Suche nicht möglich), abgerufen am 5. Juni 2008
  7. Eintrag auf allmusic.com, abgerufen am 5. Juni 2008