Hugh Grant

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Hugh Grant (2011)
Unterschrift von Hugh Grant

Hugh John Mungo Grant [ˈhjuː ˈgrɑːnt] (* 9. September 1960 in London, England) ist ein britischer Schauspieler, der vor allem durch erfolgreiche Liebeskomödien bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Grant wurde 1960 als Sohn eines Offiziers und einer Lehrerin geboren. Er wuchs mit seinem Bruder James in Chiswick im Westen Londons auf. Als Neunjähriger bekam er Klavierunterricht von Andrew Lloyd Webbers Mutter. Nach dem Abschluss der Schule erhielt er ein Stipendium in Oxford und studierte Anglistik; sein Berufswunsch war Kunsthistoriker. In der Theatergruppe des Colleges sammelte er erste schauspielerische Erfahrungen und entschloss sich, nach seinem Examen professionellen Schauspielunterricht zu nehmen.

Sein Kinodebüt gab Grant 1982 in Privileged, seine erste Fernsehrolle erhielt Grant 1985; weitere diverse Rollen in Film und Fernsehen folgten ohne größeren Erfolg.[1] Mit dem Film Maurice wurde er 1987 in England als Schauspieler bekannt. Der Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall verhalf ihm 1994 zum internationalen Durchbruch, der wiederum zur Bekanntheit seiner langjährigen Freundin, der Schauspielerin Liz Hurley, beitrug.

Im Jahr 1995 geriet Grant in die Schlagzeilen der Regenbogenpresse. Er hatte am 27. Juni 1995 die Prostituierte Divine Brown für einen Blowjob in seinem Auto bestellt; beide wurden in einer Seitenstraße des Sunset Boulevard von Polizisten beim Oralverkehr im Auto ertappt und verhaftet.[2] Grant wurde zu einer Geldstrafe von 1180 US-Dollar wegen Sex in der Öffentlichkeit verurteilt.[3] Verhaftung und Anklage führten zu einem Skandal.[4]

Nachdem er drei Jahre keine Rolle mehr gespielt hatte, landete er 1999 einen großen Erfolg mit der Komödie Notting Hill, in der er an der Seite von Julia Roberts spielte. Es folgten zahlreiche, für Grant typische Romantikkomödien mit optimistischem Charakter, darunter Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück im Jahr 2001 und Tatsächlich… Liebe im Jahr 2003. Er erhielt den Ehrenpreis bei der César-Verleihung 2006, dem wichtigsten jährlichen französischen Filmpreis.

Als Opfer im News-International-Skandal trat er bei Parteiveranstaltungen der Labour Party und der Liberal-Demokraten als Redner auf.[5] Seit Oktober 2011 ist Grant Vater einer Tochter [6] und seit Februar 2013 Vater eines Sohnes.[7]

Theaterlaufbahn[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Hugh Grant (2008)
Grant in Schottland (2007)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Synchronstimme[Bearbeiten]

Hugh Grants Standardsprecher für die deutschsprachige Synchronisation ist Patrick Winczewski.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hugh Grant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Hugh Grant – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview von Dirk Peitz mit Hugh Grant in Süddeutsche Zeitung, 24./25./26./27. Dezember 2009.
  2. Polizeiliche Fotos der Verhafteten auf netzeitung.de, 13. Juni 2005.
  3. Bitte lächeln, Sie sind verhaftet auf spiegel-online.de
  4. Hosen runter. In: Der Spiegel, 27/1995, 3. Juli 1995.
  5. Hugh Grant. In: Der Spiegel, 40/2011, 1. Oktober 2011.
  6. Hugh Grants flüchtige Affäre mit Folgen In: Spiegel Online, 1. November 2011.
  7. Hugh Grants zweites Kind: Tweet als Flucht nach vorn In: Spiegel Online, 18. Februar 2013.