Auetal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Auetal
Auetal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Auetal hervorgehoben
52.2338888888899.2372222222222192Koordinaten: 52° 14′ N, 9° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Höhe: 192 m ü. NHN
Fläche: 62,15 km²
Einwohner: 6381 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31749
Vorwahlen: 05752, 05753
Kfz-Kennzeichen: SHG, RI
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 003
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rehrener Straße 25
31749 Auetal
Webpräsenz: www.auetal.de
Bürgermeister: Thomas Priemer (SPD)
Lage der Gemeinde Auetal im Landkreis Schaumburg
Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Nienburg/Weser Region Hannover Ahnsen Apelern Auetal Auhagen Bad Eilsen Bad Nenndorf Beckedorf Bückeburg Buchholz (bei Stadthagen) Hagenburg Haste Heeßen Helpsen Hespe Heuerßen Hohnhorst Hülsede Lauenau Lauenhagen Lindhorst Lüdersfeld Luhden Meerbeck Messenkamp Niedernwöhren Nienstädt Nordsehl Obernkirchen Pohle Pollhagen Rinteln Rodenberg Sachsenhagen Seggebruch Stadthagen Suthfeld Wiedensahl WölpinghausenKarte
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Auetal ist eine Gemeinde ohne namengebenden Hauptort im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Das Auetal liegt zwischen dem Süntel, dem Wesergebirge und dem Bückeberg.

In Hattendorf entspringt die durch das Gemeindegebiet fließende Aue, auch Bückeburger Aue genannt, die von zahlreichen Bächen gespeist wird und in die Weser mündet.

Blick von der A 2 auf Auetal

Die A 2 durchschneidet das etwa 5 km breite und 15 km lange Auetal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gemeinde Auetal
  1. Altenhagen (Grafsch. Schaumburg) mit Rittergut Wormstal
  2. Antendorf mit Gut Nienfeld
  3. Bernsen mit Bernser Landwehr sowie Teilen des Fahrenplatzes
  4. Borstel mit den Wohnplätzen Borsteler Bruch, Borsteler Feld und Borsteler Hude
  5. Escher mit dem Wohnplatz Bültenbrink
  6. Hattendorf mit Gut Südhagen
  7. Kathrinhagen
  8. Klein Holtensen
  9. Poggenhagen mit Gut Oelbergen
  10. Raden
  11. Rannenberg mit Gut Bodenengern
  12. Rehren mit dem Wohnplatz Obersburg
  13. Rolfshagen mit dem Wohnplatz Horsthof
  14. Schoholtensen mit den Wohnplätzen Sundern und Wierser Landwehr
  15. Westerwald
  16. Wiersen

Geschichte[Bearbeiten]

Am 11. Dezember 1182 wurden die Orte Antendorf, Klein Holtensen, Rehren und Wiersen erstmals urkundlich erwähnt.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden auf dem Gebiet der späteren Gemeinde Auetal neu gegliedert. Die folgenden vergrößerten Gemeinden entstanden:

  • Hattendorf durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Antendorf, Escher, Hattendorf und Raden
  • Rehren durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Borstel, Kathrinhagen, Poggenhagen, Rannenberg, Rehren, Amtsgerichtsbezirk Obernkirchen (kurz: Rehren AO) und Westerwald
  • Rolfshagen durch die Eingliederung von Bernsen
  • Schoholtensen durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Altenhagen, Klein Holtensen, Schoholtensen und Wiersen.

Diese Gemeinden wurden bereits am 1. April 1974 zur neuen Gemeinde Auetal zusammengeschlossen.[2]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Wahl 2006 ist Thomas Priemer (SPD) Bürgermeister. Er wurde im ersten Wahlgang mit 57,8% der abgegebenen Stimmen gewählt[3] und trat damit die Nachfolge von Ursula Sapia (SPD) an.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Auetal setzt sich aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU SPD WGA Grüne FDP Gesamt
2011 4 9 4 1 0 18 Sitze

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011

Wappen[Bearbeiten]

Im September 1980 entschied man sich für ein Gemeindewappen, das eine Süntelbuche mit 16 Blättern zwischen zwei Hügeln – Bückeberg und Süntel – und quer davor einen Bach – die Aue – zeigt. Jedes Buchenblatt steht für einen der 16 Ortsteile. Die Symbole werden von dem historischen Schaumburger Nesselblatt umrahmt. Die Farben sind grün, rot und silber.

Finanzen[Bearbeiten]

Der Haushaltsplan 2013 weist eine Unterdeckung in Höhe von 290.000 Euro aus. Die Nettoneuverschuldung beläuft sich auf 420.000 Euro. Der Schuldenstand wird sich bis Ende 2013 auf ~ 5 Millionen erhöhen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Heimatmuseum

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum in Hattendorf

Das Museum wurde 1984 zunächst als „Heimatstube“ in einem Raum im Gebäude der ehemaligen Volksschule Hattendorf mit Unterstützung der Gemeinde Auetal vom Verein für Heimatpflege Auetal e. V. als Trägerverein eröffnet. Nach mehrmaligen Erweiterungen kann die umfangreiche Sammlung nun in 20 Räumen der ehemaligen Schule und Lehrerwohnungen als „Heimatmuseum Auetal“ präsentiert werden.. In einem Nebengebäude ist eine intakte Dorfschmiede aufgebaut, in der auch nach Absprache gearbeitet wird.

Ausstellungsschwerpunkte sind das frühere ländliche Leben und Handwerk.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Kathrinhagen
  • Bodenengern: Das alte Wasserschloss Bodenengern wurde 1053 erbaut und mit einem Graben versehen. 1673 wurde es wieder aufgebaut und diente dem Rittergeschlecht von Post als Zuhause.[4] Heute ist es von einem Wassergraben umgeben und mitten im Grünen gelegen.
  • Escher: Holländer-Windmühle
  • Hattendorf: evang. Pfarrkirche St. Eligius aus dem 12. Jahrhundert. Hier predigte viele Jahre Pastor Karl-Georg Sommerlath, ein Großonkel der heutigen schwedischen Königin Sylvia.
  • Kathrinhagen: evang.-luth. Kirche St. Katharina, 13. Jahrhundert
  • Rehren: spätgotische Kirche
  • Gut Nienfeld (Privatbesitz Frhr. von Blomberg), gegründet 1594 durch Claus von Münchhausen (1560-1617) auf Apelern, Drost zu Lauenau
  • Gut Ölbergen
  • Gut Wormsthal: alte Hofanlage aus dem 13. Jahrhundert mit Giebel und Brunnen von 1632 (Weserrenaissance)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten]

Unmittelbar an der Anschlussstelle Rehren zur BAB 2 ist das Gewerbegebiet Waitzenbinde erschlossen. Hier sind weitere Ansiedelungen möglich. Kleinteiliges Gewerbe erstreckt sich über alle Ortsteile.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat im Ortsteil Rehren einen eigenen Anschluss an die BAB 2. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Rinteln, Hessisch Oldendorf und Haste. Der ÖPNV wird durch die Schaumburger-Verkehrs-GmbH (SVG) mit mehreren Linien sichergestellt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Der Sitz der Verwaltung der Gemeinde Auetal ist in Rehren.
  • Für Sicherheit und Ordnung ist das Polizeikommissariat in Rinteln zuständig. Vor Ort ist eine tagsüber besetzte Polizeistation vorhanden.
  • Der Brandschutz ist durch die Freiwilligen Ortsfeuerwehren gewährleistet.
  • Freibad Sonnental in Rolfshagen mit Solaranlage.

Bildung[Bearbeiten]

Im Ortsteil Rehren ist eine Grundschule vorhanden. Weiterführende Schulen befinden sich in Obernkirchen, Rinteln und Bad Nenndorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johannes de Indagine (* 1415 in Hattendorf; † 1475 in Erfurt), deutscher Kartäuser, Prior, Reformtheologe und Autor theologischer Schriften
  • Friedrich Oetker (* 9. April 1809 in Rehren A/O; † 17. Februar 1881 in Berlin), Publizist, liberaler Politiker und Mitglied des Reichstags[5]
  • Kristiane Allert-Wybranietz (* 1955 in Rehren A/O), deutsche Schriftstellerin, bekannt geworden durch die „Verschenktexte“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 193 und 194.
  3. Niedersächsisches Landesamt für Statistik 2006
  4. Vgl. von Steinen, Johann Diederich: Westphälische Geschichte, Zweiter Teil, Lemgo 1755, Im Verlage sel. Joh. Heinrich Meyers Witwe, S. 663.
  5. Vgl. Landmann, Jörg: Leben und Wirken des Dr. Friedrich Oetker, anlässlich des 100. Todestages am 17. Februar 1981.