Stadthagen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Schaumburg | |
| Höhe: | 72 m ü. NN | |
| Fläche: | 60,27 km² | |
| Einwohner: |
22.211 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 369 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31655 | |
| Vorwahl: | 05721 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHG (alternativ: RI) | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 57 035 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathauspassage 1 31655 Stadthagen |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Hellmann (SPD) | |
| Lage der Stadt Stadthagen im Landkreis Schaumburg | ||
Stadthagen ist die Kreisstadt des Landkreises Schaumburg (ehemalige Landkreise Schaumburg-Lippe und Grafschaft Schaumburg) in Niedersachsen, etwa 40 km westlich von Hannover. In ihrer Geschichte war sie Residenz und kurze Zeit Universitätsstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt liegt zwischen Minden und Hannover im Zentrum des Landkreises Schaumburg an der Bundesstraße 65. Im Süden erhebt sich der Bückeberg, ein Ausläufer des Weserberglandes, im Nordwesten liegt der Schaumburger Wald.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Im Uhrzeigersinn sind dieses die Gemeinden Lauenhagen, Lüdersfeld, Heuerßen, Beckedorf, Apelern und Auetal, die Stadt Obernkirchen sowie die Gemeinden Nienstädt, Helpsen, Hespe, Meerbeck und Nordsehl.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Stadthagen besteht aus folgenden Ortsteilen:
- Stadthagen mit Brandenburg und dem Bruchhof
- Enzen
- Hobbensen
- Habichhorst-Blyinghausen
- Hörkamp-Langenbruch mit Teilen des Brandshof (Forsthaus Halt)
- Krebshagen
- Obernwöhren mit Habrihausen
- Probsthagen mit dem Schäferhof
- Reinsen mit Remeringhausen
- Wendthagen-Ehlen mit der Wendthöhe
Geschichte [Bearbeiten]
Graf Adolf III. von Holstein-Schaumburg gründete um 1224 eine Siedlung mit dem Namen indago comitis (Hagen des Grafen). Auf seine kommende Bedeutung weist der Name civitas et castrum (Stadt und Burg) hin, der 1244 urkundlich belegt ist. 1287 änderte die Stadt ihren Namen in Grevenalveshagen (Graf Adolfs Hagen), 1378 setzte sich der Name Stadthagen endgültig durch.
Im Jahre 1344 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte. Um 1400 wurden die steinernen Befestigungsanlagen, von denen noch der Turm am Viehmarkt, ein kleinerer Turm am Schloss und etwas Stadtmauer übrig sind, errichtet. Im Jahre 1501 begann in Stadthagen der Steinkohleabbau, der bis 1961 betrieben wurde. 1559 führte der in Stadthagen residierende Graf Otto IV. zusammen mit seiner zweiten Frau Elisabeth Ursula von Braunschweig-Lüneburg, einer Tochter Ernsts des Bekenners, das lutherische Bekenntnis ein. Sein Vorgänger Graf Adolf XI. ließ 1534 bis 1538 durch den Tübinger Schlossbaumeister Jörg Unkair an der Stelle einer älteren Burganlage das heutige Schloss errichten. Die Amtspforte wurde 1553 am damaligen Oberntor gebaut. 1607 verlegte Graf Ernst zu Schaumburg die Residenz von Stadthagen nach Bückeburg. Zwei Jahre später wurde das gräfliche Mausoleum an der Rückseite der St.-Martini-Kirche errichtet. 1610 erhielt Stadthagen ein Gymnasium illustre, welches 1620 zur Universität erhoben, jedoch bald nach Rinteln verlegt wurde.
Die Obern- und Niedernstraße erhielten 1825 die erste Kanalisation. 1847 begann der Bau der Bahnlinie Minden Hannover, zur gleichen Zeit entstand das heutige Bahnhofsgebäude. Im Jahre 1864 wurde die erste Straßenbeleuchtung, es waren Richtlaternen, installiert, der 1899 eine Gasbeleuchtung und 1955 eine elektrische folgte. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, die Wallanlagen in eine baumbestandene Parkanlage zu verwandeln. 1855 bis 1923 bestand die Glasfabrik Wendthöhe. 1917 kam die Firma P. A. Rentrop (heute Faurecia) nach Stadthagen. Der Freistaat Schaumburg-Lippe wurde nach dem Ende der Monarchie 1918 begründet.
Wie in vielen deutschen Städten wurde am 9. November 1938 auch in Stadthagen die Synagoge der jüdischen Gemeinde von Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Der Reichspogromnacht ging die Verdrängung der jüdischen Mitbürger aus dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben voraus. So wurde das jüdische Kaufhaus Elias Lion nach zahlreichen Boykottaktionen 1938 „arisiert“ und vom Kaufmann Thomas übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt von Bombenangriffen verschont. Am 9. April 1945 wurde Stadthagen ohne Gegenwehr durch amerikanische Truppen eingenommen, wodurch der Stadt Kriegsschäden erspart blieben.
Im Jahre 1948 wurde Stadthagen Kreisstadt des neu gegründeten Landkreises Schaumburg-Lippe und 1977 des neuen Landkreises Schaumburg. Durch die Gemeindereform mit der Eingliederung der Umlandgemeinden 1974 erhöhte sich die Einwohnerzahl Stadthagens auf 23.000. 1982 erfolgte der Neubau der Stadtverwaltung am Standort der alten städtischen Brauerei. In den Jahren 1980 bis 1990 wurden die innerstädtischen Straßen und der Marktplatz zur Fußgängerzone umgebaut.
Bergbau in Stadthagen [Bearbeiten]
1501 begann in Stadthagen der Steinkohleabbau.
Mit dem Bau und der Abteufung des Georgschachtes bei Stadthagen, der 1902 von Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe eingeweiht wurde, begann die Blütezeit des dortigen Bergbaus. Die mit damals modernster Technik betriebene Anlage umfasste den Förderturm, das Maschinenhaus mit Dampffördermaschine, die Kohlewäsche, das Elektrizitätswerk, das Zechenhaus mit Büros und Waschkaue, ferner den Wasserturm und verschiedene Werkstätten. 1925 wurde mit der Teufung eines zweiten Schachtes eine Tiefe von 353 m unter Tage erreicht. Etwa 2600 Kumpel fanden auf dem Georgschacht Arbeit, außerdem 64 Beamte und Angestellte.[2]
Hoffnungen auf eine Ausdehnung des Abbaureviers auf Beckedorf, Auhagen, Düdinghausen und Blyinghausen in den 1950er Jahren erfüllten sich nicht, und so beschloss 1960 die Preussag die Stilllegung der Schachtanlagen, weil der Abbau nicht mehr wirtschaftlich war. Seitdem ist der Georgschacht eine Industrieruine. Der Kohlebunker der ehemaligen Kokerei wurde 2007 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Enzen, Habichhorst-Blyinghausen, Hobbensen, Hörkamp-Langenbruch, Krebshagen, Obernwöhren, Probsthagen, Reinsen, Reinsen-Remeringhausen und Wendthagen-Ehlen sowie Gebietsteile der Gemeinden Nordsehl (Brandenburg) und Nienstädt (Bruchhof) eingegliedert.[3]
Einwohnerzahlentwicklung [Bearbeiten]
|
Religionen [Bearbeiten]
Evangelische Kirchen [Bearbeiten]
Evangelisch-lutherisch [Bearbeiten]
- St. Martinigemeinde Stadthagen
- Kirchengemeinde Wendthagen
- Kirchengemeinde Probsthagen
- Selbständig Evangelisch Lutherische Kirche (SELK), Kreuzgemeinde Stadthagen
Evangelisch-reformiert [Bearbeiten]
- Ev.-Reformierte Kirchengemeinde, Stadthagen
Freikirchen [Bearbeiten]
- Bethel-Kapellengemeinde (Baptisten), Stadthagen
- Ev. Freikirche Ecclesia , Stadthagen
Katholische Kirche [Bearbeiten]
- St.-Joseph-Kirchengemeinde, Stadthagen
Weitere christliche Gemeinden [Bearbeiten]
- Neuapostolische Kirche, Gemeinde Stadthagen-Obernkirchen, Stadthagen
- Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, Stadthagen
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat von Stadthagen setzt sich aus 34 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Zusätzliches Mitglied ist der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister. Nachfolgende Tabelle zeigt die Sitzverteilung im Stadtrat nach der Kommunalwahl 2011; zum Vergleich sind auch die Zahlen für die Wahl 2006 genannt.[5]
| SPD | CDU | BfS1 | Grüne | WIR2 | FDP | Linke | Gesamt | Wahlbeteiligung | |
| 2009 | 15 | 11 | – | 4 | 2 | 1 | 1 | 34 Sitze | 44,1 % |
| 2006 | 15 | 13 | 1 | 2 | 1 | – | – | 32 Sitze | 49 % |
1 Bürger für Stadthagen 2 Wählerinitiativen in der Region Schaumburg
Folgende Gruppen wurden gebildet:
- SPD/Bündnis 90/Die Grünen (19 Sitze)
- CDU (11 Sitze)
- WIR/FDP (3 Sitze)
- Die Linke (1 Sitz)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Bernd Hellmann (SPD). Bei der Kommunalwahl 2006 fielen 47,6 % der Stimmen auf ihn und auf den CDU-Kandidaten Gunter Feuerbach 42,4 % der Stimmen, somit kam es am 24. September 2006 zu einer Stichwahl, bei der Hellmann mit 52,2 % der Stimmen gewann. 47,8 % verfielen auf Gunter Feuerbach. Bei der Stichwahl lag die Wahlbeteiligung bei 40,4 %. Die Amtszeit endet am 31. Oktober 2014.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Stadt Stadthagen besteht aus einem silbernen Schild, in welchem ein rotes Mauertor mit drei Türmen steht. In dem offenen Tor schwebt ein roter Schild mit silbernesselblattartigem Schildbeschlag. Über dem Stadtwappen ist eine dreitürmige graue (steinfarbene) Mauerkrone. Das im Mauertor befindliche kleine geschlossene Tor ist hellbraun, die drei Turmknäufe bis zum Dach sind vergoldet, während alle Fenster schwarz gehalten sind. Sämtliches Mauerwerk und die Turmdächer sind schwarz ausgefugt.
Das älteste Stadtsiegel, aus dem das Stadtwappen hervorgeht, stammt aus dem Jahre 1324. Das Nesselblatt ist das Wappenemblem der Schaumburger Grafen. Es hat seinen Ursprung vom Nesselberg im Wesertal, dem Stammsitz der Grafen von Schaumburg.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Partnerstädte sind
- Tapolca, eine ungarische Kleinstadt mit rund 20.000 Einwohnern nördlich des Plattensees, und
- Eisenberg in Thüringen
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Heimatmuseum in der Amtspforte
- Multimediale Inszenierung der Erlebniswelt Renaissance in der Martinikirche und dem Mausoleum zum Thema Reformation
Bauwerke [Bearbeiten]
- St.-Martini-Kirche, 1318 erbaut
- Mausoleum der Grafen und Fürsten von Schaumburg-Lippe, 1608 begonnen vom kursächsischen Hofbaumeister Giovanni Maria Nosseni und abgeschlossen vom schaumburgischen Architekten und Hofmaler Anton Boten mit der Auferstehungsplastik von Adrian de Vries. Siebeneckige, durch den Kirchenchor verbundene Anlage, die auf den Bautypus des Mediceer-Grabes an S. Lorenzo in Florenz zurückgeht. Gilt als Kunstdenkmal von überregionaler Bedeutung.[6]
- Klosterkirche, 1485–1500 erbaut, Überbleibsel eines Franziskanerklosters, seit Mitte des 18. Jahrhunderts im Besitz der Reformierten Kirchengemeinde
- St.-Johannis-Kapelle, 1312 erbaut (ältestes erhaltenes Baudenkmal Stadthagens)
- Ehemals Fürstliches Schloss Stadthagen (heute Finanzamt), 1534 erbaut vom Tübinger Baumeister Jörg Unkair (lt. Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler „ältestes und wohl einflussreichstes Baudenkmal der Weserrenaissance“). Große Vierflügelanlage mit Nebengebäuden. Gilt als Vorbild für Adelssitze im südlichen Weserraum.
- „Amtspforte“ (Heimatmuseum), 1553 erbaut
- Altes Rathaus, 1595–1602 im Weserrenaissancestil erbaut
- Alte Lateinschule, 1556 erbaut (1811 geschlossen)
- Landsbergscher Hof, 1731 erbaut, heute Stadtbibliothek
- Zahlreiche alte Fachwerkgebäude in der gesamten Altstadt
- Haus zum Wolf, 1575 erbaut, eines der schönsten Fachwerkhäuser Stadthagens
- Haus „Goldener Engel“, vor 1600 erbaut, prachtvolles Fachwerkhaus
- Wallanlagen um die Altstadt
- Alter Festungsturm Am Viehmarkt
- Stadtgarten, barocke Gartenanlage, die von den Stadthägern nicht ohne Stolz mit Herrenhausen verglichen wird, mit Lusthaus aus dem Ende des 16. Jahrhunderts und einem Café
- Georgschacht, Industriedenkmal
- Rittergut Remeringhausen
Parks [Bearbeiten]
- Der Stadtgarten mit Teich, altem Lustschlösschen und der Schlosspark mit altem Baumbestand sind öffentlich. Mit schönem Springbrunnen und Café lädt die Anlage zum Spaziergang ein.
- Die alten Wallanlagen um die Altstadt herum wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Parkflächen umgewandelt.
Sport [Bearbeiten]
- Bowlingcenter „Bowler's World“
- Fitness- und Wellnesscenter „Looms“
- Freizeitbad „Tropicana“
- Kartsport
- Reithalle
- Tennisanlage an der Schachtstrasse (TC Grün-Weiß)
- Skatepark
- Sporthallen und -plätze
- Sportschützenverein
- Kampf-Kunst-Center
- Postsportverein
- Der FC Stadthagen (Fußballclub Stadthagen e.V. von 1950) ist der erfolgreichste Fußballverein der Stadt, der zwei Jahre lang in der höchsten Amateurklasse Niedersachsens spielte.
Musik [Bearbeiten]
Stadthagen beheimatet überregional bekannte Bands und Orchester, darunter etwa das Schulorchester des Ratsgymnasiums Stadthagen („Ratsband“)[7] sowie zahlreiche Posaunenchöre der Kirchen. Außerdem unterhält die St.-Martini-Kirche eine in Deutschland vergleichsweise selten anzutreffende Brassband nach englischem Vorbild, die „St. Martini-Brass Band Stadthagen“[8].
Neben den Orchestern gibt es in Stadthagen auch zahlreiche Chöre. Dazu zählt die „Chorgemeinschaft Stadthagen“, sowie der ebenfalls überregional bekannte Chor „Kreuz & Quer“.
Kulinarische Spezialitäten [Bearbeiten]
- In Stadthagen wird das Schaumburger Bier gebraut.[9]
- Der einst an der Obernstraße hergestellte „Schaumburger Landwein“, eher bekannt unter Meyer's Bitter, wird nunmehr von der Fa. Schwarze & Schlichte (Firmensitz: Oelde) in Rinteln hergestellt und abgefüllt.
Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Alljährlich findet in Stadthagen das Historische Schützenfest Stadthagen statt.
- Seit 1935 findet in jedem Jahr das Jahn-Bergturnfest auf dem Bückeberg statt, ein Teil dieser breitensportlichen Veranstaltung für das Schaumburger Land auch in Stadthagen.[10]
- Zweimal im Jahr findet der Jahrmarkt, der sog. „Krammarkt“, statt, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst.
- Im Mai jeden Jahres findet in Wendthagen der Schaumburger Wander- und Walkingtag statt.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Über die B 65 erreicht man Minden und Hannover. Die A 2 ist ca. 15 Autominuten entfernt. Die nächste Anschlussstelle befindet sich in Bad Nenndorf.
Der Bahnhof Stadthagen an der Bahnstrecke Hannover–Minden wird im Stundentakt von RE-Zügen nach Hannover-Braunschweig und Minden-Löhne (weiter jede Stunde bis Bielefeld bzw. Osnabrück-Rheine) bedient und ab Dez. 2015 die Züge der Westfalenbahn[11]. Der Takt wird durch die S-Bahn S 1 zwischen Minden und Hannover verdichtet.
Vom Bahnhof Stadthagen West existiert die Bahnstrecke Rinteln–Stadthagen, die von 1898 bis 1965 regelmäßigen Personenverkehr bot und heute als Museumsbahn betrieben wird.
Vom 4. September 1897 bis zum 20. Juni 1930 fuhr die Straßenbahn Stadthagen als Pferdebahn zwischen Bahnhof und Stadt. Sie war damit die letzte in Deutschland regulär betriebene Pferdebahn. Ersetzt wurde sie durch Busse. Den Stadt- und Regionalverkehr mit Bussen führt die Schaumburger Verkehrsgesellschaft mbH durch.
Medien [Bearbeiten]
Werktäglich erscheinen die Schaumburger Nachrichten, die in Stadthagen mit Redaktion und Verlag vertreten sind.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Stadtbücherei, ehem. Landsbergscher Hof
- Standort Stadthagen des Klinikums Schaumburg
- Augenklinik
- Kreisverwaltung
- Amtsgericht
- Agentur für Arbeit
- Kreisaltenheim
- Kommunikationszentrum Alte Polizei
- Sender Stadthagen
Sicherheit und Ordnung [Bearbeiten]
- Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist das Polizeikommissariat Stadthagen an der Vornhäger Strasse zuständig.
- Für den Brandschutz stehen mehrere Freiwillige Ortsfeuerwehren zur Verfügung.
Bildung [Bearbeiten]
- Schule am Schlosspark, bis 31. Juli 2011 Haupt- und Realschule, seither Oberschule
- Integrierte Gesamtschule
- Europaschule Ratsgymnasium
- Wilhelm-Busch-Gymnasium
- Berufsbildende Schulen
- Schulen Dr. Wolfgang Blindow
- Volkshochschule
- Grundschule am Sonnenbrink
- Grundschule am Stadtturm
- Grundschule An der Bergkette
- Hans-Christian-Andersen-Schule, Förderschule
- Studienseminar Stadthagen für das Lehramt an Gymnasien
- Fachgymnasium Technik (in den Berufsbildenden Schulen)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Josua Stegmann (1588–1632), evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter, war ab 1617 Lehrer am Ratsgymnasium Stadthagen. Ihm zu Ehren trägt das kirchlich getragene Altenheim an der Büschingstraße den Namen „Josua-Stegmann-Heim“.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Heinrich Köhler (* 1495; † 1563), Kaufmann und Ratsherr in Lübeck
- Anton (I.) von Wietersheim (* 1539; † 1614), Ratssyndikus in Rostock und Hamburg, Kanzler der Grafen von Holstein-Schauenburg
- Heinrich Julius von Wietersheim (* 1585; † 1645), Stiftshofmeister in Quedlinburg
- Anton (II.) von Wietersheim (* 1587; † 1647) Jurist, Kanzler in Halberstadt
- Anton Heinrich Walbaum (* 1696; † 1753), Hofrat des Herzogs von Sachsen-Saalfeld und Pietist
- Anton Friedrich Büsching (* 1724; † 1793), bekanntester Sohn der Stadt: Geograph, Historiker, Theologe, Pädagoge und Biograph
- Heinrich Brunstermann (* 1866; † 1933), Jurist und von 1904 bis 1911 Mitglied im Deutschen Reichstag
- Karoline Dettmer (* 1867; † 1959), Politikerin, Reichstagsabgeordnete (SPD)
- Adolf II. (Schaumburg-Lippe) (* 1883; † 1936), von 1911 bis 1918 letzter regierender Fürst zu Schaumburg-Lippe
- Wolrad zu Schaumburg-Lippe (* 19. April 1887; † 15. Juni 1962), von 1936 bis 1962 Chef des Hauses zu Schaumburg-Lippe
- Werner Schwier (* 1921; † 1982), Jurist, Schauspieler und Moderator der ARD-Fernsehserie „Es darf gelacht werden“
- Friedel Schirmer (* 1926), deutscher Leichtathlet und Fahnenträger der Deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki
- Jutta Heine (* 1940), Silbermedaillengewinnerin über 200 m bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom
- Katja Flint (* 1959), Filmschauspielerin
- Vanessa Hegelmaier (* 1987), Model
Wilhelm-Busch-Preis [Bearbeiten]
Der Wilhelm-Busch-Preis für satirische und humoristische Versdichtung wird jährlich in Stadthagen, der Heimatregion von Wilhelm Busch, verliehen. Stifter sind die Schaumburger Landschaft, die Schaumburger Nachrichten und die Sparkassenstiftung Schaumburg.
Literatur [Bearbeiten]
- Friedrich Bartels: Stadthagen – Einst und jetzt. Historische Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg, Rinteln 1972
- Otto Bernstorf: Stadthagen – Stadthagen im Wandel der Zeit, Beiträge zur Stadtgeschichte. Stadthagen 1958
- Matthias Blazek: Wendthagen – Ein Beitrag zur Heimatgeschichte Schaumburg-Lippes. Stadthagen 2005
- Heinrich Munk: Stadthagen. Die Reihe Archivbilder, Erfurt 1999
- Heinrich Munk: Oh, Hannes wecken Haut! Chronik des Historischen Schützenfestes in Stadthagen. Stadthagen 2009
- Karlheinz Poll und Friedrich-Wilhelm Welge: Stadthagen – Eine Stadt in Bildern. Stadthagen 1973
- Albrecht Wehling: Chronik der Stadt Stadthagen. Stadthagen einst und jetzt. Aus der Geschichte der Stadt Stadthagen. Magdeburg 1932
Weblinks [Bearbeiten]
- www.stadthagen.de
- www.renaissance-stadthagen.de – Renaissance Stadthagen e.V. - Infos zu Kunst und Künstlern der Renaissance in Stadthagen
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Vgl. Reißert, Oswald; Stille, Hans, Das Weserbergland und der Teutoburger Wald, Bielefeld, Leipzig 1925, S. 111.
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 201.
- ↑ Regionalstatistische Datenbank, Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen LSKN-Online, Einwohnerzahlen ab 1987 jeweils am 31. Dezember des Jahres.
- ↑ Website der Stadt
- ↑ Georg Dehio;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler,Deutscher Kunstverlag:München 1992.
- ↑ vgl. http://ratsband.de/, abgerufen am 26. November 2012.
- ↑ vgl. http://www.brassband-stadthagen.de/, abgerufen am 26. November 2012.
- ↑ Geschichtlicher Rückblick in: NN, Schaumburger – Seit über 100 Jahren im Privatbesitz, Stadthagen o. J. (1980). Das Geburtsjahr des Schaumburger Bieres war 1873, Gründer der Brauerei waren der Kaufmann August-Heinrich Lagershausen, der Ziegeleibesitzer Heinrich Möller und der Mühlenbesitzer Wilhelm Lambrecht.
- ↑ 74. Jahn-Bergturnfest vom 12. bis 14. Juni auf dem Bückeberg, Landes-Zeitung, 13. Mai 2009 (Online-Ressource).
- ↑ http://www.lnvg.de/uploads/media/2012-11-02_01.pdf
Ahnsen | Apelern | Auetal | Auhagen | Bad Eilsen | Bad Nenndorf | Beckedorf | Buchholz | Bückeburg | Hagenburg | Haste | Heeßen | Helpsen | Hespe | Heuerßen | Hohnhorst | Hülsede | Lauenau | Lauenhagen | Lindhorst | Lüdersfeld | Luhden | Meerbeck | Messenkamp | Niedernwöhren | Nienstädt | Nordsehl | Obernkirchen | Pohle | Pollhagen | Rinteln | Rodenberg | Sachsenhagen | Seggebruch | Stadthagen | Suthfeld | Wiedensahl | Wölpinghausen
