Lindhorst
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Schaumburg | |
| Samtgemeinde: | Lindhorst | |
| Höhe: | 61 m ü. NN | |
| Fläche: | 7,88 km² | |
| Einwohner: |
4343 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 551 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31698 | |
| Vorwahl: | 05725 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHG | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 57 020 | |
| NUTS: | DE928 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstraße 55 31698 Lindhorst |
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| Bürgermeister: | Hans-Otto Blume (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Lindhorst im Landkreis Schaumburg | ||
Lindhorst ist eine Gemeinde nahe Stadthagen im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen. Lindhorst bildet zusammen mit den Gemeinden Beckedorf, Heuerßen und Lüdersfeld die Samtgemeinde Lindhorst.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Das Gebiet der Gemeinde Lindhorst liegt im Bereich des historischen Dülwalds, östlich der Kreisstadt Stadthagen und westlich von Bad Nenndorf, zwischen dem Bückeberg im Süden und dem Mittellandkanal mit der Stadt Sachsenhagen im Norden.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Ottensen und Schöttlingen, mit Eichhöfe und Teile von Eichenbruch
Geschichte [Bearbeiten]
Der Name Lindhorst kommt von der „Linde“, einer Anhebung im historischen Dülwald, der im 13. Jahrhundert zunehmend für die Anlage zahlreiche dörflicher Siedlungen gerodet wurde. Auch Lindhorst und die anderen Orte der Gemeinde sind in dieser Zeit erstmals urkundlich erwähnt.
Spärlich besiedelt war das Gebiet aber bereits seit frühgeschichtlicher Zeit, und einige Dörfer, wie beispielsweise Lindhorst, haben vermutlich ihren Ursprung in der Zeit der Frankenherrschaft im 9. und 10. Jahrhundert.
Die kleinen Siedlungen im Gemeindegebiet entwickelten sich nur langsam. Erst die Verbesserung der Infrastruktur durch den Bau der Bahnstrecke Hannover–Minden 1847 mit dem Lindhorster Bahnhof und des Mittellandkanals 1916 mit dem Kanalhafen Sachsenhagen brachten einen leichten Aufschwung. Die Landwirtschaft war häufig die einzige Einnahmequelle. In Ottensen wurde eine Ziegelei errichtet, in der Steine gebrannt wurden, die für ihre außergewöhnliche Härte bekannt waren.
Beide Weltkriege behinderten die weitere Entwicklung, doch nach 1945 wurden zahlreiche Weltkriegs-Flüchtlinge aufgenommen und der Steinkohlenbergbau wurde weiter auf die „Schaumburger Mulde“ ausgedehnt. Es entstand eine weitere Schachtanlage in Lüdersfeld, und Lindhorst wurde mit der Verdoppelung seiner Einwohnerzahl zu einer großen Bergmannssiedlung.
Im Juli 1954 wurde die „Magister-Nothold-Schule“ in Lindhorst eingeweiht und 1957 die katholische Kirche, die für die vielen zugezogenen Menschen katholischen Glaubens gebaut wurde. Sie trägt den Namen der Schutzpatronin der Bergleute „St. Barbara“. Neben den Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Osten kamen auch evakuierte Bergleute aus dem Ruhrgebiet, die hier wieder Arbeit fanden.
Bereits 1960 kam das jähe Ende des Schaumburger Kohlebergbaus. Die relativ geringe Menge und Qualität und billigere Konkurrenz machten den Bergbau unrentabel. Die Schachtanlagen wurden geschlossen und später wieder verfüllt.
Auch in der Landwirtschaft gingen seither viele Arbeitsplätze verloren. Mit der Ansiedlung zahlreicher Gewerbebetriebe konnte nur ein Teil davon kompensiert werden, und der Bereich „Gewerbliche Wirtschaft“ bleibt weiterhin ein Schwerpunktthema der Gemeindeverwaltung.
Heute wohnen viele Berufspendler in der verkehrsgünstig gelegenen Gemeinde, die auch landschaftlich eine bevorzugte Lage zwischen den Naturparks Weserbergland Schaumburg-Hameln und Steinhuder Meer besitzt.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Ottensen und Schöttlingen eingegliedert.[2]
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
Gemeindebürgermeister ist Hans-Otto Blume (SPD). Die Verwaltung wird vom nebenberuflichen Gemeindedirektor Jens Schwedhelm geführt.
Gemeinderat [Bearbeiten]
Seit den Kommunalwahlen am 11. September 2011 besteht der Rat aus 15 Mitgliedern:
|| SPD || CDU || Grüne ||
8 4 3
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Evangelische St.-Dionysius-Kirche in Lindhorst, errichtet um 1180, Turm von 1565
- Katholische Kirche St. Barbara in Lindhorst, 1957 erbaut
- Privatmausoleum der Ziegeleibesitzerfamilie Philippsohn in Ottensen
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
- Die Bundesstraße 65 (Hannover–Minden) führt durch die Samtgemeinde. Über Bad Nenndorf (10 km) ist die BAB 2 erreichbar.
- Der Bahnhof Lindhorst wird im Stundentakt von der S-Bahn Minden–Wunstorf–Hannover (S1) bedient. Nach Stadthagen und Rodenberg gibt es werktags außerdem Busverbindungen mit der Linie 2008 der Schaumburger Verkehrs-Gesellschaft. Seit April 2013 ist eine Park&Ride Anlage mit 120 Autostellplätzen sowohl im Nord- und Südbereich vorhanden. Hinzu kommen 50 Stellplätze für Fahrräder im Südbereich.
- Der Mittellandkanal-Hafen Sachsenhagen ist 3 km entfernt.
- Der Flughafen Hannover-Langenhagen ist 50 km entfernt.
Öffentliche Einrichtungen / Museen [Bearbeiten]
- Beheiztes Freibad mit Lehrschwimmhalle in Lindhorst
- Sporthalle in Lindhorst
- Bergbaumuseum im Hof Gümmer in Lindhorst
Bildung [Bearbeiten]
- Magister Nothold Schule, Haupt- und Realschule (auslaufend) in Lindhorst. Nachfolgeschule ist eine Oberschule.
- Grundschule in Lindhorst mit Zweigstelle in Beckedorf
- Kindergarten in Lindhorst
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 201.
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