Obernkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Obernkirchen
Obernkirchen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Obernkirchen hervorgehoben
52.2663888888899.1177777777778209Koordinaten: 52° 16′ N, 9° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Höhe: 209 m ü. NHN
Fläche: 32,55 km²
Einwohner: 9359 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 288 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31683
Vorwahl: 05724
Kfz-Kennzeichen: SHG, RI
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 028
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 4
31683 Obernkirchen
Webpräsenz: www.obernkirchen.de
Bürgermeister: Oliver Schäfer (SPD)
Lage der Stadt Obernkirchen im Landkreis Schaumburg
Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Nienburg/Weser Region Hannover Ahnsen Apelern Auetal Auhagen Bad Eilsen Bad Nenndorf Beckedorf Bückeburg Buchholz (bei Stadthagen) Hagenburg Haste Heeßen Helpsen Hespe Heuerßen Hohnhorst Hülsede Lauenau Lauenhagen Lindhorst Lüdersfeld Luhden Meerbeck Messenkamp Niedernwöhren Nienstädt Nordsehl Obernkirchen Pohle Pollhagen Rinteln Rodenberg Sachsenhagen Seggebruch Stadthagen Suthfeld Wiedensahl WölpinghausenKarte
Über dieses Bild

Obernkirchen ist eine Bergstadt im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen, in deren Nähe die bekannten Obernkirchener Sandsteinbrüche liegen. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Glas, Maschinenindustrie (Pumpen) und Sandsteinabbau.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Obernkirchen liegt an der Bundesstraße 65 zwischen Bückeburg und Stadthagen. Der waldreiche Bückeberg (367 m ü. NN) nimmt einen großen Teil der Stadtfläche ein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn sind dieses die Gemeinde Nienstädt, Stadt Stadthagen, die Gemeinden Auetal, Buchholz, Heeßen, Bad Eilsen und Ahnsen, die Stadt Bückeburg sowie die Gemeinden Seggebruch und Helpsen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt gehören außerdem vier weitere Ortschaften:

Ortschaft Einwohner
Gelldorf ~ 800
Krainhagen ~ 1.220
Röhrkasten ~ 310
Vehlen ~ 1.300

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 775 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung eines Castrum Bukkaburg (Alte Bückeburg) beim Rückmarsch des siegreichen Karolingischen Heeres aus Sachsen.[2]

Overenkerken, „die obere Kirche“, gab der heutigen Stadt Obernkirchen den Namen. Am auslaufenden Hang des Bückebergs mit weitem Blick in die Norddeutsche Tiefebene wurde laut einer Mindener Chronik von Ludwig dem Frommen (814-840) das Kloster Obernkirchen als älteste geistliche Niederlassung zwischen Weser und Leine gegründet. Im Jahre 936 sollen Ungarn das Kloster überfallen und niedergebrannt haben, was aber urkundlich nicht gesichert ist.

Erst 1167 berichtet eine Urkunde wieder über das Kloster und nennt den Namen Overenkerken, dem Kaiser Barbarossa am 30. November 1181 [3] zu Erfurt die Marktgerechtigkeit verlieh. Das älteste Siegel der Grafen von Poppenburg ist erhalten an einer Urkunde des Klosters Obernkirchen aus dem Jahre 1229. Es ist das Siegel des Grafen Bernhard, der sich ab 1217 nach seiner neu erbauten Burg von Spiegelberg nannte. Das Siegel zeigt im Rundschild auf einem Querband drei fünfblättrige Rosen und lässt auf der Umschrift erkennen: Bernardu… Poppenhor….

Die Ortschaft Obernkirchen bekam durch Graf Otto IV. von Schaumburg am 10. Februar 1565 ihr Fleckenrecht verliehen. Ebenfalls Graf Otto ist es gewesen, der am 22. Mai 1571 dem Bürgermeister und Rat des Fleckens Obernkirchen das Recht gewährte, ein Siegel zu führen, das neben einem weißen Nesselblatt mit drei Nägeln die Kirche zeigte. Die Einwohner wurden nunmehr aus der Leibeigenschaft entlassen. Die Verleihung des Stadtrechts am 26. Januar 1615 durch den Grafen Ernst von Schaumburg schloss die rechtsgeschichtliche Entwicklung Obernkirchens ab. Kurz nach 1560 war im Zuge der Reformation auch im Augustinerinnenkloster, der Urzelle der Stadt, mit der Annahme der lutherischen Lehre ein grundlegender Wandel eingetreten. Die Propsteigüter fielen an den Landesherrn; für den übrigen Besitz des Klosters setzte der Schaumburger Adel die Einrichtung eines adeligen Damenstifts durch. Dieses existiert heute noch in den altehrwürdigen Gebäuden.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die alte Grafschaft Schaumburg geteilt, Obernkirchen gehörte fortan zum hessischen Teil der Grafschaft Schaumburg zu Hessen-Kassel.

In Obernkirchen wurden 1659 zur Zeit von Philipp zur Lippe Hexenverfolgungen durchgeführt: Zwanzig Personen wurden in Hexenprozessen hingerichtet.[4]

Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Streitigkeiten über den Grenzverlauf zwischen Schaumburg-Lippe und Hessen-Kassel. 1733 einigten sich die beiden Herrscherhäuser, und es wurden Grenzsteine gesetzt. Nachdem 1805 Napoleons Truppen Hessen besetzten, kam Obernkirchen bis 1813 zum Königreich Westfalen.

Glashütte Schauenstein mit Glashüttentürmen um 1860

Leben und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurden zunehmend durch den Abbau des Sandsteins (das Weiße Haus in Washington, D.C. besteht zum größten Teil aus Obernkirchener Sandstein), die Steinkohlegewinnung und die Glasproduktion geprägt. In Obernkirchen wurde die 1799 die älteste Glashütte der Region gegründet, die nach einer Unterbrechung 1827 unter dem Namen "Schauenstein" die Produktion wieder aufnahm. 1823 wurde der Fabrikant Caspar Hermann Heye Teilhaber, 1842 übernahm er sie ganz. 1840 wurde von der Familie Stoevesandt als Konkurrenzunternehmen die "Neue Hütte" nicht weit von Schauenstein gegründet. Der schon seit dem Mittelalter betriebene Bergbau wurde im 19. Jahrhundert erweitert. Am Liethstollen wurde unter anderem eine Brikettfabrik errichtet. Bis zum Ende des Steinkohlenbergbaus in Schaumburg (1960) war die Verwaltung in Obernkirchen (Bergamt).

Am 6. Januar 1899 legte der damalige Bürgermeister Dreyer der Stadtverordnetenversammlung einen Plan vor, nach welchem eine kleine Berufsfeuerwehr, eine so genannte bezahlte Spritzenmannschaft angeworben werden sollte.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1955 wurden die bislang selbständigen Gemeinden Beeke und Rösehöfe eingemeindet. Da die beiden Gemeinden dem Landkreis Schaumburg-Lippe angehörten kam die Gemeinde Schöttlingen mit den Wohnplätzen Eichhöfe und einigen Häusern des Eichenbruchs im Gebietstausch zum Landkreis Schaumburg-Lippe. Die Gemeinde Schöttlingen war eine Enklave des Landkreises Grafschaft Schaumburg im Landkreis Schaumburg-Lippe und wurde 1974 nach Lindhorst eingemeindet.

Aufgrund der Niedersächsischen Gebietsreform wurden am 1. März 1974 die ebenfalls selbständigen Gemeinden Gelldorf, Krainhagen, Röhrkasten und Vehlen der Stadt Obernkirchen zugeordnet und eingemeindet.[6]

Einwohnerzahlentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[7]
1961[6] 10.798
1970[6] 11.718
1987 10.078
1990 10.308
1995 10.549
2000 10.369
2005 9.884
2010 9.290
2011 9.204
2012 9.156

(Einwohnerzahlen: 1961: am 6. Juni, 1970: am 27. Mai, ab 1987 jeweils am 31. Dezember)

Religionen[Bearbeiten]

Katholische St.-Josefs-Kirche
  • Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde (bestehend aus Obernkirchen, Gelldorf, Krainhagen und Röhrkasten) gehört zum Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg und somit zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Gottesdienste werden in der 1330 erbauten Stiftskirche St. Marien gehalten.
  • Die katholischen Gläubigen gehören zur Pfarrgemeinde St. Marien in Bückeburg. Gottesdienste werden in der 1908 erbauten Filialkirche St. Josef gehalten. Das Pfarramt befindet sich in Bückeburg und gehört zum Dekanat Weserbergland.
  • Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Vehlen (Ortsteil) gehört zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Gottesdienste werden in der 1904 erbauten Kirche gehalten. Das Kirchspiel umfasste die Schulorte Vehlen, Achum und Widdensen, ferner Ahnsen-Neumühlen, Deinsen, teilweise Echtorf, Neuseggebruch und Schierneichen.
  • Zeugen Jehovas
  • Tagungsstätte der Geistlichen Gemeindeerneuerung in der Evangelischen Kirche GGE

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Obernkirchen setzt sich seit 1. November 2011 aus 22 Ratsfrauen und Ratsherren sowie dem Bürgermeister kraft Amtes zusammen.

SPD CDU Grüne WIR WGO Gesamt
2006 10 9 2 1 1 23 Sitze
2011 12 6 3 1 22 Sitze

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011

Ratsvorsitzender ist Wilhelm Mevert (SPD).

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1946 - 1948 Wilhelm Hormann (SPD)
  • 1948 - 1974 Ludwig Gundlach (SPD)
  • 1974 - 1984 Walter Warnecke (SPD)
  • 1984 - 2001 Adolf Bartels (SPD)
  • 2001 - 2007 Horst Sassenberg (CDU)

Seit dem 1. April 2007 ist Oliver Schäfer (SPD) der erste hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Obernkirchen. Seine Amtszeit endet am 31. März 2015. Neuwahlen finden am 5. Oktober 2014 statt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

In der ehemaligen Grundschule der Stadt befindet sich das Berg- und Stadtmuseum. Von dort ausgehend führt ein Skulpturenweg mit Exponaten der bisherigen Internationalen Obernkirchener Bildhauersymposien durch die Stadt. Eine Außenstelle des Museums ist die historische Schlosserei Bornemann am Rande der Innenstadt Obernkirchens.

Musik[Bearbeiten]

In der Stadt wurde 1949 der Obernkirchener Kinderchor, heute Schaumburger Märchensänger, gegründet, der das Lied "Mein Vater war ein Wandersmann ..." in aller Welt auf seinen Tourneen bekanntmachte und damit Riesenerfolge hatte.

Weit über die Grenzen Obernkirchens hinaus bekannt ist das Blasorchester Krainhagen.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Auf dem Bückeberg steht das Jahn-Denkmal, das dem „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn gewidmet ist. Der Gedenkstein trägt unter anderem den Schriftzug „Jahn“, das Turnerkreuz in der Ausführung der ehemaligen Deutschen Turnerschaft (DT) und eine ovale Reliefplakette mit dem Bildnis von Jahn.[8]

Sport[Bearbeiten]

  • Eine Genossenschaft bewirtschaftet das beheizte Sonnenbrinkbad. Das Bad ist in Regel von April bis Oktober geöffnet.
  • Der Golfclub Schaumburg e.V. Obernkirchen unterhält einen Golfplatz mit 18 Löchern.
  • Der Landkreis Schaumburg unterhält eine Kreissporthalle und ein Kreissportstadion.
  • Die Stadt Obernkirchen unterhält ebenfalls eine Sporthalle und einen Sportplatz.
  • Ein weiterer Sportplatz, das Johann-Heinrich-Bornemann-Stadion (früher: Ochsenbruchstadion) wird vom SV Obernkirchen von 1920 e.V. betrieben.
  • Der TC Obernkirchen e.V. hat eine Tennisanlage mit 4 Plätzen in der Stadt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Alle drei Jahre findet in Obernkirchen das Internationale Bilderhausymposium statt. 2015 findet die 10. Ausgabe statt. [9]
  • Im Abstand von zwei Jahren (Jahre mit ungerader Endzahl) findet das städtische Bürgerschützenfest statt.
  • Ab 2014 wird es im Abstand von zwei Jahren (Jahre mit gerader Endzahl) ein Stadtfest am dritten Juniwochenende das Barbarossafest geben. Es ersetzt den bisherigen Jahrmarkt im Herbst den Barbarossamarkt.
  • Auf dem Freigelände des Jugend-, Bildungs- und Freizeit-Centrums (jbf-Centrum) auf dem Bückeberg findet jährlich das Jahn-Bergturnfest statt, das 2010 sein 75. Jubiläum beging. Die breitensportliche Veranstaltung zieht hunderte von Teilnehmern aus vielen Vereinen des Schaumburger Landes an. Ab 1935 ersetzte sie den vormaligen Wettbewerb Lauf um die Bückeberge.[10]

Archiv[Bearbeiten]

Das Stadtarchiv befindet sich als Depositum im Staatsarchiv Bückeburg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • Einer von 9 deutschen Produktionsstandorten des größten deutschen Behälterglasproduzenten Ardagh Glass Germany GmbH sowie der Hauptsitz des ebenfalls zur Ardagh Gruppe gehörenden Anlagenbauers Heye International befinden sich in Obernkirchen.
  • Der Pumpenhersteller ITT Bornemann GmbH hat seinen Sitz in Obernkirchen. Das vormalige Familienunternehmen wurde 1853 in Obernkirchen gegründet. Die Firma gehört seit 2013 zur Gruppe ITT_Corporation mit Sitz in White Plains, NY.
  • Ein gefragter Baustoff ist der Obernkirchener Sandstein. Er wird auch bei Restaurierungen von historischen Gebäuden, z.B. des Kölner Doms, benutzt.
  • Die Betriebskrankenkasse BKK24 hat in Obernkirchen ihren zentralen Sitz in Deutschland.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Obernkirchen
  • Durch das Stadtgebiet verläuft westlich der Kernstadt die B 65 von Hannover nach Minden durch die Ortsteile Gelldorf und Vehlen.
  • Die nächstgelegene Anschlussstelle zur BAB 2 befindet sich im benachbarten Bad Eilsen.
  • Der ÖPNV wird durch die Schaumburger Verkehrs-Gesellschaft mit mehreren Linien betrieben.
  • Der Bahnhof Obernkirchen liegt an der Bahnstrecke Rinteln–Stadthagen. Die Nebenstrecke wurde ab 1900 betrieben und dient heute dem Tourismus und vereinzelt dem Gütertransport. Aktive Bahnhöfe befinden sich in Kirchhorsten, Stadthagen und Bückeburg.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Stadthagen und Rinteln (Klinikum Schaumburg) sowie mit dem Krankenhaus Bethel in Bückeburg. Seit 2009 laufen Planungen für einen gemeinsamen Neubau aller drei Krankenhäuser im Ortsteil Vehlen.[11]

Sicherheit und Ordnung[Bearbeiten]

  • Polizeilich ist das Polizeikommissariat Bückeburg zuständig. In der Stadt ist eine tagsüber besetzte Polizeistation mit Außenstellen in den Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt vorhanden.
  • Den Brandschutz stellen die fünf Ortsfeuerwehren sicher.

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt unterhält 3 Kindertagesstätten und eine Grundschule. Ein weitere KITA wird von ev.-luth. Gemeinde St. Marien (Obernkirchen) betrieben.Eine weitere KITA wird von der ev.-luth Gemeinde Vehlen unterhalten. Daneben gibt es Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren, geführt durch einen privaten Verein und in Form von zahlreichen Tagesmüttern. Weiterhin bestehen zwei private Einrichtungen der Großtagespflege für Kinder. Diese werden durch die Stadt bzw. in Kooperation mit der Stadt Obernkirchen und der BKK 24 unterstützt. Die Haupt- und Realschule im Schulzentrum Am Ochsenbruch ist mit dem letzten Jahrgang 2014 ausgelaufen. Als Fortentwicklung des Schulzentrums wurde im Jahr 2009 eine IGS (Integrierte Gesamtschule) geschaffen. Weiterführende Schulen sind in Bückeburg und Stadthagen vorhanden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • August Oetker (1862–1918), Unternehmer und Gründer der Oetker-Gruppe
  • Reinhard Scheer (1863–1928), Admiral und Chef der deutschen Hochseeflotte
  • Richard Herzog (1868–1950), Bürgermeister von 1900–1931 und von 1933–1939 sowie antisemitischer Reichstagsabgeordneter
  • Karl Abel (1897–1971), Schuhmacher, KPD-Funktionär, 1946–1947 Minister für Volksgesundheit und Staatswohlfahrt in Niedersachsen
  • Rolf Krumsiek (1934–2009), SPD-Politiker und ehem. Justizminister in Nordrhein-Westfalen
  • Roderich Egeler (* 1950), seit dem 1. August 2008 Präsident des Statistischen Bundesamtes und Bundeswahlleiter
  • Ulli Zelle (* 1951), rbb-Fernsehmoderator und Sänger

Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind[Bearbeiten]

  • Agnes von Dincklage (1882–1962), Leiterin der Landfrauenschule Obernkirche des Reifensteiner Verbandes 1918-1949, hierfür durch Ausweisung eines Frauenortes geehrt
  • Frank Kirchhoff (* 1961), Direktor des Instituts für Molekulare Virologie am Universitätsklinikum Ulm

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Suckale und Gude Suckale-Redlefsen: Stift Obernkirchen Kreis Schaumburg. Fotos von Andreas Lechtape. Königstein i. Ts. 2001 (= Die Blauen Bücher), ISBN 3-7845-1080-9
  • Rolf Krumsiek: Obernkirchen – Chronik einer alten Stadt. Obernkirchen 1981, ISBN 3-9800549-0-X
  • Dieter Brosius: Das Stift Obernkirchen 1167–1565. Schaumburger Studien, Heft 30. Grimme Verlag, Bückeburg 1972, ISBN 3-87277-030-5 (formal falsche ISBN)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Obernkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Obernkirchen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Kaiser Karl der Große hat nach Angabe der Reichsannalen im Jahr 775 den pagus [Gau] bukki durchzogen. Damals zogen sich die Osterliudi [Ostfalen] in den „pagus, quem dicunt nomine Bukki“, zurück. Vgl. Brosius, Dieter, Das Stift Obernkirchen 1167–1565 (= Schaumburger Studien 30), Bückeburg 1972, S. 8.
  3. Die Regesten des Kaiserreiches unter FRIEDRICH I.1152 (1122) –1190 4. Lieferung 1181–1190 nach Johann Friedrich Böhmer, neubearbeitet von FERDINAND OPLL Reg. 2632
  4. Gerhard Schormann: Hexenverfolgung in Schaumburg, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 45, Hildesheim 1973, S. 149-151
  5. Ausführlich: Blazek, Matthias: Feuerwehrwesen im Landkreis Schaumburg im 19. Jahrhundert, 2., aktualisierte und ergänzte Auflage, Adelheidsdorf 2002, S. 32 ff.
  6. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 193.
  7. Regionalstatistische Datenbank, Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen LSKN-Online
  8. Jahnstein auf dem Bückeberg in neuem Glanz, Schaumburger Nachrichten vom 23. Juni 2010.
  9. IOBSInternationales Bilderhauer-Symposium
  10. Jahn-Bergturnfest: Historie.
  11. Projektseite Neubau Klinikum Schaumburger Land