Lauenhagen

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Lauenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauenhagen hervorgehoben
52.3569444444449.209166666666760Koordinaten: 52° 21′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Samtgemeinde: Niedernwöhren
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 9,73 km²
Einwohner: 1374 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31714
Vorwahl: 05721
Kfz-Kennzeichen: SHG, RI
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 019
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 46
31712 Niedernwöhren
Webpräsenz: www.lauenhagen.de
Bürgermeister: Dieter Kappmeier (SPD)
Lage der Gemeinde Lauenhagen im Landkreis Schaumburg
Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Nienburg/Weser Region Hannover Ahnsen Apelern Auetal Auhagen Bad Eilsen Bad Nenndorf Beckedorf Bückeburg Buchholz (bei Stadthagen) Hagenburg Haste Heeßen Helpsen Hespe Heuerßen Hohnhorst Hülsede Lauenau Lauenhagen Lindhorst Lüdersfeld Luhden Meerbeck Messenkamp Niedernwöhren Nienstädt Nordsehl Obernkirchen Pohle Pollhagen Rinteln Rodenberg Sachsenhagen Seggebruch Stadthagen Suthfeld Wiedensahl WölpinghausenKarte
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Lauenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen und Teil der Samtgemeinde Niedernwöhren.

Geografie[Bearbeiten]

Lauenhagen liegt etwa 30 km westlich von Hannover. Die Kreisstadt Stadthagen liegt etwa 4 km südlich. Im nördlichen Gemeindebereich berührt der Mittellandkanal die Gemeinde. Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn: die Stadt Sachsenhagen, die Gemeinde Lüdersfeld, die Stadt Stadthagen sowie die Gemeinden Nordsehl und Pollhagen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Lauenhagen besteht aus den Ortsteilen Hülshagen und Lauenhagen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird Lauenhagen 1247 als Lewenhagen erwähnt. Der Ort hatte bereits 1253 eine Kirche, die unter dem Patronat des Bischofs von Minden stand. Der Ortsteil Hülshagen wurde 1465 erstmals urkundlich erwähnt und am 1. März 1974 in die Gemeinde Lauenhagen eingegliedert.[2]

Religion[Bearbeiten]

  • Zur ev.-luth. Maria-Magdalenen-Kirchengemeinde gehören die Orte Lauenhagen und Hülshagen sowie aus der Stadt Sachsenhagen der Ortsteil Nienbrügge.
  • Die katholischen Christen gehören der Pfarrgemeinde St. Joseph in Stadthagen an.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Lauenhagen setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU SPD Gesamt
2011 4 7 11 Sitze

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011

Bürgermeister / Verwaltung[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2011 ist Dieter Kappmeier (SPD) Bürgermeister. Die Verwaltung wird vom bestellten Gemeindedirektor Sören Schütte geleitet. Das Gemeindebüro befindet sich in der Hauptstr. 6 b.

Finanzen[Bearbeiten]

Im Haushaltsplan 2013 sind im Ergebnishaushalt Erträge und Aufwendungen auf jeweils 744.054 Euro festgesetzt. Im Finanzhaushalt werden Einzahlungen von 1.006.200 Euro und Auszahlungen von 1.010.450 Euro erwartet. Hiervon sind 350.500 Euro für Investitionstätigkeiten vorgesehen. Kreditaufnahmen werden nicht veranschlagt.[3]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

  • Es besteht eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Tokarnia.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

2004 wurde das aus dem Jahr 1540 stammende Fachwerkhaus vom Hof Lauenhagen 1 nach Hülshagen 10 umgesetzt und original restauriert. Seitdem dient das Gebäude kulturellen Zwecken. Auch Trauungen innerhalb der Samtgemeinde können hier stattfinden. Im Jahr 2013 wird auch das Fachwerkhaus Hülshagen 1 nach hier versetzt. Es wurde 1647 erbaut.

Sport[Bearbeiten]

Der Sportverein TuS Fortuna Lauenhagen von 1922 e.V. bietet die Sparten Fußball, Tennis, Tischtennis, Turnen, Gymnastik, Mutter und Kind sowie Laufen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Die plattdeutsche Heimatbühne von 1950 spielt jährlich an mehreren Abenden.
  • Unter Beteiligung mehrerer Nachbarorte findet jährlich ein Erntefest, ausgerichtet von der Landjugend Lauenhäger Land, statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Über Stadthagen und Lüdersfeld ist die Bundesstraße 65 und damit auch die Bundesautobahn A 2 schnell erreicht. Die nächste Anschlussstelle befindet sich in Bad Nenndorf. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Stadthagen. Hier sind die Regional- und S-Bahnen Richtung Hannover und Minden - Bielefeld erreichbar. Der ÖPNV wird durch die Schaumburger Verkehrs-Gesellschaft (SVG) mit der Linie 2010 sowie über das Anrufbussystem Niedernwöhren gewährleistet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist das Polizeikommissariat Stadthagen zuständig. Im Tagdienst ist eine Polizeistation in Niedernwöhren eingerichtet.
  • Den Brandschutz stellen die Freiwilligen Ortsfeuerwehren Lauenhagen und Hülshagen sicher.

Bildung[Bearbeiten]

  • Evangelischer Kindergarten
  • Grundschule befindet sich in Lauenhagen (1-4 Klasse)
  • weiterführende Schulen befinden sich in Stadthagen
  • Jugendwerkstatt Hülshagen: vermittelt und fördert arbeitslose sowie benachteiligte Jugendliche auf dem Weg in den Arbeitsmarkt und damit die Teilnahme an der Gesellschaft.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • 1961 gewann Lauenhagen die Silbermedaille im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".
  • 1962 spendete Lauenhagen an die Gemeinde Rübke Geld und Tiere wegen der Flutkatastrophe.
  • 1965 gewann das Dorf die Goldmedaille im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Bundesebene.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Wilhelm Mensching (1887-1964), evangelischer Pastor und Missionar. 1943 bis 1944 versteckte er im Pfarrhaus Petzen eine Jüdin vor den Nazis und wurde dafür 2001 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel "Gerechter unter den Völkern" geehrt. Er war auch zweimal für den Friedensnobelpreis nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lauenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 201.
  3. Amtsblatt des Landkreises Schaumburg Nr. 6/2013, ausgegeben am 26. Juni 2013