Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr

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Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr
Strecke der Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr
Kursbuchstrecke (DB): 450.9
Streckennummer: 2723 (W-Vohwinkel ↔ E-Kupferdreh)
2400 (E-Kupferdreh ↔ E-Überruhr)
Streckenlänge: 30 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 35 
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Betriebsstellen und Strecken[1]
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Hauptstrecke von Essen Hbf
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1,0 0,0 Essen-Steele
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Hauptstrecke von Bochum
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Strecke von Bochum-Langendreer
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2,3 Essen-Steele Ost (ehem. Steele Hbf)
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Blockstelle, Awanst, Anst etc.
0,0 1,5 Essen-Steele Ost Bez Ruhrbrücke
   
ehem. Strecke Mülheim-Heißen–Altendorf
Brücke über Wasserlauf (groß)
Ruhrbrücke Steele
   
ehem. Ruhrtalbahn von Altendorf
S-Bahnhalt…
0,0
37,8
Essen-Überruhr (Hp & Üst, ehem. Bf)
S-Bahnhalt…
36,5 Essen-Holthausen
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Blockstelle, Awanst, Anst etc.
33,7
26,4
Essen-Kupferdreh Hespertalbahn
(Awanst, ehem. Keilbahnhof Kupferdreh)
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ehem. Ruhrtalbahn nach Essen-Werden
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Hespertalbahn nach Hesperbrück
S-Bahnhalt…
25,8 Essen-Kupferdreh
   
23,2 Essener Steinkohle-Bergwerke (Anst)
   
22,7 Schunke (Anst)
S-Bahnhalt…
20,9 Velbert-Nierenhof
S-Bahnhof
18,5 Velbert-Langenberg
   
12,8 Neviges
S-Bahnhalt…
12,5 Velbert-Neviges
   
11,9 Velbert Stadt (Awanst)
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(ehem. Trasse bis 1868)
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10,0 Kopfstation
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(ehem. Trasse bis 1868)
S-Bahnhalt…
8,8 Velbert-Rosenhügel
   
8,3 Asbruch (zuletzt Bk)
   
ehem. Niederbergbahn von Essen-Kettwig
   
5,8 Oberdüssel (Abzw)
S-Bahnhalt…
4,7 Wülfrath-Aprath
   
(geplanter Ausbau S 28)
   
2,8 Dornap
   
ehem. „Wuppertaler Nordbahn“
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urspr. Trasse Richtung Düsseldorf
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0,2 Wuppertal-Vohwinkel (Keilbahnhof)
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ehem. Verbindungskurve zur „Nordbahn“
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Hauptstrecke nach Wuppertal Hbf
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0,0 Wuppertal-Vohwinkel (alter Bf)
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Hauptstrecke nach Düsseldorf

Die Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr ist eine gut 30 Kilometer lange, durchgehend zweigleisige und elektrifizierte Hauptstrecke. Die auch unter dem Namen Prinz-Wilhelm-Eisenbahn bekannte Strecke verband als erste Eisenbahnstrecke die Täler der Wupper und der Ruhr.

Bau der Strecke[Bearbeiten]

Deilthaler Eisenbahn-Aktiengesellschaft[Bearbeiten]

Die bereits 1831 eröffnete Vorläuferstrecke von Hinsbeck (Ruhr) (heute Essen-Kupferdreh) nach Nierenhof (heute zu Velbert) durch das Deilbachtal war die erste Eisenbahnstrecke überhaupt auf deutschem Boden, gebaut von der „Deiltaler Eisenbahn-Aktiengesellschaft“ Die Schlebusch-Harkorter Kohlenbahn war zwar noch etwas älter, wurde aber nicht von einer für diesen Zweck gegründeten eigenständigen Gesellschaft betrieben.

Prinz-Wilhelm-Eisenbahn-Gesellschaft[Bearbeiten]

Am 21. Juni 1844 hatte die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn-Gesellschaft die Konzession für den Ausbau ihrer bisherigen Strecke zwischen Nierenhof und Hinsbeck (Essen-Kupferdreh) erhalten. Die Strecke wurde auf Normalspur (1435 mm) umgestellt, bis Vohwinkel im Süden bzw. Überruhr im Norden weitergebaut und am 1. Dezember 1847 dem Personenverkehr übergeben.

Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft[Bearbeiten]

Nachdem die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (kurz BME) seit dem 27. März 1854 schon den Betrieb der Strecke durchgeführt hatte, übernahm sie zum 1. Januar 1863 die PWE mitsamt ihrer Strecke.

Sie baute die Strecke in nord-östlicher Richtung weiter nach Steele (zwischenzeitlich Steele Hbf, heute Essen-Steele Ost, mit Anschluss an ihre drei Jahre zuvor eröffnete Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg), und von dort weiter entlang der Ruhr über Dahlhausen (Ruhr) nach Langendreer BME. Die Bahnstrecke Essen-Überruhr–Bochum-Langendreer wurde bereits fünf Monate später am 1. Juni 1863 eröffnet.

Bahnhof Kopfstation[Bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Kopfstation

Seit Eröffnung der Strecke 1847 musste zur Überwindung der Steigung im „Bahnhof Kopfstation“ im Siebeneicker Tal „Kopf gemacht“ werden, die Notwendigkeit hierzu fiel 1868 mit der Neutrassierung der Strecke weg, der Bahnhof wurde geschlossen.

Die Bezeichnung Kopfstation für die Gegend ist aber noch bis heute gebräuchlich, das Empfangsgebäude existiert ebenfalls noch und ist heute in privater Hand.

Ruhrtalbahn[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1872 eröffnete die BME den ersten Teil ihrer Ruhrtalbahn, die Bahnstrecke Düsseldorf-Oberbilk–Essen-Kupferdreh, 1874 dann einen weiteren Teil, die Bahnstrecke Essen-Überruhr–Hagen-Vorhalle (mit Anschluss an die Stammstrecke Elberfeld–Dortmund).

Beide Strecken sind heute nicht mehr mit der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn verknüpft, die Abschnitte von Essen-Kupferdreh nach Essen-Werden und von Essen-Überruhr über Altendorf (heute Essen-Burgaltendorf) nach Bochum-Dahlhausen sind stillgelegt und zum Teil abgebaut.

Heutige Situation[Bearbeiten]

Nahverkehrszug N9 zwischen Kupferdreh und Nierenhof 1986 vor der Elektrifizierung

In den 1970er Jahren wurde begonnen, die zentrale Ruhrgebiets-Hauptstrecke für die S-Bahn Rhein-Ruhr auszubauen. Am 1. Februar 1978 wurde mit der Strecke 2193 erstmals ein direkter Anschluss von Essen-Überruhr nach Essen-Steele (damals noch Essen-Steele West) geschaffen, gleichzeitig wurde der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt von Essen-Überruhr nach Essen-Steele Ost eingestellt. Die neue Verbindungskurve ist heute ebenso wie der alte Streckenabschnitt eingleisig.

Damit ergaben sich völlig neue Möglichkeiten der Durchbindung. Statt nach Essen-Steele Ost (damals noch Essen-Steele, ehemals Steele Hbf) und weiter Richtung Osten wurden die Züge aus Wuppertal-Vohwinkel kommend von nun an nach Essen Hauptbahnhof geführt. Der Abschnitt von Essen-Steele Ost zum Abzweig Bochum-Dahlhausen West war bereits ab dem 26. Mai 1974 von der S-Bahnlinie S 3 übernommen worden.

Seit dem 15. Dezember 2003 ist auch diese Strecke für die S-Bahn ertüchtigt und auf gesamter Länge elektrifiziert worden. Der Haltepunkt Velbert-Rosenhügel wurde neu gebaut und der Haltepunkt Velbert-Neviges verlegt. Zudem wurde der 1965 stillgelegte Bahnhof Aprath als Haltepunkt Wülfrath-Aprath wieder in Betrieb genommen. An den ebenfalls 1965 geschlossenen Bahnhof Dornap erinnert nun nichts mehr, denn beim Ausbau wurden auch die alten Bahnsteige entfernt. Diese mussten der auf der Gesamtstrecke eingerichteten Elektrifizierung weichen.

Die S-Bahn-Linie S 9 fährt wochentags im 20-Minuten-Takt, am Wochenende im 30-Minuten-Takt von Wuppertal Hauptbahnhof kommend die gesamte Strecke von Wuppertal-Vohwinkel nach Essen-Überruhr und weiter über die Verbindungsstrecken 2165 und 2193 nach Essen-Steele. Von dort aus geht es weiter über Essen Hauptbahnhof nach Bottrop Hauptbahnhof und einmal in der Stunde weiter nach Haltern am See.

Der Fahrzeugeinsatz gestaltete sich dem Betriebsprogramm entsprechend stets recht einheitlich. Fuhren über zwei Jahrzehnte ausschließlich aus der Baureihe 212 und Silberlingen gebildete Wendezüge, so kamen ab Anfang der 1990er Jahre anstelle der stark geforderten 212 leistungsfähigere Dieselloks der Baureihe 216 zum Einsatz. Diese hielt sich bis Mai 1998 und wurde dann von der Baureihe 218 abgelöst. Zeitgleich wurde mit Haltern – Bottrop – Essen Steele Ost der erste Abschnitt der S 9 in Betrieb genommen, das Betriebsprogramm der inzwischen als RB 49 bezeichneten diesellokbespannten Züge dahingehend geändert, dass diese nördlich von Essen nur noch stündlich und nach Borken statt nach Haltern fuhren, zwischen Essen und Bottrop wurde dabei nur noch an größeren Bahnhöfen gehalten. Mit der Elektrifizierung wurde das alte Betriebsprogramm wieder hergestellt, die Strecke Haltern – Bottrop – Essen – Wuppertal bildet nun wieder eine Einheit und wird durchgehend von der S 9 befahren. Zunächst wurden auf der Linie Wendezüge aus x-Wagen bespannt mit der Baureihe 143 eingesetzt, wenige Monate später verstärkt der Elektrotriebzug der Baureihe 420. Seit Frühjahr 2009 wird der Verkehr nun komplett mit der Baureihe 422 abgewickelt.

In einer etwa zweijährigen Bauzeit wurde im Bereich der Haltestelle Kupferdreh der Bahnsteig aufgeständert.[2] Der Bahnsteig wurde am 6. August 2012 für den Verkehr freigegeben, während der akuten Umbauphase von zwei Wochen wurden zeitweise Busse eingesetzt.[3] Die Anfahrtsrampen des Bauwerks haben eine Neigung von 35 ‰[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

Weitere Belege:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. Bebilderte Chronologie der Aufständerung S9, abgerufen am 23. August 2012
  3. Radio Essen: S-Bahn Sommerbaustellen, abgerufen am 23. August 2012
  4. Verzeichnis der vorübergehenden Langsamfahrstellen, Nr.:34 ff, abgerufen am 23. August 2012