Bottrop Hauptbahnhof

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Bottrop Hbf
Heutiges Empfangsgebäude
Heutiges Empfangsgebäude
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung EBTH
IBNR 8000047
Eröffnung 1905 Inselbahnhof der PSE
1995 Bahnhof der DBAG
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Bottrop
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 30′ 34″ N, 6° 56′ 12,3″ O51.5094555555566.9367388888889Koordinaten: 51° 30′ 34″ N, 6° 56′ 12,3″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i7i12i13i15i16i16i18i20

Bottrop Hauptbahnhof ist der einzig verbliebene Personenbahnhof der Stadt Bottrop. Darüber hinaus existieren drei Haltepunkte in Bottrop-Boy, Bottrop-Vonderort und Feldhausen. Der Bahnhof ist in der Bahnhofskategorie 4 eingestuft.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits am 12. November 1879 hatte die Königlich-Westfälische Eisenbahn-Gesellschaft das Teilstück Horst–Osterfeld WfE ihrer Bahnstrecke Welver–Sterkrade in Betrieb genommen, ohne allerdings auf Bottroper Stadtgebiet einen Bahnhof zu errichten. Schon ein Jahr später wurde die Gesellschaft verstaatlicht, die Strecke teilweise zurückgebaut.

Am 1. Mai 1905 eröffnete die Preußischen Staatseisenbahnen die Bahnstrecke Oberhausen-Osterfeld Süd–Hamm, die ab Osterfeld Süd parallel zur westfälischen Strecke verläuft und ca. vier Kilometer östlich des heutigen Hauptbahnhofs nach Norden schwenkt.

Mit der Strecke wurde gleichzeitig knapp einen halben Kilometer östlich des heutigen Hauptbahnhofs der damals Bottrop West genannte Bahnhof eröffnet. Dieser war als Inselbahnhof zwischen den beiden Bahnstrecken konzipiert, das Empfangsgebäude lag östlich der Bahnhofsstraße und wurde von jeweils zwei durchgehenden Bahnsteiggleisen eingeschlossen.

Der Bahnhof Bottrop CME der ehemaligen Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft an der Bahnstrecke Duisburg-Ruhrort–Dortmund war zu diesem Zeitpunkt umbenannt worden in Bottrop Süd, der Bahnhof Bottrop RhE der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft an der Bahnstrecke Duisburg–Quakenbrück in Bottrop Nord.

Der Bahnhof Bottrop West übertraf die beiden älteren Bahnhöfe schnell an Bedeutung, und so wurde er 1914 umbenannt in Bottrop und zwischen 1927 und 1936 schließlich in Bottrop Hauptbahnhof, nachdem am 1. Juli 1922 eine neue Verbindungsstrecke zur Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord geschaffen worden war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die „westfälische Strecke“ ab Bottrop nicht wieder in Betrieb genommen und zum Teil abgebaut worden. Bottrop Nord wurde am 29. Mai 1960 geschlossen, Bottrop Süd folgte 14 Jahre später am 26. Mai 1974.

Da der alte Hauptbahnhof gemessen an seiner Bedeutung sowohl kapazitiv als auch räumlich überdimensioniert war, wurde er 1995 abgerissen und knapp einen halben Kilometer weiter westlich zwischen Bahnhofstraße und Essener Straße als normaler Durchgangsbahnhof neu errichtet.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Regional- und S-Bahnverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof wird von folgenden Nahverkehrszügen des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr angefahren:

Linie Linienweg Takt Bahnstrecken Betreiber
RE 14 Der Borkener:
Borken (Westf) – Marbeck-Heiden – Rhade – Deuten – Hervest-Dorsten – Dorsten  – Feldhausen – Gladbeck-Zweckel – Gladbeck West – Bottrop Hbf – Essen-Borbeck – Essen Hbf
60 min Essen-West–Essen-Dellwig Ost,
Bottrop–Gladbeck West,
Galdbeck-Zweckel–Borken
NordWestBahn
RB 44 Der Dorstener:
Oberhausen Hbf – Oberhausen-Osterfeld Süd – Bottrop-Vonderort – Bottrop Hbf – Bottrop-Boy – Gladbeck West – Gladbeck-Zweckel – Feldhausen – Dorsten
60 min Oberhausen-Osterfeld Süd–Gladbeck West
Gladbeck-Zweckel–Dorsten
NordWestBahn
NRW S9.svg Haltern am See – Marl-Hamm – Marl Mitte – Gelsenkirchen-Hassel – Gelsenkirchen-Buer Nord – Gladbeck West – Bottrop-Boy – Bottrop Hbf – Essen-Dellwig Ost – Essen-Gerschede – Essen-Borbeck – Essen-Borbeck Süd – Essen West – Essen Hbf – Essen-Steele – Essen-Überruhr – Essen-Holthausen – Essen-Kupferdreh – Velbert-Nierenhof – Velbert-Langenberg – Velbert-Neviges – Velbert-Rosenhügel – Wülfrath-Aprath – Wuppertal-Vohwinkel – Wuppertal-Sonnborn – Wuppertal Zoologischer Garten – Wuppertal-Steinbeck – Wuppertal Hbf  20 min (Bottrop Hbf–Wuppertal Hbf)
60 min (Haltern am See–Bottrop Hbf)
Essen-West–Essen-Dellwig Ost,
Bottrop–Abzweig Lippe
DB Regio NRW

Busverkehr[Bearbeiten]

Der Bottroper Hbf befindet sich zusammen mit dem Kreis Recklinghausen im Fahrplanbereich 2 des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und wird von Omnibussen durch die Vestische, EVAG und dem BVR an dem nördlichen Bahnhofsausgang angefahren. Bis auf die Buslinie 294 bedienen alle auch den Zentralen Omnibusbahnhof am Berliner Platz in der Innenstadt.

Werktags verkehren alle Linien (bis auf die Linie 294 und der SB29) ab 4.30 Uhr im 20-Minuten-Takt, während am Wochenende der Hauptbahnhof alle 30 Minuten angefahren wird (ausgenommen die SB-Linien und die Linie 294). Um eine bessere Anbindung zur Essener Innenstadt zu bieten, fährt nachts (werktags bis 1.00 Uhr) eine Nachtexpress-Linie, die NE 16, den Bottrop Hauptbahnhof an. Dieser fährt (werktags bis 2.00 Uhr) in die Gegenrichtung vom Essen Hauptbahnhof zum Bottroper Hauptbahnhof, weiter bis zum ZOB Berliner Platz, um den Anschluss an die Bottroper Innenstadt zu gewährleisten.

Linie Linienverlauf
SB16 Essen HauptbahnhofBottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz – Kirchhellen – Schulze-Delitzsch Str. (– Movie Park / ZOB Dorsten)
SB29 Gelsenkirchen Hauptbahnhof – Musiktheater – Bottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz
186 Essen Schölerpad – Essen-Altendorf – Schönebeck – Borbeck – Bottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz
261 Bottrop-Ebel – Bottrop Hbf – Batenbrock – Bottrop ZOB Berliner Platz – Fuhlenbrock – Eigen Markt
262 Bottrop Eigen Markt – Batenbrock – Bottrop Hbf – Südring – Bottrop ZOB Berliner Platz
264 Bottrop Börenstr. – Eigen – Bottrop ZOB Berliner Platz – Vonderort – Bottrop Hbf
294 Bottrop Hbf – Welheimer Mark – Klopriesstr. (– Am Kämpchen)
NE16 Essen Hbf – Berliner Platz – Universität Essen – Gewerbepark M1 – Bergeborbeck – Essen-Dellwig – Bottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bottrop Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege