Ballmoos

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Ballmoos
Wappen von Ballmoos
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
Gemeinde: Jegenstorfi2
Postleitzahl: 3303
Koordinaten: 602595 / 20994747.0405517.472782567Koordinaten: 47° 2′ 26″ N, 7° 28′ 22″ O; CH1903: 602595 / 209947
Höhe: 567 m ü. M.
Fläche: 1.5 km²
Einwohner: 53 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 35 Einw. pro km²
Karte
Ballmoos (Schweiz)
Ballmoos
www
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2010

Ballmoos war bis zum 31. Dezember 2009 eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Fraubrunnen des Kantons Bern in der Schweiz. Mit Wirkung auf den 1. Januar 2010 fusionierte Ballmoos mit Jegenstorf zur Gemeinde Jegenstorf im Verwaltungskreis Bern-Mittelland.

Geographie[Bearbeiten]

Ballmoos liegt auf 567 m ü. M., 11 km nördlich der Kantonshauptstadt Bern (Luftlinie). Das kleine Bauerndorf erstreckt sich auf einer Kuppe im südöstlichen Teil des Rapperswiler Plateaus, im Schweizer Mittelland, nördlich der Talsenke des Moossees.

Die Fläche des 1.5 km² grossen ehemaligen Gemeindegebiets umfasste einen Abschnitt des zentralen Berner Mittellandes. Der Gemeindeboden erstreckte sich von der Hochfläche des Mooses (555 m ü. M.) südwärts über den Moränenhügel von Ballmoos bis auf die Waldhügel von Buechholz (mit 580 m ü. M. die höchste Erhebung von Ballmoos) und Rädisried. Im Osten gehörten die Wälder von Oberholz und Unterholz sowie der Fuchsacker zu Ballmoos. Das Gebiet wird durch den Moosbach nach Osten zur Urtenen entwässert. Von der ehemaligen Gemeindefläche entfielen 1997 4 % auf Siedlungen, 22 % auf Wald und Gehölze, 73 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Nachbargemeinden von Ballmoos waren Zuzwil (BE), Jegenstorf, Urtenen-Schönbühl, Wiggiswil und Deisswil bei Münchenbuchsee.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 54 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2008) gehörte Ballmoos zu den kleinsten Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 98.4 % deutschsprachig und 1.6 % französischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Ballmoos belief sich 1850 auf 45 Einwohner, 1900 auf 78 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl stets im Bereich zwischen 50 und 70 Personen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ballmoos lebt noch heute von der Landwirtschaft, insbesondere vom Ackerbau, dem Obstbau und der Milchwirtschaft. Ausserhalb des primären Sektors gibt es keine weiteren Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind Wegpendler, die in der Agglomeration Bern arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Das Dorf liegt abseits der grösseren Durchgangsachsen an einer Verbindungsstrasse von Münchenbuchsee nach Jegenstorf. Der nächste Anschluss an die Autobahn A6 (Bern-Biel) befindet sich rund 6 km vom Ortskern entfernt. Ballmoos besitzt keine Anbindung an das Netz des öffentlichen Verkehrs.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Ballmoos war schon sehr früh besiedelt, was durch einzelne Funde aus der Bronzezeit nachgewiesen werden konnte. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1269 unter dem Namen Banmoos. Später erschienen die Bezeichnungen Banemoos (1270), Pannemos (1274), Balmis (1388) und Balmmoss (1437).

Seit dem Mittelalter war Ballmoos Sitz eines Dienstmannengeschlechts der Grafen von Kyburg, das sich von Banmoos nannte. Auch die Johanniterkomturei in Münchenbuchsee hatte reichen Grundbesitz auf dem Gebiet des Dorfes. Seit 1406 oblag die Oberhoheit über das Gebiet bei Bern. Nachdem diese Komturei 1528 säkularisiert worden war, wurde Ballmoos der Landvogtei Münchenbuchsee im Landgericht Zollikofen zugeteilt. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte das Dorf während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Heute arbeitet Ballmoos eng mit der Nachbargemeinde Zuzwil zusammen. Am 1. Januar 2010 erfolgte die Fusion mit Jegenstorf. Ballmoos besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Kirchgemeinde Jegenstorf-Urtenen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Dorf hat mehrere charakteristische Bauernhäuser des bernischen Landstils aus dem 17. bis 19. Jahrhundert bewahrt.

Weblinks[Bearbeiten]