Freimettigen

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Freimettigen
Wappen von Freimettigen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0607i1f3f4
Postleitzahl: 3510
Koordinaten: 614400 / 19075646.8677737.627504675Koordinaten: 46° 52′ 4″ N, 7° 37′ 39″ O; CH1903: 614400 / 190756
Höhe: 675 m ü. M.
Fläche: 2.95 km²
Einwohner: 449 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 152 Einw. pro km²
Website: www.freimettigen.ch
Freimettigen

Freimettigen

Karte
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Freimettigen ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Freimettigen liegt auf 675 m ü. M., 1.5 km südlich von Konolfingen und 13 km nördlich der Stadt Thun (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich an aussichtsreicher Lage leicht erhöht am östlichen Talrand der Chise, welche hier die Talweitung von Konolfingen verlässt, am Westfuss des Kurzenberges, im voralpinen Hügelland.

Die Fläche des 2.95 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des voralpinen Hügellandes östlich des Aaretals. Das Gebiet wird von Norden nach Süden von der Chise in einer breiten Talmulde durchquert. An der westlichen Talflanke gehört der Dessikoferwald (bis 760 m ü. M.) am Lochenberg zu Freimettigen. Nach Osten erstreckt sich der Gemeindeboden über den offenen Hang bis auf die Waldhöhen des Kurzenbergs, wo auf dem Vorderen Tanzplatz mit 1'008 m ü. M. die höchste Erhebung von Freimettigen erreicht wird. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 6 % auf Siedlungen, 30 % auf Wald und Gehölze und 64 % auf Landwirtschaft.

Zu Freimettigen gehören die Hofgruppe Dessikofen (660 m ü. M.) im Tal der Chise sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Freimettigen sind Konolfingen, Niederhünigen, Linden, Oberdiessbach und Häutligen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1282 unter dem Namen Vrimuetingen. Später erschienen die Bezeichnungen Frimitingen, Frimeitingen (1389), Frimentingen (1411), Frimmuttingen (1529) und Frymettigen (1580). Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Frimuot zurück und bedeutet demnach bei den Leuten des Frimuot.

Seit dem Mittelalter gehörte Freimettigen zur Herrschaft Hünigen. Auch die Klöster Interlaken und Fraubrunnen hatten Grundbesitz auf dem Gemeindegebiet. Die Oberhoheit über das Gebiet ging 1406 von den Grafen von Kyburg an Bern über, und Freimettigen war fortan dem Landgericht Konolfingen unterstellt. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte das Dorf während der Helvetik zum Distrikt Höchstetten und ab 1803 zum Oberamt Konolfingen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Freimettigen besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Oberdiessbach.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 449 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Freimettigen zu den kleinen Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 94.1 % deutschsprachig, 2.8 % spanischsprachig und 1.5 % sprechen Englisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Freimettigen belief sich 1850 auf 227 Einwohner, 1900 auf 207 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl stets im Bereich zwischen 200 und 290 Personen. Seit 1970 (258 Einwohner) wurde eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.

Politik[Bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 30.9 %, BDP 16.4 %, EVP 13.4 %, SP 10.6 %, EDU 9.2 %, GPS 7.8 %, FDP 5.0 %, glp 2.6 %, AL 1.5 %, PNOS 1.2 %, CVP 0.2 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Freimettigen war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben die Milchwirtschaft und die Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Einige weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Freimettigen ist Standortgemeinde der Abwasserreinigungsanlage Oberes Kiesental. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in Konolfingen und im Raum Bern-Thun arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der Durchgangsstrassen, ist aber von Konolfingen leicht erreichbar. Der nächste Anschluss an die Autobahn A6 (Bern-Thun) befindet sich rund 8 km vom Ortskern entfernt. Freimettigen besitzt selbst keine Anbindung an das Netz des öffentlichen Verkehrs, die Haltestelle Stalden an der Bahnlinie Burgdorf-Konolfingen-Thun liegt jedoch nur in einer Entfernung von rund 500 m.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=607.html abgerufen am 18. Januar 2013