Münsingen BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Münsingenf zu vermeiden.
Münsingen
Wappen von Münsingen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0616i1f3f4
Postleitzahl: 3110 Münsingen BE
3083 Trimstein
UN/LOCODE: CH MSN
Koordinaten: 609762 / 19062346.8666617.56667541Koordinaten: 46° 52′ 0″ N, 7° 34′ 0″ O; CH1903: 609762 / 190623
Höhe: 541 m ü. M.
Fläche: 12.1 km²
Einwohner: i11'355 (31. Dezember 2011)[1]
Einwohnerdichte: 938 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 8,5 % (2009)[2]
Arbeitslosenquote: 2,1 % (2010)[3]
Gemeindepräsident: Erich Feller (BDP)
Website: www.muensingen.ch
Münsingen aus der Luft

Münsingen aus der Luft

Karte
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Münsingen (französisch Munisenges, berndeutsch Münsige) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz. Die Gemeinde liegt zwischen den Städten Bern und Thun und am Fluss Aare.

Inhaltsverzeichnis

Politik[Bearbeiten]

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Von 30 Sitzen entfallen auf:

Regiert wird Münsingen von einem siebenköpfigen Gemeinderat und einem Parlament mit 30 Sitzen. Die links stehende Grafik zeigt die momentane Sitzverteilung des Parlaments (Stand Juli 2012).[4]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 21,4 %, SP 19,1 %, BDP 16,7 %, GPS 12,8 %, FDP 8,9 %, glp 6,0 %, EVP 5,5 %, EDU 4,3 %, CVP 1,9 %.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Münsingens bedeutendstes Unternehmen ist der Büromöbelhersteller USM U. Schärer Söhne. Ausserdem hat die Wasserpumpenfirma Biral Bieri Pumpen AG Münsingen ihren Hauptsitz. 1995 startete die Gemeinde das Projekt „Veloville“, das eine Sensibilisierungskampagne und Verkehrsmassnahmen zu Gunsten des Radverkehrs beinhaltet.[6][7]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Münsingen hatte im Jahr 2002 10'727 Einwohner. Von den Bewohnern sind 92,93 % deutschsprachig, 1,46 % italienischsprachig und 1,07 % französischsprachig. 56,6 % der erwerbstätigen Einwohner sind Pendler in eine andere Gemeinde (Stand 2000).

Schulen[Bearbeiten]

In Münsingen gibt es Primarschulen, Realschulen und Sekundarschulen bis zum vorgymnasialen Unterricht.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Münsingen verfügt über ein öffentliches Spital mit 24-Stunden-Notfallversorgung. Es gehört zum Klinkverbund Spital Netz Bern.

Geschichte[Bearbeiten]

Münsingen entstand aus einem keltischen Dorf, welches 400 v. Chr. an dieser Stelle angesiedelt war. 1904 wurde beim Kiesabbau das Gräberfeld von Münsingen-Rain aus der La-Tène-Zeit entdeckt.

Die Herkunft des heutigen Ortsnamens ist nicht geklärt, wird jedoch den Alemannen zugesprochen. Bis 1033 gehörte Münsingen zum hochburgundischen Königshof. Im 13. und 14. Jahrhundert unterstand Münsingen der Herrschaft der Ritter Senn, von welchen das heutige Gemeindewappen stammt.

1406 kauften die Stadt Bern von den Grafen Berchtold und Egon von Kyburg die landgräflichen Rechte im Kleinburgund. Damit kam Münsingen unter die Oberhoheit der Stadt. Bern teilte das Gebiet links und rechts der Aare in vier Landgerichte ein, die Landgerichte Sternenberg, Zollikofen, Konolfingen und Seftigen. Münsingen gehörte zum Landgericht Konolfingen. Manche Grundbesitzer, die Ausburger von Bern wurden, besassen immer noch die hohe Gerichtsbarkeit, den Blutbann, so auch in Münsingen. Bern suchte nach und nach die hohe Gerichtsbarkeit in solchen Herrschaften zu erwerben. Aus diesem Bestreben der Stadt, sich den Blutbann anzueignen, und aus der Weigerung der Herrschaftsherren, dieses Recht und andere Rechte sich entreissen zu lassen, erwuchs der Twingherrenstreit. Damals (1470) ging die hohe Gerichtsbarkeit von Münsingen an die Stadt Bern über.

Als wichtiger Versammlungsort machte Münsingen im 19. Jahrhundert während des Demokratisierungsprozesses im Kanton Bern Geschichte, so mit der Volksversammlung vom 10. Januar 1831 in der Kirche Münsingen, in der die Versammlung die Einberufung eines Verfassungsrates zur Schaffung einer neuen liberalen Kantonsverfassung verlangte. Diese Entschliessung hatte die Abdankung der patrizischen Restaurationsregierung und die Bildung einer liberalen Regierung zur Folge.

1895 wurde in Münsingen eine kantonale «Irrenanstalt» gegründet, die heute Psychiatriezentrum Münsingen heisst. Bekanntester Insasse war der Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser, der in seinen Kriminalromanen u. a. Matto regiert, die psychiatrischen Verhältnisse der 1920er Jahre literarisch verarbeitete.

2012 wurde der Anschluss der Gemeinde Trimstein per 1. Januar 2013 an die Gemeinde Münsingen beschlossen.[8][9]

Museen, Burgen, Schlösser[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Die Gemeinde beherbergt einen Fußballklub, den FC Münsingen, der aktuell in der Gruppe 2 der 1. Liga der Schweiz spielt. Der lokale Volleyballclub – VBC Münsingen – spielt aktuell mit dem Männerteam in der höchsten Schweizer Liga (NLA) und mit dem Damenteam in der zweithöchsten Liga (NLB).

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Ausserdem unterhält Münsingen auf politischer und Vereinsebene freundschaftliche Beziehungen zum gleichnamigen Münsingen in Deutschland.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Hug, H. Maurer, H. Gugger: Schweizerischer Kunstführer, Band 762/763: Münsingen, ISBN 3-85782-762-9.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münsingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
  2. Mitarbeiter: Gemeindesuche. Bevölkerung. In: Offizielle Webseite. Bundesamt für Statistik, 2011, S. 1, abgerufen am 28. August 2011 (HTML, deutsch, Eingabe Münsingen).
  3. Mitarbeiter: Gemeindesuche. Arbeit. In: Offizielle Webseite. Bundesamt für Statistik, 2011, S. 1, abgerufen am 28. August 2011 (HTML, deutsch, Eingabe Münsingen. Jahresdurchschnitt).
  4. Sitzverteilung, abgerufen am 14. Juli 2012
  5. Resultate der Gemeinde Münsingen. Wahlen 2011. Abgerufen am 18. Januar 2013
  6. Veloville: Mobil mit Köpfchen auf muensingen.ch
  7. Mauch, Ursula, Nicole North und Raffael Pulli (2001): Between Efficiency and Sufficiency, The Optimal Combination of Policy Instruments in the Mobility Sector towards Sustainable Development (PDF; 149 kB). In: R. Kaufmann-Hayoz und H. Gutscher (Hrsg.): Changing Things – Moving People. Strategies for Promoting Sustainable Development at the Local Level, Basel, S. 133–150. (Download der deutschen Übersetzung; PDF; 155 kB)
  8. Gemeindeabstimmung vom 17.06.2012. Abgerufen am 18. Juni 2012
  9. trimstein.ch (abgerufen am 21. Juni 2012).