Toffen

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Toffen
Wappen von Toffen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0884i1f3f4
Postleitzahl: 3125
UN/LOCODE: CH TOF
Koordinaten: 604679 / 19061746.8666627.500004527Koordinaten: 46° 52′ 0″ N, 7° 30′ 0″ O; CH1903: 604679 / 190617
Höhe: 527 m ü. M.
Fläche: 4.88 km²
Einwohner: 2546 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 522 Einw. pro km²
Website: www.toffen.ch
Dorfeingang Süd

Dorfeingang Süd

Karte
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Toffen ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Im unteren Gürbetal gelegen (Nachbargemeinde von Belp im Norden), schmiegt sich das Dorf an den Längenberg, erstreckt sich aber bis in den Weiler Heitern am Fusse des Belpberges. Höchster Punkt ist der Triangulationspunkt oberhalb dem Pfaffenloch auf 881 m, tiefster Punkt die Kanalbrücke beim Toffenholz auf 523 Meter. Von den 488 Hektar Gemeindegebiet sind 78 Hektar Wald. Nachbargemeinden sind Belp, Gelterfingen, Kaufdorf, Niedermuhlern, Rüeggisberg und Wald.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Toffen

Aus römischer Zeit stammt das 1894 im Gebiet des Bodenackers gefundene Mosaik, welches sich heute im historischen Museum in Bern befindet. Der Name Toffen stammt vom römischen «Tofus» für Tuffstein. Um das Jahr 1072 hausten offenbar Mönche in der Höhle «Pfaffenloch» oberhalb Gutenbrünnen, über welche zwei Sagen existieren. Die Anfänge der Burg Toffen sind unklar. Das spätere Schloss hatte vom 15. Jahrhundert bis 1798 die Niedere Gerichtsbarkeit inne. Das heutige Schloss gehört zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung und ist in privatem Besitz.

Der Talboden des Gürbetals war früher ein Schwemmland, eine arme Gegend, welche immer wieder von der wilden Gürbe überschwemmt wurde. Zwischen 1860 und 1864 wurde diese begradigt, doch immer wieder gab es Überschwemmungen. Die letzte grosse Überschwemmungskatastrophe in Toffen war 1990. Die Gründung der Flurgenossenschaft Belp-Toffen 1918 war der Beginn einer umfassenden Güterzusammenlegung und Entwässerung, welche die Grundlage für die heutige florierende Landwirtschaft im Talboden bildete.

Politik[Bearbeiten]

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Toffen bestimmen an der Gemeindeversammlung oder an der Urne die Geschicke der Gemeinde. Weitere Organe der Gemeinde sind der Gemeinderat, das Rechnungsprüfungsorgan, die Kommissionen und das Gemeindepersonal.[2]

An der Gemeinde-Urnenwahl wurden für die Amtszeit 2013 bis 2016 in stiller Wahl bestimmt: Rohr-Achermann Ruth (FBT) als Gemeindepräsidentin, Tanner Hans-Ulrich (SVP Toffen) als Gemeinde-Vizepräsident und als Mitglieder des Gemeinderates: Tschanz Stephan Christian (SP Toffen), Bütler Carl (SVP Toffen), Tanner Hans-Ulrich (Vizepräsident, SVP Toffen), Mathys Andreas (SVP Toffen), Rohr-Achermann Ruth (Präsidentin, FBT), Krattiger Theres (FBT) und Zbinden Rolf (FBT).[3]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 30.9 %, BDP 22.0 %, SP 16.0 %, GPS 6.9 %, FDP 6.1 %, EVP 4.9 %, glp 3.7 %, EDU 3.1 %, CVP 1.6 %, Alpenparlament 1.4 %.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Toffen

Toffen ist gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen: Die seit 1913 bestehende Gürbetalbahn ist heute Teil der S-Bahn-Linien 4/44/3 und wird von der BLS-Gruppe betrieben. Im Halbstundentakt bestehen Verbindungen nach Bern mit einer Fahrzeit von 17 Minuten und nach Thun mit einer Fahrzeit von 23 Minuten. Weiter besteht eine Buslinie von Toffen nach Riggisberg (Fahrzeit 13 Minuten).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Toffen gehört zum äusseren Agglomerationsgürtel von Bern. Entsprechend ist der Pendler-Anteil an der Dorfbevölkerung hoch. In Industrie-, Gewerbe- und Handelsbetrieben bestehen aber auch etwa 300 Arbeitsplätze im Dorf. Einer dieser Betriebe ist die weit über die Landesgrenzen bekannte Oldtimer-Galerie.

Die Landwirtschaft ist wie üblich im Gürbetal stark auf den Weisskohl-Anbau ausgerichtet, im «Chabisland» wird viel Sauerkraut produziert. Zeuge dieser alten Tradition ist die jährlich in Toffen stattfindende öffentliche «Chabis Hoblete» (1. Samstag im Oktober).

Die Tuffstein-Ausbeutung in Toffen wurde 1983 eingestellt.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Berner: Toffen, Chronik unserer Gemeinde im Gürbeta. 1990, ISBN 3-9520083-0-3.
  • Einwohnergemeinde Toffen (Hrsg.): Toffen im Gürbetal.
  • «850 Jahre Toffen 1148-1998», Jubiläumsschrift anlässlich der Jubiläumsfeier vom 3. bis 5. Juli 1998.
  • Otto Berner: Das kirchliche Zentrum Toffen. Die Entstehungsgeschichte. Reformierte Kirche Belp-Belpberg-Toffen (Hrsg.), 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Toffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.toffen.ch kommunale Erlasse Organisationsreglement (OgR) abgerufen am 18. November 2012
  3. http://www.anzeigergls.ch/ Der Anzeiger Gürbetal Längenberg Schwarzenburgerland 18. Oktober 2012 Nr. 42 Seite 6
  4. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=884.html abgerufen am 14. Juli 2012