Münchenwiler
| Münchenwiler | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Bern (BE) |
| Verwaltungskreis: | Bern-Mittelland |
| BFS-Nr.: | 0669 |
| Postleitzahl: | 1797 |
| Koordinaten: | 575725 / 19548246.917.12508Koordinaten: 46° 54′ 36″ N, 7° 7′ 12″ O; CH1903: 575725 / 195482 |
| Höhe: | 508 m ü. M. |
| Fläche: | 2.5 km² |
| Einwohner: | 470 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 188 Einw. pro km² |
| Website: | www.muenchenwiler.ch |
| Karte | |
Münchenwiler (französisch Villars-les-Moines) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Gemeinde bildet eine bernische Exklave im Gebiet des Kantons Freiburg und liegt an der Bahnlinie Freiburg–Murten vor den Toren der Stadt Murten. Die Autobahn A1 durchquert das Gemeindegebiet in einem Tunnel. Nach Freiburg beträgt die Distanz 15 Kilometer, nach Bern 30 Kilometer.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahre 1080 schenkten die beiden Brüder Rodulfus und Giraldus von Vilar ihren ganzen Besitz dem Kloster Cluny im Burgund. Anfangs des 12. Jahrhunderts entstand ein Tochterklösterchen, ein sogenanntes Priorat. Es war eine von 26 Niederlassungen der Kongregation Cluny im Gebiet der heutigen Schweiz; die am besten bekannten sind Payerne, Romainmôtier, St.Petersinsel, Rüeggisberg, Rougemont. Das Priorat hatte bis kurz vor der Reformation Bestand. Durch päpstlichen Erlass kam es zusammen mit dem Aussenbesitz Clavaleyres im Jahre 1484 zum Berner St.Vinzenzenstift (Münsterstift). Gleichzeitig entstand, nach den Burgunderkriegen, die Gemeine Herrschaft Murten, die abwechslungsweise von Bern und von Freiburg verwaltet wurde und bis zum Einmarsch der Franzosen Bestand hatte. Aufgrund von Reformationsstreitigkeiten zwischen den beiden Ständen beanspruchte Bern 1527 die alleinige Herrschaft über Münchenwiler und führte 1528 die Reformation ein. Im Jahre 1535 verkaufte Bern die heruntergekommene Besitzung als Twingherrschaft an Schultheiss Hans Jacob von Wattenwyl. Dieser liess das klösterliche Kirchenschiff und den Kreuzgang abreissen und schuf für sich und seine Nachkommen einen Landsitz. Nach verschiedenen Besitzerwechseln gelangte die Herrschaft 1668 an die Familie von Graffenried, die es bis 1932 besass. Insbesondere in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der feudale Landsitz erneuert und erweitert, wovon heute noch die grosszügigen Gartenanlagen zeugen. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1798 wurde Münchenwiler (mit Clavaleyres) zu Freiburg geschlagen. In der Mediationszeit gelang es Bern, die beiden Dörfer wieder zurückzugewinnen; 1807 wurden sie dem Amtsbezirk Laupen einverleibt. Seit 2010 sind sie Bestandteil der Verwaltungsregion Bern-Mittelland. In einer Zwangsversteigerung wurde das Schlossbesitzung 1932 einem neuenburgischen Konsortium zugeschlagen, das es 1943 dem Kanton Bern weiterverkaufte. Dieser überliess es, nach verschiedenen fehlgeschlagenen Nutzungsversuchen, 1954 der Volkshochschule des Kantons Bern, welche darin Weiterbildungs- und Freizeitkurse anbot. Seit 2002 dient das Schloss als Seminarhotel mit leistungsfähigem Restaurant für Anlässe aller Art.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Das Wahrzeichen der Gemeinde Münchenwiler ist das Schloss Münchenwiler. Mit dem Bau des Schlosses liess der damalige Schlossherr auch den historischen Gasthof Bären (heute Bar/Restaurant) im Herzen des Dorfes errichten. Das bei der jetzigen Gartenterrasse der Bar stehende kleine Ofenhäuschen stammt auch noch von dieser Bauzeit her.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
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