Ostermundigen

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Ostermundigen
Wappen von Ostermundigen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0363i1f3f4
Postleitzahl: 3072
UN/LOCODE: CH OMD
Koordinaten: 603403 / 20049846.9555527.483343585Koordinaten: 46° 57′ 20″ N, 7° 29′ 0″ O; CH1903: 603403 / 200498
Höhe: 585 m ü. M.
Fläche: 6.00 km²
Einwohner: i16'185 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 2698 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 27,06 % (1. Januar 2014)[2]
Arbeitslosenquote: 3,6 % (2010)[3]
Gemeindepräsident: Thomas Iten (parteilos)
Website: www.ostermundigen.ch
Der Rand von Ostermundigen

Der Rand von Ostermundigen

Karte
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Ostermundigen (berndeutsch Oschtermundige oder Mundige) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Verwaltungskreises Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Ostermundigen ist eine Gemeinde in der Agglomeration Bern und liegt östlich von Bern am Fuss des Ostermundigenbergs.

Geschichte[Bearbeiten]

Ostermundigen ist erst seit der Abspaltung von Bolligen im Jahre 1983 eine selbstständige Gemeinde, vorher war sie lediglich eine sogenannte Viertelsgemeinde von Bolligen. Aus der ehemaligen Holzgemeinde wurde in den letzten Jahrzehnten eine typische Agglomerationsgemeinde mit vielfältigem Angebot.

Seit 1979 hat Ostermundigen eine Städtepartnerschaft mit Löhnberg an der Lahn, Deutschland.

Politik[Bearbeiten]

13
4
3
2
3
4
11
13 11 
Von 40 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat ist die Exekutive Ostermundigens. Er zählt neun Mitglieder. Mit Ausnahme des Gemeindepräsidenten Thomas Iten (parteilos, Stand 2013) arbeiten die Gemeinderäte nebenamtlich. Der Gemeinderat wird alle vier Jahre im Proporzsystem gewählt (gleichzeitig mit dem Grossen Gemeinderat). Der Gemeindepräsident wird im Majorzverfahren gewählt.


Der Grosse Gemeinderat ist die Legislative Ostermundigens. Er umfasst 40 Mitglieder und wird alle vier Jahre im Proporzsystem gewählt. Seit den Wahlen 2012 setzt sich das Gemeindeparlament zusammen aus der 13-köpfigen SP/Grüne/Gewerkschaft-Fraktion, 11 Vertretern der SVP, je 4 Vertretern der Freisinnigen und der EVP, die Grünliberalen und das FORUM der Parteilosen stellen je 3 Parlamentarier und 2 Vertretern der CVP. Die links stehende Grafik zeigt die momentane Sitzverteilung des Grossen Gemeinderates (Stand Januar 2013).[4] Die untenstehende Tabelle zeigt die Sitzverteilung nach den Wahlen seit Einführung des Gemeindeparlamentes[5]:

Partei 1972 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012[6]
SP[7] 19 19 19 15 12 12 14 13 15 14 13
SVP 5 6 5 6 9 6 6 9 9 10 11
FDP 7 7 8 7 8 6 5 6 5 4 4
EVP 2 2 3 3 3 4 4 5 4 5 4
glp 3
FORUM 2 3 5 3
CVP 4 3 3 4 3 3 3 3 2 2 2
LdU 3 3 2 2 2 3 2
SD 2 2 2 2
POCH 2 2
Auto-Partei 2 2
DA/GP 1 1 1
Freie Liste 1 2

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SP 24.8 %, BDP 17.9 %, SVP 17.0 %, FDP 8.6 %, GPS 8.4 %, EVP 5.8 %, glp 5.3 %, CVP 4.2 %, EDU 2.4 %, Piraten 1.0 %, AL 1.0 %, Jimy Hofer plus 1.0 %.[8]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Migros Supermarkt (Architekt Justus Dahinden)

In Ostermundigen sind mehrheitlich KMU angesiedelt. Die grössten in der Gemeinde domizilierten Firmen sind Intersport und Emmi. Seit 2004 betreibt die Schweizerische Post in Ostermundigen ein Verteilzentrum. Neben diesen Firmen sind zudem bekannte Firmen wie die Friedrich Sport AG oder der Kabelhersteller "Kablan" in Ostermundigen tätig.

Verkehr[Bearbeiten]

Den ersten Anschluss an den öffentlichen Verkehr erhielt Ostermundigen mit der Eisenbahnlinie Bern-Thun bereits 1859. 1924 wurde es an das Netz des Stadtberner Nahverkehrs angeschlossen.

  • Autobahnen (Anschlüsse Bern-Wankdorf und Bern-Ostring)
  • S-Bahn Bern
  • Bus Bernmobil (älteste Stadtbuslinie der Schweiz)
  • Bus RBS

Seit Mai 2008 steht der Bau einer Tramlinie als Ersatz der heutigen Buslinie 10 zur Diskussion.

Kunst, Bildung, Kultur[Bearbeiten]

Historische Zugkomposition mit Sandsteinen

Kulturell ist Ostermundigen stark auf die benachbarte Stadt Bern ausgerichtet. Ostermundigen hat ein gut ausgebautes Grundschulsystem mit vier Schulzentren (Bernstrasse, Dennigkofen, Mösli und Rüti).[9]

In den Sandsteinbrüchen Ostermundigens wurden jahrhundertelang Sandsteine gebrochen, die in der Stadt Bern als Bausubstanz verwendet wurden. Namentlich auch das Berner Münster wurde zu grossen Teilen aus Ostermundiger Sandstein erbaut. Sogar Teile des Kölner Doms wurden mit Ostermundiger Sandstein hergestellt.

Das kulturelle Leben Ostermundigens wird stark durch seine zahlreichen Vereine bestimmt.

Literarische Erwähnung fand der Ort in der Kurzgeschichte "Der Rand von Ostermundigen" (1973) von Franz Hohler

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ostermundigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Mitarbeiter: Statistikzahlen. Bevölkerungsentwicklung. In: Offizielle Webseite. Gemeinde Ostermundigen, 1. Januar 2014, S. 1, abgerufen am 8. April 2014 (HTML, deutsch).
  3. Mitarbeiter: Gemeindesuche. Arbeit. In: Offizielle Webseite. Bundesamt für Statistik, 2011, S. 1, abgerufen am 28. August 2011 (HTML, deutsch, Eingabe Ostermundigen. Jahresdurchschnitt).
  4. http://www.ostermundigen.ch/fileadmin/user_upload/Aktuelles/Gemeindewahlen2012/Resultate/ErgebnisGGRSitze20121125.pdf abgerufen am 11. Juli 2012
  5. Zahlen enthalten unter: http://www.ostermundigen.ch/de/politik/grosser_gemeinderat/rueckblick_ggr/, jeweils Jahr des Amtsantritts (also Ergebnisse für 1972 unter 1973 etc.)
  6. http://www.ostermundigen.ch/fileadmin/user_upload/Aktuelles/Gemeindewahlen2012/Resultate/ErgebnisGGRSitze20121125.pdf abgerufen am 18. Januar 2013
  7. 1992 inkl. JUSO, ab 2008: SP/Grüne
  8. http://www.nawa.apps.be.ch/nawa/action/NAWAInternetAction.do?method=read&sprache=d&typ=21&gem=363 abgerufen am 3. Februar 2012
  9. Webseite Gemeinde Ostermundigen/Bildung