Bolsterlang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bolsterlang
Bolsterlang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bolsterlang hervorgehoben
47.46666666666710.233333333333892Koordinaten: 47° 28′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hörnergruppe
Höhe: 892 m ü. NHN
Fläche: 20,33 km²
Einwohner: 1051 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87538
Vorwahl: 08326
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 116
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausweg 4
87538 Bolsterlang
Webpräsenz: www.bolsterlang.de
Bürgermeisterin: Monika Zeller (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Bolsterlang im Landkreis Oberallgäu
Österreich Baden-Württemberg Landkreis Lindau (Bodensee) Kempten (Allgäu) Landkreis Unterallgäu Landkreis Ostallgäu Kempter Wald Wildpoldsried Wiggensbach Wertach Weitnau Waltenhofen Sulzberg (Oberallgäu) Sonthofen Rettenberg Ofterschwang Oberstdorf Oberstaufen Obermaiselstein Oy-Mittelberg Missen-Wilhams Lauben (Oberallgäu) Immenstadt im Allgäu Bad Hindelang Haldenwang (Allgäu) Fischen im Allgäu Durach Dietmannsried Burgberg im Allgäu Buchenberg Bolsterlang Blaichach Betzigau Balderschwang AltusriedKarte
Über dieses Bild

Bolsterlang ist eine Gemeinde im Landkreis Oberallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe mit Sitz in Fischen im Allgäu. Der Ort ist Mitglied des deutsch-österreichischen Gemeinschaftprojekts Naturpark Nagelfluhkette.

Geografie[Bearbeiten]

Bolsterlang liegt im Oberallgäu zwischen Sonthofen und Oberstdorf.

Bolsterlang Ortsmitte
Rathaus
Panoramabild mit Blick von der Mittelstation der Hörnerbahn hinunter nach Bolsterlang und Fischen im Allgäu

Geschichte[Bearbeiten]

Bolsterlang gehörte zu Österreich, bevor es endgültig zu Bayern kam. Der Ort war Bestandteil der Grafschaft Königsegg-Rothenfels, die 1804 mit Österreich getauscht wurde und im Frieden von Pressburg 1805 an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bolsterlang hat heute insgesamt neun Ortsteile. Um das Kirchdorf Bolsterlang gruppieren sich die Dörfer Dietrichs, Kierwang, Sonderdorf und Untermühlegg. Als Weiler gehören Bauhof, Gundelsberg, Obermühlegg und Riedle dazu.[2].

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden seit 1970 folgende Einwohnerzahlen ermittelt:

  • 1970: 861
  • 1987: 865
  • 2000: 1020
  • 2006: 1059

Zwischen 1988 und 2008 wuchs Bolsterlang um 178 Einwohner (ca. 20%).

Politik[Bearbeiten]

Seit dem 2. März 2008 ist Monika Zeller die Bürgermeisterin von Bolsterlang. Sie ist die erste Bürgermeisterin im Landkreis Oberallgäu.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 443.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 81.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In von Blau und Rot gespaltenem Schild eine silberne Glocke, die mit einem von Rot und Gold gerauteten Schildchen belegt ist.

Galerie[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Bolsterlang

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und im Bereich Handel und Verkehr keine und im produzierenden Gewerbe 54 Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 84 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 280. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 49 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 584 Hektar.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten 50 Kindergartenplätze mit 26 Kindern.

Seilbahnen[Bearbeiten]

Die Talstation der Sechser-Gondelbahn Hörnerbahn mit zwei Abschnitten befindet sich am Fuße des Bolsterlanger Horns. Der erste Abschnitt der Bahn führt bis zur Mittelstation in ca. 1350 Meter Höhe, dem Ausgangspunkt verschiedener Wanderwege, unter anderem zum Riedberger Horn. Der zweite Abschnitt führt von der Mittelstation bis zum 1540 Meter hohen Horngrat zwischen Bolsterlanger Horn und Weiherkopf. Damit sind für den Wanderer weitere Gipfel der Allgäuer Hörnergruppe erschlossen, z. B. das Rangiswanger Horn und der Übergang zum Ofterschwanger Horn.

Insgesamt wird bei einer Streckenlänge von 1780 Metern eine Höhendifferenz von 600 Metern überwunden. Die Seilbahn der Hörnerbahn GmbH & Co. KG ist Mittelpunkt des Bolsterlanger Skigebietes.

Im Sommer 2013 wurde der über 40 Jahre alte Weiherkopf-Schlepplift durch eine moderne kuppelbare 6-er Sesselbahn Weiherkopfbahn ersetzt. Am Dorflift wurde ein zusätzlicher Hörni-Tellerlift installiert.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bolsterlang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Postleitzahlverzeichnis, Ortsteile von Bolsterlang, in http://www.plz-suche.org/bolsterlang-de3998 abgerufen am 18. August 2014
  3. Internetseite der Hörnerbahn