Breitenworbis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breitenworbis
Breitenworbis
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breitenworbis hervorgehoben
51.41166666666710.428611111111300Koordinaten: 51° 25′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eichsfeld-Wipperaue
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 24,08 km²
Einwohner: 3358 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37339
Vorwahl: 036074
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Weststr. 2
37339 Breitenworbis
Webpräsenz: www.eichsfeld-wipperaue.de
Bürgermeister: Eberhard Wegerich
Lage der Gemeinde Breitenworbis im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode-Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild
Kirche

Breitenworbis ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Breitenworbis ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue.

Geographie[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde fließt der Rhin, ein linker Zufluss der Wipper. Das Landschaftsbild ist geprägt durch die bewaldeten Höhenzüge des Ohmgebirges, der Harburg und des Hubenberges. Unweit des Ortes befindet sich die Wüstung Hubenworbis.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wallburg (Klei) auf dem südöstlichen Teil des Ohmgebirges wurde, nach den Funden zu urteilen, in der Eisenzeit erbaut. Man fand strichverzierte Keramik. Wall und Graben sind noch gut erhalten. Die Anlage diente zur Überwachung des Umlandes und der Verkehrsverbindung über den Pass Hahn des Gebirges.[2]

1238 wurde Breitenworbis als Breytenworbetze erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz. 1802 bis 1807 war der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Ab 1815 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. Ein Großbrand zerstörte 1859 etwa 100 Wohnhäuser samt Nebengebäuden. 1905/1906 kam es zum Bau der Kalischächte, die 1931 wieder stillgelegt wurden.

1945 bis 1949 gehörte der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und wurde ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Breitenworbis von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen. 1991 wurde Breitenworbis Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue. 2001 wurde das Autobahnteilstück Leinefelde-Breitenworbis der A 38 übergeben.

Am 1. September 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Bernterode (bei Worbis) nach Breitenworbis eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 2458
  • 1995: 2567
  • 1996: 2570
  • 1997: 2591
  • 1998: 2485
  • 1999: 2346
  • 2000: 2297
  • 2001: 2401
  • 2002: 2405
  • 2003: 2350
  • 2004: 2358
  • 2005: 2323
  • 2006: 2331
  • 2007: 2282
  • 2008: 2232
  • 2009: 3544
  • 2010: 3502
  • 2011: 3408
  • 2012: 3391
  • 2013: 3358
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Breitenworbis setzt sich aus 14 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Eberhard Wegerich wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische St. Vitus-Kirche aus dem Jahr 1681 mit Gewölbemalereien

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Helmut Godehardt, Franz Hebestreit, Bernadett Leibeling, Rat der Gemeinde Breitenworbis (Hrsg.): 750 Jahre Breitenworbis 1238–1988. Breitenworbis 1988, S. 95.
  •  Wolfgang Timpel, Harald Reuße: Archäologische Untersuchungen auf der Wüstung Hugenworbis bei Breitenworbis. In: Pädagog. Kreiskabinett Worbis (Hrsg.): Eichsfelder Heimathefte. Heft 3, Worbis 1986, S. 197–202.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 159
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  4. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2009&zeigeErg=GEM&wknr=061&gemnr=61017
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Breitenworbis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien