Hohengandern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohengandern
Hohengandern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohengandern hervorgehoben
51.3738888888899.9461111111111218Koordinaten: 51° 22′ N, 9° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hanstein-Rusteberg
Höhe: 218 m ü. NHN
Fläche: 6,83 km²
Einwohner: 577 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036081
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Webpräsenz: www.vg-hanstein-rusteberg.de
Bürgermeister: Bernt Ziegenbein
Lage der Gemeinde Hohengandern im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode-Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild
Dorfkirche
Der ehemalige Hansteinische Gutshof in Hohengandern

Hohengandern ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie ist Teil und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Blick von Nordosten auf Hohengandern

Hohengandern liegt etwa 1,2 km östlich des Dreiländerecks Hessen–Niedersachsen–Thüringen, direkt westlich des kleinen Leine-Zuflusses Mühlbach. Das Dorf erstreckt sich nordöstlich der bis 325 m ü. NN hohen Erhebung des Alten Holzes und der 375 m ü. NN hohen Neuseesen-Werleshäuser Höhen auf etwa 210 bis 225 m Höhe. Höchste Erhebung in der Gemarkung ist der 369 m hohe Heuberg im Südosten.

Nördlich befinden sich Niedergandern und Besenhausen (in Niedersachsen), nordöstlich liegt Kirchgandern, östlich Arenshausen, südöstlich Unterstein, südlich Bornhagen, südsüdwestlich Neuseesen (alle in Thüringen), südwestlich steht das Schloss Arnstein, westlich liegt Eichenberg-Bahnhof und nordwestlich Hebenshausen (alle in Hessen). Durch die Ortschaft führt im Abschnitt Schloss Arnstein–Arenshausen die Bundesstraße 80 und im Abschnitt Arenshausen-Eichenberg die Halle-Kasseler Eisenbahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Hohengandern wurde 1376 erstmals urkundlich als Hohngandern erwähnt.[2] Eine erste Erwähnung 1127 kann sich auch auf die benachbarten Gandern-Dörfer beziehen. Der Ort war bis zur Säkularisation Teil von Kurmainz und von 1802 bis 1945 Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1856 wurde die Dorfkirche Hohengandern erbaut.

Ab 1945 war Hohengandern Teil der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 lag der Ort nahe der Innerdeutschen Grenze. Am 12. November 1989 wurde ein Übergang zwischen Hohengandern und dem hessischen Neu-Eichenberg geöffnet. Seit 1990 ist Hohengandern Teil des neu gegründeten Bundeslandes Thüringen.

Der quadratische Bruchsteinbau des Kirchturmes mit verschieferter Haube ist ein Bau älterer Zeit. Der unverputzte Quaderbau des Schiffes wurde 1856 in spätklassizistischen Formen errichtet. Großrundbögige Fenster liefern das Tageslicht zum Raum.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Sechsfach geständert, oben von Grün und Rot, unten von Silber und Grün; im Schnittpunkt der Ständer ein roter Kreis sowie oben im roten Ständer eine flügelbreitende wachsende silberne Gans, unten in den silbernen Ständern je ein abwärtsgekehrtes grünes Eichenblatt und im grünen Ständer drei (1:2) silberne zunehmende Monde.“

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 578
  • 1995: 583
  • 1996: 599
  • 1997: 588
  • 1998: 589
  • 1999: 587
  • 2000: 593
  • 2001: 586
  • 2002: 560
  • 2003: 573
  • 2004: 563
  • 2005: 552
  • 2006: 547
  • 2007: 550
  • 2008: 555
  • 2009: 558
  • 2010: 571
  • 2011: 574
  • 2012: 580
  • 2013: 577
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Hohengandern setzt sich aus acht Mitgliedern zusammen.

  • CDU: 5 Sitze
  • SPD / Interessengemeinschaft: 1 Sitz
  • Wahlvorschlag FFw Hohengandern: 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister Bernd Ziegenbein wurde am 27. Juni 2004 gewählt.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohengandern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Erhard Müller: Die Ortsnamen des Kreises Heiligenstadt. Heilbad Heiligenstadt 1989, S. 18
  3. Werner Hermann: Dorfkirchen in Thüringen. Verlagshaus Thüringen, 1992, ISBN 3-86087-014-9, S. 51.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 10. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen 2006. Endgültige Ergebnisse. Wahlen der Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 10. März 2010 (PDF; 2,4 MB).
  6. Elke Drewes: Der Traum vom Bauernhaus. Deutschlandfunk, 23. November 2001, abgerufen am 8. Mai 2013.
  7. Annette Braun-Lüllemann beim dt. Forschungsinformationssystem Agrar/Ernährung des Bundes und der Länder, abgerufen am 8. Mai 2013.