Dresden Monarchs

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Dresden Monarchs Deutschland
Dresden Monarchs
Stadt: Dresden
Gegründet: 1992
Teamfarben: Gold und Navy
Cheftrainer: John Leijten
Liga (2014): GFL Nord
Größte Erfolge
2002 Aufstieg in die GFL
2013 German Bowl-Teilnahme
2004, 2010, 2012, 2013 Play-Off Halbfinale
Stadion
Name: Heinz-Steyer-Stadion
Adresse: Pieschener Allee 1a, 01067 Dresden-Friedrichstadt
Eigentümer: Landeshauptstadt Dresden
Kapazität: 23.767
Kontakt
Anschrift: Dresden Monarchs e. V.
Bärnsdorfer Str. 2
01097 Dresden
Internet: dresden-monarchs.de
Datenstand
15. Oktober 2013
Ewige GFL-Bilanz
Jahr Gesamt Heim Ausw. TD-Verhältnis
S N U S N U S N U
2003 6 6 0 3 3 0 3 3 0 269 : 296
2004 7 4 1 5 0 1 2 4 0 318 : 254
2005 7 5 0 4 2 0 3 3 0 306 : 290
2006 5 6 1 3 3 0 2 3 1 200 : 318
2007 1 11 0 1 5 0 0 6 0 169 : 440
2008 6 6 0 4 2 0 2 4 0 192 : 272
2009 5 5 0 3 2 0 2 3 0 250 : 258
2010 6 6 0 3 6 0 6 3 0 248 : 253
2011 6 8 0 3 4 0 3 4 0 405 : 237
2012 10 4 0 5 2 0 5 2 0 481 : 297
2013 11 3 0 6 1 0 5 2 0 513 : 254
Gesamt 70 64 2 40 27 1 30 37 1 3249 : 3169

Die Dresden Monarchs (MNRX) sind ein deutsches Football-Team aus Dresden. Der Name entstand in Anlehnung an die Geschichte der Monarchie in Sachsen unter August dem Starken. Auch das Logo wurde von ihm inspiriert: Es zeigt die Insignien Augusts, die miteinander verschlungenen Buchstaben A und R. Das Maskottchen der Monarchs ist der Löwe „King Louie“ und die Teamfarben sind Gold und Navy. Der Schlachtruf des Teams lautet Football is Sex, Baby!, welcher vom ehemaligen Headcoach Bob Guice (1997–2000) geprägt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Januar 1992 wurde der Verein als Saxonia Monarchs in Radeberg vor den Toren Dresdens gegründet. Auslöser war ein Postseason-Freundschaftsspiel zwischen den damaligen Bundesliga-Teams der Stuttgart Scorpions und der Dortmund Giants im Herbst 1991. Der Göttinger Ulrich Kramer versammelte einige erste Neugierige in Radeberg auf dem Gelände der BSG robotron und begann im Februar 1992 mit dem Training. Im Juni 1992 erfolgte der Umzug nach Weißer Hirsch und die Umbenennung des Teams in Dresden Monarchs. Erster Höhepunkt war der Besuch von Denver Broncos Linebacker Karl Mecklenburg in Dresden und der Rückbesuch beim NFL-Spiel Broncos–Dolphins im Juli 1992 in Berlin.

1993 bestritten die Monarchs ihre erste Saison in der Aufbauliga Ost und schafften sogleich den Aufstieg in die Landesliga Ost. Dort gelang 1994 erneut der Aufstieg in die Verbandsliga. 1996 wurde der Aufstieg in die Oberliga Ost erreicht, in der sich die Monarchs 1997 den ersten Platz sicherten und in die Regionalliga Ost aufstiegen. Schon zwei Jahre später gelang der erneute Aufstieg, diesmal in die 2. Bundesliga – als erstes Team aus den neuen Bundesländern. Nach einer Perfect Season 2002 gewannen die Dresdner in den Relegationsspielen gegen den Letztplatzierten der GFL, die Kiel Baltic Hurricanes deutlich mit 100 Punkten (0:38 in Kiel, 62:0 in Dresden), wodurch der Aufstieg in die GFL gelang.

Bereits in der ersten Saison gelang der Einzug in die Play-Offs um den German Bowl, in denen man jedoch bereits im Viertelfinale an den Rhein-Main Razorbacks scheiterte. Im Jahr darauf (Saison 2004) gelang der erneute Einzug in die Play-Offs als Drittplatzierter der GFL Nord. Nachdem man erstmals die erste Playoffrunde durch einen Sieg über die Schwäbisch Hall Unicorns überstand, verloren die Monarchs im Halbfinale mit dem Spielstand 20:34 gegen die Braunschweig Lions. In der Spielzeit 2005 konnten die Monarchs erstmals den übermächtig erscheinenden Deutschen Meister Berlin Adler zweimal hintereinander bezwingen. Trotzdem wurde (nach einem zwischenzeitlichen 2. Platz) nur der dritte Platz der GFL Nord erreicht. Im Play-Offs-Viertelfinalspiel gegen die Schwäbisch Hall Unicorns verlor das Team nach zwischenzeitlicher Führung unglücklich 30:27.

In der Saison 2006 spielten sich die Dresdner in der Hinrunde zeitweise bis auf Platz Eins der GFL Nord vor, wurden dann allerdings von den Favoriten der Liga, Hamburg und Braunschweig, überholt. Die Saison endete nach vielen verletzungsbedingten Ausfällen mit einem dritten Platz. Im Play-off-Viertelfinale verlor man gegen den „Angstgegner“ und Interconference-Partner Stuttgart Scorpions.

Die Saison 2007 verlief nicht erfolgreich. Nach elf Niederlagen und nur einem Sieg konnten sich die Monarchs mit dem bisher schlechtesten Saison-Ergebnis in der Relegation gegen den Meister der 2. Bundesliga, Hamburg Eagles, nur knapp den Klassenerhalt sichern (Relegationsergebnis insgesamt 47:37). Die Monarchs gaben jedoch 2007 ihr Debüt auf der europäischen Bühne und spielten im EFAF-Cup, wo sie in der 1. Runde gegen Graz ausschieden. In der Saison 2008 erreichte das Team als Vierter wieder die Playoffs, wo man im Viertelfinale 21:32 bei den Marburg Mercenaries ausschied.

Auch die Saison 2009 endete für die Dresden Monarchs bei den Marburg Mercenaries, nachdem die Elbstädter in der Saison den dritten Platz der GFL Nord (5 Siege, 5 Niederlagen) erreicht hatten. In den Play-Offs besiegten die Mercenaries die Monarchs schließlich knapp 64:63 in der zweiten Overtime (Verlängerung), als die Dresden Monarchs die Entscheidung mit einer Conversion erzwingen wollten, jedoch nicht nochmal in die Endzone kamen. (06:07, 28:14, 35:28, 49:49 in den vier regulären Quarters, 57:57 nach der ersten und 64:63 nach der zweiten Verlängerung).

In der Saison 2010 litten die Monarchs bis zur Sommerpause unter einem schwachen Angriff um Quarterback Bryan Waggener, der nach acht Spielen gegen die Neuverpflichtung Jake Christensen ausgetauscht wurde. In der zweiten Hälfte der Saison gelang den Dresdnern dann nach weiteren Transfers (Timothy Hunt und Dominic Goodman (beide USA)) eine Siegesserie, durch die sie nach der drohenden Relegation in der ersten Hälfte der Saison doch noch überraschend den Weg in die Play-Offs schafften, und schließlich zum zweiten Mal in ihrer Geschichte bis ins Halbfinale der GFL-Play-Offs vordringen konnten. Nach dem 56:45-Sieg im Viertelfinale gegen die Schwäbisch Hall Unicorns verloren die Monarchs am 26. September 2010 das Halbfinale trotz Überraschungsrückkehrer Michael Andrew in einer buchstäblichen Schlammschlacht auf dem überfluteten Ausweichsportplatz „Moorteichwiese“ mit 0:14 bei den Kiel Baltic Hurricanes.

Das folgende Jahr verlief eher durchwachsen: Nach sieben Spieltagen konnte man nur einen Sieg auf der Habenseite verbuchen. Die zweite Saisonhälfte brachte noch 5 siegreiche Begegnungen (darunter 2 Kantersiege gegen Plattling mit insgesamt 133:6 Punkten). Dennoch reichte das Verhältnis von 6 Siegen zu 8 Niederlagen nicht aus, um zum vierten Mal in Folge die Playoffs zu erreichen- man stand in der Abschlusstabelle auf dem fünften Platz. Damit endete die Spielzeit für die Königlichen erstmals seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse bereits nach der regulären Saison.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens bestritten die Monarchs am 19. Mai 2012 ein Spiel gegen die Obic Seagulls, den sechsfachen Meister der Japanischen X-League und Rice-Bowl-Gewinner. Dieses Spiel war erst das dritte (und erste auf Vereinsebene) zwischen einem deutschen und einem japanischen Team. Wie erwartet unterlag das deutsche Team (17:29), spielte aber teilweise auf Augenhöhe mit den Asiaten mit.

Die reguläre Saison verlief dagegen äußerst erfolgreich: Einem eher verhaltenen Start - zwei Siege (beim Aufsteiger in Lübeck und daheim gegen Düsseldorf), aber auch zwei Niederlagen gegen Kiel und eine in Düsseldorf - setzte die Mannschaft eine hervorragende weitere Saison entgegen. Nur eine Niederlage (21:39 gegen die Berlin Adler) und acht Siege ließen die Dresdner noch folgen. Damit reichte es zum dritten Tabellenplatz in der Nordstaffel mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Erzrivalen, die Berlin Adler. Somit hatte man sich erneut für die Playoffs qualifiziert und nebenbei auch noch die erfolgreichste GFL-Saison der Vereinsgeschichte gespielt. Im Viertelfinale musste man nach Mannheim zu den Rhein-Neckar Bandits. Beim Aufsteiger der Südstaffel setzten sich die Dresdner schließlich in einem abwechslungsreichen Spiel mit 31:19 durch. Im anschließenden Halbfinale bei den Baltic Hurricanes aus Kiel musste man sich wieder einmal geschlagen geben. Auch im dritten Aufeinandertreffen beider Mannschaften im Jahre 2012 agierten die Gastgeber besser und somit mussten sich die Monarchs nach einer 35:14-Niederlage im Stadion von Kilia Kiel wieder einmal vom Traum der ersten German Bowl-Teilnahme verabschieden.

Nach einem sensationellen Start in die Saison 2013 (173:13 Punkte in den ersten vier Spielen) mit fünf Siegen in Folge, gab es am sechsten Spieltag in Braunschweig, bei den New Yorker Lions, die erste Niederlage für die Königlichen (17:24). Durch eine weitere Niederlage am ersten Spieltag nach der Sommerpause bei den Berlin Adlern, kamen sie offenbar ein wenig ins Straucheln. Das erklärte Saisonziel eines Playoff-Heimspiels, welches nur bei Erreichen des ersten oder zweiten Tabellenplatzes möglich war, sah man teilweise gefährdet, da die vermeintlichen Schlüsselspiele (2 mal Kiel Baltic Hurricanes, New Yorker Lions) noch aus standen. Doch für viele überraschend gewann man sowohl in Kiel (24:14), als auch eine Woche später daheim gegen die Baltic Hurricanes (28:20), was dazu führte, dass man einen Spieltag vor Saisonschluss vorzeitig den zweiten Tabellenplatz sicher hatte. Am selben Tag verloren auch die bis dahin ungeschlagenen Braunschweiger überraschend bei den Berlin Adlern, womit die theoretische Chance auf den Spitzenplatz in der Tabelle und dem damit verbundenen Titel des "Nordmeisters der GFL" bestand. Am letzten Spieltag den Monarchs musste dafür im heimischen Heinz-Steyer-Stadion "nur" ein Sieg gegen die Braunschweiger mit einer Differenz von 8 Punkten erzielt werden. Dies gelang aber nicht (29:37-Niederlage), wodurch die New Yorker Lions erstmals seit 2007 als Nordmeister die Regular Season beendeten. Trotzdem war die Saison- mit 11 Siegen und 3 Niederlagen sogar noch erfolgreicher, als die des Vorjahres. Der Gegner im Viertelfinale waren die Munich Cowboys, welche in der Südstaffel den vierten Platz in der Abschlusstabelle erreichten. Zum ersten Mal durften die Dresdner somit ein Playoff-Heimspiel ausrichten und gewannen dieses klar und deutlich mit 59:14 (14:7, 21:0, 10:0, 14:7). Am darauffolgenden Tag gewannen die Berlin Adler beim amtierenden Meister, den Schwäbisch Hall Unicorns, wodurch Dresden auch das Heimrecht für das kommende Halbfinale erhielt. In einem spannenden Spiel vor 2840 Zuschauern gelang den Elbestädtern die nächste Sensation. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe und auch drei vergeben Extrapunkt-Versuche der Dresdner trugen dazu bei, den Spannungsbogen weit zu spannen. Zum ersten Mal in der 21-jährigen Vereinsgeschichte wurde durch das 32:21 (6:0, 13:14, 6:0, 7:7) der Einzug in den German Bowl erreicht.

Das Finale um die Deutsche Football-Meisterschaft bestritten die Monarchs am 12. Oktober 2013 gegen die New Yorker Lions- gegen welche man in der Saison zwei Mal verlor (17:24 in Braunschweig, 29:37 in Dresden)- die sich am 3. Oktober mit einem 34:29-Sieg gegen die Baltic Hurricanes aus Kiel im heimischen Eintracht-Stadion durchsetzen konnten. Im German Bowl unterlagen die Dresden Monarchs den New Yorker Lions mit 34:35.

Stadion[Bearbeiten]

Die Heimstätte der Dresden Monarchs ist seit 2007 das teilweise baufällige Heinz-Steyer-Stadion im Ostragehege – in Anlehnung an das Stadion der Pittsburgh Steelers von manchen Fans Heinz Field genannt. Für das erste Heimspiel der Saison 2010 gegen die Berlin Adler kehrten sie wieder in das Rudolf-Harbig-Stadion zurück, welches in den Vorjahren neugebaut und nun fast ausschließlich für die Heimspiele der SG Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga genutzt wird. Auch im Jahr 2011 fanden zwei der ersten drei Heimspiele- gegen Kiel und Düsseldorf- in dieser, jetzt in Glücksgas-Stadion umbenannten, Arena statt. In der Saison spielte man in diesem Stadion ebenfalls ein Spiel gegen Düsseldorf, im folgenden Jahr besiegte man dort die Hamburg Blue Devils mit 43:30. Vormals spielte das Team im Stadion Bärnsdorfer Straße (einer ehemaligen Radrennbahn und jetzigem Trainingsgelände mit dem ersten Kunstrasen-Footballfeld in Deutschland), zog mangels Tribünen und aufgrund der steigenden Zuschauerzahlen aber schließlich in das größere Rudolf-Harbig-Stadion um, bis dieses infolge seines bevorstehenden Neubaus wieder geräumt werden musste. Als Ausweichstadion wurde 2003 zudem einmal das Ernst-Grube-Stadion im nahe liegenden Riesa genutzt.

Die Heimspiele kommentierte bis einschließlich 2009 der in der Liga durchaus bekannte Günther Jagsch. Die Qualität der Moderationen überzeugte die Stuttgart Scorpions, Gastgeber des German Bowls 2007, den Stammsprecher der Monarchs als Kommentator für das damalige Finale der GFL nach Stuttgart einzuladen. Nach Jagschs Weggang nach Münster übernahm der ehemalige Radiomoderator und vormalige Footballspieler (Kiel Baltic Hurricane) Alexander von Perponcher-Sedlnitzky diese Aufgabe. Für Musik und Ton sorgt bereits seit 1993 unverändert der Dresdner DJ Falk Lehmitz und seit 2011 in der After Game Area DJ Auguszt für Partystimmung.

Mannschaft[Bearbeiten]

Teil des Teams sind jede Saison etwa drei bis vier Import-Spieler. Den Großteil der Mannschaft stellen allerdings Spieler aus der Region. Insbesondere aus den eigenen Nachwuchsmannschaften (Monarchs Peewees, Flagfootball, Monarchs Juniors (Kontaktfootball – seit 2013 GFL Juniors)) können jedes Jahr neue Spieler für das GFL-Team rekrutiert werden.

Der Headcoach der Saison 2005 war Jochen Stobernack, der im Dezember desselben Jahres aus privaten Gründen sein Amt aufgab. In der Saison 2006 sollte der erfahrene US-Amerikaner Harold A. Cox den Cheftrainerstuhl übernehmen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Cox bis Saisonbeginn jedoch nicht nach Deutschland eingeflogen werden, so dass das bis dahin provisorische Trainerteam personell aufgestockt wurde und hauptamtlich das Training der Königlichen in der Saison 2006 und 2007 übernahm. Ende 2007 konnte der erfahrene NFL Europa-Trainer Shuan Fatah als neuer Headcoach verpflichtet werden, nachdem er in der Saison 2006 dem Trainerstab bereits als Berater zur Seite stand.

Für die Saison 2008 holte Shuan Fatah, nun als Cheftrainer, den erfahrenen britischen Offense-Line-Coach Lee Rowland als Special Teams Coordinator nach Dresden, musste aufgrund des begrenzten Budgets des Erstligavereins jedoch Prioritäten setzen: durch den Trainereinkauf blieb für die Saison 2008 nur Geld für drei statt früher vier nordamerikanische Profispieler. Publikumsliebling Jag Bal konnte deshalb vorerst nicht wieder verpflichtet werden. Aus diesem Grund initiierte Stadionsprecher Günther Jagsch im Februar 2008 erfolgreich eine Faninitiative und sammelte Geld für die Verpflichtung Bals. Der Überschuss aus der Spendenaktion sollte dem Monarchs-Nachwuchs zugutekommen.[1]

Ende 2008 verließ Fatah die Monarchs und nahm eine längerfristige Anstellung bei den Berlin Adlern an. Seinem Ruf folgten sechs Spieler und Lee Rowland in die Hauptstadt. Insgesamt verzeichnete das Team in der Vorsaison 2009 neunzehn Abgänge und zehn Zugänge. Damit hatten die Monarchs mit 48 Spielern einen der kleinsten Kader der GFL.[2] Die prominentesten Verpflichtungen für Saison 2009 waren RB Michael Andrew (Braunschweig Lions – German-Bowl-MVP 2008), DB/QB Jared Dumm (Hamburg Blue Devils) und QB Kyle Israel (University of Central Florida).

Als Headcoach konnte Gary Spielbuehler verpflichtet werden, der 2008 bei den Stuttgart Scorpions unter Vertrag stand, vorher mit den Braunschweig Lions Deutscher Meister wurde und bereits seit 1975 als Football-Trainer arbeitet.[3][4] Das Team schaffte unter Spielbueher sowohl 2009 als auch 2010 das Saisonziel und kam in die Play-Offs. 2010 wurden neben dem mittlerweile nach Dresden gezogenen Allrounder Jared Dumm QB Bryan Waggener (USA), sowie die Brüder Jeffrey und Christopher Wollin (Kanada) importiert. Zu Beginn der Rückrunde wurde der enttäuschende Waggener durch Jake Christensen ersetzt und die Mannschaft durch Timothy Hunt und Dominic Goodman verstärkt. Pünktlich zu den Play-Offs kehrte schließlich RB Michael Andrew von den Graz-Giants zurück.

Anfang 2011 stand dann fest, dass Jared Dumm, welcher zurück in die USA ging, die Wollin-Brüder (Rückkehr nach Kanada) und Michael Andrew (Wechsel zum Ligakonkurrenten Kiel) nicht für die folgende Saison zur Verfügung stehen. Auch die anderen Importspieler konnten nicht erneut verpflichtet werden; im Gegensatz zu Gary Spielbuehler, welcher seinen Vertrag für zwei weitere Jahre verlängerte.

Für die Saison 2011 konnten mit QB Tyler Graunke (University of Hawaiʻi at Mānoa), RB Larry Croom (u. a. Pittsburgh Steelers, Arizona Cardinals,Hamburg Sea Devils) und den beiden Linebackern Adrian McCovy (University of Arizona) und Patrick O´Neil (Berlin Adler) erneut 4 US-Spieler mit NFL- und NFL Europe- und GFL-Erfahrung unter Vertrag genommen werden. O´Neal verließ das Team aber Ende Mai schon wieder aus familiären Gründen (Krankheit seiner Mutter). Leider musste man sich auch Ende Juli vom Quarterback trennen.[5] Im weiteren Saisonverlauf liefen daher Eric Seidel und Robert Sommer als Spielmacher auf. Zudem wurde bereits Ende Juni mit Ryan Downard (Eastern Michigan University) ein weiterer amerikanischer DB verpflichtet, um die entstandenen Lücken im Team zu schließen.

Eine besondere Ehre wurde am Jahresbeginn 2011 dem Dresdner Linebacker Burkhard Vogt zuteil, als er vom AFVD zum Spieler des Jahres 2010 gewählt wurde.[6]

Die Rückkehr des US-Amerikaners Larry Croom als Running Back sowie die Verpflichtung von Nick Hardesty (QB) und Chris Evering (WR/ DB) von der Henderson State University (USA) und Lamar Myles (University of Louisville) waren die Zugänge aus dem Mutterland des Footballs zur Saison 2012. Letzterer hatte es in den Jahren 2008 und 2009 immerhin in den Practice Squad des NFL-Teams der Jacksonville Jaguars geschafft. Dazu kamen der finnische Nationalspieler Martti Välimaa (DL), sowie Josef Fuksa (OL) und Ladislav Jensik (DB) aus Tschechien. Nach einem sehr durchwachsenen Saisonauftakt trennte man sich einen Tag nach der 40:14-Niederlage in Düsseldorf bereits nach 2 Pflichtspielen von Nick Hardesty und verpflichtete Warren G. Smith (University of Maine) als seinen Nachfolger. Im Laufe der Saison stieß auch noch, der zuvor beim Ligakonkurrenten Kiel Baltic Hurricanes unter Vertrag stehende WR Jamal Smith zu den Elbestädtern. Croom war nach dem Abschluss der regulären Saison, der nach erlaufenen Yards der erfolgreichste Spieler der GFL (1759 Yd) vor Trevar Deed (Kiel Baltic Hurricanes).

Für die Saison 2013 konnten Jeff Welsh als Quarterback und Trevar Deed als Runningback (beide USA) engagiert werden. Beide hatten im Vorjahr noch beim Ligakonkurrenten aus Kiel gespielt und mit dem Team im German Bowl gestanden. Die weiteren Neuverpflichtungen waren: Luke Laolagi (USA) als Linebacker, Arttu Tenneberg (FIN) als Offensive-Liner, Sebastien Sejean als Strong Safety und Anthony Couvin (beide FRA) als Widereceiver. Auch die beiden Tschechen Josef Fuksa und Ladislav Jensik spielten erneut bei den Elbestädtern, dazu kam in der laufenden Saison noch deren Landsmann David Hradecky (Guard). Mit Donnie Avant (US-Amerikaner, mit deutschem Pass) konnte ein flexibler Spieler geholt werden- er spielte sowohl Strong Safety, als auch Widereceiver. Der in Dresden lebende US-Amerikaner Kirk Benson (Noseguard) vervollständigte das Paket der "Importspieler". Für die Playoffspiele wurde Emmanuel Moody (USA) als weiterer Runningback verpflichtet.

Playoff- und Relegations-Spiele[Bearbeiten]

Playoff- & Relegations-Spiele
Jahr Spiel Heimteam Gastteam Ergebnis
2002 Relegation 1 Kiel Baltic Hurricanes Dresden Monarchs 00:38
2002 Relegation 2 Dresden Monarchs Kiel Baltic Hurricanes 62:00 Aufstieg in die GFL
2003 Viertelfinale Rhein-Main Razorbacks Dresden Monarchs 28:20
2004 Viertelfinale Schwäbisch Hall Unicorns Dresden Monarchs 24:38
2004 Halbfinale Braunschweig Lions Dresden Monarchs 34:20
2005 Viertelfinale Schwäbisch Hall Unicorns Dresden Monarchs 30:27
2006 Viertelfinale Stuttgart Scorpions Dresden Monarchs 47:27
2007 Relegation 1 Dresden Monarchs Hamburg Eagles 28:24
2007 Relegation 2 Hamburg Eagles Dresden Monarchs 13:19 Verbleib in der GFL
2008 Viertelfinale Marburg Mercenaries Dresden Monarchs 32:21
2009 Viertelfinale Marburg Mercenaries Dresden Monarchs 64:63 OT
2010 Viertelfinale Schwäbisch Hall Unicorns Dresden Monarchs 45:56
2010 Halbfinale Kiel Baltic Hurricanes Dresden Monarchs 14:00
2011 / / / /
2012 Viertelfinale Rhein-Neckar Bandits Dresden Monarchs 19:31
2012 Halbfinale Kiel Baltic Hurricanes Dresden Monarchs 35:14
2013 Viertelfinale Dresden Monarchs Munich Cowboys 59:14
2013 Halbfinale Dresden Monarchs Berlin Adler 32:21
2013 Finale Dresden Monarchs New Yorker Lions 34:35

Sonstiges und Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Eine besondere Rivalität verbindet die „Königlichen“ mit dem Team der Berlin Adler. Diese ist nicht nur durch die räumliche Nähe, sondern auch durch die teils sehr spannenden Duelle in der GFL und der GFL 2 entstanden.
  • Im Jahr 2000 wurde mit den Dresden Diamonds ein Damen-Footballteam gegründet. Sie traten 2003 und 2004 in der Damenbundesliga (DBL) an. Durch mehrere Abgänge und Ausfälle im folgenden Jahr war der Kader zu schmal um konkurrenzfähig mitspielen zu können. Daraufhin wurde der Spielbetrieb in der ersten Liga nicht fortgesetzt. Nach einjähriger Pause traten das Team von 2006 bis 2010 erneut in der DBL an. Im Jahr 2011 werden die Diamonds in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, der Damenbundesliga 2 Gruppe Süd antreten.
  • Die Cheerleader der Dresden Monarchs sind die Blue Pearls[7].
  • Der offizielle Fanclub heißt Royal Friends.
  • Ein Webradioteam [8] überträgt die Spiele der Elbestädter live im Internet, seit der Saison 2012 auch mit Videostream.
  • Die Mannschaft und deren Fans unterstützen auch zahlreiche öffentliche Veranstaltungen, so zum Beispiel im Sommer 2010 eine Blutspendeaktion des DRK oder die alljährlichen Gedenkdemonstrationen am 13. Februar, anlässlich der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dresdner Neueste Nachrichten, 9./10. Februar 2008, Seite 25, „Come back, Jag!“ von Gert Küchler
  2. First Down #1, 2009, 15. Jahrgang, Seite 9 (Tabellen Zugänge/Abgänge); Seite 18 (MNRX Roster)
  3. First Down #1, 2009, 15. Jahrgang, Seite 7, „Mini-Kader mit Qualität“ von Stefan Brock
  4. Dresdner Neueste Nachrichten, 9. April 2009, Seite 22, „Playoffs – nichts weniger!“ von Gert Küchler
  5. http://www.football-aktuell.de/cgi-bin/news.pl?artikel=131114950450101014&rubrik=501010
  6. http://www.afvd.de/text.php?Inhalt=newsmeldung&ID=6476
  7. http://www.blue-pearls.com/index.php
  8. http://radio.monarchs.de/

Weblinks[Bearbeiten]