Heinz-Steyer-Stadion

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Heinz-Steyer-Stadion
Heinz-Field
Sportforum Dresden 16.jpg
Die Anzeigetafel im Heinz-Steyer-Stadion
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Dresden, Deutschland
Koordinaten 51° 3′ 39″ N, 13° 43′ 35″ O51.06083333333313.726388888889Koordinaten: 51° 3′ 39″ N, 13° 43′ 35″ O
Eigentümer Stadt Dresden
Eröffnung 12. Oktober 1919
Erstes Spiel 12. Oktober 1919
Oberfläche Naturrasen
Kapazität ursprünglich 23.767
zugelassen für 4.500
Stand: August 2013
Verein(e)

Dresdner SC
Dresden Monarchs

Das Heinz-Steyer-Stadion ist eine Mehrzwecksportanlage in Dresden. Es hieß zunächst Stadion am Ostragehege des Dresdner SC. In den 1950er Jahren wurde es nach dem 1944 hingerichteten kommunistischen Fußballspieler Heinz Steyer umbenannt.

Das städtische Stadion ist Teil des Sportparks Ostragehege im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt und wird hauptsächlich von der Fußballabteilung und den Leichtathleten des Dresdner SC genutzt. Seit dem Jahr 2007 ist auch das Dresdner American Footballteam der Dresden Monarchs in das Stadion gezogen. Das Stadion bietet 24.000 Zuschauern Platz, aufgrund seines Bauzustands ist es jedoch auf 4500 Zuschauer beschränkt. Insgesamt gibt es 2660 Sitzplätze, davon sind 1860 überdacht.

Eröffnet wurde das Stadion auf dem Gelände des ehemaligen Ostravorwerks am 12. Oktober 1919. Es verfügte zunächst über eine Fußballwiese, zwei Laufbahnen, Leichtathletikanlagen sowie eine 42 Meter lange Zuschauertribüne. Von Beginn an war der Dresdner SC Hauptnutzer. Der DFB trug vor dem Zweiten Weltkrieg mehrere Länderspiele im Ostragehege aus, das erste fand am 5. Mai 1921 gegen Österreich (3:3) statt. Nach einem Brand im Jahr 1928 wurde das Stadion ausgebaut und hatte danach ein Fassungsvermögen von 65.000 Zuschauern. Der noch immer ungebrochene Zuschauerrekord von 61.000 wurde 26. Mai 1935 beim Länderspiel Deutschland – Tschechoslowakei (2:1) aufgestellt. Beim Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 diente das Stadion den Bomberpiloten als Orientierungspunkt, wurde selbst aber nur unwesentlich beschädigt.

Heinz-Steyer-Stadion 1986

Nach Kriegsende spielte zunächst der DSC-Nachfolger SG Friedrichstadt im Ostragehege. Am 31. Dezember 1949 wurde anlässlich des Abschiedsspiels für das Dresdner Fußballidol Richard Hofmann (SG Friedrichstadt gegen eine DDR-Auswahl 2:0) die erste deutsche Stadion-Flutlichtanlage eingeweiht. Nach der Auflösung der SG Friedrichstadt wurde das Stadion 1950 Spielstätte der SG Deutsche Volkspolizei Dresden, die am 12. April 1953 in SG Dynamo Dresden umbenannt wurde. Danach erfolgte die Umbenennung in Heinz-Steyer-Stadion. 1954 fand vor nur 15.000 Zuschauern mit der Begegnung Vorwärts Berlin – Motor Zwickau (2:1) das einzige DDR-Pokal-Endspiel im Heinz-Steyer-Stadion statt. Vor 55.000 Zuschauern trug die DDR-Nationalmannschaft am 14. Juni 1955 ihr erstes Heim-Länderspiel aus (DDR – Bulgarien 0:0). Als Dynamo Dresden 1957 in das Rudolf-Harbig-Stadion umzog, wurde der SC Einheit Dresden neuer Nutzer, der neben seiner Fußballsektion auch eine starke Leichtathletiksektion hatte. Nachfolger der Fußballsektion des SC Einheit wurde 1966 die FSV Lok Dresden, die aber bald darauf wegen des mangelnden Zuschauerinteresses zum Sportplatz an der Pieschener Allee umzog. Nachdem 1972 umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt worden waren, wurde das Stadion vielfach für sportliche Großveranstaltungen genutzt. Mehrfach war das Steyer-Stadion Zielort des internationalen Straßenradrennens Friedensfahrt, und mit der neuen Tartanbahn kamen auch internationale Leichtathletikwettbewerbe nach Dresden, so wurde jährlich das „Goldene Oval“ veranstaltet. 13 Leichtathletik-Weltrekorde wurden im Steyer-Stadion aufgestellt. 1990 fand hier die letzte DDR-Leichtathletikmeisterschaft statt.

Nach seiner Wiedergründung zog 1990 der Dresdner SC erneut in das Heinz-Steyer-Stadion ein. Bei der Hochwasserkatastrophe 2002 trug das Stadion schwere Schäden davon. 2006 scheiterten Pläne für einen Umbau zu einem WM-tauglichen Stadion. Ein Teil der Bausubstanz gilt inzwischen als einsturzgefährdet. Aufgrund dessen ist das Stadion mit Stand August 2013 für nur 4.500 Zuschauer zugelassen. Für Ende 2013 wurde erneut der Start von Umbaumaßnahmen geplant, mit dem Ziel die Kapazität auf 12.000 Plätze zu erhöhen (davon 4.000 Sitzplätze). Der Umbau soll dabei auf die Hauptnutzer Leichtathletik, Fußball und American Football abgestimmt sein.

Literatur[Bearbeiten]

  • Horn/Weise: Das große Lexikon des DDR-Fußballs. Schwarzkopf Verlag Berlin, 2004, ISBN 3-89602-536-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinz-Steyer-Stadion – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien