Denver Broncos

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Denver Broncos
Gegründet 1960
Spielen in Denver, Colorado
Helm der Denver Broncos
Logo der Denver Broncos
Helm Logo
Liga

American Football League (1960–1969)

  • Western Division (1960–1969)

National Football League (1970–heute)

Aktuelle Uniformen
Broncos uniforms.png
Teamfarben Blau, Orange, Weiß
Maskottchen Thunder II, Miles
Personal
Besitzer Pat Bowlen
General-Manager John Elway
Head Coach John Fox
Teamgeschichte
  • Denver Broncos (1960–heute)
Spitznamen
Orange Crush (1977–1979 defense) Elway Attack
Erfolge
NFL-Gewinner (2)
Conference-Sieger (7)
  • AFC: 1977, 1986, 1987, 1989, 1997, 1998, 2013
Division-Sieger (14)
  • AFC West: 1977, 1978, 1984, 1986, 1987, 1989, 1991, 1996, 1998, 2005, 2011, 2012, 2013, 2014
Play-off-Teilnahmen (21)
  • NFL: 1977, 1978, 1979, 1983, 1984, 1986, 1987, 1989, 1991, 1993, 1996, 1997, 1998, 2000, 2003, 2004, 2005, 2011, 2012, 2013, 2014
Stadien


Die Denver Broncos sind ein American-Football-Team der National Football League (NFL) und spielen dort in der American Football Conference (AFC), in der Western Division. Das Team aus Denver (Colorado) ist benannt nach halbwilden, bzw. ungezähmten Pferden (englisch broncos).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Denver Broncos waren 1960 eines der Gründungsmitglieder der American Football League (AFL). Sie spielten in der Western Division. Am 9. September 1960 gewannen die Broncos in Boston das erste Spiel der AFL gegen die Boston Patriots. Allerdings war der weitere Saisonverlauf nicht so erfolgreich wie erhofft. Sie beendeten die Premierensaison mit vier Siegen bei neun Niederlagen und einem Unentschieden. Auch die weiteren Jahre in der AFL waren für die Broncos nicht erfolgreich. In den ersten zehn Jahren der AFL-Geschichte konnten die Broncos als einziges Team in keiner Saison mehr Siege als Niederlagen aufweisen. Nach dem Zusammenschluss von AFL und NFL spielten die Broncos in der AFC West. Erst unter dem neuen Trainer John Ralston gelang den Broncos 1973 die erste Saison in der sie mehr Siege als Niederlagen erringen konnten. In den nächsten Jahren unter dem Trainer Ralston wurden sie stets zweiter in ihrer Division. Unter dem nächsten Trainer Red Miller konnten die Broncos nach zwölf Siegen in der Regular Season 1977 in die Play-offs einziehen. Der Schlüssel zum Erfolg lag in der guten Defense der Broncos die unter dem Namen „Orange Crush“ bekannt wurde und in der Saison nur 148 Gegenpunkte zuließ. Im ersten Play-off-Spiel konnten die Pittsburgh Steelers und im AFC Championship Game die Oakland Raiders geschlagen werden. Die Broncos standen damit im Super Bowl XII. Es war der erste Super Bowl der in einer Halle ausgetragen wurde. In New Orleans unterlagen die Broncos den Dallas Cowboys mit 10:27. 1978 errangen die Broncos erneut den Divisionstitel, scheiterten aber in den Play-offs an den Steelers. Nachdem sich die Broncos 1980 nicht für die Play-offs qualifizieren konnten wurde der Trainer Red Miller durch Dan Reeves ersetzt.

1983 konnten sich die Broncos die Draftrechte an Quarterback John Elway sichern, der sich zuvor geweigert hatte für die Baltimore Colts zu spielen. Damit begann für die Denver Broncos eine erfolgreiche Zeit. In den 16 Spielzeiten mit Elway erreichten die Broncos zehnmal die Play-offs. Sie erreichten den Super Bowl XXI in Pasadena gegen die New York Giants. Die Giants wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen 39:20. Im nächsten Jahr standen die Broncos erneut im Super Bowl. Den Super Bowl XXII in San Diego verloren sie deutlich mit 10:42 gegen die Washington Redskins. Bereits zwei Jahre später erreichten die Broncos den Super Bowl XXIV. Dieser wurde für die Broncos zu einer Blamage. Die 10:55-Niederlage gegen die San Francisco 49ers ist die höchste Niederlage in einem Super Bowl. Das Verhältnis zwischen Quarterback Elway und Trainer Reeves wurde sehr schwierig. In den letzten drei Jahren unter Reeves konnte sich das Team nur einmal für die Play-offs qualifizieren. Die Querelen zwischen Elway und Reeves wurden so groß, dass die Broncos 1993 Wade Phillips als neuen Trainer verpflichteten. Nach unbefriedigenden Ergebnissen wurde Phillips durch Mike Shanahan, der bereits früher Co-Trainer bei den Broncos war, ersetzt. Mike Shanahan blieb für 14 Spielzeiten Trainer der Broncos. Die Broncos standen in dieser Zeit in dem Ruf ein Verliererteam zu sein. So wurde das Team und John Elway auch bei der Zeichentrickserie Die Simpsons als Versager dargestellt. Dies änderte sich in der Saison 1997. Nach einer guten Saison zogen die Broncos in den Super Bowl XXXII ein. In San Diego standen sie dem amtierenden Champion Green Bay Packers gegenüber. Entgegen allen schlechten Erinnerungen und allen Unkenrufen im Vorfeld konnten die Broncos die Packers mit 31:24 schlagen. Im nächsten Jahr zogen sie erneut in den Super Bowl ein (Super Bowl XXXIII) und schlugen die Atlanta Falcons mit 34:19. Nach zwei Meisterschaften in Folge trat John Elway auf dem Höhepunkt seiner Karriere zurück.

In den nächsten zehn Spielzeiten unter Shanahan erreichte das Team nur viermal die Play-offs. 2009 entschieden sich die Broncos für einen Neuanfang und verpflichteten den früheren Offensive Coordinator der New England Patriots, Josh McDaniels, als neuen Trainer. Es kam zu einer seltsamen Posse um den aufstrebenden Quarterback Jay Cutler. Cutler wurde zu den Chicago Bears getauscht. McDaniels hatte darauf spekuliert den zweiten Quarterback der Patriots Matt Cassel nach Denver lotsen zu können, dieser wurde allerdings zu den Kansas City Chiefs getauscht. Nach diesem turbulentem Sommer starteten die Broncos sehr erfolgreich in die neue Saison. Eine schlechte zweite Saisonhälfte brachte das Team aber um eine Play-off-Teilnahme[1]. Wegen der weiterhin schlechten Leistungen des Teams wurde McDaniels noch während der laufenden Saison im Dezember 2010 entlassen.

Saison 2011[Bearbeiten]

Für die Saison 2011 wurde John Fox als neuer Cheftrainer unter Vertrag genommen.

Saison 2012[Bearbeiten]

2012 wurde der 36 Jahre alte Quarterback Peyton Manning für 95 Millionen US-Dollar für fünf Jahre verpflichtet.[2] Sie erreichten in diesem Jahr die Play-offs und schieden gegen die Baltimore Ravens nach der zweiten Overtime mit 38:35 aus dem Wettbewerb aus.

Saison 2013[Bearbeiten]

In der Saison 2013 erreichten die Broncos das AFC Championship Game und gewannen gegen die New England Patriots mit 26:16. Im Super Bowl XLVIII am 2. Februar 2014 trafen sie auf die Seattle Seahawks. Das Spiel wurde mit 8:43 verloren.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Denver Broncos

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Teams


Reserveliste


Practice Squad


Rookies in kursiver Schrift
Roster Stand: 29. Oktober 2014
Depth ChartTransaktionen

53 Aktive, 4 Inaktive, 10 Practice Squad

Besondere Spieler[Bearbeiten]

Spieler in der Hall of Fame[Bearbeiten]

Ring der Ehre (Ring of Fame)[Bearbeiten]

Die Broncos haben einen Ring der Ehre an der Fassade von Ebene 5 im Sports Authority Field at Mile High, welcher die folgenden Spieler ehrt:

  • 23 Goose Gonsoulin, S, 1960-66, aufgenommen 1984
  • 44 Floyd Little, RB, 1967-75, aufgenommen 1984
  • 87 Lionel Taylor, WR, 1960-66, aufgenommen 1984
  • 87 Rich Jackson, DE, 1967-72, aufgenommen 1984
  • Gerald Phipps, Team Besitzer, 1961-81, aufgenommen 1985
  • 12 Charley Johnson, QB, 1972-75, aufgenommen 1986
  • 18 Frank Tripucka, QB, 1960-63, aufgenommen 1986
  • 70 Paul Smith, DE, 1968-78, aufgenommen 1986
  • 36 Billy Thompson, S, 1969-81, aufgenommen 1987
  • 7 Craig Morton, QB, 1977-82, aufgenommen 1988
  • 15 Jim Turner, K, 1971-79, aufgenommen 1988
  • 25 Haven Moses, WR, 1972-81, aufgenommen 1988
  • 53 Randy Gradishar, LB, 1976-83, aufgenommen 1989
  • 57 Tom Jackson, LB, 1973-86, aufgenommen 1992
  • 20 Louis Wright, S, 1975-86, aufgenommen 1993
  • 7 John Elway, QB, 1983-98, aufgenommen 1999
  • 49 Dennis Smith, S, 1981-94, aufgenommen 2001
  • 77 Karl Mecklenburg, LB, 1983-95, aufgenommen 2001
  • 65 Gary Zimmerman, OT, 1993-97, aufgenommen 2003
  • 27 Steve Atwater, S, 1989-98, aufgenommen 2005
  • 30 Terrell Davis, RB, 1995-2001, aufgenommen 2007
  • 84 Shannon Sharpe, TE, 1990-1999, 2002-2003, aufgenommen 2009

Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden (Retired Numbers)[Bearbeiten]

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten]

# Name Zeitraum Regular Season Playoffs Anmerkung
Spiele S N U Siegquote Spiele S N Siegquote
1 Frank Filchock 1960-1961 28 7 10 1 25,0 %
2 Jack Faulkner 1962-1964 32 9 22 1 28,1 %
3 Mac Speedie 1964-1966 26 6 19 1 23,1 %
4 Ray Malavasi 1966 12 4 8 0 33,3 %
5 Lou Saban 1967-1971 65 20 42 3 30,8 %
6 Jerry Smith 1971 5 2 3 0 40,0 %
7 John Ralston 1972-1976 70 34 33 3 48,6 %
8 Red Miller 1977-1980 62 40 22 0 64,5 % 5 2 3 40,0 % AFC Champion 1977
9 Dan Reeves 1981-1992 184 110 73 1 59,8 % 13 7 6 53,8 % AFC Champion 1986, 1987, 1989
10 Wade Phillips 1993-1994 32 16 16 0 50,0 % 1 0 1 50,0 %
11 Mike Shanahan 1995-2008 224 138 86 0 61,6 % 13 8 5 61,5 % Super Bowl Sieger 1998; 1999
12 Josh McDaniels 2009-2010 28 11 17 0 39,3 %
13 Eric Studesville 2010 4 1 3 0 25,0 % Interimstrainer
14 John Fox 2011- 32 21 11 0 65,6 % 3 1 2 33,3 %

Stand: Januar 2013

Maskottchen[Bearbeiten]

  • Thunder II (lebendiges Pferd)
  • Miles (Mensch im Kostüm)

Trivia[Bearbeiten]

Die Broncos tauchen immer wieder in der Cartoon-Serie "South Park" auf. Die Protagonisten der Serie sind große Fans des Teams.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Historical Moments
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatManning wechselt zu den Broncos. In: Sport Bild. 19. März 2012, abgerufen am 13. Januar 2013 (deutsch).
  3. Denver Broncos Retired Numbers

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Denver Broncos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien