Flughafen Genua

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Flughafen Genua
Aeroporto-Genova-GOA.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LIMJ
IATA-Code GOA
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 6 km westlich von Genua
Straße A10
Basisdaten
Eröffnung 17. Juli 1985
Betreiber Aeroporto di Genova S.p.a.
Fläche 160 ha
Passagiere 1.287.524 [1] (2010)
Luftfracht 3.916 t [1] (2010)
Flug-
bewegungen
24.464 [1] (2010)
Start- und Landebahn
11/29 2915 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Genua (italienisch : Aeroporto di Genova-Sestri “Cristoforo Colombo”) ist ein italienischer Flughafen in Genua.

Er ist der wichtigste Flughafen Liguriens und nach dem Entdecker Christoph Kolumbus benannt.

Anfahrt[Bearbeiten]

Auto: Der Flughafen liegt 7 km westlich der Stadtmitte im Stadtteil Sestri Ponente.

Bus: Der AMT 100 Volabus verkehrt ab Piazza Verdi (Bahnhof Genova Piazza Principe) zum Flughafen (stündlich). Vom Bahnhof Genova Sestri Ponente Aeroporto fährt die Linie I24 alle 40 Minuten zum Flughafen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Beginn der Luftfahrt in Genua ist eng verbunden mit den Firmen Ansaldo und Piaggio. Während des Ersten Weltkriegs produzierte die heutige Piaggio Aero Industries in Sestri Ponente in Lizenz Flugzeugteile, 1923 begann man mit dem Bau eigener Flugzeuge. Es wurden auch Flugboote hergestellt. Diese spielten im aufkommenden zivilen Linienverkehr Italiens bald eine bedeutende Rolle. Im Januar 1925 entstand in Genua die Fluggesellschaft SANA (Società Anonima di Navigazione Aerea), die mit ihren Flugbooten ab 1926 vom großen Hafen der Stadt aus verschiedene Ziele im Mittelmeerraum anflog. Ab 1929 nutzte die britische Imperial Airways den Hafen als Zwischenstopp auf der Strecke zwischen London und Karatschi. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss man, im Hafenbecken eine künstliche Halbinsel zu schaffen und dort einen Verkehrsflughafen für die Stadt zu bauen. Die Arbeiten begannen 1954, die Einweihung erfolgte 1962. Die Start- und Landebahn war zunächst rund 2.300 Meter lang, daneben gab es einfache Abfertigungseinrichtungen. Mit der Fertigstellung des neuen Terminals im Jahr 1986 übernahm Genua auch die Rolle eines Ausweichflughafens für einige in der norditalienischen Poebene gelegene Flughäfen, die wegen Nebel oft geschlossen werden mussten.

Besonderheiten und Informationen für Piloten[Bearbeiten]

Aus Lärmschutzgründen wird die RWY 29 für Landungen und Starts bevorzugt.[2] Im Norden, Westen (Ligurische Alpen) und Osten (Apennin) ist der Platz von größeren Bodenerhebungen umgeben, während im Süden das Ligurische Meer liegt. Am Platz, nördlich der Landeschwelle RWY 11, steht das Sestri-VOR (108,6 MHz). Das ILS für die RWY 29 (109,3 MHz) erlaubt Anflüge der Kategorie CAT I. Der Instrumentenanflug auf die RWY 29 beginnt am Initial Approach Fix (IAF) Camogli-NDB (389 kHz). Das NDB steht ca. 15 NM von der Landeschwelle RWY 29 in Verlängerung der Anfluglinie. Die Standardabflugrouten (SIDs) führen zuerst nach Süden aufs Meer, um Höhe zu gewinnen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c assaeroporti
  2. Lufthansa-Flugplatzkarte (Stand März 2006).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Genoa Cristoforo Colombo Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien