Giesen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Hildesheim | |
| Höhe: | 70-100 m ü. NN | |
| Fläche: | 33,9 km² | |
| Einwohner: |
9786 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 289 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31180 | |
| Vorwahlen: | 05121, 05066 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HI, ALF | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 54 017 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstraße 27 31180 Giesen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Lücke (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Giesen im Landkreis Hildesheim | ||
Giesen ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen, an der Innerste am Nordrand des Weser-Leine-Berglandes gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Giesen liegt direkt westlich der Innerste und unmittelbar nördlich der Giesener Berge. Die Gemeinde grenzt im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten an Harsum, Hildesheim, Nordstemmen und Sarstedt. Die Lage an der Innerste erwies sich im Oktober 2007 als problematisch, da in den Ortschaften Giesen (ehemals Klein Giesen) und Ahrbergen beim Jahrhundert-Hochwasser zahlreiche Keller, der komplette Ahrberger Wald und ein ganzes Industriegebiet überflutet wurden.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Giesen hat fünf Ortschaften:
- Ahrbergen: 2.134 Einwohner
- Emmerke: 1.722 Einwohner
- Giesen: 3.481 Einwohner (Groß Giesen, Klein Giesen; Siegfried, ehemalige Arbeitersiedlung am Kali Werk)
- Groß Förste: 830 Einwohner
- Hasede: 1.604 Einwohner
Geschichte [Bearbeiten]
Die Gemeinde Giesen entstand am 1. März 1974 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Ahrbergen, Emmerke, Groß Förste, Groß Giesen, Hasede und Klein Giesen.[2] Die älteste dieser Ortschaften ist Emmerke. Dort wurde im Jahr 2004 das 1150-jährige Bestehen gefeiert.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen entstand 1974, als die Gemeinde Giesen gegründet wurde. Es setzt sich zusammen aus Bestandteilen der sechs Wappen der Ortschaften Ahrbergen, Emmerke, Groß Giesen, Klein Giesen, Groß Förste und Hasede:
- Die Roten Nägel und der gelbe Hintergrund aus dem Wappen von Groß Giesen.
- Die Lilie aus dem Wappen von Klein Giesen.
- Das Mühlrad aus dem Wappen von Groß Förste.
- Die im Dreieck stehenden Hasenohren aus dem Wappen von Hasede.
- Die im 45% Winkel stehenden Zinnen aus dem Wappen von Emmerke.
- Der horizontale Balken in Rot und Silber aus dem Wappen von Ahrbergen – allerdings wurden die Farben Rot und Silber vertauscht.
- Der Grüne Hintergrund des oberen Teils stammt sowohl aus dem Wappen von Hasede als auch aus dem Wappen von Groß Förste.
- Die silberne Farbe der oberen Ornamente stammt sowohl aus dem Wappen von Groß Förste als auch aus dem Klein Giesener Wappen.
Religionen [Bearbeiten]
Von den derzeit 9.954 Einwohnern sind 45,1 % katholisch, 34,6 % evangelisch-lutherisch, die restlichen 20,3 % gehören einer anderen oder keiner Konfession an.
Der für Ostniedersachsen untypisch hohe Anteil an Katholiken beruht auf der historischen Zugehörigkeit zum Kleinen Stift Hildesheim. Die Dörfer der heutigen Gemeinde Giesen gehörten ebenso wie Harsum zu den Stiftsdörfern.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister der Gemeinde Giesen ist Andreas Lücke (CDU).
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Chabanais in Frankreich (Die Partnerschaft ist ein eingetragener Verein und gehört offiziell zur Einrichtung der Gemeinde Giesen)
- Morąg in Polen
Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Der Ortsteil Emmerke ist als "Bahnhof Giesen" per Bahn erreichbar, obwohl Emmerke über 4 km von den anderen Ortsteilen entfernt liegt. Der Bahnhof wird von der Linie S 4 der S-Bahn Hannover und von der NordWestBahn bedient.
Die Ortsteile sind mit den Buslinien des Regionalverkehrs Hildesheim (RVHi) miteinander und mit den Städten Sarstedt und Hildesheim verbunden.
Die historische Straßenbahn wurde 1958 aufgegeben. Die Bundesstraße 6 und die Bundesstraße 1 führen durch das Gemeindegebiet.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Größtes Unternehmen in Giesen war lange Zeit die Firma K+S mit dem Bergwerk Siegfried, deren Kali-Abraumhalde immer noch weithin sichtbar ist. Die Mettler Toledo Garvens GmbH stellt mit über 160 Mitarbeitern dynamische Wägesysteme her, und die Firma Völsing ist als einer der in Europa führenden Hersteller von Urnen bekannt.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
- Grundschule Giesen
- Grundschule Ahrbergen
- Grundschule Hasede
- Grundschule Emmerke
Soziale Einrichtungen [Bearbeiten]
- Seniorenwohnpark Giesen
Der Seniorenwohnpark Giesen gliedert sich in ein Alten- und Pflegeheim mit 72 Plätzen sowie einer Wohnanlage mit 24 betreuten Altenwohnungen für Senioren der Gemeinde Giesen und des nördlichen Landkreises Hildesheim. Das Heim erbringt Pflegemaßnahmen als vollstationäre Pflege, befristete Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege. Die im Jahr 2003 erbaute Anlage in privater Trägerschaft befindet sich in zentraler Lage Giesens und ist Arbeitgeber für etwa 60 Mitarbeiter überwiegend sozialer und hauswirtschaftlicher Berufe.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Kirchen [Bearbeiten]
- Kath. Kirche Maria Mutter der Kirche, Ahrbergen
- Kath. Kirche St. Peter und Paul, Ahrbergen
- Kath. Kirche St. Martinus, Emmerke
- Kath. Kirche St. Pankratius, Groß Förste
- Kath. Kirche St. Vitus, Groß Giesen
- Kath. Kirche St. Andreas, Hasede
- Kath. Kirche St. Martin, Klein Giesen
- Ev. Friedenskirche, Ahrbergen
- Ev. Kirche St. Paulus, Hasede
Museen [Bearbeiten]
- Heimatmuseum Giesen, Rathausstraße 42
- Heimatmuseum Ahrbergen, Krugstraße 4
Sport [Bearbeiten]
Obwohl Giesen mit 3.000 Einwohnern eine kleine Ortschaft ist, ist der TSV Giesen im deutschen Volleyball seit Jahren in der 2. Bundesliga der Herren etabliert. Vor der Spielrunde 2007/2008 sind einige Spieler des Ligakonkurrenten MTV 1848 Hildesheim zum Verein gewechselt. Daraufhin löste sich die Zweitligamannschaft aus Hildesheim auf. Die neu zusammengestellte Giesener Mannschaft hat 2008 den Aufstieg in die 1. Volleyball-Bundesliga geschafft und spielte dort in der Saison 2008/2009, nach welcher sie wieder in die 2. Liga abstieg. In der Saison 2010/11 und 2011/12 wurde der TSV Giesen/48 Hildesheim jeweils Meister in der 2. Bundesliga Nord, verzichtete aber jedes Mal aus finanziellen und personellen Gründen auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga[4][5].
Sonstiges [Bearbeiten]
- Naturschutzgebiet Entenfang (NSG HA 145)[6]
- Hügelgräberfeld aus der Bronzezeit im Giesener Forst
- Haseder Busch, Naturschutzgebiet, seltener Auenwald
- Radweg zur Kunst
- Radweg, Hildesheim-Ring (Hi-Ring)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 209.
- ↑ http://www.landkreishildesheim.de/output/showobject.php?La=1&object=med%7C1905.213.1.g
- ↑ Klaus Wegener: Augsburg (Frauen) und Giesen 48/Hildesheim (Männer) verzichten auf Start in der 1. Bundesliga. Deutsche Volleyball-Liga, 2. Juni 2011, abgerufen am 16. September 2011.
- ↑ TSV Giesen Pressemitteilung: "1. Bundesliga Volleyball für TSV Giesen/48 Hildesheim nicht möglich!" 1. Juni 2011, abgerufen am 5. Dezember 2012 (PDF; 66 kB).
- ↑ Naturschutzgebiet „Entenfang“
Weblinks [Bearbeiten]
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