Elze
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Hildesheim | |
| Höhe: | 79 m ü. NN | |
| Fläche: | 47,71 km² | |
| Einwohner: | 9463 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 198 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31008 | |
| Vorwahl: | 05068 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HI | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 54 014 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt + 6 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstr.61 31008 Elze |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Friedel Albes | |
Elze ist eine norddeutsche Stadt mit 9519 Einwohnern im Westen des Landkreises Hildesheim inmitten der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen in Südniedersachsen.
Die Stadt liegt an dem Fluss Leine. Die Altstadt wird durch Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert geprägt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt liegt westlich von Hildesheim am Nordrand des deutschen Mittelgebirges mit Blick auf die Norddeutsche Tiefebene, auf das Schloss Marienburg, die Poppenburg und die Klosterkirche Wittenburg.
Die Stadt teilt sich in folgende Stadtteile (Einwohnerzahl im Jahre 2005):
- Elze, 6.171 Einwohner
- Esbeck, 480 Einwohner
- Mehle, 1.180 Einwohner
- Sehlde, 503 Einwohner
- Sorsum, 287 Einwohner
- Wittenburg, 135 Einwohner
- Wülfingen, 884 Einwohner
[Bearbeiten] Geschichte
Bereits vor dem Jahr 800 siedelten in Elze Menschen. Zur Zeit Karls des Großen wurde der Ort Aula Caesaris („Kaiserhof“), kurz Aulica genannt, woraus sich die Namen Aulze und Elze entwickelten. Elze war seit etwa 800 der Sitz eines von Karl dem Großen gegründeten Bistums für Ostfalen[1] unter dem Patrozinium der Apostel Petrus und Paulus, die noch heute im Namen der evangelischen Kirche und im Ortswappen erscheinen. Auch die katholische Kirche von 1936/1953 erinnert an diese Tradition. Ludwig der Fromme verlegte den Bischofssitz 815 nach Hildesheim und stellte ihn unter den Schutz der Gottesmutter Maria.
Am Abend des 18. November 1824 wurden drei Viertel der Stadt bei einem Brand zerstört und danach wieder aufgebaut.
1974 wurden im Zuge einer Gebietsreform die umliegenden Dörfer (Mehle, Sehlde, Esbeck, Sorsum, Wittenburg und Wülfingen) eingemeindet.
[Bearbeiten] Politik
Elze ist seit 1971 Partnerstadt der in der Normandie gelegenen französischen Kleinstadt Écouché.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Elze gibt es ein Heimatmuseum, mehrere Kirchen, einen Stadtpark, ein Freibad und verschiedene Sporteinrichtungen. Insgesamt existieren in Elze 45 Vereine und Verbände.
Sehenswert ist unter anderem der Bahnhof Elze, der 1853 bis 1854 von dem Architekten Conrad Wilhelm Hase in Backstein und Rundbogenstil gebaut wurde.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Jeden 1. Mai stellt das THW-OV-Elze den Elzer Maibaum auf.
- Jedes 2. Jahr wird am Elzer Schulzentrum die Elzer Messe für ein Wochenende eröffnet.
- Jedes 3. Jahr findet das traditionelle Seifenkistenrennen für Kinder statt.
- Jedes Jahr findet das Jugendkonzert „Rock im Bad“ am Ende der Sommerferien statt, wobei mehrere Gruppen auf einer Bühne Musik machen, man aber auch gleichzeitig in der Nacht baden gehen kann.
- Jeden Dezember finden die Elzer Fußball-Schulmeisterschaften im Schulzentrum Elze statt, wobei 5 Schulen teilnehmen und in mehreren Wettkampfklassen den Schulmeister ausspielen.
- Jährlich findet von April bis September der „Wittenburger Sommer“ statt.
- Jährlich findet der "Puschenball", die traditionelle Faschingsfeier des MTV Elze am letzten Samstag vor Rosenmontag statt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt auf den Eisenbahnstrecken Hannover–Göttingen („Hannöversche Südbahn“) und Hameln–Hildesheim („Weserbahn“). An der Bahnlinie im Osten der Stadt haben sich einige Industriebetriebe niedergelassen. In Elze kreuzen sich die B3 und die B1.
[Bearbeiten] Bildung
Es gibt in Elze einschließlich der umliegenden Dörfer vier Kindergärten, eine Kindertagesstätte, eine Kinderkrippe und fünf Schulen.
An der Bahnlinie, jedoch nordwestlich der Stadt gelegen, befindet sich die Christophorus-Schule „Jugenddorf Elze“. Das staatlich anerkannte Gymnasium gehört zu dem der evangelischen Kirche nahestehenden Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) und beherbergt neben dem Schulbetrieb mit Internat und Sporteinrichtungen eine Musikschule, einen Kindergarten und einen Reiterhof. Zuletzt wurde das Elzer Sport- und Gesundheitszentrum des CJD Elze gebaut und fertiggestellt, die neue Sporthalle ist das Prachtstück der Einrichtung.
Die Krüger-Adorno-Schule ist eine Haupt- und Realschule, die aus der Gauß-Krüger-Realschule und der T.W.-Adorno-Schule, Hauptschule mit Orientierungsstufe, hervorgegangen ist.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt:
- Am 6. Juli 1601 wurde im Ortsteil Esbeck der luth. Theologe Justus Gesenius geboren.
- 1857 wurde in Elze der Geodät Johann Heinrich Louis Krüger geboren.
- Ferdinand Wallbrecht
- Philipp Furtwängler, Mathematiker
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen:
- Hendrik Hahne (Wohnhaft im Ortsteil Esbeck)
[Bearbeiten] Literatur
- Literatur für alle Stadtteile
- Geschichte des Fürstenthums Hildesheim, Franz Anton Blum, Wolfenbüttel 1805, S. 21 f.
- Gerd Lüttig: Neue Ergebnisse quartärgeologischer Forschung im Raume Alfeld-Hameln-Elze. In: Geologisches Jahrbuch Band 77, Seite 337–390. Hannover, Juni 1960.
- Müller, Werner: Ausgewählte Daten zur Geschichte der Stadt Elze mit ihren Ortsteilen Esbeck, Mehle, Sehlde, Sorsum, Wittenburg, Wülfingen. Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Elze Heft 4. Elze, 2. Aufl. 2004.
- Müller, Werner: Denkmale in der Einheitsgemeinde Elze mit ihren Ortsteilen Esbeck, Mehle, Sehlde, Sorsum, Wittenburg und Wülfingen. Schriftenreihe des Heimatmuseums Elze Nr. 5. Elze 2000.
- Hildesheimer und Kalenberger Börde. Natur und Landschaft im Landkreis Hildesheim. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung Band 5. Hildesheim 2005. ISBN 3-8067-8547-3
- Literatur für Elze
- Jürgen Huck: Elze in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel (Niederlande) 1978
- Jürgen Sempf: Elzer Alltagsimpressionen. Ein Rundgang durch die Geschichte. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-089-2
- Literatur für Sorsum
- Sascha Aust u.a.: Kirchen, Klöster und Kapellen in der Region Hannover. Hannover 2005. ISBN 3-7859-0924-1
- Literatur für Wittenburg
- Sascha Aust u.a.: Kirchen, Klöster und Kapellen in der Region Hannover. Hannover 2005. ISBN 3-7859-0924-1
- Jan Brinkmann: Geschichten aus Niedersachsen. Land&Forst Edition. Landbuch Verlagsgesellschaft Hannover. ISBN 3784206700
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Hildesheim. Artikel in: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl. 1888–1890, Bd. 8, S. 530 f.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Webseite von Elze
- Informationen zu Elze im BAM-Portal
- Geschichtsverein Elze online
- Wappen von Elze
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