Gombe (Bundesstaat)

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Gombe
Nigeria-karte-politisch-gombe.png
Basisdaten
Hauptstadt: Gombe
gegründet: 1. Oktober 1996
Gouverneur: Mohammed Danjuma Goje
ISO 3166-2: NG-GO
Fläche
Fläche: 18.768 km²
Rang in Nigeria: 21
Bevölkerung
Einwohner: 2.448.250 (2005)
Bevölkerungsdichte: 130 Einw./km² (2005)
Rang in Nigeria: 33

Gombe ist ein Bundesstaat Nigerias mit der Hauptstadt Gombe, die mit 250.278 Einw. (2005) auch größte Stadt im Bundesstaat ist.

Geografie[Bearbeiten]

Der Bundesstaat liegt im Nordosten des Landes und grenzt im Norden und Nordosten an den Bundesstaat Yobe, im Süden an den Bundesstaat Taraba, im Westen an den Bundesstaat Bauchi, im Osten an den Bundesstaat Borno und im Südosten an den Bundesstaat Adamawa. Den Bundesstaat durchquert der Fluss Gongola, der längste Nebenfluss des Benue.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Der Bundesstaat Gombe wird hauptsächlich vom Volk der Fulani bevölkert, die gelegentlich mit den Haussa zur Bevölkerungsgruppe Hausa-Fulani zusammengefasst werden. Die mit Abstand größte religiöse Gemeinschaft in Gombe sind die sunnitischen Muslime. Daher hat der Bundesstaat vor kurzem offiziell das islamische Recht, die Scharia, als Quelle der Rechtsprechung eingeführt.[1] Die Scharia hat allerdings nur in Gebieten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung Geltung.[2]

Schätzungsweise 7,8 Prozent der Gesamtbevölkerung im Bundesstaat Gombe sind mit HIV infiziert.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bundesstaat wurde am 1. Oktober 1996 aus einem Teil des Bundesstaates Bauchi gebildet. Erster Administrator war zwischen 7. Oktober 1996 und August 1998 Joseph I. Oriji.

Gegenwärtiger Gouverneur ist seit 29. Mai 2003 Mohammed Danjuma Goje.

Gouverneure und Administratoren[Bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten]

Der Staat gliedert sich in elf Local Government Areas. Diese sind: Akko, Balanga, Billiri, Dukku, Funakaye, Gombe, Kaltungo, Kwani, Nafada, Shomgom und Yamaltu-Deba.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die erwerbstätige Bevölkerung von Gombe ist überwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt. Die klimatischen und ökologischen Verhältnisse erlauben unter anderem noch den Anbau von Getreide, Hirse, Mais und Reis.

Nachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. onlinenigeria.com: Informationen über Nigeria und seine Bundesstaaten
  2. Scharia-Konflikt in Nigeria
  3. State Population and Development Programmes. In: Nigeria.unfpa.org. Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen. Abgerufen am 9. Mai 2007.