Haimhausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Haimhausen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haimhausen
Haimhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haimhausen hervorgehoben
48.31666666666711.566666666667487Koordinaten: 48° 19′ N, 11° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Höhe: 487 m ü. NHN
Fläche: 26,73 km²
Einwohner: 5136 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 192 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85778
Vorwahl: 08133
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 121
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
85778 Haimhausen
Webpräsenz: www.haimhausen.de
Bürgermeister: Peter Felbermeier (CSU)
Lage der Gemeinde Haimhausen im Landkreis Dachau
Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis München Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm München Altomünster Bergkirchen Dachau Erdweg Haimhausen Hebertshausen Hilgertshausen-Tandern Karlsfeld Markt Indersdorf Odelzhausen Petershausen Pfaffenhofen an der Glonn Schwabhausen (Oberbayern) Sulzemoos Vierkirchen (Oberbayern) WeichsKarte
Über dieses Bild

Haimhausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat neun Ortsteile.

  • Amperpettenbach
  • Haimhausen
  • Hörgenbach
  • Inhausen
  • Inhauser Moos
  • Maisteig
  • Oberndorf
  • Ottershausen
  • Westerndorf

Es existieren folgende Gemarkungen: Amperpettenbach, Haimhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Haimhausen wurde einer Legende zufolge von den Brüdern Heimo (→ Haimhausen), Petto (→ Amper (nahe liegender Fluss) + Petto + Bach = Amperpettenbach) und Indo (→ Inhausen) gegründet.

Haimhausen gehörte dem Grafen Butler von Clonebough. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und Sitz der gleichnamigen geschlossenen Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der Landschaftsmaler Bernhard Buttersack kam um 1895 nach Haimhausen, angezogen von der unberührten Mooslandschaft mit seinen Altwassern sowie der Stille und Schönheit des Ortes. In Ottershausen ließ er sich ein geräumiges Haus erbauen, mit einem Maleratelier nach Norden. Bald eröffnete er eine private Malschule, die viele junge Künstler anzog. Dadurch entwickelte sich Haimhausen immer mehr zu einer Künstlerkolonie, nahe der großen Künstlerkolonie Dachau gelegen. Von größter Bedeutung für die Künstlerkolonie war Max Bergmann, der mehr als 30 Jahre in Haimhausen wirkte und dort 1925 eine private Malschule eröffnete. Schüler von ihm waren u.a.: Arthur Niso, Helene Harth, Alice Krüger und Hermann Könemann. Mit dem Tod von Paul Erbe erlosch auch die kleine Malerkolonie.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde ein Teil der ehemaligen Gemeinde Amperpettenbach eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1970 2.308
1987 3.673
2000 4.495
2007 4.707
2009 4.856
2010 4.881

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[3]
Wahlbeteiligung: 70,1 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,0 %
20,6 %
13,2 %
11,2 %

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Peter Felbermeier (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder (Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008):

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter blauem Schildhaupt, darin nebeneinander drei senkrechte goldene Rauten, in Silber ein schwarzer Adler.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Haimhausen (Nutzung heute: International Business School)

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Haimhausen

Bedeutendstes Bauwerk der Gemeinde ist das Schloss Haimhausen mit einer spätbarocken Schlosskapelle. Sie stehen allerdings einer allgemeinen Besichtigung nicht offen.

Persönlichkeiten (chronologisch)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haimhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 443
  3. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=174&suchbegriff=1