Altomünster
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Dachau | |
| Höhe: | 518 m ü. NN | |
| Fläche: | 75,79 km² | |
| Einwohner: |
7521 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85250 | |
| Vorwahl: | 08254 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DAH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 74 111 | |
| Marktgliederung: | 47 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Markt Altomünster St. Altohof 1 85250 Altomünster |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Konrad Wagner (FW) | |
| Lage des Marktes Altomünster im Landkreis Dachau | ||
Altomünster ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Dachau.
Der Name des Ortes leitet sich vom Gründer des Ortes, dem heiligen Alto, und vom lateinischen Wort monasterium (Münster) für Kloster ab.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Der Markt liegt nordwestlich von Dachau und fast in der Mitte des Städtedreiecks München – Augsburg – Ingolstadt.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Der Markt Altomünster ist in folgende 48 Ortschaften gegliedert:
Altomünster, Arnberg, Asbach, Breitenau, Deutenhofen, Erlach, Erlau, Freistetten, Haag, Halmsried, Hohenried, Hohenzell, Humersberg, Hutgraben, Irchenbrunn, Kiemertshofen, Lauterbach, Lichtenberg, Maisbrunn, Obererlach, Oberndorf, Oberschröttenloh, Oberzeitlbach, Ottelsburg, Ottmarshausen, Pfaffenhofen, Pipinsried, Plixenried, Radenzhofen, Rametsried, Randelsried, Reichertshausen, Röckersberg, Rudersberg, Ruppertskirchen, Schauerschorn, Schielach, Schloßberg, Schmarnzell, Schmelchen, Sengenried, Stumpfenbach, Teufelsberg, Thalhausen, Übelmanna, Unterzeitlbach, Wollomoos und Xyger.
Geschichte [Bearbeiten]
Um 750 ließ sich ein Wandermönch namens Alto im heutigen Ortsgebiet nieder und gründete ein kleines Kloster.
Vor 1000 errichteten die Welfen ein Benediktinerkloster. Herzog Welf IV. bestimmte 1056 die Mönche zur Besiedlung des neu gegründeten Klosters Weingarten in Altdorf (heute Weingarten), während die vorher in Altdorf ansässigen Nonnen nach Altomünster kamen. Dort lebten sie bis zur Auflösung des Klosters 1488 durch Papst Innozenz VIII.
Etwa um 1310 verliehen die Wittelsbacher Herzöge den Bewohnern das Bürgerrecht. Am 4. Oktober 1391 erfolgte die Bestätigung der Markt- und Stadtrechte durch Herzog Stephan III. Um 1420 legten die Ingolstädter Herzöge den Marktplatz an.
1496 übergab Herzog Georg der Reiche den Birgitten von Maihingen eine Stiftungsurkunde für Altomünster, um dort ein Birgittenkloster zu gründen. Am 18. März 1803 wurde das Kloster schließlich aufgelöst, später jedoch neu belebt. Es ist heute neben einer Niederlassung in Bremen das letzte Kloster des Ordens der heiligen Birgitta von Schweden in Deutschland.
Ab 1823 sank Altomünster zur marktberechtigten Landgemeinde ab. Hauptursache hierfür waren die Schließung des Klosters, des ursprünglichen Hauptarbeitgebers, und die Verwaltungskosten. 1862 wurde ein Krankenhaus errichtet, 1869 ein Kindergarten. 1882 wurde die Marktsparkasse gegründet. 1888 erhielt Altomünster Anschluss an den Telegrafendienst, 1902 Anschluss an den Telefondienst. 1907–1910 wurde der Ort elektrifiziert. Am 18. Dezember 1913 wurde die Lokalbahn Dachau–Altomünster eröffnet.
1977 wurde ein neues Schulzentrum eingeweiht.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
| Gemeinde | Einwohner (1970) |
Eingemeindungs- datum |
Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Hohenzell | 435 | 1. Mai 1978[2] | |
| Kiemertshofen | 146 | 1. Januar 1977[3] | |
| Oberzeitlbach | 493 | 1. Januar 1976[3] | |
| Pipinsried | 444 | 1. Mai 1978[2] | Eingliederung von 351 der 444 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Markt Indersdorf |
| Randelsried | 349 | 1. Januar 1976[3] | Eingliederung von 300 der 349 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Tandern |
| Stumpfenbach | 191 | 1. Januar 1972[4] | |
| Thalhausen | 243 | 1. Mai 1978[2] | |
| Wollomoos | 478 | 1. Mai 1978[2] |
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1869–1875 Alois Dempf sen.
- 1876–1884 Johann Huber
- 1884–1911 Joseph Sedlmair
- 1912–1919 Johann Rößler
- 1919–1923 Kaspar Wildgruber
- 1923–1929 Xaver Maurer
- 1930–1935 Johann Rößler
- 1936–1945 Peter Hofberger
- 1945–1948 Alto Gruner
- 1948–1950 Wolfgang Graf sen.
- 1950–1956 Anton Hofberger
- 1956–1970 Dr. Wolfgang Drach
- 1970–1990 Anton Hofberger jun.
- seit 1990 Konrad Wagner
Gemeindepartnerschaft [Bearbeiten]
Nagyvenyim: Seit 1994 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit dem Ort Nagyvenyim in Ungarn. Daneben bestehen Freundschaften mit Vadstena (Schweden) und mit Tscherms (Italien). Der schwedische Ort Vadstena beherbergt das Kloster Vadstena. Es ist das Mutterkloster des Birgittenklosters Altomünster und des Birgittenordens. Die Doppelklosteranlage in Vadstena ist weitgehend noch erhalten und dient heute als Museum. In Tscherms (Südtirol) hatte das Kloster Altomünster früher Weinberge und Besitzungen und bezog von dort Mess- und Trinkwein bis ins frühe 17. Jahrhundert.
Wappen [Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau der wachsende, golden nimbierte heilige Alto mit silberner Mitra, silbernem Mantel und rotem Gewand, eine eintürmige, rot bedachte silberne Kirche haltend; unterhalb dieser ein goldenes Schildchen, darin eine schwarze heraldische Lilie.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Altomünster
- Kirche von St. Alto und St. Birgitta in Altomünster (Künstler: Johann Michael Fischer)
- Birgittenkloster Altomünster
- Kirche Mariä Himmelfahrt
- Kirche St. Stephanus in Hohenzell
- Pfarrkirche St. Bartholomäus in Wollomoos errichtet 1694
- Kriegergedächniskapelle am Jörgerring, errichtet 1737
- erinnert seit 1921 an die Gefallenen des 1. Weltkriegs[6]
- Filialkirche St. Laurentius in Pfaffenhofen mit Römerstein
- Marktplatz
- Marktbrunnen, gestiftet von Pfarrer Bartholomäus Schmid
- Brauereigasthof Kapplerbräu
Museen [Bearbeiten]
- Museum Altomünster
- Gaudnek-Museum (Moderne Kunst)
- Gaudnek-Galerie im Treppenhaus der Volksschule Altomünster
- Brauereimuseum der Kapplerbrauerei
- Sehenswürdigkeiten in Altomünster
-
Turm von St. Alto und St. Birgitta
-
Kriegerkapelle, im Hintergrund St. Alto ⊙48.38663211.256496
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Brauereien [Bearbeiten]
- Kapplerbräu
- Maierbräu
Verkehr [Bearbeiten]
Altomünster ist Endpunkt der Bahnstrecke Dachau–Altomünster und ist somit mit dem Netz der S-Bahn München verbunden. Einige Züge verkehren direkt von Altomünster nach München Hauptbahnhof.
In Altomünster befindet sich ein Sonderlandeplatz für Ultraleicht-Flugzeuge. Der kleine Flugplatz ist durch eine Privatinitiative entstanden. Die Graspiste in Richtung 02/20 ist nur 200 m lang und im Osten durch einen Bach und im Westen durch eine Straße natürlich begrenzt. Im Jahr 2000 ist eine Halle zur Unterbringung von Fluggerät auf dem Gelände entstanden.
Bildung [Bearbeiten]
- Grund- und Mittelschule Altomünster mit Gaudnek-Galerie. Die ehemalige Volksschule ist seit Oktober 2011 Comenius-Partnerschule. Als Schulpartner wurden die „Primary School“ in Crook/England und die „école primaire“ in Flesselles/Frankreich erklärt.
- Gemeinde- und Pfarrbücherei Altomünster
- Volkshochschule Altomünster
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
In Altomünster geboren [Bearbeiten]
- Johann Marggraff (1830–1917), Architekt
- Franz Xaver Lang (1873–1956), Erfinder und Motorenbauer
- Alois Dempf (1891–1982), Philosoph
- Johann Stichlmair (* 1940), Verfahrenstechniker
- Alfons Schweiggert (* 1947), Schriftsteller und Illustrator
- Wilhelm Liebhart (* 1951), Historiker und Hochschullehrer
Mit Altomünster verbunden [Bearbeiten]
- Leopold Paasch (1912–1988), Komponist
- Martina Schwarzmann (* 1979), Kabarettistin, wohnt in Altomünster
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Anton Hofberger (1921–2004)
Literatur [Bearbeiten]
- Wilhelm Liebhart (Hrsg.): Altomünster: Kloster, Markt und Gemeinde. 1023 S., Altomünster 1999, ISBN 3-00-005192-9.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ a b c d Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571.
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 570.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
- ↑ Kommunalwahlen in Bayern
- ↑ [1] Kirchen und Kapellen im Landkreis Dachau
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website
- Altomünster: Wappengeschichte vom HdBG
- Kirchen und Kapellen in der Marktgemeinde Altomünster
- Geschichte der Gemeindepartnerschaften - (Marktgemeinde Altomünster)
- Altomünster: Amtliche Statistik des LStDV
Altomünster | Hohenzell mit Freistetten, Irchenbrunn, Lichtenberg, Plixenried, Rametsried und Übelmanna | Kiemertshofen mit Oberschröttenloh, Radenzhofen und Schloßberg | Oberzeitlbach mit Humersberg, Oberndorf, Röckersberg, Ruppertskirchen, Schauerschorn und Unterzeitlbach | Pipinsried mit Breitenau, Erlach, Hutgraben, Maisbrunn, Obererlach, Ottelsburg und Ottmarshausen | Randelsried mit Asbach, Lauterbach, Reichertshausen und Schmarnzell | Stumpfenbach mit Deutenhofen, Erlau, Hohenried und Sengenried | Thalhausen mit Arnberg, Haag, Schielach, Schmelchen und Teufelsberg | Wollomoos mit Halmsried, Pfaffenhofen, Rudersberg und Xyger
Altomünster | Bergkirchen | Dachau | Erdweg | Haimhausen | Hebertshausen | Hilgertshausen-Tandern | Karlsfeld | Markt Indersdorf | Odelzhausen | Petershausen | Pfaffenhofen a.d.Glonn | Röhrmoos | Schwabhausen | Sulzemoos | Vierkirchen | Weichs

