Landkreis München

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises München Deutschlandkarte, Position des Landkreises München hervorgehoben48.0711.63Koordinaten: 48° 4′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: München
Fläche: 667,27 km²
Einwohner: 325.744 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 488 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR
Kreisschlüssel: 09 1 84
Kreisgliederung: 29 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Mariahilfplatz 17
81541 München
Webpräsenz: www.landkreis-muenchen.de
Landrat: Christoph Göbel (CSU)
Lage des Landkreises München in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Bauernhaus in Großdingharting

Der Landkreis München ist mit rund 330.000 Einwohnern der nach Einwohnern größte Landkreis im Freistaat Bayern. Er liegt in der Mitte des Regierungsbezirks Oberbayern und umschließt im Norden, Osten und Süden die kreisfreie Stadt München. Die größte Kommune des Kreises ist die Stadt Unterschleißheim.

Verwaltungssitz ist die Stadt München, welche selbst jedoch kreisfrei und daher nicht Teil des Landkreises ist.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Landkreis liegt im Wesentlichen in der Münchner Schotterebene, die im Süden vom Hochufer der Isar durchschnitten wird.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Dachau, Freising, Erding, Ebersberg, Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg und Fürstenfeldbruck.

Geschichte[Bearbeiten]

Stadt- und Landgerichte[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises München bildete man 1803 das Landgericht München. Es war für das Münchener Umland zuständig. Für das Stadtgebiet gab es ab 1804 das Stadtgericht München, und ab 1809 wurde München zur kreisunmittelbaren Stadt mit einem eigenen Polizeidirektor. Stadt- und Landgericht München gehörten zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Bereits 1831 wurde das Landgericht München aufgeteilt. Es entstand das neue Landgericht Au. Nach der Eingemeindung von Au, Giesing und Haidhausen in die Stadt München 1854 schuf man für die neuen Stadtteile das Stadtgericht „München rechts der Isar“, aus dem bisherigen Stadtgericht München wurde das Stadtgericht „München links der Isar“. Gleichzeitig fand eine Umorganisation der Landgerichte des Umlandes statt: Aus dem Landgericht München wurde das „Landgericht München links der Isar“ und aus den Restgemeinden des bisherigen Landgerichts Au das „Landgericht München rechts der Isar“.

Bezirksämter[Bearbeiten]

Aus diesen beiden Landgerichten gingen 1862 bei Trennung von Verwaltung und Justiz die gleichnamigen Bezirksämter hervor. Dabei wurden dem Bezirksamt München links der Isar auch das Landgericht Starnberg und dem Bezirksamt München rechts der Isar das Landgericht Wolfratshausen zugeteilt. Die Bezirksämter München links der Isar und München rechts der Isar wurden am 1. Januar 1880 aufgelöst und zwei neue Bezirksämter errichtet: München I umfasste den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichtes München II und München II umfasste die Zuständigkeitsbereiche der Amtsgerichte Starnberg und Wolfratshausen. Am 1. Oktober 1902 wurden schließlich das Bezirksamt München II aufgelöst und das Bezirksamt München (durch Umbenennung des Bezirksamtes München I) sowie die beiden neuen Bezirksämter Starnberg und Wolfratshausen errichtet.

Am 1. Januar 1912 wurde die bis dahin zum Bezirksamt gehörende Gemeinde Forstenried in die Stadt München eingegliedert. Am 1. April 1913 kam Milbertshofen hinzu. Weitere Gemeinden folgten am 1. Juli 1913. Am 1. Januar 1930 wurden weitere Gemeinden in die Landeshauptstadt eingegliedert. Am 1. Oktober 1931 kam noch die Gemeinde Freimann hinzu, am 1. April 1932 auch Trudering. Schließlich wurden mit Wirkung vom 1. Dezember 1938 der Landeshauptstadt weitere Gemeinden zugesprochen.

Landkreise[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise München, Starnberg und Wolfratshausen.

Am 1. April 1942 nahm die Stadt München weitere Gemeinden des Landkreises auf.

Landkreis München[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform kamen die acht Gemeinden Arget (heute zur Gemeinde Sauerlach), Baierbrunn, Dingharting (1978 zu Straßlach), Eichenhausen (heute zu Sauerlach), Oberbiberg (heute zu Oberhaching), Sauerlach, Schäftlarn und Straßlach (heute Straßlach-Dingharting) und das gemeindefreie Gebiet Deisenhofener Forst-Süd (heute zu Oberhaching) des bisherigen Landkreises Wolfratshausen sowie die Gemeinde Helfendorf (heute zu Aying) und das gemeindefreie Gebiet Hofoldinger Forst-Süd aus dem Landkreis Bad Aibling am 1. Juli 1972 zum Landkreis München. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert waren immer wieder verschiedene Gemeinden in die kreisfreie Stadt München eingegliedert worden. Ansonsten blieb der Landkreis München in seinen bisherigen Grenzen erhalten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung im Landkreis München seit 1840

Zwischen 1988 und 2008 gewann der Landkreis München über 61.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um rund 24%. Seit 1970 hat sich die Einwohnerzahl sogar nahezu verdoppelt.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 12.393 20.521 59.377 96.475 123.369 168.336 249.784 279.007 295.247 309.080 317.543 325.744

Während früher die Einwohner ganz überwiegend katholisch waren, sank der Anteil durch Zuzüge Andersgläubiger und Austritte bis 2013 auf ca. 43% (140.396 Mitglieder).[3]

Wirtschaft, Wissenschaft, Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftliche Schwerpunkte[Bearbeiten]

Unterföhring, nahe den Fernsehstudios des Bayerischen Rundfunks in München-Freimann, ist ein Zentrum der Medienbranche. Die Max-Planck-Institute für Biochemie und Neurobiologie in Martinsried haben zahlreiche Ansiedelungen und Neugründungen von Biotech- und Pharmaunternehmen nach Planegg gezogen. Im großen Gewerbegebiet Garching-Hochbrück gibt es bisher nur wenige, kleine Ausgründungen aus dem Garchinger Forschungscampus; bisher überwiegt in Hochbrück die Autobranche.

Börsennotierte Unternehmen (mit Sitz im Landkreis)[Bearbeiten]

DAX[Bearbeiten]

MDAX[Bearbeiten]

TecDAX[Bearbeiten]

SDAX[Bearbeiten]

CDAX[Bearbeiten]

Wissenschaft[Bearbeiten]

Das Garchinger Hochschul- und Forschungszentrum ist der größte Campus der Technischen Universität München und Sitz vieler universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen.

Verkehrsgeschichte[Bearbeiten]

Die kreisfreie Stadt München, die der Landkreis teilweise umschließt, ist der größte Eisenbahnknotenpunkt in Bayern. Die Entwicklung begann im Jahre 1839 mit der Eröffnung der München-Augsburger Eisenbahn, die bald darauf Anschluss an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn erhielt.

Die staatliche Bayerische Maximiliansbahn stellte ab 1854 die Verbindung über Holzkirchen nach Rosenheim ins Voralpenland her. Ebenfalls nach Süden in Richtung Garmisch-Partenkirchen führte 1854 die Pasing-Starnberger Eisenbahn. Die AG der Bayerischen Ostbahnen nahm 1858 den Betrieb von München nach Freising–Landshut–Regensburg auf. Die Verbindung nach Ingolstadt kam durch eine Strecke der Bayerischen Staatsbahn im Jahre 1867 zustande. Dann folgten 1871 die direkte Bahn nach Rosenheim über Grafing und die Linie nach Mühldorf.

Die letzte Hauptbahn von München wurde 1873 in Richtung Geltendorf–Buchloe erbaut. In den folgenden Jahren wurde das Netz verdichtet und durch Nebenstrecken ergänzt, so z.B. 1909 nach Ismaning. Die Lokalbahn Aktien-Gesellschaft München eröffnete 1891/92 vom Isartalbahnhof aus die Vorortbahn nach Wolfratshausen–Bichl, die schon vom Jahre 1900 an bis Höllriegelskreuth-Grünwald elektrisch betrieben worden ist. Zahlreiche Ring- und Verbindungsbahnen entstanden im Stadtgebiet für den Güterverkehr. Etwa ab 1970 folgte der Ausbau der S-Bahnlinien, deren Kernstück die Tunnelstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Ostbahnhof durchs Stadtzentrum ist.

Politik[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 53,8 % (–4,6 %p)
 %
50
40
30
20
10
0
41,5 %
23,5 %
16,0 %
11,5 %
4,9 %
2,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,8 %p
-1,4 %p
+2,2 %p
+0,2 %p
-3,0 %p
+0,1 %p

Landräte[Bearbeiten]

Landrat des Landkreises München ist seit dem 1. Mai 2014 Christoph Göbel (CSU). Er setzte sich mit 55,3 % gegen die SPD-Kandidatin Annette Ganssmüller-Maluchein bei der Stichwahl durch.

Kreistag[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Kreistag
      
Von 71 Sitzen entfallen auf:

Unter den Sitzen der CSU befindet sich der des Landrats.

Der Kreistag setzt sich aus 70 Kreisräten und dem Landrat zusammen. Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 ergab folgendes Ergebnis:

  • CSU (41,5 %): 29 Sitze zzgl. des Landrats
  • SPD (23,5 %): 16 Sitze
  • GRÜNE (16,0 %): 11 Sitze
  • FW (11,5 %): 8 Sitze
  • FDP (4,9 %): 4 Sitze
  • ÖDP (2,5 %): 2 Sitze

Landtags- und Bundestagsabgeordnete[Bearbeiten]

Landtag[Bearbeiten]

Der Landkreis München ist in zwei Stimmkreisbezirke unterteilt.

Stimmkreis München-Land-Nord
Landtagsabgeordneter ist derzeit Ernst Weidenbusch (CSU)

Der SPD-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Peter Paul Gantzer ist Stimmkreiskandidat der SPD im Stimmkreis München-Land-Nord. Er gehört dem Bayerischen Landtag seit 1978 an und war von 2003 bis 2009 Vizepräsident des Bayerischen Landtags.

Die FDP stellt seit den Landtagswahlen aufgrund der 5% Hürde keinen Abgeordneten mehr.

Stimmkreis München-Land-Süd
Landtagsabgeordnete ist derzeit Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU)

Die SPD-Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen ist seit 2008 die Stimmkreiskandidatin der SPD im Stimmkreis München-Land-Süd.

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Susanna Tausendfreund war von 1998 bis 2003 und ist erneut seit 2008 Stimmkreiskandidatin der Grünen im Stimmkreis München-Land-Süd.

Bundestag[Bearbeiten]

Bundestagswahlkreis München-Land
(nicht deckungsgleich mit dem Landkreis München)

Direkt gewählter Abgeordneter für den Bundestag ist Florian Hahn (CSU). Über die Landesliste zog Toni Hofreiter (Grüne) in den Bundestag ein.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen des Landkreises München zeigt in gespaltenem Schild, vorne die bayerischen Rauten in Silber und Blau, hinten von Schwarz und Gold geteilt; belegt mit einem silbernen Wellenbalken. Das Wappen wird seit der ministeriellen Zustimmung vom 3. April 1957 geführt.

Die Rauten stehen für die Wittelsbacher und für Bayern, Gold und Schwarz für die Stadt München. Der Wellenbalken symbolisiert den Fluss Isar, der den Landkreis durchzieht.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Starnberger See Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Miesbach Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Dachau München Forstenrieder Park Grünwalder Forst Brunnthal Höhenkirchen-Siegertsbrunn Perlacher Forst Aschheim Aying Baierbrunn Brunnthal Feldkirchen (Landkreis München) Garching bei München Gräfelfing Grasbrunn Grünwald Haar (bei München) Höhenkirchen-Siegertsbrunn Hohenbrunn Ismaning Kirchheim bei München Neubiberg Neuried (bei München) Oberschleißheim Ottobrunn Planegg Pullach im Isartal Putzbrunn Sauerlach Schäftlarn Straßlach-Dingharting Taufkirchen (bei München) Unterföhring Unterhaching Unterschleißheim OberhachingMunicipalities in M.svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2012[5])

Städte

  1. Garching bei München (16.219)
  2. Unterschleißheim (26.155)

Gemeindefreie Gebiete (69,97 km²)

  1. Forstenrieder Park (37,08 km²)
  2. Grünwalder Forst (19,53 km²)
  3. Perlacher Forst (13,36 km²)

Ehemalige gemeindefreie Gebiete

  1. Forst Kasten (5,90 km²) - aufgelöst zum 1. Januar 2002
  2. Deisenhofener Forst (11,83 km²) - aufgelöst zum 1. Januar 2010
  3. Hofoldinger Forst (27,23 km²) - aufgelöst zum 1. Januar 2011
  4. Höhenkirchener Forst (14,32 km²) - aufgelöst zum 1. Januar 2011

Gemeinden

  1. Aschheim (7914)
  2. Aying (4765)
  3. Baierbrunn (2986)
  4. Brunnthal (4927)
  5. Feldkirchen (6940)
  6. Gräfelfing (13.130)
  7. Grasbrunn (6465)
  8. Grünwald (10.915)
  9. Haar (19.627)
  10. Hohenbrunn (8577)
  11. Höhenkirchen-Siegertsbrunn (10.219)
  12. Ismaning (15.771)
  13. Kirchheim bei München (12.611)
  14. Neubiberg (13.427)
  15. Neuried (8380)
  16. Oberhaching (12.677)
  17. Oberschleißheim (11.167)
  18. Ottobrunn (20.609)
  19. Planegg (10.350)
  20. Pullach i.Isartal (8832)
  21. Putzbrunn (6316)
  22. Sauerlach (7314)
  23. Schäftlarn (5470)
  24. Straßlach-Dingharting (2983)
  25. Taufkirchen (17.655)
  26. Unterföhring (10.547)
  27. Unterhaching (22.796)

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78[Bearbeiten]

Vor der Gebietsreform im Jahr 1972 hatte der Landkreis München 30 Gemeinden. Im Jahr 1900 waren es noch 47 Gemeinden. 19 dieser Gemeinden wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach München eingemeindet, zwei Gemeinden wurden neu gegründet. Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.

Der Landkreis München grenzte vor der Gebietsreform an die kreisfreie Stadt München und folgende Landkreise (im Uhrzeigersinn): Landkreis Freising, Landkreis Erding, Landkreis Ebersberg, Landkreis Bad Aibling, Landkreis Wolfratshausen, Landkreis Starnberg, Landkreis Fürstenfeldbruck und Landkreis Dachau.

Lage in Bayern
Gemeinden im Jahr 1900[6] Gemeinden vor 1972[7] heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Allach München (eingemeindet 1938) München München
Aschheim Aschheim Aschheim Landkreis München
Aubing München (eingemeindet 1942) München München
Berg am Laim München (eingemeindet 1913) München München
Brunnthal Brunnthal Brunnthal Landkreis München
Daglfing München (eingemeindet 1930) München München
Dornach Dornach Aschheim Landkreis München
Feldkirchen Feldkirchen Feldkirchen Landkreis München
Feldmoching München (eingemeindet 1938) München München
Forstenried München (eingemeindet 1912) München München
Freimann München (eingemeindet 1931) München München
Garching b.München Garching b.München Garching b.München Landkreis München
Gräfelfing Gräfelfing Gräfelfing Landkreis München
Grasbrunn Grasbrunn Grasbrunn Landkreis München
Großhadern München (eingemeindet 1938) München München
Grünwald Grünwald Grünwald Landkreis München
Salmdorf Haar (Umbenannt 1924) Haar Landkreis München
Harthausen (Neubildung der
Gemeinde aus Teilen von
Grasbrunn im Jahr 1907)
Grasbrunn Landkreis München
Heimstetten Heimstetten Kirchheim b.München Landkreis München
Hofolding Hofolding Brunnthal Landkreis München
Hohenbrunn Hohenbrunn Hohenbrunn Landkreis München
Höhenkirchen Höhenkirchen Höhenkirchen-Siegertsbrunn Landkreis München
Ismaning Ismaning Ismaning Landkreis München
Kirchheim b.München Kirchheim b.München Kirchheim b.München Landkreis München
Langwied München (eingemeindet 1942) München München
Ludwigsfeld München (eingemeindet 1938) München München
Milbertshofen München (eingemeindet 1913) München München
Moosach München (eingemeindet 1913) München München
Neuried Neuried Neuried Landkreis München
Oberföhring München (eingemeindet 1913) München München
Oberhaching Oberhaching Oberhaching Landkreis München
Obermenzing München (eingemeindet 1938) München München
Oberschleißheim Oberschleißheim Oberschleißheim Landkreis München
Ottobrunn (Neubildung der
Gemeinde aus Teilen von
Unterhaching im Jahr 1955)
Ottobrunn Landkreis München
Pasing (seit 1905 Stadt) München (eingemeindet 1938) München München
Peiß Peiß Aying Landkreis München
Perlach München (eingemeindet 1930) München München
Planegg Planegg Planegg Landkreis München
Pullach i.Isartal Pullach i.Isartal Pullach i.Isartal Landkreis München
Putzbrunn Putzbrunn Putzbrunn Landkreis München
Siegertsbrunn Siegertsbrunn Höhenkirchen-Siegertsbrunn Landkreis München
Solln München (eingemeindet 1938) München München
Taufkirchen Taufkirchen Taufkirchen Landkreis München
Trudering München (eingemeindet 1932) München München
Unterbiberg Unterbiberg Neubiberg Landkreis München
Unterföhring Unterföhring Unterföhring Landkreis München
Unterhaching Unterhaching Unterhaching Landkreis München
Untermenzing München (eingemeindet 1938) München München
Unterschleißheim Unterschleißheim Unterschleißheim Landkreis München

Sonstiges[Bearbeiten]

Kreisbehörde ist das Landratsamt München.

Geotope[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich sechs (Stand September 2013) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen M zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen AIB (Bad Aibling) und WOR (Wolfratshausen) erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  3. Süddeutsche Zeitung Nr. 180 7. August 2014 Seite R13
  4. http://memo.landkreis-muenchen.de/wahlen/kommunalwahl/Kreistag_2014.html
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  6. Seite über das Bezirksamt München auf gemeindeverzeichnis.de (abgerufen am 21. November 2010)
  7. Seite über den Landkreis München auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 21. November 2010)

Literatur[Bearbeiten]

  • Lebensraum Landkreis München: Vielfalt im Landkreis München. 2004, von Manfred Bialucha (Autor) und Landratsamt München (Herausgeber), Stephan Heller Verlag. München. 400 S., ISBN 3-88863-022-3
  • Lebensraum Landkreis München. 1998, von Heiner Janik (Vorwort), Frank Becker (Autor), Manfred u.a. Bialucha (Autor), Landratsamt München (Herausgeber), Isabella Validiviso (Illustrator), Stephan Heller Verlag. 240 S., ISBN 3-88863-016-9
  • Lebensraum Landkreis München. 1990, von Joachim Gillessen (Vorwort), Manfred Bialucha (Autor), Fritz Lutz (Autor), Peter Weinzierl (Autor), Stefan Winghart (Autor), Landkreis München (Herausgeber), Helmut Heigl (Illustrator),Stephan Heller Verlag. 456 S., ISBN 3-88863-009-6
  • Wissenschaft, Bildung und Forschung im Landkreis München. 2003, von Manfred Bialucha (Autor), Stephan Heller Verlag. München. 120 S. ISBN 3-88863-021-5
  • Sammler und Sammlungen im Landkreis München. 2006, von Manfred Bialucha (Autor), Landratsamt München (Herausgeber), Stephan Heller Verlag. München. 168 S. ISBN 3-88863-023-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien