Hamburg-Bergstedt

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Wappen von Bergstedt
Wappen von Hamburg

Bergstedt
Stadtteil von Hamburg

Koordinaten 53° 40′ 16″ N, 10° 7′ 37″ O7Koordinaten: 53° 40′ 16″ N, 10° 7′ 37″ O
Fläche 7,1 km²
Einwohner 9158 (2004-12-00Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte 1290 Einwohner/km²
Ausländeranteil 3,7 %
Arbeitslosenquote 2,9 % (2004-12-00Dez. 2004)
Eingemeindung 1937-04-011. Apr. 1937
Vorwahl 040
Bezirk Wandsbek
Verkehrsanbindung
Bundesstraße
Bundesstraße 434
Quelle: fhh1.hamburg.de

Bergstedt ist ein Stadtteil der Hansestadt Hamburg im Bezirk Hamburg-Wandsbek. Er ist ein Teil der Walddörfer.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1248 wurde Bergstedt, das ehemals ein sächsisches Runddorf war, das erstemal urkundlich unter dem Namen Berichstede genannt. 1345 verpfändete die Familie von Wedel das Dorf an das Hamburger Domkapitel. Im 16. Jahrhundert gelangte Bergstedt an die Herzöge von Holstein-Gottorp, bevor es 1750 bis 1773 wieder an Hamburg verpfändet war. Seit 1889 bildete Bergstedt gemeinsam mit der Landgemeinde und dem Gutsbezirk Hoisbüttel einen Amtsbezirk im preußischen Kreis Stormarn. Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes wurde Bergstedt 1937 nach Hamburg eingemeindet. Heute gehört es zum Ortsamtsgebiet Walddörfer.

[Bearbeiten] Religionen

Das Kirchspiel Bergstedt, das fast ganz Stormarn umfasste, besteht bereits seit etwa 1150. Die Bergstedter Kirche ist eine der ältesten Hamburgs. Sie wurde im Jahre 1256 unter dem Abt zu Stade und Vizebischof von Hamburg gebaut. Im Laufe der Zeit wurde sie erweitert und vergrößert und auch renoviert.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung war seit 1958 wesentlich von der Walddörfer Wohnungsbaugenossenschaft eG beeinflusst, die die direkt an den Stadtteil Volksdorf angrenzende Feldmark - u.a. den Stüffel - bebaute.

[Bearbeiten] Politik

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Bergstedt zum Wahlkreis Alstertal-Walddörfer, der bei der Bundestagswahl dem Wahlkreis Hamburg-Nord zugeordnet ist.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche von Bergstedt
Kirche von Bergstedt

[Bearbeiten] Bauwerke

Die sehenswerte Kirche ist ein Feldsteinbau aus dem frühen 13. Jahrhundert, der Fachwerkturm wurde 1745 angebaut. Die Emporen im Innern stammen von 1663, die Kanzel von 1686.


[Bearbeiten] Naturschutzgebiete

Im Südosten des Ortsteils befindet sich das etwa 4 ha große Naturdenkmal Timmermoor, ein Moorteich mit Heide und Gehölzsaum, der durch Wirbelstürme in der letzten Eiszeit vor rund 20.000 Jahren als Ausblasungsloch entstand.

Im Südwesten des Ortsteils, zwischen dem Alsternebenfluss Saselbek und ihrem Zufluss Furtbek, liegt das Naturschutzgebiet Hainesch-Iland.

[Bearbeiten] Sport

In Bergstedt gibt es den Sportverein Bergstedt von 1948 (e.V.). Der Verein bietet neben Fußball, Hockey, Judo, Handball und Volleyball noch weitere Sportarten an und verfügt außerdem über ein Vereinshaus samt Vereinskneipe und Fitnessraum. In der Nachbarschaft dazu befinden sich eine Tennishalle und mehrere Freiplätze. Im Senator-Neumann-Heim hat der Bergstedter Schachklub von 1962 seinen Sitz.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Jedes Jahr findet in Bergstedt regelmäßig die "Bunte Meile" statt, eine Art Flohmarkt. Im Dorfzentrum werden mehrere Straßen weiträumig abgesperrt und Mitglieder der Gemeinde sowie Gäste aus Hamburg und dem Umfeld bummeln, essen und treffen sich beim Flohmarkt.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Bergstedt ist durch die Bundesstraße B 434, die den Stadtteil von Nord nach Süd durchschneidet, an das überregionale Straßennetz angebunden. Mehrere Buslinien des Hamburger Verkehrsverbundes gewährleisten den ÖPNV. Von Bergstedt sind es mit Bus oder Auto außerdem nur wenige Minuten zu den U-Bahn-Haltestellen U-Bahn Hoisbüttel, U-Bahn Buckhorn und U-Bahn Volksdorf sowie zur S-Bahnhaltestelle Poppenbüttel.

[Bearbeiten] Bildung

In Bergstedt gibt es eine Gesamtschule und eine Grundschule. Das von vielen Bergstedter Schülern besuchte Gymnasium Buckhorn liegt bereits auf Volksdorfer Gebiet. Außerdem existieren eine privat betriebene Rudolf-Steiner-Schule und die Christophorus-Schule, eine anthroposophische Förderschule.

[Bearbeiten] Literatur

Sparmann, Friedrich, Bergstedt. Die 850-jährige Geschichte eines Kirchspieldorfes, Hamburg, 1973.

[Bearbeiten] Weblinks

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