Imotski

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Imotski
Wappen von Imotski
Imotski (Kroatien)
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43.44668888888917.216263888889395Koordinaten: 43° 26′ 48″ N, 17° 12′ 59″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Split-Dalmatien Split-Dalmatien
Höhe: 395 m. i. J.
Fläche: 73,25 km²
Einwohner: 10.764 (2011)
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 021
Postleitzahl: 21 260
Kfz-Kennzeichen: IM
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Ante Đuzel (HDZ)
Postanschrift: dr. Ante Starčevića 23
21 260 Imotski
Website:

Imotski (dt. veraltet: Eimot, ital. Imoschi) ist eine Kleinstadt in Kroatien. Sie ist Zentrum der gleichnamigen Gemeinde. In der Stadt Imotski leben 4.757 Menschen (Volkszählung 2011).

Geographie[Bearbeiten]

Imotski befindet sich im dalmatischen Hinterland direkt hinter dem Bergmassiv Biokovo und gehört zur Gespanschaft Split-Dalmatien (kroatisch Splitsko-dalmatinska županija). Die Entfernung zur Adria beträgt 50, die nach Split 100 Kilometer. Die Grenze zu Bosnien und Herzegowina ist nur sieben Kilometer entfernt. Die Stadt liegt an der Flanke eines Berges am Rande des fruchtbaren Karstbeckens Imotsko Polje.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet um Imotski bereits in der Jungsteinzeit bewohnt war. Ab dem 10. Jahrhundert v. Chr. siedelte hier der illyrische Stamm der Dalmater (Delmaten). In römischer Zeit passierte die Handelsstraße zwischen Salona und Narona das damalige Emania, das eher eine Raststation für Reisende als eine Ortschaft war.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Festung Imotski als Keimzelle der heutigen Stadt schon in der Regierungszeit Trpimirs I. zwischen 845 und 864 entstanden ist. Erstmals erwähnt wird sie in der Schrift De Administrando Imperio des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. aus der Mitte des 10. Jahrhunderts als Emotha. Ob zu dieser Zeit eine Stadt außerhalb der Festungsmauern bestand, ist nicht bekannt.

In der Folgezeit wechselte Imotski häufig den Besitzer, wurde von Ungarn, Bosniern, Serben und den Byzantinern beherrscht. Als Imotski 1493 unter osmanische Herrschaft kam, wurde die Festung, die jetzt Topana (türkisch top hana - Waffenmagazin) genannt wurde, aufgrund ihrer Grenzlage ausgebaut. Im 17. Jahrhundert wohnten in der Festung und den umliegenden Dörfern etwa 1.000 Menschen. Im venezianisch-österreichischen Türkenkrieg fiel Imotski am 2. August 1717 nach kurzer Belagerung an Venedig, was 1718 im Frieden von Passarowitz bestätigt wurde. Von nun an teilte Imotski das Schicksal des restlichen Dalmatiens.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Festung Topana verfiel, nachdem sie von den Österreichern, die sie von den Venezianern übernommen hatten, aufgegeben worden war. Sie wurde von den Bewohnern der wachsenden Stadt als Steinbruch benutzt. Die Reste sind heute konserviert. Am Eingang steht die 1718 nach dem Abzug der Türken erbaute Kirche der Heiligen Madonna von den Engeln. Aufgrund ihrer exponierten Lage bietet die Festung einen großartigen Blick über die Stadt und das Imotsko Polje. Topana liegt am oberen Rand einer fast 300 Meter tiefen Einsturzdoline, die vom Blauen See gefüllt ist. Ein bequemer Weg führt hinunter in den Karstkessel bis zu einer Aussichtsplattform direkt am See.

Etwa einen Kilometer westlich vom Blauen See befindet sich die größte wassergefüllte Einsturzdoline der Welt. Sie ist über 500 Meter tief und etwa bis zur Hälfte mit dem sagenumwobenen Roten See gefüllt, dessen Name von der rötlichen Farbe der fast senkrecht abfallenden Felswände abgeleitet ist.

Sehenswert aufgrund seiner Lage ist das Fußballstadion, das von 1987 bis 1989 in einer Doline unterhalb der Festung gebaut wurde.

Das Franziskanerkloster von 1738 beherbergt kunst- und kulturhistorische Sammlungen, darunter Funde aus illyrischer und römischer Zeit. Die benachbarte neoromanische Pfarrkirche St. Franz wurde zwischen 1861 und 1881 erbaut. Vor der Kirche steht das Denkmal des Kirchenerbauers Fra Stjepan Vrljić.

Von der unterhalb der Festung gelegenen Altstadt Bazana führt eine von den Venezianern angelegte Treppe in die neueren Stadtteile. An ihrem Ende steht das von Kruno Bošnjak geschaffene Denkmal für den kroatischen Dichter Tin Ujević.

In der Nähe der Stadt findet man früher den Bogomilen zugeschriebenen Grabsteine (Stećci).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hier geboren[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

  • Joe Sakic, der kanadische Eishockeyspieler hat hier Vorfahren

Sport[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Imotski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien