J. J. Cale

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J. J. Cale - München, 1975

J. J. Cale (* 5. Dezember 1938 in Tulsa, Oklahoma als John W. Cale) ist ein US-amerikanischer Musiker und Komponist. Er zählt zu den Begründern des Tulsa Sounds, stilistisch zwischen Rockabilly, Blues, Jazz und Country einzuordnen. Er spielt oftmals alle Instrumente seiner Aufnahmen selbst.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Der Name J. J. ist ein Künstlername, der ihm in seinen Anfangsjahren als Musiker von einem Clubbesitzer ("Whisky-A-Go-Go" in Los Angeles) gegeben wurde, da es bereits einen Musiker namens John Cale (ex-Velvet Underground) gab. Fälschlicherweise wird selbst in seriösen Quellen (z. B. im All Music Guide to the Blues) der Geburtsname von J. J. Cale mit Jean Jacques angegeben. Diesen Namen hatte ein französischer Journalist ins Spiel gebracht, worauf er dann in einigen Biografien von J. J. Cale verewigt wurde.

Cales Markenzeichen sind seine meist kurzen, eher sparsam instrumentierten Songs. Die Texte sind oft lakonisch und werden ohne jedes Pathos vorgetragen, so dass seine Musik für typischen Rock zu ruhig ist. Dafür sind die Details der Musik sehr sorgfältig ausgearbeitet. Cale lässt sich für die Produktion einer Platte oft mehrere Jahre Zeit. Er hat den sogenannten „laid back“- (zurückgelehnt, entspannt) Stil geprägt. Das bedeutet, dass er seine wohldosierten Soli immer leicht hinter dem eigentlichen Beat des jeweiligen Stückes spielt. Dadurch entsteht der berühmte coole Sound, der Cales Werk prägt. Dieser „laid back“-Stil erinnert stark an den Stil von Billie Holiday, die nach Aussagen Cales auch eine gewisse Inspiration gegeben hat.

J. J. Cale, der die Öffentlichkeit eher meidet und nur einen eigenen großen Hit hatte (Cocaine, 1977 Nr. 22 in Deutschland, Nr. 2 in der Schweiz, Nr. 5 in Österreich), ist dennoch in Musikerkreisen ob seiner Kompositionen hoch angesehen und hat eine kleine aber treue Anhängerschaft.

Er ist insbesondere durch zahlreiche Interpretationen seiner Songs durch andere Musiker bekannt, wie zum Beispiel die Coverversionen von After Midnight und Cocaine durch Eric Clapton. Er ist einer der meistgecoverten Interpreten der Musikbranche.

J. J. Cale und Eric Clapton haben im November 2006 ein gemeinsames Album veröffentlicht (The Road to Escondido). Clapton hatte sich bis dahin schon lange ein gemeinsames Projekt mit Cale gewünscht.

[Bearbeiten] Diskografie

  • Naturally (1971)
  • Really (1973)
  • Okie (1974)
  • Troubadour (1976)
  • 5 (1979)
  • Shades (1980)
  • Grasshopper (1982)
  • #8 (1983) mit Jim Keltner und Steve Ripley
  • Special Edition (1984)
  • Travel-Log (1990)
  • Number 10 (1992)
  • Closer to You (1994)
  • Guitar Man (1996)
  • Anyway the Wind Blows: The Anthology (1997)
  • The Very Best of J. J. Cale (1998)
  • Universal Masters Collection (1999)
  • Live (2001)
  • After Midnight (2003)
  • To Tulsa and Back (2004)
  • The Road to Escondido (2006) mit Eric Clapton
  • Rewind: Unreleased Recordings (2007)
  • Roll On (2009) (DE: #32)
J. J. Cale, 25. April 2006 – Foto: Louis Ramirez

[Bearbeiten] Bekannte Coversongs

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • The Very Best of J.J. Cale, ISBN
  • "To Tulsa and back - On Tour with J.J. Cale" - 90.min Dokumentarfilm über die Legende J.J. Cale

[Bearbeiten] Weblinks

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