Jeff Flake

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Jeff Flake (2013)

Jeffrey „Jeff“ Flake (* 31. Dezember 1962 in Snowflake, Arizona) ist ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 2001 und 2003 vertrat er den ersten Wahlbezirk des Bundesstaats Arizona im US-Repräsentantenhaus, von 2003 bis 2013 vertrat er den sechsten Bezirk. Bei der Wahl zum US-Senat 2012 setzte er sich gegen den Demokraten Richard Carmona durch und vertritt seit dem 3. Januar 2013 Arizona im Senat der Vereinigten Staaten.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Jeff Flake studierte bis 1987 an der Brigham Young University in Provo (Utah) zunächst politische Wissenschaften und dann internationale Beziehungen. Anfang der 1980er Jahre war er als Missionar für die Mormonen im Süden Afrikas unterwegs und wurde leitender Direktor der Stiftung zum Aufbau der Demokratie in Namibia (Foundation for Democracy). Im Jahr 1987 arbeitete er für ein Dienstleistungsunternehmen (Public Affairs Firm) und wurde 1992 Direktor des Goldwater Institute.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Flake bei einem Wahlkampfauftritt im April 2012

Jeff Flake ist Mitglied der Republikanischen Partei. Bei den Kongresswahlen des Jahres 2000 wurde er für den ersten Wahlkreis von Arizona als Nachfolger von Matt Salmon in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Dabei konnte er sich mit 54 Prozent der Stimmen gegen David Mendoza, den Kandidaten der Demokratischen Partei, durchsetzen. Am 3. Januar 2001 trat er das Mandat an und wurde bei den folgenden Wahlen mit deutlichen Ergebnissen von mindestens 66 Prozent der Wählerstimmen (teils ohne Gegenkandidaten der Demokraten) alle zwei Jahre wiedergewählt, zuletzt 2010.

Flake war im Repräsentantenhaus Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten (Committee on Foreign Affairs), dem Ausschuss, der sich mit der Behandlung der Bodenschätze des Landes befasst (Committee on Natural Resources), und dem Ausschuss zur Kontrolle und Reform der Regierung (Committee on Oversight and Government Reform). Ursprünglich ein Anhänger des Irakkrieges und des USA PATRIOT Act, ging er in den folgenden Jahren in vorsichtige Opposition, was ihm 2004 eine parteiinterne Kampfkandidatur (primary challenge) einbrachte. Flake wurde immer wieder als möglicher Bewerber für das Amt des Gouverneurs von Arizona oder für einen Sitz im US-Senat ins Gespräch gebracht.

Im Sommer 2012 wurde Flake schließlich von den Republikanern seines Bundesstaates für den Senatssitz nominiert, den Jon Kyl innegehabt hatte. Mit seinem Gegner, dem Demokraten Richard Carmona, lieferte er sich gemäß den Umfragen lange ein ausgeglichenes Rennen. Flake setzte sich im eher republikanisch dominierten Bundesstaat am 6. November 2012 mit 50 Prozent der Stimmen gegenüber Carmona mit 45 Prozent durch.[1] Im Januar 2013 trat er sein Mandat im Senat an.

Im März 2015 fand sein Name Erwähnung, als er als einer von sieben republikanischen US-Senatoren einen öffentlichen Brief der übrigen 47 republikanischen US-Senatoren zur Relativierung bzw. Unterminierung der Atom-Verhandlungen zwischen dem Iran und US-Präsident Obama nicht unterzeichnete. In dem Brief verwiesen die 47 US-Senatoren u. a. darauf, dass jedes Abkommen des US-Präsidenten jederzeit vom US-Senat oder vom nächsten US-Präsidenten gekippt werden könne.[2] [3] [4]

Jeff Flake ist verheiratet mit Cheryl Flake. Das Paar hat fünf Kinder.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeff Flake – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CNN: Election Results
  2. Republikaner ärgern Obama mit Brief an Iran. Atom-Streit. In: Mitteldeutsche Zeitung. 10. März 2015, abgerufen am 27. März 2015.
  3. USA: Republikaner behindern Obamas Atomverhandlungen mit dem Iran. In: RT Deutsch. 10. März 2015, abgerufen am 27. März 2015: „Nun haben 47 von 54 republikanischen Senatoren einen Brief an die „Anführer der Islamischen Republik Iran“ gerichtet, in dem Teheran gegenüber angedeutet wird, dass eine allfällige Vereinbarung mit Präsident Obama in der Atomfrage, wie sie noch im Laufe dieses Monats stattfinden soll, keine tatsächliche rechtliche Bindungswirkung entfalten würde.“
  4. Republican senators warn Iran in open letter. In: Politico. 9. März 2015, abgerufen am 27. März 2015: „The following Republican senators did not sign the bill: Lamar Alexander of Tennessee, Dan Coats of Indiana, Thad Cochran of Mississippi, Susan Collins of Maine, Bob Corker of Tennessee, Jeff Flake of Arizona and Lisa Murkowski of Alaska.“