Karl Hofer

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Maler Karl Hofer. Zu anderen Personen siehe Carl Hofer.

Karl Christian Ludwig Hofer (Schreibweise auch Carl Hofer, * 11. Oktober 1878 in Karlsruhe; † 3. April 1955 in Berlin) war ein deutscher Maler des Expressionismus bzw. des expressiven Realismus. Er war Direktor der Berliner Hochschule für die bildenden Künste.

Briefmarke der Bundespost Berlin 1978: Das Boot
Gedenktafel am Haus Grunewaldstraße 44 in Berlin-Schöneberg

Biographie[Bearbeiten]

Hofer wurde 1878 in Karlsruhe geboren. Vier Wochen nach seiner Geburt starb sein Vater, der Militärmusiker Karl Friedrich Hofer, an einem Lungenleiden. Da seine Mutter Ottilie (Schwester des Bildhauers Theodor Hengst und des Glasmalers Max Hengst)[1] den Lebensunterhalt verdienen musste, wurde Karl ab 1879 bei zwei Großtanten untergebracht, bevor er 1884–1892 in einem Waisenhaus lebte. 1892 begann er eine kaufmännische Lehre in einer Buchhandlung, in seiner Freizeit unternahm er erste zeichnerische Versuche. 1896 lernte Hofer den drei Jahre jüngeren Leopold Ziegler kennen.

Der Künstler trat 1897 an der Karlsruher Akademie in die Zeichenklasse Robert Poetzelbergers ein. Nach der Berufung Hans Thomas wurde Hofer 1899 dessen Schüler. Im gleichen Jahr folgte der erste Aufenthalt in Paris. Im Jahr seines zweiten Paris-Aufenthalts 1900 machte er die Bekanntschaft von Julius Meier-Graefe. Hofer wurde 1901 Meisterschüler bei Thoma und im Jahr darauf Meisterschüler bei Leopold v. Kalckreuth an der Kgl. Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. In dieser Zeit begann auch seine Freundschaft mit dem Maler Hermann Haller. 1903 heiratete er Mathilde (gen. Thilde) Scheinberger in Wien und erhielt einen Fünfjahresvertrag mit Theodor Reinhart, der ihm die Übersiedlung nach Rom ermöglichte. In Bern machte er 1904 Bekanntschaft mit Paul Klee. Hofers Sohn Karl (gen. Carlino) wurde 1904 geboren, sein Sohn Titus kam 1905 zur Welt und starb nur drei Monate später.

1906 verhalf ihm Harry Graf Kessler zu seiner ersten Einzelaufstellung in Weimar. Ein Jahr später kam Hofer in Neapel zum ersten Mal mit Marées' Fresken in Berührung. Seit seinem dritten Paris-Aufenthalt 1908 führte er seine neue Signatur CH. 1909 wurde seine erste Einzelausstellung in der Berliner Galerie Fritz Gurlitt veranstaltet. Karl Hofer war in diesem Jahr auch Gründungsmitglied des Vereins Neue Künstlervereinigung München. 1910 und 1911 reiste er nach Indien. In dieser Zeit lernte er den Bildhauer Wilhelm Lehmbruck kennen und blieb bis zu dessen Tod mit ihm befreundet. 1914 verbrachte Hofer den Sommer im französischen Badeort Ambleteuse. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er in der Bretagne interniert, von wo er 1917 nach Zürich entlassen wurde.

Mit seinem Freund Haller entdeckte Hofer 1918 im Tessin seine Liebe für die Landschaftsmalerei. 1919 siedelte er nach Berlin über. 1920 erhielt Hofer einen Ruf als Lehrer an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst, dem ein Jahr später der Ruf als Professor folgte. Er wurde 1923 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und 1927 Mitglied der Badischen Secession. Im gleichen Jahr trennte er sich von seiner Ehefrau.[2] Die Nationalsozialisten bewirkten 1934 seine Entlassung als Hochschullehrer und ein Arbeits- und Ausstellungsverbot. 1937 war Hofer mit 8 Werken in der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München vertreten. Mathilde und Karl Hofer ließen sich 1938 scheiden, im gleichen Jahr heiratete er Liesel Schmidt. Mathilde war damit nicht mehr durch eine „privilegierte Mischehe“ geschützt. Zu dieser Zeit wurde Hofer aus der Preußischen Akademie ausgeschlossen und erhielt ein Berufsverbot. Daraufhin wurden 313 Werke Hofers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

Am 21. November 1942 starb Mathilde Hofer im KZ Auschwitz[3]. Das Atelier Hofers in Berlin wurde 1943 ausgebombt und völlig zerstört. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war er am Wiederaufbau der Hochschule für bildende Künste in Berlin beteiligt, deren Direktor er seit 1949 war. Sein Sohn Carlino wurde 1947 bei dem Versuch, zwei Einbrecher in einem Schuhgeschäft zu stellen, von diesen getötet. Hofer erhielt 1948 die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität und wurde zwei Jahre später erster Präsident des wiedergegründeten Deutschen Künstlerbundes. Auch wurden ihm 1952 der Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste und 1953 das Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zugesprochen. Sein autobiographischer Bildband "Aus Leben und Kunst" erschien 1952, seine Autobiographie "Erinnerungen eines Malers" ein Jahr später. 1955 brach ein öffentlich ausgetragener Streit zwischen Hofer und Grohmann über Figuration und Abstraktion aus. Die Kontroverse war der Anlass für Ernst Wilhelm Nay, Willi Baumeister und Fritz Winter aus dem Künstlerbund auszutreten. Hofer starb am 3. April an den Folgen eines Schlaganfalls

Künstlerische Entwicklung[Bearbeiten]

Frühwerk[Bearbeiten]

Hofer begann seine künstlerische Laufbahn 1897 mit einem Studium an der Karlsruher Kunstakademie bei Leopold von Kalckreuth und Hans Thoma. Den ersten künstlerischen Einfluss übte um 1900 der Symbolismus auf ihn aus (Odilon Redon, Arnold Böcklin, Edvard Munch). Wesentlich für die weitere Entwicklung war die Bekanntschaft mit dem Schweizer Kaufmann Theodor Reinhart, der Hofer ab 1903 mäzenatisch unterstützte und dem Künstler die Übersiedelung nach Rom ermöglichte. Die zweite für Hofer in dieser Phase wichtige Persönlichkeit war der Kunstschriftsteller Julius Meier-Graefe, den er bereits 1901 in Paris kennengelernt hatte und der ihn auf das bis dahin völlig vergessene Werk des deutsch-römischen Künstlers Hans von Marées aufmerksam machte. Marées Fresken in der „Statione Zoologica“ in Neapel hielt er auch später noch „für die einzige moderne Lösung einer Freskenaufgabe seit der Renaissance und Antike.“ In Rom, wo nach Hofers Auffassung die „Atmosphäre von Form“ herrschte, verflüchtigte sich der inhaltsschwere symbolistische Einfluss und er beschäftigte sich fortan – wie sein großes Vorbild Marées – mit den Form- und Farbproblemen bei der Gestaltung der Bildfläche. Marées war im Austausch mit seinem Mäzen und Freund, dem Kunsttheoretiker Konrad Fiedler auf den Spuren des autonomen Kunstwerks, das jeglichen inhaltlichen, narrativen Ballast abwerfen wollte, der in der offiziellen deutschen Kunst zwischen 1850 und 1900, insbesondere in der Historienmalerei gefordert wurde.

Zwar hielt sich Hofer zusammenhängend nur fünf Jahre in Rom auf, doch blieb die Stadt der Ausgangspunkt seiner künstlerischen Bestimmung. Man kann den Künstler als letzten der späten klassisch orientierten und idealistischen Deutsch-Römer (Böcklin, Feuerbach, Marées) bezeichnen.

Bereits am Ende seines römischen Aufenthalts erschien ihm der starke Einfluss der formalen Elemente und die Vernachlässigung des rein Malerischen als Gefahr. Er siedelte 1908 – wiederum durch Meier-Graefe bestärkt – nach Paris über, wo er schon im Herbst 1907 die rund 50 Werke umfassende Cézanne-Retrospektive gesehen hatte. Die Werke des großen französischen Neuerers Paul Cézanne, dessen Kunst schließlich den Weg in den Kubismus öffnete (Picasso, Braque), veränderten mit dem bisweilen auch aufscheinenden Einfluss El Grecos erneut die Malerei Hofers.

1909 wurde er Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München (N.K.V.M.). In der Ausstellung von 1909 (N.K.V.M. Kat.Nr.29) veranstaltet von der Galerie Goltz war Hofer u.a. mit seinem Werk "Am südlichen Strand" vertreten (s. Werkverzeichnis Wohlert, Karl Hofer WV Nr. 149), heute Sammlung Hartwig Garnerus. Aus der N.K.V.M. ging 1911 die Redaktion des Blauen Reiters hervor.

Zweifellos schob sich vor diese Welt mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wie Hofer selbst sagte, ein „grauer Vorhang, der mit dem zweiten Krieg noch düsterer wurde. Wer nicht das Leben vor dieser Zeit gekannt hat, weiß nicht wie schön, heiter und unbeschwert das Dasein auch in bescheidenen Verhältnissen sein konnte.“

Mittlere Schaffensperiode und Reife[Bearbeiten]

Für Hofer veränderte sich das Leben schlagartig, als er bei einem Sommeraufenthalt in dem französischen Seebad Ambleteuse bei Boulogne kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs mit anderen Deutschen zusammen verhaftet und bis 1917 interniert wurde. Nach einem Zwischenaufenthalt in der Schweiz kehrte er erst 1919 nach Deutschland zurück. In Berlin sicherte ein Zweijahresvertrag mit der Kunsthandlung Cassirer vorerst seine Existenz, nachdem sein treuer Gönner Reinhart im selben Jahr verstorben war. In dieser Zeit entwickelte der mittlerweile über vierzigjährige Künstler seinen unverkennbaren, expressiven Stil und die typische Farbpalette, z.B. in Yellow Dog Blues um 1924/25 (Privatbesitz). Gleichzeitig erlebte er seinen endgültigen künstlerischen Durchbruch, der sich in zahlreichen nationalen Ausstellungen (Galerie Flechtheim Berlin, Galerie Caspari München, Städtische Kunsthalle Mannheim), aber auch international dokumentieren lässt (Carnegie Institut Pittsburgh). Fortan nahm seine Malerei kassandrahafte, prophetische Züge an. „Sie wundern sich“, schrieb Hofer 1947 an Hans-Carsten Hager, „daß in meinem Werk viel Vorahnung des Kommenden sich findet. Der Künstler ist eben ein Seismograph, der das Unheil vorausregistriert. Nicht nur bei mir findet sich diese Erscheinung“. Wie Werner Heldt im Aufmarsch der Nullen (1933/34) erahnte er das kommende Unheil und schuf magische Metaphern, etwa in Die Gefangenen von 1933 (Berlin, Berlinische Galerie), die die Entwürdigung und Entindivualisierung des Menschen thematisierten. Seinem Erfolg als Künstler und Hochschullehrer wurde in Deutschland ein jähes Ende gesetzt, als er, Professor der Hochschule der Künste in Berlin, bereits 1933 seines Amtes enthoben wurde. Der künstlerisch schwerste Schicksalsschlag aber war die Vernichtung fast des gesamten Frühwerks und das der mittleren Schaffensperiode in seinem Berliner Atelier bei einem alliierten Bombenangriff am 1. März 1943: „Etwa einhundertfünfzig Bilder“, so berichtet Hofer in seinen Erinnerungen, „über tausend Zeichnungen nebst allem, was mich an mein früheres Dasein band, alles, was diese Aufzeichnungen hätte illustrieren können, war dahin, bis auf den Schlüssel, den ich in der Tasche trug.“

Spätwerk[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Hofer im Juli 1945 zum Direktor der Hochschule der Künste in Berlin berufen. In dieser Zeit widmete er sich vor allem auch der kulturpolitischen Arbeit. Er war Gründungsmitglied des Kulturbundes, der sich die demokratische Erneuerung Deutschlands zum Ziel gesetzt hatte. Zusammen mit Oskar Nerlinger gab er bis 1949 die Zeitschrift „Bildende Kunst“ heraus und wurde 1950 erster Präsident des wiedergegründeten Deutschen Künstlerbundes. Dennoch fühlte sich der späte Hofer mit seinem Festhalten am Ideal des Menschenbildes und der deutschen Tradition der figurativen Malerei unverstanden. Nach der Katastrophe des Dritten Reichs begann in Deutschland die Internationalisierung und Vorherrschaft der abstrakten Kunst, die vor allem auch einer Grundstimmung entgegenkam, nämlich mit der Illusion der „Stunde Null“ einen Neuanfang wagen zu können, der jeden Missbrauch der Kunst zu Machtzwecken ausschloss. Die Konfrontation von Figuration und Abstraktion mündete schließlich 1950 im sogenannten „Darmstädter Gespräch“ auf der Mathildenhöhe, in dessen Zentrum insbesondere die Thesen des Kunsthistorikers Hans Sedlmayr (Verlust der Mitte) auf der einen und die Überzeugungen der Vertreter der Abstraktion wie Willi Baumeister auf der anderen kämpferisch vertreten wurden. Im Jahre 1955 entbrannte zwischen Hofer und dem Kunstkritiker Will Grohmann – vehementer Verfechter und Förderer der abstrakten Kunst – ein öffentlicher, polemisch geführter Streit über die gegenstandslose Kunst. Während Hofer den Kunstkritiker zu den "Panegyrikern" der internationalen abstrakten Kunst zählte, warf ihm dieser vor, die Kunst der Gegenwart aus einer "geradezu rätselhaften Haßpsychose" heraus anzugreifen. Hofer plante tatsächlich einen umfassenden schriftlichen Angriff, der sich schon im Titel gegen das Manifest der abstrakten Kunst schlechthin richtete, nämlich gegen Wassily Kandinskys 1912 erstmals und 1952 erneut in der von Nina Kandinsky autorisierten Auflage erschienene Schrift „Über das Geistige in der Kunst“. Hofer erlebte allerdings das Erscheinen seiner Kampfschrift "Über das Gesetzliche in der bildenden Kunst" nicht mehr, denn im selben Jahr 1955, auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung, erlitt der Künstler einen Schlaganfall, dem er wenig später erlag. Ein Teil der Schrift wurde posthum in redigierter Form von Kurt Martin 1956 herausgegeben. Das Buch blieb jedoch ohne bedeutende Wirkung. Teile des Manuskripts sind untergegangen, und das gesamte noch erhaltene Fragment wurde von Daniel Kupper im Auftrag Elisabeth Hofer-Richolds im Hofer-Archiv gesichtet und 1995 kommentiert herausgegeben. Zusammen mit den von Christine Fischer-Defoy ebenfalls 1995 herausgegebenen „Reden und Stellungnahmen“ ist nun der Einblick in ein Denken und Schaffen gestattet, das die Entwicklung der deutschen Malerei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich beeinflusst und geprägt hat.

Einige seiner Werke wurden posthum auf der documenta 1 im Jahr 1955 in Kassel gezeigt. Die Bedeutung Hofers für die deutsche Malerei der Nachkriegszeit liegt in seinem Beharren darauf, dass die Antinomie von figurativer und abstrakter Malerei unsinnig sei; ihm erschien die „Wertunterscheidung von gegenständlich und ungegenständlich als eine sinnlose Absurdität.“ Die geschichtliche Entwicklung hatte aus dem Deutsch-Römer Hofer einen „desillusionierten Idealisten“ werden lassen: Gerade „die Insistenz in der Litanei dieses persönlichen Stils hat Hofer seinen unverrückbaren Platz in der deutschen Malerei zwischen den Kriegen gegeben. Da war ein Mensch, der mit einem umgrenzten Traum von Schönheit und einer Vision des Klassischen begann; und dann war es das Auftreffen auf die Wirklichkeit, die diesen Traum zerschlug.“ (Werner Haftmann) [Die Zitate sind der unten aufgeführten Literatur entnommen].

Karl Hofer Komitee[Bearbeiten]

Im Sommer 2012 übernahm der Verlag VAN HAM Art Publications, in dem 2008 das Werkverzeichnis der Gemälde erschien, das Archiv des Werkverzeichnisverfassers Karl Bernhard Wohlert. In dem Zuge wurde zudem das Karl Hofer Komitee gegründet. Unabhängige Experten unterschiedlicher Fachbereiche führen die Forschungsarbeit und Expertisierung von Karl Bernhard Wohlert fort, um in Zukunft alle Fragen bezüglich der Werke von Karl Hofer adäquat beantworten zu können. Mit seiner Arbeit unterstützt das Karl Hofer Komitee Museen und Kuratoren und stellt gleichzeitig ein Bindeglied zu den Hofer-Sammlern und dem Kunsthandel dar.

Werke[Bearbeiten]

Frühwerk 1898–1920[Bearbeiten]

  • 1901: Betende Kinder, Öl/Lwd., Privatbesitz Karlsruhe
  • 1903: Karl und Thilde Hofer, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Berlin
  • 1907: Drei Badende Jünglinge, Öl/Lwd., Kunstmuseum Winterthur
  • 1911: Im Sturm, Öl/Lwd., Kunstmuseum Winterthur
  • 1913: Selbstbildnis, Öl/Lwd., Bayerische Staatsgemäldesammlungen München
  • 1913: Fahnenträger, Öl/Lwd., Städtische Kunsthalle Mannheim
  • 1914: Im Meersand, Öl/Lwd., Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
  • 1917: Selbstbildnis mit Hut, Öl/Lwd., Sammlung Hartwig Garnerus
  • 1918: Bildnis Theodor Reinhart, Öl/Lwd., Volkhart Brothers Winterthur
  • 1920: Frau mit Blume, Öl/Lwd., Dauerleihgabe Pinakothek der Moderne München, Sammlung Hartwig Garnerus

Mittlere Schaffensperiode 1920–1933[Bearbeiten]

  • 1922: Maskerade oder Drei Masken, Öl/Lwd., Museum Ludwig Köln
  • 1922/1923: Freundinnen, Öl/Lwd., Kunsthalle Hamburg
  • 1924: Große Tischgesellschaft, Öl/Lwd., Kunstmuseum Winterthur
  • 1924: Der Rufer, Öl/Lwd., Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden
  • 1926: Zwei Freunde (vormals David und Jonathan), Öl/Lwd., Städel Museum, Frankfurt am Main
  • 1927: Junge mit Ball, Öl/Lwd., Sammlung Hartwig Garnerus
  • 1928: Großer Karneval, Öl/Lwd., Bayerische Staatsgemäldesammlungen München[4]
  • 1928: Yellow Dog Blues, Öl/Lwd., Privatbesitz
  • 1930: Selbstbildnis mit Dämonen, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Berlin

Reifes Werk 1933–1945[Bearbeiten]

  • 1933: Gefangene, Öl/Lwd., Berlinische Galerie Berlin
  • 1935: Turmbläser, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Berlin
  • 1936: Agnuzzo – Italienische Landschaft, Öl/Lwd., The Detroit Institute of Art Detroit
  • 1936: Die Sinnende, Öl auf Leinwand, Kunstsammlung Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  • 1937: Mann in Ruinen, Öl/Lwd., Staatliche Kunstsammlungen Kassel
  • 1943: Die Schwarzen Zimmer (2. Fassung), Öl/Lwd., Neue Nationalgalerie Berlin
  • 1943: Joseph und seine Brüder Öl/Lwd., Sammlung Hartwig Garnerus
  • 1944: Der Brief, Öl/Lwd., Privatbesitz
  • 1944: Schwarzmondnacht, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Köln

Spätwerk 1945–1955[Bearbeiten]

  • 1947: Höllenfahrt, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Köln
  • 1947: Ruinennacht, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Köln
  • 1948: Schwarzmond (2. Fassung), Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Köln
  • 1950: Im Gestein, Öl/Lwd, 60 x 40 cm, Privatsammlung Süddeutschland, Wohlert 2892 (Nachtrag)
  • 1951: Zwei Frauen (Doppelportrait), Öl/Malpappe, 42x55 cm, ehem. Nachlass Köln, jetzt Privatsammlung
  • 1954: Zwei Masken, Öl/Lwd., ehem. Nachlass Hofer Berlin
  • 1954: Drei Mädchen zwischen Leitern, Öl/Lwd., 110x75 cm, ehem. Nachlass Köln, jetzt Privatsammlung, Wohlert 2385
  • 1954: Vater und Tochter, Öl/Lwd., 105x75 cm, ehem. Nachlass Hofer Köln, jetzt Privatsammlung, Wohlert 2788
  • 1955: Jüngling mit Blumenkranz', Öl/Lw. 48x39 cm, Privatsammlung, Löln (1968 von der Witw des Künstlers erworben) /Privatsammlung, Schweiz

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Gedenktafel in der Waldstraße 21 in Karlsruhe, dem sogenannten Carl-Hofer-Haus; hier verbrachte Hofer seine ersten zehn Lebensjahre [5]
  • Gedenktafel in Berlin-Schöneberg, Grunewaldstraße 44; hier wohnte Hofer von 1913 bis 1934
  • Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Dahlem, Hüttenweg
  • Benennung einer Beruflichen Schule in Karlsruhe nach ihm (Carl-Hofer-Schule)
  • Benennung der Karl-Hofer-Straße in Ettlingen; das Museum im Schloss Ettlingen verfügt über zahlreiche vor allem figürliche Werke Hofers.

Literatur[Bearbeiten]

Primärliteratur[Bearbeiten]

  • Karl Hofer: Über das Gesetzliche in der bildenden Kunst. Hrsg. Kurt Martin. Berlin 1956.
  • Karl Hofer: Erinnerungen eines Malers. München 1963.
  • Christine Fischer-Defoy (Hrsg. Karl-Hofer-Gesellschaft): Ich habe das Meine gesagt! – Reden und Stellungnahmen von Karl Hofer zu Kunst, Kultur und Politik in Deutschland 1945–1955. Berlin 1995.
  • Daniel Kupper (Hrsg.): Karl Hofer – Schriften. Berlin 1995
  • Karl Hofer: Der Kampf um die Kunst. In Beiheft: Lebensdaten und Selbstzeugnisse zur Bild-Mappe Beispiele: Kunst in der Verfolgung. Entartete Kunst (Ausstellung) 1937 in München. Hrsg. Landesinstitut für Erz. und Unterricht Stuttgart. Neckar, Villingen-Schwenningen, (1998) ohne ISBN, S. 35–37 (mit ausf. Biographie; ferner Texte von Gustav Schiefler über Die Brücke zu Erich Heckel; von Max Beckmann, Paul Klee, Oskar Schlemmer u. a.) zuerst: Beilage zu Deutsche Allgemeine Zeitung vom 13. Juli 1933

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Leben und Werk[Bearbeiten]

  • Ernst Rathenau: Karl Hofer – Das graphische Werk. Berlin 1969.
  • Wolfgang Freiherr von Löhneysen: Hofer, Carl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 381 (Digitalisat).
  • Hans-Jörg Schirmbeck: Das Leben und Werk Karl Hofers in der Zeit von 1918–1933. Diplomarbeit, HU-Berlin. 1974
  • Katherine Rigby: Karl Hofer. New York/London 1976.
  • Elisabeth Furler (Hrsg.): Karl Hofer – Leben und Werk in Daten und Bildern. Frankfurt am Main 1978.
  • Elisabeth Hofer-Richold, Ursula Feist, Günther Feist: Karl Hofer. Berlin 1983.
  • Renate Hartleb: Karl Hofer. Leipzig 1987.
  • Ursula Feist, Günther Feist (Hrsg.): Karl Hofer – Theodor Reinhart. Maler und Mäzen. Ein Briefwechsel in Auswahl. Berlin 1989.
  • Jürgen Schilling: Karl Hofer. Unna 1991.
  • Hartwig Garnerus: Karl Hofer. Exemplarische Werke. Vorwort von Peter-Klaus Schuster u.a. Heidelberg 1998, ISBN 3-8295-7007-4.
  • Karl Bernhard Wohlert: Werkverzeichnis Karl Hofer. Karl-Hofer-Dokumentation. 3 Bände. VAN HAM Art Publications.
  • Karl-Heinz Weis: Karl Hofer 1878–1955. Ergon, 2008.
  • Katharina Henkel (Hrsg.): Karl Hofer. Von Lebensspuk und stiller Schönheit. Wienand, Köln 2012.

Umfeld[Bearbeiten]

  • Hans Gerhard Evers (Hrsg.): Darmstädter Gespräch – Das Menschenbild in unserer Zeit. Darmstadt 1951.
  • Ausstellungskatalog: In Memoriam Will Grohmann – Wegbereiter der Moderne. Stuttgart 1987/1988.
  • Ausstellungskatalog: Abstraktion und Figuration. Galerie Pels-Leusden. Berlin 1989.
  • Ausstellungskatalog: Eros, Traum und Tod. Zwischen Symbolismus und Expressionismus. Die frühe Grafik von Karl Hofer, Wilhelm Laage und Emil Rudolf Weiß. Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz und Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen. Konstanz/Reutlingen 2012.
  • Ausstellungskatalog: Karl Hofer am Bodensee. Städtische Wessenberg-Galerie. Konstanz 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karl Hofer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Werner Schmidt: Willi Baumeister Karl Hofer - Begegnung der Bilder. [Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum der Bildenden Künste Leipzig vom 19. Dezember 2004 bis 27. Februar 2005], Museum der Bildenden Künste, Leipzig 2005, ISBN 3-938025-10-7, S. 36
  2. Erinnerungsblätter für Benjamin Kahn und Mathilde Hofer (PDF; 322 kB)
  3. http://www.karl-hofer.de/biografie2.htm
  4. Abb. im Großformat bei Norbert Berghof (Red.): Kunst in der Verfolgung: Entartete Kunst (Ausstellung) 1937 in München. 18 Beispiele. und Beiheft: Lebensdaten und Selbstzeugnisse. beides Neckar, Villingen 1998, ohne ISBN
  5. Gedenktafel am Geburtshaus von Carl Hofer