Kelly Rowland

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Kelly Rowland (2012)

Kelly Rowland (* 11. Februar 1981 in Atlanta, Georgia als Kelendria Trene Rowland) ist eine US-amerikanische R&B-Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin. Bekannt wurde sie als Mitglied der Girlgroup Destiny’s Child.

Leben[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

Rowland wurde 1981 in Atlanta, Georgia als zweites Kind der allein erziehenden Doris Lovett Rowland geboren. Sie hat einen älteren Bruder namens Orlando. Nach mehreren Umzügen verbrachte sie schließlich einen Großteil ihrer Kindheit im Elternhaus ihrer guten Freundin Beyoncé Knowles in Houston, Texas, nachdem sie im Alter von zehn Jahren der Tanz- und Gesangsband Girls Tyme beigetreten war. Im Laufe der Jahre gelang es Rowland und ihren Bandkolleginnen, durch zahlreiche Auftritte in Einkaufszentren oder bei Talent- und Gesangswettberben (darunter auch das TV-Format Star Search) auf lokaler Ebene auf sich aufmerksam zu machen. Als ein Plattenvertrag mit Elektra Records bevorstand, änderte man den Namen der Gruppe, die fortan aus Beyoncé Knowles, Kelly Rowland, LeToya Luckett und LaTavia Roberson bestand, in Destiny’s Child.

Destiny’s Child[Bearbeiten]

Hauptartikel: Destiny’s Child

Nach einigen Verzögerungen unterzeichnete das Quartett 1996 schließlich bei Columbia Records seinen ersten Plattenvertrag. Die erste Single der Band, No, No, No, kletterte bis auf Platz #1 der US-amerikanischen Billboardcharts und machte die Band über Nacht landesweit bekannt. Es folgten weitere erfolgreiche Auskopplungen; darunter die weiteren #1-Hits Bills Bills Bills und Say My Name. Außerdem erschienen zwei erfolgreiche Alben: Destiny’s Child (1998) und The Writing’s on the Wall (1999).

Am Höhepunkt ihrer Karriere lösten sich zwei der vier Mitglieder von der Gruppe. Ende 1999 verließen LeToya Luckett und LaTavia Roberson die Band wegen Unstimmigkeiten mit dem Manager Mathew Knowles. Daraufhin nahm Destiny’s Child zwei neue Mitglieder auf: Michelle Williams und Farrah Franklin. Letztere verließ die Band auf Grund interner Probleme wiederum nach nur sechs Monaten, Destiny’s Child blieben als Trio bestehen.

Im Spätherbst 2000 veröffentlichten Destiny’s Child die Single Independent Women Part II, den Filmsong zum Kinoerfolg 3 Engel für Charlie und gleichsam Vorbote zu ihrem dritten Album Survivor, das im Mai 2001 erschien und sowohl in den USA, Großbritannien als auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Spitze der Albumcharts belegte. Die Platte verkaufte sich allein in den USA bis Ende 2001 über 4 Millionen Mal und brachte mit Survivor, Bootylicious und Emotion (einer Coverversion der Bee Gees) drei weitere Hitsingles hervor. Nach der anschließenden Welttournee trennten sich die Wege der Bandmitglieder zu Gunsten von Solokarrieren im Jahre 2002 vorerst.

Zwei Jahre später, 2004, trafen Rowland, Knowles und Williams sich erneut um ihr viertes Studioalbum Destiny Fulfilled aufzunehmen. Das Album verkaufte sich weltweit mehr als 8 Millionen mal und produzierte mit den Singleauskopplungen Lose My Breath, Soldier, Girl und Cater 2 U weitere Top 10-Hits. Am 11. Juni 2005 verkündete die Band während ihrer Welttour in Barcelona/Spanien schließlich ihre endgültige Trennung. Im Jahr 2012 startete die Band ein Comeback.

Solo-Karriere[Bearbeiten]

Ihren ersten Erfolg als Solointerpretin landete Rowland im Sommer 2002 mit dem Lied Dilemma, eine Zusammenarbeit mit dem Rapper Nelly. Die Single wurde zu einem Welthit und kletterte sowohl in den USA, Großbritannien, Deutschland, der Schweiz als auch einer Vielzahl weiterer Länder bis auf Platz #1 der Verkaufscharts. Der Veröffentlichungstermin des Solodebüts Simply Deep wurde im Zuge des Erfolges auf Oktober 2003 vorgezogen und mit Stole die erste Auskopplung aus dem Album erwählt. Obwohl die Single als auch ihre Nachfolger Can’t Nobody und Train on a Track nicht an den Erfolg des Duetts anschließen konnten, gelangte Simply Deep zumindest im Vereinigten Königreich bis an die Spitze der Albumcharts. Rowland tourte 2003 anschließend für vierzehn Konzerte durch Europa und stand sowohl für den Horrorfilm Freddy vs. Jason (2003), die romantische Komödie The Seat Filler (2004) als auch für eine Vielzahl von Fernsehproduktionen vor der Kamera.

Nach der Auflösung von Destiny’s Child im Herbst 2005 machte Rowland zunächst als Chorusstimme auf Here We Go, der ersten Single aus dem Album The Glamorest Life von Rapperin Trina erneut als Solo-Interpretin auf sich aufmerksam. Die Mid-Tempo-Ballade kam sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Großbritannien, Finnland und Neuseeland in die Top 20 der Singlecharts. Kelly Rowlands eigenes zweites Soloalbum, dessen ursprüngliche Veröffentlichung für Juli 2006 unter dem Titel My Story vorgesehen gewesen war, wurde auf Grund labelinterner Konflikte zunächst mehrfach verschoben und schließlich erst im Juni 2007 als Ms. Kelly veröffentlicht. Unter anderem Scott Storch, Polow Da Don, Solange Knowles und Sean Garrett waren an der Neufassung der Platte beteiligt, auf deren erste Single Like This zugleich die Rapperin Eve zu hören war.

Nach dem europaweiten Erfolg der dritten Single Work veröffentlichte Rowland das Album zwischen März und Mai 2008 in einer neuen Version mit neu aufgenommenen Songs. Die Neufassung, Ms. Kelly Deluxe, brauchte unter anderem die mit Travie McCoy von den Gym Class Heroes aufgenommen Bobby-Womack-Coverversion Daylight als Single hervor, die zugleich als Titelsong zur französischen Kinoproduktion von Asterix bei den Olympischen Spielen (2008) fungierte. Die Weltpremiere des dazugehörigen Videos fand am 6. Januar 2008 in der französischen Sendung Vivement Dimanche auf France 2 statt.

Gemeinsam mit David Guetta nahm Rowland den Song When Love Takes Over auf, der zu einem weltweiten Nummer-eins-Hit wurde. Sie wechselte zu Universal und begann gemeinsam mit David Guetta, Rico Love und einigen anderen die Arbeit an ihrem dritten Album. Im April 2010 sang sie erstmals den von David Guetta produzierten Song Commander aus dem neuen Album, das im Oktober 2010 veröffentlicht wurde. Die zweite und dritte Single des Albums, Rose Colored Glasses und Grown Woman, wurden exklusiv in den USA veröffentlicht, die vierte Auskopplung, Forever & a Day, wiederum weltweit. 2011 nahm Kelly Rowland gemeinsam mit dem Rapper Tinie Tempah den Titel Invincible auf, zusammen mit Nelly das Lied Gone.

Am 30. Mai 2011 bestätigte der britische Sender ITV, dass Rowland in der Jury der achten Staffel der Castingshow The X Factor sitzen wird.[1] Am 26. Juli wurde Kelly Rowlands neues Album Here I Am veröffentlicht. Auf der Standard Version sind 10 Tracks zu hören, darunter auch ihr Hit Commander.

Ihr neues Studioalbum heißt Talk a Good Game, wie sie auf YouTube bekannt gab.[2] Das Studioalbum wurde am 17. Juni 2013 in Großbritannien und einen Tag darauf in den USA veröffentlicht.[3] Die erste Singleauskopplung ist Ice mit Lil Wayne. Das Video wurde auch schon veröffentlicht. Nebenbei wurde die neue Single Kisses Down Low veröffentlicht.[4] Diese Single konnte sich in den US-Single-Charts platzieren. Am 28. Mai 2013 wurde Dirty Laundry als nächste Single veröffentlicht.[5][6] Die nächste Single aus dem Album ist der gemeinsame Song mit Wiz Khalifa Gone[7].

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kelly Rowland/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[8] Anmerkung
DE AT CH UK US
2002 Simply Deep 14
(11 Wo.)
42
(10 Wo.)
17
(15 Wo.)
1
(26 Wo.)
12
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2002
Verkäufe: 2.500.000[9]
2007 Ms. Kelly 80
(1 Wo.)
38
(9 Wo.)
23
(6 Wo.)
6
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juni 2007
Verkäufe: 1.200.000[10]
2011 Here I Am 69
(3 Wo.)
43
(5 Wo.)
3
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juli 2011
Verkäufe: 500.000[11]
2013 Talk a Good Game 74
(… Wo.)
80
(… Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2013[12]

Filmografie[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

  • 1999: Beverly Hood
  • 2003: Freddy vs. Jason
  • 2004: The Seat Filler
  • 2008: Asterix at the Olympic Games
  • 2012: Good Save My Shoes
  • 2012: Denk wie ein Mann (Think like a Man)
  • 2012: The Goree Girls

Fernsehen[Bearbeiten]

  • 1998: Smart Guy
  • 2001: 1 Episode in der Sitcom Taina
  • 2002: 3 Episoden in der Sitcom Allein unter Nachbarn
  • 2003: 1 Episode in der Sitcom Eve
  • 2003: 1 Episode in der Dramedy Show American Dreams
  • 2006: 3 Episoden in der Sitcom Girlfriends
  • 2007: Jury-Mitglied in der Talentshow Clash of the Choirs
  • 2009: Jury-Mitglied in der Talentshow The Fashion Show[13]
  • 2010: Brandy and Ray J: A Family Business
  • 2010: The Spin Crowd
  • 2010: When I Was 17
  • 2010: Jury-Mitglied in der deutschen Talentshow X Factor Sendung vom 7. September 2010
  • 2010: Jury-Mitglied in der australian Talentshow X Factor Australia
  • 2010: La La Full Court Wedding
  • 2010: The A-list: New York
  • 2011: Kourtney and Kim Take New York
  • 2011: Single Ladies
  • 2011: Jury-Mitglied in der Talentshow The X Factor in Großbritannien bei ITV*
  • 2011: Keeping Up with the Kardashians
  • 2012: La La’s Full Court Life
  • 2012: Everybody Dance Now
  • 2012: What Would Dylan Do

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kelly Rowland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fletcher, Alex: Tulisa, Kelly Rowland, Gary Barlow Confirmed For "X Factor". DigitalSpy. 30. Mai 2011
  2. http://www.youtube.com/watch?v=8NSH2Wd0cn4&feature=player_embedded#
  3. http://theboxhouston.com/9213766/kelly-rowland/
  4. https://itunes.apple.com/us/album/kisses-down-low/id598490412
  5. https://twitter.com/KELLYROWLAND/status/334642104607338496
  6. http://www.webcitation.org/6GfLxIUwv
  7. http://www.digitalspy.co.uk/music/news/a505250/kelly-rowland-samples-joni-mitchell-on-new-single-gone-listen.html
  8. Chartquellen: DE AT CH UK US (Version vom 17. August 2007 im Internet Archive)
  9. http://www.mediatraffic.de/albums-week04-2012.htm
  10. http://www.mnet.co.za/ChannelO/shows/displayShow.asp?id=82&Type=art&ArticleId=5255
  11. http://thecelebrityinc.com/category/charts/page/2/
  12. http://www.amazon.de/gp/product/B00D43ZMTO/
  13. hiphop.popcrunch.com