Lana Del Rey

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Lana Del Rey bei der Echo-Verleihung 2013

Lana Del Rey (* 21. Juni 1986[1] in New York als Elizabeth Woolridge Grant[2]) ist eine US-amerikanische Sängerin. Sie wurde mit dem Song Video Games bekannt, mit dem sie im Dezember 2011 Platz eins der deutschen Charts belegte. Das erste Studioalbum Born to Die konnte sich weltweit mehr als 5 Millionen Mal verkaufen, liegt somit auf Platz 5 der bestverkauften Alben von 2012.[3]

Biographie[Bearbeiten]

Lana Del Rey wurde in New York City geboren und wuchs in Lake Placid, New York auf. Ab ihrem 18. Lebensjahr war sie als Sozialarbeiterin in New Yorker Obdachlosenheimen und in Rehabilitationszentren für Alkoholiker und Drogensüchtige tätig.[4] Mittlerweile lebt sie überwiegend in London. Sie steht bei der Plattenfirma Universal unter Vertrag. Ihren Künstlernamen wählte Elizabeth Grant nach eigenen Angaben selbst, um sich mit ihrer Musik zu verbinden. Er erinnerte sie an den Glanz des Meeres – in dieser Zeit war sie häufig in Miami und in Kontakt mit kubanischen Freunden:

“I wanted a name I could shape the music towards […]. I was going to Miami quite a lot at the time, speaking a lot of Spanish with my friends from Cuba – Lana Del Rey reminded us of the glamour of the seaside. It sounded gorgeous coming off the tip of the tongue.”

Elizabeth Grant alias Lana Del Rey: Vogue-Interview[5]

Musikalischer Werdegang[Bearbeiten]

2003–2010: Beginn der Karriere[Bearbeiten]

Im Alter von 17 Jahren begann sie ihre musikalische Karriere. Sie trat anfangs unter mehreren Pseudonymen mit Gitarre beziehungsweise kleinem Ensemble in kleineren Clubs in Brooklyn und in der Lower East Side auf. Zwischen 2005 und 2006 nahm sie unter dem Pseudonym May Jailer das Album Sirens auf, das im Mai 2012 an die Öffentlichkeit gelangte.[6] Im Jahr 2010 veröffentlichte sie unter dem Namen Lizzy Grant das Album Lana Del Ray a.k.a Lizzy Grant.[7]

Vor ihrem Durchbruch war sie mit Mando Diao auf Tour gegangen. Sie war an den Aufnahmen des MTV-Unplugged-Albums Above and Beyond beteiligt, das im November 2010 veröffentlicht wurde.[8]

2011–2013: Musikalischer Durchbruch mit Born to Die[Bearbeiten]

Lana Del Rey live im „Paradiso“ in Amsterdam (2011)

Bei YouTube erreichte ihr Titel Video Games innerhalb eines Monats über eine Million Aufrufe.[9] Mittlerweile wurde das Video mehr als 57 Millionen Mal angesehen (Stand: 30. Mai 2014).[10] Zudem erreichte das Lied Platz eins der deutschen Single-Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Ihre ersten Auftritte vor deutschem Publikum hatte Lana Del Rey in der am 12. November 2011 ausgestrahlten Folge der ARD-Sendung Inas Nacht[11] sowie bei zwei ausverkauften Konzerten ebenfalls am 12. November 2011 in Köln und am 14. November 2011 in Berlin.

Das Album Born to Die erschien am 27. Januar 2012.[12] Es erreichte unter anderem Platz eins der Charts in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien, sowie Platz zwei in den Vereinigten Staaten. Das Video zur gleichnamigen Singleauskopplung wurde bereits im Dezember des Vorjahres veröffentlicht.

Als dritte Single erschien am 22. Juni in Deutschland der Song Summertime Sadness. Er erreichte die Top 5 in Deutschland und der Schweiz. Eine Veröffentlichung in den USA oder Großbritannien war nicht vorgesehen. In diesen Ländern wurde dafür National Anthem als Single veröffentlicht.

Das Album wurde unter dem Namen Born to Die – The Paradise Edition, auf dem sieben neue Songs enthalten sind, am 16. November 2012 neu veröffentlicht.[13] Im Zuge einer H&M-Kampagne veröffentlichte Lana Del Rey vorab den Song Blue Velvet, ein Cover des Songs von Bobby Vinton. Die Single erschien am 20. September 2012 und platzierte sich in den Charts, unter anderem in Großbritannien.[14] Die erste Single aus der Neuauflage war der Song Ride, der am 25. September veröffentlicht wurde.[15] Der Song Burning Desire wurde als Download bereitgestellt.[16] Als weitere Single erschien der Titel Dark Paradise am 1. März 2013.[17] Der Song Young & Beautiful, ein Teil des Soundtracks zum Film The Great Gatsby, erschien am 23. April 2013[18], das dazugehörige Video einen Tag davor.[19] In den USA ist dies Del Reys erfolgreichste Single nach Video Games. Sie erreichte Platz 22 der Billboard Hot 100.

Von April bis September 2013 war sie auf großer Europatournee. Die Paradise Tour für Europa begann am 3. April in Amnéville (Frankreich) und endete am 20. September 2013 in Istanbul. Im Verlauf der Tour trat sie Ende April 2013 auch in Berlin, Düsseldorf, Wien, Frankfurt und München auf.[20] Im November 2013 schloss sie die Paradise Tour mit Auftritten in Lateinamerika ab.

seit 2014: Ultraviolence[Bearbeiten]

Die ersten Arbeiten an einem neuen Studioalbum nahm sie im Februar 2013 auf. Laut eigenen Aussagen solle dieses „etwas reduzierter“, aber immer noch „filmisch und düster“ werden.[21]

Am 5. Dezember 2013 veröffentlichte Lana Del Rey den Kurzfilm Tropico.[22] Bei der Premiere bestätigte sie den Titel des neuen Albums, Ultraviolence.[23][24] Die erste Singleauskopplung West Coast wurde am 14. April 2014 veröffentlicht, als zweite Single wurde Shades of Cool am 26. Mai 2014 ausgekoppelt. Die dritte Singleauskopplung Ultraviolence folgte am 6. Juni 2014. Das Album erschien am 13. Juni 2014. Am 17. Juni 2014 folgte die bislang letzte Singleauskopplung Brooklyn Baby.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich SchweizSchweiz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
2010 Lana Del Ray a.k.a Lizzy Grant Erstveröffentlichung: 4. Januar 2010
2012 Born to Die 1
(… Wo.)
1
(68 Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
2
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2012
Verkäufe: + 5.000.000
2014 Ultraviolence 3
(… Wo.)
5
(… Wo.)
2
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2014
Verkäufe: + 880.000

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie Nominierte Arbeit Ergebnis Quelle
2011 Q Award Q's Next Big Thing Lana Del Rey Gewonnen
Virgin Media Music Awards Best New Artist Nominiert
2012 BRIT Awards International Breakthrough Act Gewonnen
E! Awards Celeb of the Year Nominiert
ECHO Pop Newcomer des Jahres (International) Nominiert
Hit des Jahres (National oder International) Video Games Nominiert
Glamour Women of the Year Awards Pandora Breakthrough Artist Lana Del Rey Nominiert
GQ Men of the Year Awards Woman of the Year Nominiert
Independent Music Awards Favorite International Video of the Year Video Games Nominiert
Ivor Novello Award Best Contemporary Song Gewonnen
MTV Europe Music Awards Best Alternative Lana Del Rey Gewonnen
Best New Act Nominiert
Best Push Act Nominiert
mtvU - Woodie Awards Breaking Woodie Nominiert
MTV Video Music Awards Best Art Direction in a video Born to Die Nominiert
Best Cinematography Nominiert
NME Awards Best New Band Lana Del Rey Nominiert
Best Track Video Games Nominiert
Best Video Nominiert
O Music Awards Most F*cked-up Live Performance Gone Viral Video Games on Saturday Night Live Nominiert
PopCrush Music Awards Best New Artist Lana Del Rey Nominiert
Video Of The Year National Anthem Nominiert
UK Music Video Awards Best Cinematography In A Video Blue Jeans Nominiert
Best Pop Video - International Born to Die Gewonnen
Best Pop Video - International Blue Jeans Nominiert
Best Pop Video - International National Anthem Nominiert
Best Styling In A Video Nominiert
2013 BRIT Awards International Female Solo Artist Lana Del Rey Gewonnen
ECHO Pop Best International Newcomer Gewonnen
Best International Female Pop/Rock Artist Gewonnen
NME Awards Hottest Woman in Music 2012 Nominiert
Swiss Music Awards Best Album Pop/Rock - International Born to Die Nominiert
Best Breaking Act - International Lana Del Rey Nominiert

Für eine Auflistung alles Plattenauszeichnungen siehe:

Belege[Bearbeiten]

  1. Interview: Lana Del Rey Talks Backlash, Plastic Surgery, and New Album auf complex.com vom 7. Oktober 2011
  2. Echo-Gewinner 2012 – Im ewigen zweiten Leben, in: Süddeutsche Zeitung vom 23. März 2012
  3. http://www.ifpi.com/content/library/DMR2013.pdf
  4. hna.de: Lana Del Rey war Sozialarbeiterin, 25. November 2012, abgerufen am 26. November 2012
  5. Meet Lana Del Rey in British Vogue vom 20. Oktober 2011
  6. Lana Del Rey, May Jailer: Did Singer Have ANOTHER Alter Ego? (Version vom 10. Januar 2013 im Internet Archive)
  7. http://www.adirondackdailyenterprise.com/page/content.detail/id/510931.html?nav=5050
  8. Interview von hitparade.ch mit Mando Diao im November 2011
  9. Popsängerin Lana Del Rey: Der Glanz der alten Tage in Die Zeit vom 11. Oktober 2011
  10. Video Games auf YouTube, abgerufen am 29. Februar 2012
  11. Sendung vom 12. November 2011: Stammtisch mit Comedian und Talk-Urgestein in DasErste.de
  12. Heute ohne Gegenwart in: FAZ vom 16.Januar 2012, Seite 29
  13. http://newsroom.mtv.com/2012/07/25/lana-del-rey-to-re-release-born-to-die-with-7-new-songs/
  14. http://www.amazon.de/gp/product/B009AMRQ5G/
  15. http://www.digitalspy.co.uk/music/news/a407777/lana-del-rey-unveils-new-single-ride-artwork.html
  16. https://itunes.apple.com/th/album/born-to-die-paradise-edition/id563964613
  17. http://www.musicline.de/de/product/Lana+Del+Rey/Dark+Paradise+%282-Track%29/5+Zoll+Single+CD+%282-Track%29+SGL-CD///602537325719
  18. http://www.amazon.com/Young-And-Beautiful/dp/B00CBUNTS2/ref=sr_shvl_album_1?ie=UTF8&qid=1365964500&sr=301-1
  19. http://www.huffingtonpost.com/2013/04/04/great-gatsby-soundtrack-jay-z-beyonce-andre-3000_n_3014439.html?utm_hp_ref=entertainment
  20. http://www.lanadelrey.com/live/2013
  21. http://www.rollingstone.de/news/meldungen/article378069/spirituell-und-duester-lana-del-rey-spricht-ueber-ihr-neues-album.html
  22. http://www.tonspion.de/neues/neueste/4216665
  23. http://www.muumuse.com/2013/12/lana-del-rey-new-album-ultraviolence.html/
  24. http://www.mtv.co.uk/news/lana-del-rey/397161-lana-del-rey-announces-new-album-ultra-violence
  25. Q Awards 2011 winners: U2, Adele, Coldplay and Gary Barlow pick up awards. In: Daily Mirror. Trinity Mirror. 24. Oktober 2011. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  26. Virgin Media Music Awards: Best Newcomer. Virgin Media. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  27. Brit Awards 2012: as it happened. In: The Daily Telegraph. Telegraph Media Group. February 21, 2012. Abgerufen am February 27, 2012.
  28. John Boone: Celeb of the Year 2012: Vote for Your Favorite Hitmakers in Round 1!. In: E!, November 27, 2012. Abgerufen am 28. November 2012. 
  29. John Boone: Robert Pattinson vs. Ian Somerhalder: E!'s Celeb of the Year Is.... In: E!. 28. Dezember 2012. Abgerufen am 28. Dezember 2012.
  30. a b Echo Nominierungen 2012 sind komplett! (German) In: Promicabana.de. Promicabana. 7. März 2012. Abgerufen am 19. Februar 2013.
  31. GLAMOUR Award Nominee: Lana Del Rey. GLAMOUR. Retrieved September 10, 2012
  32. She is Woman of the Year: Lana Del Rey strips down for GQ magazine in her most provocative photoshoot yet. Daily Mail. Retrieved September 6, 2012
  33. 2012 SIRIUSXM INDIES WINNERS / NOMINEES. SiriusXM. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  34. Dan Lane: Lana Del Rey, Adele and Nero nominated for 2012 Ivor Novello Awards. Official Charts Company. 18. April 2012. Abgerufen am 22. April 2012.
  35. MTV EMA Awards: One Direction Shine Again, Sharing Top Honours With Taylor Swift, Justin Bieber (PICTURES). In: The Huffington Post, 12. November 2012. 
  36. a b MTV EMA 2012: Lana Del Rey. MTV. Abgerufen am 17. September 2012.
  37. 2012 MTVU WOODIE AWARDS NOMINEES - Breaking Woodie. MTV. MTV Networks. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  38. a b VMAs 2012: Complete Winners List. The Hollywood Reporter. Retrieved September 7, 2012
  39. a b c Arctic Monkeys, Noel Gallagher, The Vaccines, Lana Del Rey nominated for NME Awards 2012. In: NME. IPC Media. 30. Januar 2012. Abgerufen am 1. Februar 2012.
  40. Most F*cked-up Live Performance Gone Viral - Lana Del Rey. omusicawards.com. Retrieved September 6, 2012
  41. Sarah D. Anderson: ED SHEERAN WINS 2012 POPCRUSH MUSIC AWARD FOR BEST NEW ARTIST. In: PopCrush. 16. Januar 2013. Abgerufen am 17. Januar 2013.
  42. Kat Lee: BIG TIME RUSH WIN 2012 POPCRUSH MUSIC AWARD FOR VIDEO OF THE YEAR. In: PopCrush. 16. Januar 2013. Abgerufen am 17. Januar 2013.
  43. a b 2012 UK MVA Nominations (PDF; 60 kB). ukmva.com. Retrieved October 8, 2012
  44. M.I.A. dominates UK Music Awards. In: Daily Star, November 9, 2012. Abgerufen am 9. November 2012. 
  45. M.I.A. dominates UK Music Awards. In: Daily Star, November 9, 2012. Abgerufen am 9. November 2012. 
  46. M.I.A. dominates UK Music Awards. In: Daily Star, November 9, 2012. Abgerufen am 9. November 2012. 
  47. Brit Awards: Emeli Sande gets four nominations. In: BBC News. BBC. 10. Januar 2013. Abgerufen am 10. Januar 2013.
  48. a b Emily Sheridan: Brings a whole different meaning to crocodile clips! Lana Del Rey wear sparkly animal hair slides at Echo Awards Read more: http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-2297167/Lana-Del-Rey-wear-sparkly-animal-hair-slides-Echo-Awards.html#ixzz2OF59kwOx Follow us: @MailOnline on Twitter | DailyMail on Facebook. In: Daily Mail. Associated Newspapers Ltd. March 21, 2013. Abgerufen am March 22, 2013.
  49. NME Awards 2013 - as it happened. In: NME. IPC Media. 27. Februar 2013. Abgerufen am 2. März 2013.
  50. a b Fehler beim Aufruf der Vorlage:cite web: Die Parameter archiveurl und archivedate müssen beide vorhanden sein oder müssen beide fehlen.Swiss Music Awards 2013 (German) In: Swiss Music Awards. Abgerufen am 2. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lana Del Rey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien