Landsting (Grönland)

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Inatsisartut
Wappen Parlamentsgebäude
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Basisdaten
Sitz: Nuuk
Legislaturperiode: 4 Jahre
Erste Sitzung: 1979
Abgeordnete: 31
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl: 28. November 2014
Vorsitz: Lars-Emil Johansen (Siumut)
Sitzverteilung: Siumut: 11

Inuit Ataqatigiit: 11
Demokraatit: 4
Partii Naleraq: 3
Atassut: 2
Stand: Dezember 2014[1]

Website
www.inatsisartut.gl
Sitzverteilung im Inatsisartut - Landsting von 1979 bis 2013.
Daten nach Statistics Greenland

Das Inatsisartut ist das Parlament von Grönland. Der vollständige grönländische Name lautet Kalaallit Nunaanni Inatsisartut, die dänische Bezeichnung Grønlands Landsting. Ob sich im Deutschen der Begriff Inatsisartut einbürgert, wie der deutschsprachige Internetauftritt des Parlamentes es nahelegt, oder ob sich parallel zu den Übernahmen von Storting, Folketing und Løgting der – in diesem Fall allerdings heteronome – Ausdruck Landsting durchsetzt, steht noch dahin.

Das Inatsisartut entstand 1979 mit der Einführung der beschränkten Autonomie Grönlands. Sein Vorläufer war der Grönländische Landesrat (dän. Grønlands Landsråd), welcher 1950 aus den Landesräten für Nord- und Südgrönland (seit 1911) gebildet worden war.

Gesetzliche Bestimmungen[Bearbeiten]

Die 31 Abgeordneten im Inatsisartut werden in allgemeiner, direkter und geheimer Wahl auf vier Jahre gewählt (Gesetz über Parlament und Landesregierung,[2] § 2). Sie wählen aus ihren Reihen den Regierungschef, der dann seine Kabinettsliste en bloc zur Wahl stellt (§ 22). Entzieht das Parlament der Landesregierung (grönl. Naalakkersuisut, dän. landsstyre) oder dem Regierungschef das Vertrauen, muss die Regierung geschlossen zurücktreten (§ 27). In diesem Fall kann der Regierungschef sofortige Neuwahlen ausschreiben (§ 28). Die Regierung führt die Geschäfte weiter, bis ihre Nachfolgerin gewählt ist (§ 29).
Die Verhandlungssprache im Inatsisartut ist Grönländisch; beherrscht ein Abgeordneter oder Minister diese Sprache nicht, wird eine Übersetzung ins und aus dem Dänischen garantiert (§ 9). Paragraf 13 verleiht jedem einzelnen Mitglied von Parlament und Regierung das Recht, einen Gesetzentwurf einzubringen.
Das Parlament übt das Budgetrecht aus (§§ 16, 17).

Präsidium[Bearbeiten]

Das Präsidium besteht aus dem Parlamentspräsidenten und vier Stellvertretern.

  • Josef Motzfeldt (Inuit Ataqatigiit), Präsident 2009-13
  • Lars Emil Johansen (Siumut), seit 2013. Seine Stellvertreter sind Agathe Fontain (IA), Kim Kielsen (S), Ane Hansen (IA) und Finn Karlsen (S).

Jüngste Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Hauptartikel: Parlamentswahl in Grönland 2009
Hauptartikel: Parlamentswahl in Grönland 2013
Hauptartikel: Parlamentswahl in Grönland 2014

Literatur[Bearbeiten]

  •  Axel Kjær Sørensen: Denmark-Greenland in the Twentieth Century (Meddelelser om Grønland. Man and Society Vol. 34). Danish Polar Center, Kopenhagen 2006. ISBN 978-87-90369-89-7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zusammensetzung des Inatsisartut Website des Parlamentes (dänisch), abgerufen am 18. Dezember 2014
  2. Lov om Inatsisartut og Naalakkersuisut. (PDF) Gesetz über Parlament und Landesregierung vom 18. November 2010 (dänisch)