Lieboch

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Wappen Karte
Wappen von Lieboch
Lieboch (Österreich)
DEC
Lieboch
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Steiermark
Politischer Bezirk Graz-Umgebung (GU)
Fläche 11,76 km²
Koordinaten 46° 58′ N, 15° 20′ O46.97416666666715.3375334Koordinaten: 46° 58′ 27″ N, 15° 20′ 15″ O
Höhe 334 m ü. A.
Einwohner 4524 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 385 Einwohner je km²
Postleitzahl 8501
Vorwahlen 0 31 36
Gemeindekennziffer 6 06 29
AT221
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Packerstraße 85
8501 Lieboch
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Alois Pignitter (SPÖ)
Gemeinderat (2005)
(21 Mitglieder)
11 SPÖ, 7 ÖVP, 2 Grüne, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Lieboch

Lieboch ist eine Marktgemeinde in der Weststeiermark, 16 Kilometer südwestlich von Graz im Bezirk Graz-Umgebung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Lieboch liegt im flacheren Teil des weststeirischen Hügellandes. Durch das Ortsgebiet fließen drei Bäche: der Liebochbach, der Lusenbach und der Arkenbach. Alle drei münden im äußersten Südwesten des Gemeindegebiets in die Kainach.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

[Bearbeiten] Ortschaften

  • Lieboch (2.485 Einwohner mit 15. Mai 2001)
  • Spatenhof (815 Einwohner mit 15. Mai 2001)
  • Schadendorf (695 Einwohner mit 15. Mai 2001)

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Söding Attendorf Haselsdorf-Tobelbad
Mooskirchen Nachbargemeinden Dobl
Mooskirchen Lannach Dobl


[Bearbeiten] Geschichte

Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem 12. Jahrhundert. Ursprünglich von Slawen besiedelt, wurde das Gebiet um diese Zeit von der Erzdiözese Salzburg aus christianisiert.

Eine größere Bedeutung und Bevölkerungszahl erlangte der Ort durch den Bau der Graz-Köflacher Eisenbahn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Da sich die Bahnstrecken nach Köflach und nach Wies-Eibiswald in Lieboch trennen, kann man von einem kleinen Eisenbahnknotenpunkt sprechen. Die Bahngesellschaft verkaufte Anfang des 20. Jahrhunderts Grundstücke nahe der Trasse an ihre Mitarbeiter, wodurch die Besiedelung vorangetrieben wurde.

Als in den frühen 70er Jahren des 20. Jahrhunderts die Südautobahn gebaut wurde, wurde die Gemeinde auch für die Industrie interessant, etliche Betriebe siedelten sich an, und die Bevölkerungszahl stieg weiter.

1979 wurde Lieboch zur Marktgemeinde erhoben.

[Bearbeiten] Religionen

Die Gemeinde gehört zum Pfarramt Lieboch der Diözese Graz-Seckau.

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 614
1880 664
1890 769
1900 733
1910 827
1923 894
1934 1.160
1939 1.198
1951 1.642
1961 2.004
1971 2.457
1981 2.859
1991 3.363
2001 3.995

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

TEML Innenansicht
Skulptur von Manfred Wakolbinger (2003) am Bahnhof von Lieboch (2008)

[Bearbeiten] Technisches Eisenbahnmuseum Lieboch (TEML)

Im ehemaligen Heizhaus des Bahnhofs Lieboch wurde am 4. September 2004 nach einer Totalrenovierung das Technische Eisenbahnmuseum Lieboch eröffnet. Hier werden Exponate aus der Eisenbahngeschichte und der Geschichte der Graz-Köflacher Bahn gezeigt. Das größte Ausstellungsstück ist eine Dampflokomotive der GKB, die GKB 56.3115, die mitten im Ausstellungsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, hinterstellt ist. (mehr über das Museum)

[Bearbeiten] Bauwerke

Der Kirchenneubau im modernen Stil spaltete 1965 die Geister.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Die Marktgemeinde ist verkehrsmäßig sehr gut angeschlossen. Im Gemeindegebiet befindet sich die Anschlussstelle Lieboch (194) der Süd Autobahn (A2). Die Packer Straße (B 70) von Graz nach Klagenfurt und die Radlpass Straße (B 76) von Lieboch nach Deutschlandsberg führen ebenfalls durch das Gemeindegebiet.

In Lieboch befindet sich ein Bahnhof der Graz-Köflacher Eisenbahn. Im Ort teilt sich die Strecke nach Köflach und nach Deutschlandsberg. In beide Richtungen sowie nach Graz bestehen stündliche S-Bahn-Verbindungen. Darüber hinaus verkehren regelmäßige Busverbindungen nach Graz.

Der Flughafen Graz ist rund 12 Kilometer entfernt.


[Bearbeiten] Medien

  • Liebocher Nachrichten (ambitioniertes Gemeindeblatt)

[Bearbeiten] Bildung

Die Marktgemeinde Lieboch verfügt über einen Kindergarten samt Kinderkrippe, eine Volksschule und eine Musikschule. In der Veranstaltungshalle werden auch Volkshochschulkurse angeboten.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2005 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bürgermeister ist Alois Pignitter (SPÖ). 1. Vizebürgermeister ist Bernd Grinschgl (SPÖ) und 2. Vizebürgermeister Werner Lang (ÖVP).

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Lieboch, das anlässlich der Erhebung zur Marktgemeinde 1979 entworfen wurde, zeigt in der Mitte einen goldenen Flusskrebs (wie sie früher zum Verzehr aus der Kainach gefischt wurden) auf rotem Grund, der in seinen Zangen ein Kreuz trägt. Links unten ist ein Mühlrad zu sehen (rot auf Gold, steht für den Ortsteil Mühlau), rechts unten ein Spaten (ebenf. rot auf Gold, steht für den Ortsteil Spatenhof).

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften


[Bearbeiten] Sonstiges

Die Graz-Köflacher Eisenbahn hat im Jahr 1864 eine Tenderlokomotive der Serie EWA IIId nach Lieboch benannt.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Historische Landkarten

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