Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb

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Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung als GmbH 1. Jänner 1998
(als Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft 1856)
Sitz Graz, Österreich
Leitung Franz Weintögl (seit 1998)
Mitarbeiter etwa 400
Branche Eisenbahnunternehmen
Produkte Transport und LogistikVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.gkb.at

Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (Kurzform GKB) ist ein österreichisches Verkehrsunternehmen. Es betreibt in der Steiermark die Bahnstrecken GrazLiebochKöflach (Köflacherbahn) und Graz – Lieboch – Wies-Eibiswald (Wieserbahn) sowie 26 Buslinien.

Die GKB ist ein Unternehmen im Eigentum der Republik Österreich, sie wird allerdings rechtlich als Privatbahn behandelt, weil sie nicht im Bundesbahngesetz erwähnt ist.[1] Die Gesellschaft hat nationale und internationale Beteiligungen und Tochterfirmen (LTE, Adria Transport), sie bietet auch europaweit Eisenbahndienstleistungen an. Die Gesellschaft der Lavamünder Bahn (LBB), die sich im Besitz der GKB befindet, wurde 2013 ruhend gestellt.

Unternehmen „Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH“[Bearbeiten]

Eisenbahnstrecken der GKB
Graz Hauptbahnhof–
Graz Köflacherbahnhof–Lieboch−Köflach
Lieboch–Wies-Eibiswald
Geografische Daten
Kontinent Europa
Land Österreich
Bundesland Steiermark
Streckenbezogene Daten
Strecke der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb
Streckennummer: Kursbuchstrecke 550
Streckenlänge: 91,257 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Traktion: Diesel
Inbetriebnahme: 22. Juni 1859
Art der Bahn: Hauptbahnmäßig betriebene
Nebenbahnen
Betreiber: Graz-Köflacher Bahn und
Busbetrieb GmbH
Konzessionsurkunde vom 26. August 1855, (Seite 3 von 9)
Anleihe der GKB (1902)

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Die heutige Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH kurz „GKB“ steht in einer langen Reihe von Umstrukturierungen und Umbenennungen, die bereits vor der Gründung ihren Anfang nahm.

Am Anfang stand die Voitsberger-Köflacher-Maria Lankowitzer Steinkohlengewerkschaft und ihr Wunsch, die abgebaute Kohle aus den weststeirischen Revieren abzutransportieren. Am 26. August 1855 erhielt diese das kaiserliche Privilegium zum Bau und Betrieb einer „Locomotiv-Eisenbahn“ von Köflach nach Graz, heute übrigens eine der ältesten erhalten gebliebenen Eisenbahnurkunden.[2] Daraufhin wurde die Gewerkengesellschaft in eine Aktiengesellschaft mit der Bezeichnung Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft umgewandelt, die am 16. Jänner 1856 ihre erste Generalversammlung in Wien abhielt. Diese führte die Eisenbahnstrecke von der Eröffnung am 3. April 1860 bis 1878 im Eigenbetrieb. Vom 9. September 1878 bis 31. Dezember 1923 wurden die Strecken durch die vormalige Südbahngesellschaft geführt. Vom 1. Jänner 1924 bis 30. Juni 1924 führten die Österreichischen Bundesbahnen den Betrieb. Am 1. Juli 1924 übernahm die GKB wieder den Eigenbetrieb durch eine eigens dafür geschaffene Eisenbahndirektion in Graz unter Direktor Dr. Hermann Hunna. 1928 übernahm dann die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft die Aktienmehrheit der GKB. 1932 erfolgte auch die Betriebsübernahme der Lokalbahn Leibnitz–Pölfing-Brunn (Sulmtalbahn).[3] Ab 1. August 1940 bestand eine Güterwagengemeinschaft mit der Deutschen Reichsbahn und die GKB wurde in die Hermann-Göring-Werke eingegliedert.

Am 10. Mai 1945 bekam die GKB schließlich per Gesetz einen öffentlichen Verwalter. Der Firmenwortlaut wurde am 5. Juli 1945 in Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau Gesellschaft geändert und auf Grund des Verstaatlichungsgesetzes gingen die Anteilsrechte 1946 in das Eigentum der Republik Österreich über. Mit Wirksamwerden des Fusionsgesetzes kam es 1973 zur Verschmelzung der Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft und der VOEST, die GKB wurde zu deren Tochter und per 1. Jänner 1998 wurde die GKB in zwei rechtlich selbstständige Unternehmen aufgegliedert: in die GKB-Bergbau GmbH und die GKE, die Graz-Köflacher Eisenbahn GmbH, welche seit 14. Jänner 2004 mit dem Firmenwortlaut Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH, kurz „GKB“ im Firmenbuch eingetragen ist.

Das Unternehmen hat seit September 2012 das Recht, das Landeswappen der Steiermark zu führen. [4]

Personenverkehr[Bearbeiten]

Die GKB ist das bedeutendste Verkehrsdienstleistungsunternehmen der Weststeiermark. Die Eisenbahngesellschaft wird von den Fahrgästen – vor allem von Pendlern und Schülern – sehr gut angenommen. Die jährlichen Beförderungszahlen liegen gegenwärtig bei rund 4 Mio. Fahrgästen im Schienenverkehr und bei rund 6 Mio. Fahrgästen im Busbetrieb.[5] Die GKB ist Teil des Verkehrsverbundes Steiermark. Alle Reisezüge führen nur die zweite Wagenklasse. Darüber hinaus bietet die GKB in allen Zügen kostenlose Fahrradbeförderung an.

S-Bahn[Bearbeiten]

Die Strecken der GKB sind seit 9. Dezember 2007 Teil der neuen S-Bahn Steiermark. Die Strecke Graz — Lieboch — Köflach (Köflacherbahn) wird als Linie  S7  und die Strecke Graz — Lieboch — Wies-Eibiswald (Wieserbahn) als Linie  S61  geführt. Seit 13. Dezember 2010 wird die  S6  von Graz über die Südbahn und Koralmbahn nach Wies-Eibiswald geführt. Damit ergibt sich eine Verkürzung der Fahrzeit von Deutschlandsberg in die Landeshauptstadt von 55 auf rund 40 Minuten. Auch wird seither der neue Bahnhof Hengsberg an der Koralmbahn und der Bahnhof Werndorf bedient.

Internationalisierung im Güterverkehr[Bearbeiten]

Von Erwin Wurm künstlerisch gestalteter Doppelstockwagen an der Spitze des GKB-Kunstzugs (2002)
GKB-Werkstättengebäude in Lieboch mit der Skulptur von Manfred Wakolbinger (2008)

Im Zuge der Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs hat die GKB eine europaweite Konzession erlangt und führt damit Gütertransporte durch ganz Österreichs und darüber hinaus durch.[6] Innerhalb Österreichs wurden mit der Durchführung von Verschubarbeiten auf privaten Anschlussbahnen sowie der Reaktivierung von Gütertransporten auf bereits stillgelegten Strecken neue Marktnischen gefunden.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Seit 1998 hat sich die GKB auch ein Image als Kunst- und Kulturbahn aufgebaut, welches im Gegensatz zum alten Bild der „schwarzen Züge“ und der Kohlezüge steht. Sogar zwei alte Brücken wurden für Kunst und Kultur zur Verfügung gestellt: Eine als Objekt für das oststeirische Brückenmuseum[7], eine zweite für eine riesige Skulptur von Hans Schabus nahe beim Dorf Ohne, welche die deutschen Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verbinden soll.[8]

Kunstzug[Bearbeiten]

Plakativstes Beispiel war der Kunstzug, der im Rahmen des Jahres 2003 (Graz als Kulturhauptstadt Europas) entstand. Unter der künstlerischen Leitung von Edelbert Köb und realisiert durch die Werkstatt Kollerschlag wurden fünf Doppelstockwagen von den Künstlern Siegrun Appelt/Gerold Tagwerker, Eva Schlegel, Erwin Wurm, Otto Zitko und Heimo Zobernig gestaltet. Für dieses Projekt wurde die GKB 2005 mit dem steirischen Kultursponsoringpreis „Maecenas“ ausgezeichnet. Ab Herbst 2013 wurden die Kunstfolien der Doppelstockwagen - aus Altersgründen - sukzessive durch die neue GKB-Folierung ersetzt.

Skulpturen und Plastiken[Bearbeiten]

Im öffentlichen Raum wurden Werke von Matt Mullican (in Graz Köflacherbahnhof), Chris Burden im Bahnhof Deutschlandsberg, Franz Polansek sen. im Bahnhof Voitsberg und Manfred Wakolbinger im Bahnhof Lieboch neben dem Infrastruktur-Werkstättengebäude aufgestellt.

Darstellende Kunst[Bearbeiten]

Die Förderung von Musikgruppen, Konzerten und CD- und DVD-Produktionen, welche im Bezug zum Unternehmen, der Region oder der Eisenbahn stehen ergänzen das Engagement der GKB in Bereich Kunst und Kultur. So wurden in den letzten Jahren Produktionen der Eisenbahnmusik Wiener Neustadt, der Gruppe Lonsperch Roffler und Aniada a Noar unterstützt.

Eisenbahnbetrieb[Bearbeiten]

Im Eisenbahnbereich betreibt die GKB die am 22. Juni 1859 nur für den Kohlenverkehr und am 3. April 1860 für den Gesamtverkehr eröffnete Linie Graz–Köflach („Köflacherbahn“ oder „Graz–Köflacher Eisenbahn“) sowie die am 9. April 1873 eröffnete Flügelbahn Lieboch–Wies-Eibiswald („Wieserbahn“) sowie die Nebenbahn Bärnbach–Oberdorf und unter anderem die Anschlussbahn Pölfing-Brunn–Gleinstätten, einen noch erhaltenen Rest der am 13. Oktober 1907 eröffneten, ehemaligen Sulmtalbahn. Nachdem die Sulmtalbahn vorerst von der Südbahngesellschaft und nach deren Auflösung von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben wurde, übernahm die GKB ab 1. April 1930 bis zu ihrer Einstellung am 27. Mai 1967 ebenfalls die Betriebsführung auf dieser Strecke.

Der Personenverkehr auf der Bahn wird seit 2011 mit Gelenktriebwagen der Type GTW 2/8 der Firma Stadler betrieben. In den Stoßzeiten werden zudem Züge als Wendezug mit Doppelstockwagen geführt. Die GKB war ab April 1993 das erste Eisenbahnunternehmen in Österreich, welches Doppelstockwagen einsetzte. Züge für Pendler von und nach Graz waren bis 1993 mit zweiachsigen Personenwagen (großteils Spantenwagen) geführt worden, die teilweise noch aus der Zeit um 1928 stammten („schwarze Züge“). 1993 wurden zehn Doppelstockwagen und fünf Doppelstock-Steuerwagen in Betrieb genommen.[9] Die ÖBB folgten erst später dieser Entwicklung.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick auf den Graz Köflacherbahnhof mit dem Schloßberg im Hintergrund(2006)

Die Gesamtlänge des Streckennetzes der GKB beträgt rund 92 km (Graz - Lieboch 16 km / Lieboch Köflach 25 km / Lieboch - Wies-Eibiswald 51 km). Dazu kommt noch die 1,638 km lange, derzeit wegen Baufälligkeit nicht benutzbare Nebenbahn Bärnbach–Oberdorf in Steiermark und die 4,664 km lange, als Anschlussbahn betriebene Strecke Pölfing-Brunn–Gleinstätten, dem verbliebenen Reststück der ehemaligen Sulmtalbahn.[10] Ursprünglich war Eigentümerin die „Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft“ (damals „GKB“, heute „GKB-Bergbau“), die ebenso den Kohlebergbau durchführte. Für die beiden Bahnstrecken wurde in unmittelbarer Nähe des Grazer Hauptbahnhofs ein eigener Bahnhof errichtet, der noch heute unter dem Namen „Graz Köflacherbahnhof“ (innerbetriebliche Abkürzung „Gkf“) bekannt ist. Alle personenbefördernden Züge der GKB, die in Graz Hauptbahnhof beginnen oder enden, halten ebenso im Graz Köflacherbahnhof.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte durch den langsamen Rückgang des Kohleabbaus und durch das steigende Mobilitätsbedürfnis eine Umorientierung zum Personenverkehr.

Insgesamt gibt es 16 Bahnhöfe, 16 Haltestellen und zwei Ladestellen. Die Strecken der GKB werden von 129 Eisenbahnkreuzungen gequert, von denen 71 eine technische Sicherung aufweisen (64 Lichtzeichen-, 5 Vollschranken- und 2 Sperrschrankenanlagen). Im Netz der GKB sind 204 Weichen eingebaut. Es führt über 124 Brücken und Durchlässe und weist zwei Tunnel auf. (Stand: Oktober 2013)

Die GKB verzeichnet 16 Stellwerke elektrischer Bauart. Das gesamte Streckennetz der GKB ist mit einer durchgehenden Gleisfreimeldung (Bahnhöfe und Strecke) sowie mit Streckenblockung der Bauart ZG 62 ausgestattet.

Triebfahrzeuge[Bearbeiten]

Die GKB 671 – die dienstälteste Dampflok der Welt
Verschub der neuen Lok 1216 920 der ADRIA Transport durch GKB 1700.1 und GKB 1500.3 am Graz Köflacherbahnhof
Neuer Stadler GTW am Köflacherbahnhof in Graz

Von 1953 bis 1993 prägten Uerdinger Schienenbusse das Bild des Personenverkehrs der GKB. Aufgrund ihrer Farbgebung und (im Vergleich zu den Dampflokomotiven) Schnelligkeit wurden sie „Roter Blitz“ genannt. Die ersten dieser Fahrzeuge waren einmotorig, später wurden zweimotorige Fahrzeuge beschafft, insgesamt waren es 13 Triebwagen. Dazu kamen 19 Beiwagen für Personenbeförderung und zwei Postbeiwagen gleicher Farbgebung. Weitere Triebwagen und Beiwagen wurden von der Deutschen Bundesbahn gebraucht gekauft. Mit dem Triebwagen VT 10.09 wurde 1968 der letzte Schienenbus gekauft, mit ihm endete auch die Produktion dieser Fahrzeuge. Ab 1981 wurden die Garnituren des „Roten Blitzes“ durch neue Triebwagen der Baureihe VT 70 verdrängt, der letzte Einsatz einer Schienenbusgarnitur fand am 22. Mai 1993 statt.[11]

In den 1970er Jahren wurden die Strecken der GKB vermehrt zum Anziehungspunkt für Eisenbahnliebhaber und -fotografen, da die GKB eine der letzten Bahnverwaltungen in Österreich war, die im Rangier- und Verschubdienst sowie teilweise noch im Streckendienst Dampflokomotiven einsetzte. So blieben betreut vom Verein „Steirische Eisenbahnfreunde“ (StEF), der in enger Zusammenarbeit mit der GKB steht, die Dampflokomotiven 56.3115 (mit Stand 2010 nicht betriebsbereit) und die 671 (Baureihe 29), Baujahr 1860 und damit eine der ältesten betriebsfähigen und die dienstälteste Dampflokomotive der Welt erhalten, die 2004 unter Denkmalschutz gestellt worden ist.

Im täglichen Regionalzugeinsatz stehen seit 2011 die neuen, modernen Stadler Gelenktriebwagen der Type 2/8 und die bekannten Doppelstockzüge, die meist mit Lokomotiven der Baureihe DH 1500 bespannt werden. Die - vormals verwendeten - Triebwagen der Reihe VT 70 wurden im Laufe des Jahres 2013 ausgeschieden und verkauft, der letzte Zug nach Fahrplan mit einer dieser Garnituren fuhr am 1. Juli 2013,[12] eine Sonderfahrt am 11. August 2013.[9] Im Güterzugeinsatz stehen Maschinen der Baureihen DH 1700, DH 1500 und DH 1100, im Rangierdienst neben oben genannten vor allem die Loks der Baureihe DH 600. Überdies stehen noch einige Bahndienstfahrzeuge im Dienst der GKB und Schienenbusse der Reihe VT 10, die jedoch nicht mehr im Planverkehr eingesetzt und von den „Steirischen Eisenbahnfreunden“ für Sonderfahrten betreut werden.

Im Juni 2006 wurden von der GKB Dieseltriebwagen des Typs Desiro erprobt. Am 20. Februar 2009 sind aber 13 klimatisierte dieselelektrische Triebwagen des Typs GTW 2/8 bestellt worden, die mit einer Leistung von 2 mal 382 kW 140 km/h erreichen und 141 Sitzplätze sowie 13 Klappsitze bieten.[13] Gegenüber dem ÖBB 5022 werden Verbesserungen des Sitzkomforts, der Einstiegssituation und der behindertengerechten Ausstattung angestrebt. Das offizielle Roll-In der ersten Garnitur erfolgte am 26. August 2010 am Graz Köflacherbahnhof. Die neuen Triebwagen sind mit dem Fahrplanwechsel 2010/2011 in Betrieb gegangen.

Busbetrieb[Bearbeiten]

Linienbusse der GKB in der charakteristischen Lackierung (2008)

Im Busbetrieb, der 1935 aufgenommen wurde, werden gegenwärtig im Rahmen des Steirischen Verkehrsverbundes 28 Buslinien in der gesamten Weststeiermark betrieben. Neben dem Linienbetrieb, der vor allem Schüler und Pendler aus der Weststeiermark zu den Arbeits- und Schulzentren bis nach Graz bringt, werden auch Sonder- und Reisefahrten angeboten. Dazu stehen mit Stand 2007 insgesamt 43 Busse mit einem Durchschnittsalter von 5 Jahren im Einsatz. Außer dem Graz Köflacherbahnhof mit der Verwaltung des Busbetriebs und der Autobuswerkstätte werden vom Busbetrieb noch die Kraftwagenbetriebsstätten in Stainz und Köflach betrieben.

Technisches Eisenbahnmuseum Lieboch[Bearbeiten]

Technisches Eisenbahnmuseum Lieboch (TEML)

In Lieboch betreuen die „Steirischen Eisenbahnfreunde“ das Technisches Eisenbahnmuseum Lieboch (TEML), welches am 4. September 2004 im renovierten Heizhaus des Bahnhofs Lieboch eröffnet wurde. Neben einer permanenten Ausstellung historischer Exponate werden überdies Sonderausstellungen gezeigt.

Anlässlich der Eröffnung des Eisenbahnmuseums wurde ebenso das neu errichtete Werkstättengebäude der GKB in Lieboch eröffnet.[14] Mit seiner futuristischen Gestaltung ergibt dieses einen spannenden Kontrast zum benachbarten Heizhaus. Im neuen Gebäude sind neben Büros Werkstätten für die Bahnmeisterei und den Sicherungsdienst untergebracht. Die moderne Architektur wird durch eine Skulptur des Künstlers Manfred Wakolbinger weiter hervorgehoben. Das gesamte Ensemble mit dem TEML und dem ebenfalls aufgestellten historischen Wasserkran wurde damit zu einem weiteren Wahrzeichen der Marktgemeinde Lieboch.

Seit Juli 2008 ist im TEML auch die Mobilitätszentrale Lieboch etabliert.

Steirische Eisenbahnfreunde[Bearbeiten]

Der historische Schienenbus VT 10 - „Roter Blitz“.

Der Verein Steirische Eisenbahnfreunde (StEF) ist ein 1975 gegründeter Verein, der sich um die Erhaltung von historisch wertvollem GKB-Rollmaterial bemüht und von der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH unterstützt wird. Der Verein betreut die im GKB-Eigentum stehenden und noch immer für Sonderfahrten eingesetzte Dampflokomotiven GKB 671 (Südbahnreihe 29, Baujahr 1860, die dienstälteste Dampflok der Welt) und 56.3115 (Baujahr 1914, nicht betriebsfähig, derzeit im Technischen Eisenbahnmuseum Lieboch ausgestellt) und ist Eigentümer des Triebwagens VT 10.02 (Baujahr 1953) und einiger historische Waggons.

Mit diesen Fahrzeugen werden häufig Sonderfahrten veranstaltet oder an Veranstaltungen teilgenommen.

Weiters betreut der Verein StEF die noch im Stand der GKB befindlichen Triebwagen der Reihe VT 10.

Galerie[Bearbeiten]

PR- und Mitarbeitermagazin der GKB (GKB-Drehscheibe)[Bearbeiten]

Die „Drehscheibe“ ist eine regelmäßig erscheinende Informationsschrift für Mitarbeiter, Partner und Freunde der GKB. Sie informiert über betriebliche Ereignisse und berichtet zudem über allgemeine Themen aus dem Bereich Eisenbahn mit Schwerpunkt Steiermark und Österreich. Nicht zu verwechseln ist die GKB-Drehscheibe mit einer anderen Eisenbahnzeitschrift, der Drehscheibe.

Alle bisher erschienenen Ausgaben sind als pdf-Datei in der Homepage der GKB abrufbar.[15]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sepp Tezak: Graz-Köflacher Bahn I, Reihe: Bahn im Bild 14, Wien 1980.
  • Sepp Tezak: Graz-Köflacher Bahn II, Reihe: Bahn im Bild 15, Wien 1980.
  • Gerhard Artl, Gerhard H. Gürtlich, Hubert Zenz: Kohle und Bahn. 150 Jahre Graz-Köflacher Eisenbahn; Fassbaender, Wien 2010. ISBN 978-3-902575-38-8.
  • Gottfried Aldrian, Andreas Konečnik: 150 Jahre Graz-Köflacher Bahn. Sutton, Erfurt 2010. ISBN 978-3-86680-701-3.
  • Anton Reinbacher: 70 Jahre GKB – Autobusbetrieb. (PDF; 1,0 MB) In: Drehscheibe, das Mitarbeitermagazin der Graz-Köflacher-Bahn- und Busbetriebe GmbH. Nr. 20, April 2005 (Gekürzte und ergänzte Fassung eines Artikels aus „Omnibusspiegel“ 1992). ZDB-ID 2181683-9 S. 1–11.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. § 1 des österreichischen Bundesgesetzes über Leistungen für Privatbahnen (Privatbahngesetz 2004 - PrivbG), Bundesgesetzblatt I Nr. 39/2004 in der Fassung Nr. 95/2009.
  2. 75 Jahre Graz-Köflacher Eisenbahn; in: DIE LOKOMOTIVE; XXXIII. Jahrgang, Wien, Dezember 1936, Nr.12, S. 229.
  3. 10 Jahre Eigenbetrieb der Graz-Köflacherbahn; in: „DIE LOKOMOTIVE“, XXXII.Jahrgang, Jänner 1935, Heft 1, S. 12 f.
  4. Weststeirische Rundschau Nr. 36, Jahrgang 2012 (7. September 2012). 85. Jahrgang. ZDB-ID 2303595-X. Seite 1.
  5. Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH: GKB – Fortschritt aus Tradition
  6. Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH: Der Güterverkehr der GKB
  7. Franz Polansek: IN-FW-ST: Brückenübersiedlung; in: GKB-Drehscheibe Nr.54 - März 2011, S.23
  8. Franz Brugner: Kunst im Großformat; in: Kleine Zeitung vom 5. Mai 2012, S.15
  9. a b G(ottfried) Aldrian, E(rnst) Suppan: 20 Jahre GKB-Doppelstockzüge. In: GKB-Drehscheibe Nr.63 - September 2013, S. 10–11.
  10. Graz-Köflacher Eisenbahn: Übersichtskarte und Streckennetz der GKB
  11. G(ottfried) Aldrian: Jubiläum: 60 Jahre „Roter Blitz“. Ein GKB-Triebwagen erobert die Herzen der Weststeirer. In: GKB-Drehscheibe Nr.62 - Juli 2013, S. 10–11.
  12. Weststeirische Rundschau Nr. 27, Jahrgang 2013 (5. Juli 2013). 86. Jahrgang. ZDB-ID 2303595-X Seite 3.
  13. Steirische Regionalbahn GKB kauft 13 Triebwagen bei Stadler Rail AG, Kleine Zeitung vom 20. Februar 2009
  14. GKB-Drehscheibe, Folge 17 vom Oktober 2004, Seite 8: Eröffnung des TEML und IN-Werkstätte (pdf-Datei; 1,1 MB)
  15. Graz-Köflacher Eisenbahn: Die Drehscheibe online