Manuela (Sängerin)

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Manuela (1971)

Manuela (* 18. August 1943 in Berlin; † 13. Februar 2001 ebenda, bürgerlich Doris Inge Wegener) war eine deutsche Schlagersängerin, die in den 1960er Jahren zu den Stars und Teenager-Idolen in der Bundesrepublik Deutschland gehörte.

Gedenktafel am Haus, Thurneysserstraße 3, in Berlin-Gesundbrunnen

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Schuld war nur der Bossa Nova
  DE 1 xx.xx.1963 (30 Wo.)
Ich geh noch zur Schule
  DE 4 xx.xx.1963 (22 Wo.)
Horch, was kommt von draußen rein (Mama)
  DE 13 xx.xx.1964 (13 Wo.)
Schwimmen lernt man im See (mit den 5 Dops)
  DE 3 xx.xx.1964 (17 Wo.)
Schneemann
  DE 14 xx.xx.1964 (16 Wo.)
  AT 10 xx.xx.1965 (4 Wo.)
Küsse unterm Regenbogen
  DE 7 xx.xx.1965 (16 Wo.)
  AT 9 xx.xx.1965 (4 Wo.)
Love and Kisses
  DE 17 xx.xx.1965 (15 Wo.)
Es ist zum Weinen (mit den 5 Dops)
  DE 9 xx.xx.1966 (13 Wo.)
Die goldene Zeit (mit Drafi Deutscher)
  DE 32 xx.xx.1966 (7 Wo.)
Dumme sterben niemals aus
  DE 23 xx.xx.1966 (11 Wo.)
Lord Leicester aus Manchester
  DE 12 xx.xx.1967 (10 Wo.)
Monsieur Dupont
  DE 9 xx.xx.1967 (15 Wo.)
  AT 20 xx.xx.1967 (5 Wo.)
Die Karawane aus Abadan
  DE 16 xx.xx.1968 (4 Wo.)
Wenn es Nacht wird in Harlem (When a Man Loves Woman)
  DE 20 xx.xx.1968 (6 Wo.)
  AT 8 xx.xx.1968 (8 Wo.)
Das Haus von Huckleberry Hill
  DE 29 xx.xx.1968 (4 Wo.)
Herzklopfen
  DE 23 xx.xx.1968 (6 Wo.)
Guantanamera
  DE 15 xx.xx.1968 (11 Wo.)
Bobby ...
  DE 17 xx.xx.1969 (5 Wo.)
Helicopter US Navy 66
  DE 27 xx.xx.1969 (7 Wo.)
Wenn du liebst
  DE 29 xx.xx.1970 (4 Wo.)
Alles und noch viel mehr
  DE 26 xx.xx.1970 (9 Wo.)
ABC
  DE 35 xx.xx.1970 (3 Wo.)
Der schwarze Mann auf dem Dach (Jack in the Box)
  DE 30 xx.xx.1971 (5 Wo.)
Prost, Onkel Albert!
  DE 21 xx.xx.1971 (14 Wo.)
Es lebe das Geburtstagskind
  DE 32 xx.xx.1972 (7 Wo.)
Was hast du gemacht?
  DE 50 xx.xx.1973 (1 Wo.)
Jive Manuela
  DE 75 xx.xx.1992 (1 Wo.) [1]

Doris Wegener wuchs in bescheidenen Verhältnissen im Berliner Bezirk Wedding (Berlin-Gesundbrunnen) in einem Acht-Personen-Haushalt auf. Nach Abschluss der Volksschule arbeitete sie bei AEG als Löterin. Entdeckt wurde die Amateursängerin Anfang der 1960er-Jahre während eines Auftritts im „Ufer-Eck“, einer Kneipe im Wedding (dort sang sie für 15 DM die Stunde), von dem Musikmanager Peter Meisel, der 1964 zusammen mit dem Komponisten Christian Bruhn zu den Gründungsvätern von Hansa Musik Produktion gehörte. Meisel nahm mit seiner Neuentdeckung zwei Titel auf: Morgen wird meine Hochzeit sein und Drei weiße Rosen. Diese Aufnahmen sind jedoch nie auf einem Tonträger veröffentlicht worden. Bald darauf gewann sie einen Nachwuchswettbewerb der Ariola, wo ihre erste Schallplatte erschien: Hula-Serenade/Candy (Musik von Christian Bruhn, Text von Georg Buschor). Davon wurden jedoch nur 6.000 Stück verkauft. Mehr Erfolg hatte sie bei Polydor als Leadsängerin der von Peter Meisel produzierten ersten deutschen Mädchenband Tahiti Tamoures[2] (dazu gehörten noch Charlotte Marian und Monika Grimm) mit Wini Wini 1963.[3]

Sowohl Produzent als auch Künstlerin strebten eine Solo-Karriere an und wechselten zu Teldec. Mit Schuld war nur der Bossa Nova, der deutschen Version von Blame It on the Bossa Nova von Eydie Gormé, hatte sie 1963 einen Nummer-eins-Hit, der zum Startschuss einer Karriere mit rund 20 Millionen verkaufter Schallplatten/CDs wurde.

Über den Karriereverlauf berichtete die Sängerin auf dem Cover ihrer ersten LP Manuela!:

„Ich war noch keine 18 Jahre alt, als ich mich im Berliner Wedding mit ein paar Freunden zusammentat und mit ihnen ‚skiffelte‘. Tagsüber lötete ich hinter der Werkbank einer Berliner Elektrofabrik Radiokondensatoren, abends aber sang ich aus Liebhaberei Schlager. Bald hatte mich die Teldec entdeckt; es war bei einem Tanzabend. Ich durfte meine erste Schallplatte besingen – und sie wurde ein ganz dufter Erfolg … Bis in die späte Nacht hinein probe ich oft mit meiner Band, den 'Sechs Dops', ganz dufte Berliner Jungs.“

Mit Schuld war nur der Bossa Nova schaffte es Manuela, mit ihrer Stimmlage, die Connie Francis mitsamt ihrem amerikanischen Akzent so perfekt nachempfunden war, ihr großes Vorbild auf den dritten Platz (der BRAVO-Charts) zu verweisen.[4]

Die Textzeilen „Doch am nächsten Tag fragte die Mama: ‚Kind, warum warst du erst heut’ morgen da?‘“ führten dazu, dass die Schallplatte auf den Index des Bayerischen Rundfunks gesetzt wurde.

Nach ihrem großen Single-Hit folgte sofort eine LP mit dem Titel Manuela!. Die junge Sängerin wagte sich an Hits großer Künstler heran wie Ein Schiff wird kommen, Spiel noch einmal für mich, Habanero, Diana, Ave Maria no morro oder Vaya con Dios.

Manuela schuf mit ihrem Gesangsstil einen neuen Trend:[5]

Sie war die erste, die in den 60er Jahren der populären ausländischen Konkurrenz ein Schnippchen schlug und rotzfrech in gebrochenem Deutsch sang. Aus ‚gefangen‘ wurde bei ihr ‚gefan – gen‘ und aus ‚Großstadt‘, ‚Grous – stadt‘, was ‚vorbei‘ war, das war bei Manuela ‚vor – bye‘ und nicht ‚lange‘, sondern ‚lan – ge‘ her. War es für Sprachästheten eine Vergewaltigung – das Publikum fand es todschick.

Bald kamen Fernsehshows und ihr erster Film Im singenden Rößl am Königssee mit Waltraud Haas, Trude Herr, Peter Hinnen u. a., hinzu. Zudem nahm sie Tanz-, Schauspiel-, Gesangs- (laut Beilagezettel zur CD Manuela das Beste die Originalhits, Telefunken 1999, ist nachzulesen, dass Manuela sich angeblich zur Operettensängerin ausbilden lassen wollte, jedoch bald wieder das Vorhaben aufgab) und Gitarrenunterricht. 1971 war die Sängerin in der Komödie Zwanzig Mädchen und die Pauker: Heute steht die Penne kopf ein zweites Mal auf der Kinoleinwand zu sehen.

Anfang März 1965 trat sie in Leipzig für das Fernsehen der DDR auf, was damals für westdeutsche Künstler noch sehr außergewöhnlich war.[6] 1966 erhielt Manuela, die inzwischen mit ihren eigenen Bands – (anfänglich) 6 Dops, dann 5 Dops, und Fleets (später ersetzt durch The Blizzards Four) – auftrat sowie weitere Hits produzierte, zusammen mit Drafi Deutscher den Goldenen Bravo-Otto. An der Wahl hatten sich zwei Millionen Bravo-Leser beteiligt, damals absoluter Rekord. Die Auszeichnung wurde den beiden Teenager-Idolen im Rahmen der seinerzeit erfolgreichen Fernsehshow (der zwölften) Der goldene Schuß – mit Lou van Burg als Moderator – überreicht.

Die Künstlerin erhielt noch einige OTTO-Wahltrophäen. Sie wurde acht Mal in Folge von Bravo-Lesern zur beliebtesten Sängerin gewählt, zierte elfmal das Bravo-Titelblatt, hatte in Deutschland mehrere Top-Ten-Hits, war in den Niederlanden und einigen Ländern Südamerikas erfolgreich, machte zwei Tourneen durch die damalige Tschechoslowakei, stand ferner – laut Angaben auf dem Cover zu ihrer LP Rund um die Welt – auch in Italien, England und Spanien vor dem Mikrofon und trat unter ihrem bürgerlichen Namen als Texterin sowie Komponistin einiger ihrer Schlager (beispielsweise Verliebt in Amsterdam oder – in späteren Jahren – Sehnsucht nach der Heimat) hervor. Ein Novum waren ihre Schallplattenaufnahmen für das ostdeutsche Label AMIGA: 1965 Küsse unterm Regenbogen und 1972 Ich hab’ mich verliebt in dich.

Am 14. März 1968 wurde die erste Starparade im ZDF ausgestrahlt. Rainer Holbe, der durch die Sendung führte, wurde von Manuela als Co-Moderatorin unterstützt. Die Künstlerin hatte noch mehrmals Auftritte in der Starparade. So beispielsweise am 22. März 1973. In der Sendung sang, tanzte und steppte sie zu Melodien aus dem Musical No, No, Nanette. Ab April 1968 war für Manuela eine Tour vereinbart die sie nach New York, Las Vegas, Japan und Australien führen sollte. Im Mai bereiste sie die USA um sich mit der Showbusiness Szene vertraut zu machen sowie Auftritte im Fernsehen zu organisieren. Nach ihrer Rückkehr wurde sie im Juni von Teldec-Telefunken für vier Millionen verkaufte Platten mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[7] Gegen Ende des Jahres kam mit Guantanamera eine ihrer nachhaltigsten Erfolge auf den Markt, zudem nahm sie in London auf Englisch auf und bereiste erneut die USA.[8]

Auf dem Zenit ihrer Karriere entwarf Manuela Mode. Diese vertrieb sie über ihre Star-Boutique Manuela GmbH, die seinerzeit in allen Häusern der großen Kaufhauskonzerne unter dem Motto Jung, sportlich, bequem und schick – und das alles mit Musik angeboten wurde. Die Cover ihrer Schallplatten wurden zu Werbeflächen ihrer Mini-Kleider, Hosenanzüge und Hot Pants.

Anfang der 1970er Jahre hatte die Sängerin, gerade von einer Amerika-Tournee zurückgekehrt, „Krach mit dem Deutschen Fernsehen“. Darüber berichtete die B.Z. Ende Februar 1970:

„Sie, die es als einzige deutsche Sängerin nach Caterina Valente geschafft hat, im amerikanischen Fernsehen Fuß zu fassen, ist für den Fernseh-Boß Hans-Otto Grünefeldt vom 1. Programm nicht ‚gut genug‘, um Deutschland beim 15. Grand Prix Eurovision de la Chanson 1970 am 21. März in Amsterdam zu vertreten. Obwohl ihre Plattenfirma sie nominierte, haben Grünefeldt und seine Auswahlkommission Manuela nicht akzeptiert.“[9]

Doch Manuela und ihre Schallplattenfirma Telefunken-Decca „rächten“ sich, indem die Verschmähte die deutsche Version des Siegertitels von Dana, All Kinds of Everything einspielte. Die mit Alles und noch viel mehr betitelte Version erreichte Platz 26 der deutschen Charts und am 30. Mai 1970 wurde Manuela damit zudem die Nr. 1 der ZDF-Hitparade. Schon mit Guantanamera erreichte die Künstlerin den 1. Platz der ZDF-Hitparade, womit sie die erste Interpretin wurde, die dies schaffte.[10]

Bei der Weltpremiere einer damals sensationellen Hör- und Sehplatte, die AEG zusammen mit Telefunken und Teldec Mitte 1970 in Berlin vorstellten, wurde eine Aufnahme von Manuela mit Alles und noch viel mehr zur Einführung verwendet. Die Sängerin war die erste Künstlerin, mit der die technische Errungenschaft ausprobiert wurde. Zum Abspielen der Hör- und Sehplatte benötigte man einen Spezialplattenspieler, der an die Antennenbuchse eines jeden Fernsehgeräts angeschlossen werden konnte.[11]

Nach 1972 wurde ihr Teldec-Plattenvertrag wegen sinkender Verkaufszahlen nicht mehr verlängert. Manuela wechselte mehrmals die Plattenfirma, ohne an den vorhergehenden Erfolg anknüpfen zu können: BASF, Hansa Records, Jupiter-Records, Koch-Records, Zett Records, Tyrolis Records u. a.m.

Als es in Deutschland um Manuela ruhiger wurde, versuchte sie ihr musikalisches Glück in den USA. Sehr unterschiedlich wird ihre dortige Karriere interpretiert. Während einerseits die Fans der Künstlerin von einem großen Erfolg sprechen, immerhin trat sie mehrmals in der Joey Bishop-Show', ferner im Hotel Dunes in Las Vegas und in einigen Fernsehshows auf, wird andererseits berichtet, dass ihr letztlich eine erfolgreiche Karriere versagt blieb, deren angeblicher Höhepunkt, wie die Radio- und Fernsehillustrierte Hörzu feststellte, einzig und allein darin bestand, „… dass Manuela Nancy Sinatra vorgestellt wurde und zusammen mit vielen anderen an einer Party von Perry Como teilnahm“.[12]

1973 behauptete die Schlagersängerin, dass ein Redakteur der ZDF-Hitparade 20.000 DM Bestechungsgeld für einen Auftritt in der Starparade verlangt habe. Manuela wurde wegen Verleumdung verklagt, verlor schließlich den sich lange hinziehenden Prozess, und die Sender boykottierten sie, allen voran das ZDF. Die Boulevardpresse, von der die Künstlerin bis zu ihrem Karriereknick mächtig profitierte, hatte sie nun regelrecht niedergeschrieben.[13] Die „Versöhnung“ mit dem ZDF erfolgte durch Bernd Schadewald. Manuela erhielt 1992 die kleine Rolle der Mutter eines Jugendlichen in dem ZDF-Film Schuld war nur der Bossa Nova, u. a. mit Jürgen Vogel und Muriel Baumeister in den Hauptrollen. Als Kulisse der Handlung diente eine Kleinstadt im Ruhrgebiet der frühen 1960er Jahre.

1980 gründete die Künstlerin ein eigenes Plattenlabel: „Manuela Sound Music Produktion“. Hier erschienen unter anderem ihre LPs Manuela – The golden Hits, Manuela 80, Manuela ein musikalisches Porträt und Manuela singt Manuela. Auf diesem Label wurden ferner 1980 von Manuela die deutsche Originalaufnahme des ABBA-Hits Happy Hawaii sowie 1988 von Hans Freistadt Mit 17 fängt das Leben erst an/Der neue Bundeskanzler[14] veröffentlicht.

Mitte der 1980er Jahre hatte sie nach längerer Zeit mit Rhodos bei Nacht wieder einen beachtenswerten Erfolg. 1991 und 1992 erhielt sie für ihre Hits Schuld war nur der Bossa Nova und Schwimmen lernt man im See die von 1981 bis 2007 vergebene Goldene Stimmgabel, einer Veranstaltung von Dieter-Thomas Heck und dem ZDF.[15] 1992 floppte ihre 1992 produzierte CD Jive Manuela – Die Original Schlager-Tanz-Party, die auch ihre erste Aufnahme Die Hula-Serenade beinhaltet. Die letzte Single produzierte das einstige Teenager-Idol 1993 in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder und Manager Klaus Dittmer. Doch Manuela konnte mit Wenn ich erst wieder Boden spür’ nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen, obwohl sie noch einige Auszeichnungen erhielt und umjubelter Stargast einiger Oldiepartys war.

Manuelas 13 Jahre älterer Manager Werner Fey († 1994) brachte sie durch Missmanagement um ihr Vermögen. In der Folge musste die Sängerin „über Betriebs-, Volks- und Oldiefeste“ tingeln, „um sich über Wasser zu halten“.[16]

Manuela – Doris Inge Wegener – starb, nachdem sie einige Jahre zurückgezogen in der belgischen Kleinstadt Welkenraedt gelebt hatte, im Alter von 57 Jahren an Gaumenkrebs. Sie ist in der Grabstätte der Familie ihres Bruders Klaus Dittmer auf dem Martin-Luther-Friedhof, Barnabasstraße 5–19 in Berlin-Tegel beigesetzt.

Nach Manuelas Tod[Bearbeiten]

Auf der Kurpromenade von Grömitz (Ostsee) sind ähnlich dem Hollywood Walk of Fame Gedenksteine in das Pflaster eingefügt. Am 22. August 2003 wurde dort zu Ehren von Manuela eine Messing-Gedenkplatte eingesetzt.

2005 drehte Bernd Schadewald eine Dokumentation über das Leben der Sängerin, wobei auf die Bestechungsvorwürfe gegen das ZDF und die damit verbundenen Gerichtsverhandlungen nicht eingegangen wurde.[17]

Im August 2007 wurde am Geburtshaus des einstigen Teenager-Idols in der Thurneysserstraße 3 in Berlin-Gesundbrunnen eine Gedenktafel enthüllt. Zugleich gab Christian Bruhn unter dem Pseudonym Chris Brown die CD Manuela – Erinnerungen (ihres Komponisten) heraus.

Im Haus der Geschichte in Bonn wurde Manuela in der Ausstellung Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers (9. Mai 2008 bis 12. Oktober 2008 in Bonn; 20. November 2008 bis März 2009 in Leipzig) umfangreich als einer der Topstars der 1960er Jahre präsentiert.

Der Schlager Monsieur Dupont wurde 2008 in die Liste der 100 Schlager des Jahrhunderts aufgenommen.[18]

Im „Kleinen Theater“ am Berliner Südwestkorso wurde am 2. Oktober 2008 das Pop-Märchen Vom Wedding nach Las Vegas – Die Manuela Story, mit Camilla Kallfaß in der Hauptrolle, uraufgeführt.[19] Das musikalische Werk berichtet von entscheidenden Momenten aus Manuelas Leben in schlaglichtartigen Szenen, untermalt von zahlreichen ihrer Hits. Die Presse schrieb:

Nun hat der Regisseur Norman Zechowski dem ersten Girlie der Nation mit seinem Pop-Märchen … ein quietschbuntes Denkmal gesetzt … Immer wieder schrammt die Inszenierung mit augenzwinkerndem Charme haarscharf am Trash vorbei und zeigt, dass Showbiz oft genug nicht mehr als Pappmaché ist.[20]

Im Jahr 2008 kam die CD Wenn Augen sprechen. Erinnerungen an eine unvergessene Sängerin, mit drei bisher noch nicht veröffentlichten Liedern auf den Markt. Ebenfalls drei bisher unveröffentlichte Songs enthält die 2010 in englischer Sprache erschienene Doppel-CD Manuela Special Edition.

Im Jahr 2011 wurde in Berlin-Kladow eine Straße, der Manuelaweg, nach ihr benannt.

Filme[Bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Singles/EPs[Bearbeiten]

  • 1962 Hula-Serenade
  • 1963 Schuld war nur der Bossa Nova (Cover-Version von: Blame It on the Bossa nova von Eydie Gormé)
  • 1963 Ich geh noch zur Schule (Cover-Version von: On Top of Old Smokey)
  • 1963 Mama, ich sag' dir was
  • 1963 Hey, Manuela EP
  • 1964 Mama (EP Spanien)
  • 1964 Schwimmen lernt man im See (Cover-Version von: Just So Bobby Can See von Diane Ray)
  • 1964 Horch, was kommt von draußen rein (auch englisch gesungen: There Goes Charly)
  • 1964 Schneemann
  • 1964 Manuela (Spanien)
  • 1964 Schwimmen lernt man im See (EP)
  • 1965 Küsse unterm Regenbogen
  • 1965 Love and Kisses
  • 1965 The Nitty Gritty
  • 1965 Things Are So Different (Brasilien)
  • 1966 Es ist zum Weinen
  • 1966 Dumme sterben niemals aus
  • 1966 Spotlight on Manuela (Niederlande)
  • 1966 Die goldene Zeit (mit Drafi Deutscher)
  • 1967 Lord Leicester aus Manchester
  • 1967 Monsieur Dupont
  • 1967 Wenn es Nacht wird in Harlem (Cover-Version von: When a Man Loves a Woman von Percy Sledge)
  • 1968 Guantanamera
  • 1968 Stille Nacht Heilige Nacht
  • 1968 Que-Sara
  • 1968 Señor Gonzales
  • 1968 Bobby
  • 1969 Wenn du liebst/Jingle Jangle (gleichnamige Cover-Version)
  • 1969 Helicopter U.S. Navy 66
  • 1966 Manuela macht Mode mit Musik
  • 1970 Alles und noch viel mehr (Cover-Version von: All Kinds of Everything von Dana)
  • 1970 ABC
  • 1970 Verliebt in Amsterdam
  • 1970 Daddy (Cover-Version von: Grandad von Clive Dunn)
  • 1970 It Takes a Lot of Tenderness
  • 1971 Monky Monkey (USA)
  • 1971 I Hear Those Church Bells Ringing
  • 1971 Der schwarze Mann auf dem Dach (Cover-Version von: Jack in the Box von Clodagh Rodgers)
  • 1971 Prost, Onkel Albert
  • 1972 Es lebe das Geburtstagskind
  • 1972 Ich hab’ mich verliebt in dich
  • 1972 Gitarren-Boy
  • 1973 Etwas in mir wurde traurig (Cover-Version von: Killing Me Softly with His Song von Lori Lieberman bzw. Roberta Flack)
  • 1973 Da sagen sich die Füchse gute Nacht
  • 1973 Komm wieder
  • 1973 Was hast du gemacht
  • 1973 Ich war noch nie so glücklich
  • 1973 Hey Look at Me Now
  • 1973 You Are My Music (USA)
  • 1974 Gestohlene Orangen
  • 1974 Ich möcht gern dein Herz Klopfen hör’n
  • 1974 Twingel Dingel Dee
  • 1974 Boing,Boing die Liebe
  • 1975 Was hast du gemacht
  • 1975 Fudschijama-Hama-Kimono
  • 1975 Ein schöner Tag mit viel Musik
  • 1980 Doch mein Herz bleibt immer in Athen
  • 1980 I Believe in the USA
  • 1980 You Are My Sunshine
  • 1980 Was soll ein Bayer in der Hitparade (mit Sepp Haslinger)
  • 1980 Friede auf Erden
  • 1981 It’s Hard to Explain
  • 1984 Und der Wind
  • 1984 Ich bin wieder da
  • 1985 Rhodos bei Nacht
  • 1986 Auf den Stufen zur Akropolis
  • 1987 Ewiges Feuer
  • 1988 Oh, Mandolino
  • 1990 Heimatland
  • 1990 Für immer (Cover-Version von: You Got It von Roy Orbison)
  • 1990 When a Man Loves a Woman
  • 1991 Friede auf Erden
  • 1991 Freiheit ohne Glück (Manuela und Cantus)

Alben (LP/CD)[Bearbeiten]

  • 1963 Manuela!
  • 1965 Die großen Erfolge
  • 1966 Manuela & Drafi
  • 1968 Rund um die Welt
  • 1968 Manuela – Manuela – Manuela (USA)
  • 1968 Star-Boutique Manuela. Die großen Erfolge 2
  • 1968 Die großen Erfolge 3
  • 1969 Weihnachten wie wir es lieben (u. a. mit den Schöneberger Sängerknaben)
  • 1970 Die großen Erfolge. Made in Germany & USA
  • 1970 Lieder aus dem Märchenland (mit den Schöneberger Sängerknaben)
  • 1971 Songs of Love – Manuela in USA
  • 1972 Wenn du in meinen Träumen bei mir bist
  • 1972 Portrait in Musik
  • 1973 Manuela in Las Vegas
  • 1973 Die Liebe hat tausend Namen
  • 1973 Ich war noch nie so glücklich
  • 1980 I Want to Be a Cowboy’s Sweethart
  • 1980 Manuela – The golden Hits
  • 1980 Manuela singt Manuela
  • 1980 Manuela ein musikalisches Porträt
  • 1980 Manuela 80
  • 1984 Ich bin wieder da
  • 1988 Goldene Hits – Das Jubiläumsalbum
  • 1988 Ein schöner Tag mit viel Musik
  • 1988 Olé Mallorca und 14 goldene Hits
  • 1989 Manuela – Ihre größten Erfolge
  • 1991 Sehnsucht nach der Heimat
  • 1992 Jive Manuela – Die Original Schlager-Tanz-Party
  • 1993 Wenn ich erst wieder Boden spür'
  • 1993 St. Vincent
  • 1994 Die größten Erfolge – Neuaufnahmen
  • 1995 ...für den Frieden – gegen den Krieg
  • 1997 Schuld war nur der Bossa Nova (Sonia)
  • 1999 Manuela das Beste – Die Originalhits 1963–1972
  • 2001 Hey Look at Me Now
  • 2001 Dich vergessen kann ich nie
  • 2001 Golden Stars – The Best of Manuela
  • 2001 Schuld war nur der Bossa Nova (3 CDs mit Manuelas größten Erfolgen)
  • 2003 Alles und noch viel mehr...
  • 2003 Schuld war nur der Bossa Nova
  • 2003 Portrait Manuela (Gold-Serie)
  • 2004 Das Beste von Manuela
  • 2005 Manuela. Die Liebe hat tausend Namen
  • 2007 Manuela Erinnerungen (ihres Komponisten)Chris Brown (Christian Bruhn)
  • 2008 Wenn Augen sprechen
  • 2010 Manuela Special Edition
  • 2011 Weißt du’s noch
  • 2011 Schuld war nur der Bossa Nova (Doppel-CD)
  • 2011 Schuld war nur der Bossa Nova

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Bronze-Löwe (1964), Sonderpreis „Goldene Bonny“ (1964) und Silberner Löwe (1968) von Radio Luxemburg
  • Coupe d’or, Italien (1965, 1966 und 1967)
  • Bravo-Otto viermal in Gold (1966, 1969, 1970 und 1971) sowie viermal in Silber (1965, 1967, 1968 und 1972)
  • Goldene Schallplatte (1968)
  • Goldene Stimmgabel (1991 und 1992)

Literatur[Bearbeiten]

  • E. Kraushaar: Mutmaßungen über Manuela. In: E. Kraushaar: Rote Lippen. Die ganze Welt des deutschen Schlagers. Hamburg 1983, S. 137–150.
  • T. Herrwerth: Partys, Pop und Petting. Die Sixties im Spiegel der BRAVO. Marburg 1997
  • T. Hoersch (Hrsg.): BRAVO 1956–2006. München 2006.
  • P. Rentzsch: Einmal zu den Sternen und zurück. Das Buch der Wahrheit. Freier Falke Verlag, 2008, S. 203–211, 283 f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manuela (Sängerin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diskografie und Charts Manuela
  2. swr.de
  3. manuela-music.eu
  4. Heerwerth 1997, S. 37
  5. Dokumentation auf swr.de
  6. Billboard (Magazin), Jimmy Jungermann (München), 27. Februar 1965, S. 20
  7. Billboard, Ursula Schuegraf (München), 30. März 1968, S. 57; Wolfgang Spahr (Berlin), 4. Mai 1968, S. 52.
  8. Billboard, Wolfgang Spahr (Berlin), 12. Oktober 1968, S. 70.
  9. zit. n. Kraushaar 1983, S. 142
  10. memoryradio.de
  11. Video Recorder Makes World Bow, Billboard, 11. Juli 1970, S. 71.
  12. zit. n. Kraushaar 1983, S. 144
  13. Kraushaar 1983, S. 146 ff.
  14. manuela-music.eu (unterem Rand der Seite)
  15. Diverses, manuela-music.eu (per 30. Oktober 2013).
  16. Hoersch 2006, S. 260
  17. Die Manuela-Story – Alles und noch viel mehr im Lexikon des Internationalen Films
  18. Ingo Grabowksy, Martin Lücke: Die 100 Schlager des Jahrhunderts. Hamburg 2008, ISBN 3-434-50619-5.
  19. Kleines Theater Berlin
  20. Ein Denkmal für das erste Girlie der Nation. In: Berliner Morgenpost