Nagykanizsa

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Nagykanizsa
Wappen von Nagykanizsa
Nagykanizsa (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Nyugat-Dunántúl
(Westtransdanubien)
Komitat: Zala
Koordinaten: 46° 27′ N, 17° 0′ O46.4517Koordinaten: 46° 27′ 0″ N, 17° 0′ 0″ O
Fläche: 148 km²
Einwohner: 49.850 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 337 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) national 06 93
Postleitzahl: 8800
KSH kódja: 30933
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Péter Cseresnyés, Fidesz
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Nagykanizsa [ˈnɒckɒniʒɒ] (dt. Großkirchen oder Groß-Kanizsa; früher: ung. Kanizsa, dt. Kanischa, kroat. Kaniža, türkisch Kanije) ist eine Stadt im Komitat Zala in Ungarn. Sie besitzt, wie 22 andere ungarische Städte auch, Komitatsrecht. Nagykanizsa liegt etwa 40 km südwestlich des Balatons und ist etwa 15 km von der kroatischen Grenze entfernt. Sie wird vom Principáliskanal durchflossen, der die Zala mit der Mur verbindet[1][2].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Canischa zur Zeit der Besetzung der Stadt durch die Türken.

Der Ort wird 1245 als Knysa zum ersten Mal erwähnt. Der Name ist (west- oder süd-)slawischen Ursprungs und bedeutet „Fürst“.

Am 20. Oktober 1600 war die wegen ihrer strategischen Bedeutung als der „Schlüssel zu Deutschland“ bezeichnete Stadt nach einer 40 Tage dauernden Belagerung den Türken übergeben worden. Dadurch war vor allem die Steiermark so unmittelbar gefährdet, dass im folgenden Jahr ein von Erzherzog Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand II., persönlich angeführtes Heer sich an die Rückeroberung Kanizsas machte. Diese scheiterte jedoch Mitte November 1601 unter schweren Verlusten.[3]

Auch im Rahmen der Verhandlungen, die zum Frieden von Zsitvatorok führten, war es nicht gelungen, die Rückgabe Kanijes, wie die Türken die Stadt nannten, zu erreichen. Ein erneuter Versuch von christlicher Seite, die Stadt militärisch wieder zu erlangen, musste Anfang Juni 1664 angesichts des herannahenden osmanischen Heeres abgebrochen werden. Der Abwehrsieg in der nachfolgenden Schlacht bei St. Gotthard–Mogersdorf und der Frieden von Eisenburg änderten an den Besitzverhältnissen Kanizsas abermals nichts.[4]

Erst die nach der zweiten türkischen Belagerung Wiens einsetzende habsburgische Gegenoffensive, die endgültig zur Rückgewinnung des von den Türken besetzten Teils Ungarns führen sollte, brachte auch Kanizsa wieder in christlichen Besitz. Am 13. April 1690 übergab die völlig eingeschlossene und von der Nahrungsmittelzufuhr abgeschnittene türkische Garnison die Stadt gegen freien Abzug, der von den Christen auch gewährt wurde.[4]

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://kanizsaterseg.celodin.hu/deutsch.htm
  2. Hölzel: Oberstufenatlas
  3. Vgl. dazu Günter Cerwinka: Die Eroberung der Festung Kanizsa durch die Türken im Jahre 1600. In: Innerösterreich 1564–1619 (= Joannea 3, Graz 1968), 409-511.
  4. a b Vgl. dazu Othmar Pickl: Die Kapitulation der Festung (Nagy) Kanisza der „Hauptfestung des Osmanischen Reiches“ am 13. April 1690 (zum 300. Jubiläum der Kapitulation der letzten türkischen Garnison Transdanubiens). In: Kulönteneyomat. Zalai Múzeum 4 (1992), 85–93.
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