Miskolc
| Miskolc | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Ungarn | |||
| Region: | Észak-Magyarország (Nord-Ungarn) |
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| Komitat: | Borsod-Abaúj-Zemplén | |||
| Koordinaten: | 48° 6′ N, 20° 47′ O48.10555555555620.783333333333130Koordinaten: 48° 6′ 20″ N, 20° 47′ 0″ O | |||
| Höhe: | 130 m | |||
| Fläche: | 84,157 km² | |||
| Einwohner: | 168.075 (1. Jan. 2011) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 1.997 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 46 | |||
| Postleitzahl: | 3500 – 3549 | |||
| KSH kódja: | 30456 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2010) | ||||
| Bürgermeister: | Ákos Kriza (Fidesz) | |||
| Postanschrift: | Városház tér 8. 3525 Miskolc |
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| Webpräsenz: | ||||
| (Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal) | ||||
Miskolc ['miʃkolʦ] (deutsch veraltet: Mischkolz) der Komitatssitz des Komitats Borsod-Abaúj-Zemplén, liegt im Nordosten von Ungarn. Die Einwohnerzahl beträgt knapp 170.000, damit ist Miskolc nach Budapest, Debrecen und Szeged die viertgrößte Stadt Ungarns. Miskolc liegt an den Ostausläufern des Bükk-Gebirges.
Die Stadt ist das Zentrum einer der sieben Regionen in Ungarn.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Miskolc war schon in den Jungsteinzeit bewohnt; die ältesten archäologischen Fundstücke sind bereits 70.000 Jahre alt. Die ältesten bekannten Bewohner der Gegend waren die Kelten. Anstelle der heutigen Diósgyőrer Burg stand schon vor der Ansiedlung der Magyaren eine Festung.
Die Stadt bekam ihren Namen von der altungarischen Großfamilie Miskóc, und wurde schon in den Gesta Hungarorum eines namentlich nicht bekannten Verfassers 1173 so erwähnt: „que nunc uocatur miscoucy“. Die Familie Miskóc verlor diese Gebiete 1312, weil sie in den Kämpfen gegen König Karl I. Robert den Máté Csák unterstützt hatten. Der König teilte nun das Land der Familie Széchy zu, unter deren Führung die Ortschaft sich zur Stadt entwickelte.
Miskolc bekam den offiziellen Status einer Stadt 1365 von König Ludwig, der auch die Diósgyőrer Burg renovieren ließ und diese zum Eigentum der Krone erklärte. Die Stadt blieb bis 1848 in königlicher Hand.
Miskolc entwickelte sich schnell. Im 15. Jahrhundert hatte die Stadt schon 2000 Einwohner, doch diese schnelle Entwicklung verlangsamte sich während der osmanischen Eroberung. Die Stadt wurde von der türkischen Herrschaft 1687 befreit.
1724 wurde Miskolc zur Komitatszentrum von Borsod ernannt. Die erste Volkszählung fand 1786 statt und ergab, dass die Stadt damals 2414 Häuser und 14.179 Einwohner hatte.
Die wichtigsten Gebäude wurden während des 18. und 19. Jahrhunderts erbaut, so das Rathaus, das Komitatshaus, ein Theater oder die Synagoge.
Der nach dem ersten Weltkrieg abgeschlossene Vertrag von Trianon löste eine starke Zuwanderung aus, als Tausende Optanten aus der neu gebildeten Tschechoslowakei nach Miskolc zogen. Im Jahr 1919 war Miskolc kurzzeitig Hauptstadt der Slowakischen Räterepublik, die sich aus Kaschau zurückgezogen hatte.[1]
Während des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich die Stadt zu einem industriellen Zentrum. Der erste Luftangriff der Roten Armee erreichte die Stadt am 2. Juni 1944.
1945 wurden Miskolc, Hejőcsaba und Diósgyőr vereinigt – dadurch entstand das heutige Nagy-Miskolc (Groß-Miskolc).
In den 1990er Jahren verlor Miskolc seine wichtige Rolle in der Industrie.
Demographie [Bearbeiten]
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Nach den Angaben der Volkszählung im Jahr 2001 hat die Stadt 180.282 Einwohner, von denen 95,7 % Ungarn, 2,2 % Roma, 0,3 % Slowaken, 0,3 % Deutsche, 0,1 % Griechen und 1,4 % sonstige Völkergruppen sind.
2001 gab es in der Stadt 73.508 Wohnungen.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Asan, Südkorea[2]
Burgas, Bulgarien
Aschaffenburg, Deutschland
Cleveland, USA
Kattowitz, Polen
Košice, Slowakei
Ostrava, Tschechien
Tampere, Finnland
Valenciennes, Frankreich
Wologda, Russland
Verkehr [Bearbeiten]
- Nahverkehr: Netz der Straßenbahn Miskolc innerhalb der Stadt
- Autobahn: M3/M30 aus Richtung Budapest
- Eisenbahn: Intercitys und Schnellzüge von/nach Budapest und Debrecen, in die und aus der Slowakei usw., außerdem ein Rangierbahnhof
- Flughafen: Flughafen Budapest Ferihegy in 180 km, Flughafen Košice (Slowakei) in 80 km
Sehenswertes [Bearbeiten]
- Ortsteil Lillafüred mit Schlosshotel, Tropfsteinhöhlen und Schmalspurbahn
- Ortsteil Tapolca mit Thermalquellen und Höhlenbad sowie zahlreichen Hotels und Pensionen
- Die Burg Diósgyőr (1271 erstmals urkundlich erwähnt)
- Burgspiele (jährlich im Sommer)
- Ottó Herman-Museum
- Fernsehturm Miskolc-Avas auf dem Avas-Berg
- Gotische Protestantische Kirche auf dem Avas-Berg
- Holzkirche
- Internationales Opernfestival (jährlich)
Sport [Bearbeiten]
2009 wurden die Orientierungslauf-Weltmeisterschaften in der Region um Miskolc ausgetragen.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Kálmán Balogh (* 1959), Cimbalomspieler
- Mihály Deák Bárdos (* 1975), Ringkämpfer
- Karl Biedermann (1890-1945), Kommandant der österreichischen Heimwehr, Major der deutschen Wehrmacht und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- Gábor Dayka (1769–1796), Dichter
- Sándor Ferenczi (1873–1933), Neurologe und Psychoanalytiker
- Károly Grósz (1930–1996), Vorsitzender des ungarischen Ministerrats 1987–1988
- Szabolcs Huszti (* 1983), ungarischer Fußballnationalspieler
- Bela Jenbach (1871−1943), Schauspieler und Operettenlibrettist
- Ida Jenbach (1868−1941?), Schauspielerin und Drehbuchautorin
- Ilona Kállay (1930–2005), Schauspielerin
- Tamás Pál Kiss (* 1991), ungarischer Rennfahrer
- Julius Leopold Klein (1810–1876), deutscher Autor und Literaturhistoriker
- János Kmetty (1889-1975), Maler und Grafiker
- Róza Laborfalvi (1817–1886), Schauspielerin
- Emeric Pressburger (1902–1988), Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent
- Ede Reményi (1828–1898), Violinist
- Attila Repka (* 1968), Ringkämpfer und Olympiasieger
- Júlia Sebestyén (* 1981), Eiskunstläuferin
- Yochk'o Seffer (* 1939), Jazzmusiker
- Balázs Szabó (* 1985), ungarischer Organist und Orgelsachverständiger
- Lőrinc Szabó (1900–1957), Dichter
- Krisztina Tóth (* 1974), Tischtennisspielerin
Klimatabelle [Bearbeiten]
| Miskolc | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Miskolc
Quelle: WMO; wetterkontor.de
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Weblinks [Bearbeiten]
Referenzen [Bearbeiten]
- ↑ Hannes Hofbauer/David X. Noack: Slowakei: Der mühsame Weg nach Westen, Wien 2012, S. 42. ISBN 978-3-85371-349-5
- ↑ http://www.miskolc.hu/pages/template1.aspx?id=1656997
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