Nahetalbahn

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Nahetalbahn
Nahe-Express mit einem Triebwagen der Baureihe 612 in Doppeltraktion verlässt Ottweiler Richtung Saarbrücken
Nahe-Express mit einem Triebwagen der Baureihe 612
in Doppeltraktion verlässt Ottweiler Richtung Saarbrücken
Kursbuchstrecke (DB): 672 (Bingen–Bad Kreuznach)
680 (Bad-Kreuznach–Saarbrücken)
Streckennummer (DB): 3511
Streckenlänge: 141,8 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: Türkismühle–Saarbrücken:
15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Zweigleisigkeit: (durchgehend)
Bundesländer: Rheinland-Pfalz, Saarland
Betriebsstellen und Strecken[1][2]
Strecke – geradeaus
Linke Rheinstrecke von Koblenz
Bahnhof, Station
0,0 Bingen (Rhein) Hbf (Keilbahnhof)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Linke Rheinstrecke nach Mainz
Straßenbrücke
B 9
Haltepunkt, Haltestelle
2,7 Münster-Sarmsheim
   
ehem. Strecke von Hindenburgbrücke
Straßenbrücke
A 61
Haltepunkt, Haltestelle
5,9 Laubenheim (Nahe)
Bahnhof, Station
8,0 Langenlonsheim
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Hunsrückquerbahn nach Stromberg (Hunsrück)
Haltepunkt, Haltestelle
11,5 Bretzenheim (Nahe)
Straßenbrücke
B 41
Bahnhof ohne Personenverkehr
14,6 Bad Kreuznach Gbf
Brücke über Wasserlauf (groß)
Nahe (insg. 13× auf der Strecke)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Strategische Bahn von Gau Algesheim
Bahnhof, Station
16,2 Bad Kreuznach (Keilbahnhof)
Strecke – geradeaus
(Strecke bis Bad Münster ehem. viergleisig)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Nahe
Bahnhof, Station
20,1 Bad Münster am Stein
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
20,4 Alsenztalbahn nach Hochspeyer
Straßenbrücke
20,5 B 48
   
20,7 ehem. Glantalbahn nach Homburg (Saar)
Tunnel
22,2 Großer Norheimer Tunnel (235 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
22,5 Kleiner Norheimer Tunnel (76 m)
Haltepunkt, Haltestelle
23,3 Norheim
   
25,9 Niederhausen (Nahe)
   
31,2 Waldböckelheim
Tunnel
33,5 Booser Tunnel (424 m)
   
ehem. Glantalbahn (Draisinenverkehr)
Bahnhof, Station
35,3 Staudernheim
Bahnhof, Station
38,4 Bad Sobernheim
Haltepunkt, Haltestelle
42,7 Monzingen
Haltepunkt, Haltestelle
47,0 Martinstein
Haltepunkt, Haltestelle
49,2 Hochstetten (Nahe)
Straßenbrücke
B 41
Bahnhof, Station
53,0 Kirn 189 m
Haltepunkt, Haltestelle
56,5 Kirn-Sulzbach (früher Kirnsulzbach)
Haltepunkt, Haltestelle
60,5 Fischbach-Weierbach
   
63,8 Nahbollenbach
Tunnel
65,6 Gefallener-Fels-Tunnel (201 m)
Bahnhof, Station
67,9 Idar-Oberstein 264 m
Tunnel
68,5 Homericher Tunnel (388 m)
Tunnel
69,2 Enzweiler Tunnel (466 m)
   
70,2 Enzweiler
   
73,5 Sonnenberg (Nahe) (stillg. 1963)
Tunnel
73,6 Frauenberg-Tunnel (407 m)
Bahnhof, Station
75,3 Kronweiler
Tunnel
75,5 Kupferheck-Tunnel (211 m)
Tunnel
77,3 Bockspiel-Tunnel (120 m)
Haltepunkt, Haltestelle
77,7 Nohen
Tunnel
79,2 Brämericher Tunnel (209 m)
Bahnhof, Station
80,7 Heimbach (Nahe)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Strecke nach Baumholder
Tunnel
81,3 Jährodt-Tunnel (125 m)
Tunnel
82,1 Mausemühle-Tunnel (145 m)
Haltepunkt, Haltestelle
83,7 Hoppstädten (Nahe)
   
ehem. Strecke von Birkenfeld
Bahnhof, Station
85,7 Neubrücke (Nahe)
Straßenbrücke
A 62
Brücke über Wasserlauf (groß)
Nahe (insg. 13× auf der Strecke)
   
Landesgrenze Rheinland-Pfalz/Saarland
Straßenbrücke
B 41
Haltepunkt, Haltestelle
89,6 Nohfelden
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
ehem. Westrichbahn von Schwarzerden
Bahnhof, Station
91,8 Türkismühle 364 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Hochwaldbahn nach Hermeskeil
Bahnübergang
Walhausen (Saar) / Brunnenstraße
Haltepunkt, Haltestelle
94,6 Walhausen (Saar)
   
96,0 Scheitelpunkt 384,4 m
Haltepunkt, Haltestelle
98,6 Namborn
Brücke (mittel)
B 41
Haltepunkt, Haltestelle
100,9 Hofeld
Haltepunkt, Haltestelle
103,0 Baltersweiler
Bahnübergang
St. Wendel / Kelsweilerstraße
   
ehem. Strecke von Tholey
Brücke über Wasserlauf (groß)
Blies
Bahnhof, Station
106,3 St. Wendel
Brücke über Wasserlauf (groß)
Blies
Haltepunkt, Haltestelle
108,1 Oberlinxweiler
Brücke über Wasserlauf (groß)
Blies (2x)
Haltepunkt, Haltestelle
111,2 Niederlinxweiler
Brücke über Wasserlauf (groß)
Blies (2x)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Ostertalbahn von Schwarzerden
Bahnhof, Station
114,8 Ottweiler (Saar)
Tunnel
117,9 Wiebelskircher Tunnel (313 m)
Haltepunkt, Haltestelle
118,5 Wiebelskirchen
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Strecke von Homburg (Saar)
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon KBHFxe.svg
120,6 Neunkirchen (Saar) Hbf (Keilbahnhof)
BSicon .svgBSicon ABZrf.svgBSicon exSTR.svg
Fischbachtalbahn nach Schiffweiler
BSicon .svgBSicon eKRWg+l.svgBSicon exKRWgr.svg
123,1 Neunkirchen Hbf Abzw
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon exSTR2u.svg
ehem. Strecke nach Neunkirchen-Heinitz
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon exSTR+1.svg
Königsgrube
BSicon .svgBSicon eKRZo.svgBSicon exKRZo.svg
ehem. Verbindung nach Schiffweiler
BSicon .svgBSicon BRÜCKE1.svgBSicon exBRÜCKE1.svg
B 41
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon exDST.svg
124,9
0,0
Landsweiler-Reden
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Reden Grube
BSicon exKDSTl.svgBSicon eKRZo.svgBSicon exSTRrf.svg
1,9 Itzenplitz Grube (1860-1958)
Haltepunkt, Haltestelle
127,5 Bildstock
BSicon BS2+l.svgBSicon eBS2+r.svg
(ehem. Trasse bis 1955)
BSicon STR.svgBSicon exTUNNEL1.svg
127,7 Bildstock-Tunnel (alt, 481 m)
BSicon TUNNEL1.svgBSicon exSTR.svg
127,9 Bildstock-Tunnel (neu, 341 m)
BSicon BS2l.svgBSicon eBS2r.svg
(ehem. Trasse bis 1955)
Haltepunkt, Haltestelle
Friedrichsthal (Saar) Mitte
Bahnhof, Station
129,6 Friedrichsthal (Saar)
Straßenbrücke
Sulzbachtalbrücke, A 8
Haltepunkt, Haltestelle
131,8 Sulzbach (Saar)-Altenwald
Bahnhof, Station
133,1 Sulzbach (Saar)
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Beginn der Güterumgehungsbahn
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136,4 Dudweiler
BSicon STR.svgBSicon HST.svgBSicon .svg
138,5 Jägersfreude
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A 623
BSicon ABZlf.svgBSicon KRZo.svgBSicon STRlg.svg
139,0 Saarbrücken Rbf Nord (Abzw)
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Saarbrücken Rbf Mitte/Hgbf
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140,9 Saarbrücken Hbf Srg
BSicon ABZrf.svgBSicon STR.svgBSicon STR.svg
Saarbrücken Rbf West (Abzw)  GUB
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BSicon STRlf.svgBSicon ABZg+lr.svgBSicon ABZql.svg
Pfälzische Ludwigsbahn von Homburg
und Strecke von Sarreguemines
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Bahnhof, Station
141,9 Saarbrücken Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Fischbachtalbahn nach Wemmetsweiler
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Forbacher Bahn nach Metz
Strecke – geradeaus
Saarstrecke nach Trier

Die Nahetalbahn ist eine zweigleisige, teilweise elektrifizierte Eisenbahnhauptstrecke in Rheinland-Pfalz und im Saarland, die knapp 100 Kilometer entlang der Nahe führt. Sie wurde von der Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft (RNE) erbaut und verbindet Bingen am Rhein an der Linken Rheinstrecke mit der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Der Abschnitt ab Bad Kreuznach ist Teil der regional bedeutsamen Verkehrsachse zwischen den beiden Landeshauptstädten Mainz und Saarbrücken.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau der Nahetal-Bahn

Erste Initiativen und Eröffnung des Abschnitts Neunkirchen–Saarbrücken[Bearbeiten]

Bereits 1839 gab es Pläne zum Bau einer Eisenbahnverbindung zwischen Saar und Mittelrhein, die wegen hoher Baukosten nicht verwirklicht werden konnten.[3]

Zunächst entstand der Streckenabschnitt Neunkirchen–Saarbrücken als Fortsetzung der 1849 vollendeten Pfälzischen Ludwigsbahn Ludwigshafen–Bexbach, die bereits 1850 bis nach Neunkirchen durchgebunden wurde. Die Magistrale sollte in erster Linie der Beförderung von Kohle aus der Saargegend an den Rhein dienen. Wurde anfangs von pfälzischer Seite noch in Erwägung gezogen, das damals noch bayrische St. Ingbert als westlichen Endpunkt festzulegen, so wurde dies auf Druck Preußens fallen gelassen, da eine langfristig angestrebte Durchbindung bis nach Saarbrücken nur über das eigenes Territorium führen wollte. Deshalb wurde Bexbach anvisiert, von wo aus später die Verlängerung über Neunkirchen und das Sulzbachtal erfolgen konnte.[4] Zudem wollte Preußen die Kohlegruben im Holzhauertal und in Landsweiler an das Eisenbahnnetz angebunden sehen.[5][D 1]

Auf diese Weise baute die Direktion der „Königlich-Saarbrücker-Eisenbahn“ den damals auch als Teil der Forbacher Bahn betrachteten Streckenteil von Bexbach über Neunkirchen, Saarbrücken bis ins französische Forbach. Zwischen Neunkirchen und Saarbrücken wurde der Verkehr 1852 schließlich aufgenommen.[D 2]

Entstehung des Abschnitts Bingerbrück–Neunkirchen[Bearbeiten]

1856 wurde für den Bau der Nahestrecke durch Privatkapital die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft (RNE) gegründet. Sie sollte das Nahetal und seine Umgebung durch den Anschluss in Bingerbrück an die Linke Rheinstrecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) und die Hessische Ludwigsbahn wirtschaftlich erschließen und durch die Verbindung mit dem Saarrevier den Mittelrhein für die Saarkohle öffnen. Die Finanzierung konnte nur durch eine staatliche Zinsgarantie in Höhe von vier Prozent sichergestellt werden. Dafür übernahm der preußische Staat mit Vertrag vom 18. Juni 1856 den Bau und Betrieb und erteilte der privaten Bahn unter dem 4. September 1856 die Konzession. Die Streckenführung sollte sich laut preußischem Willen strikt am Verlauf der namensgebenden Nahe orientieren.[6]

An zwei Stellen musste dabei jedoch das Territorium zweier Länder durchquert werden: Die Herrschaft Meisenheim, die damals noch zur Landgrafschaft Hessen-Homburg gehörte, und durch das Fürstentum Birkenfeld, das zum Großherzogtum Oldenburg gehörte. Vor allem mit Oldenburg stritt sich Preußen um die Linienführung. Während Oldenburg gern den Umweg über die Stadt Birkenfeld gesehen hätte, bestand die preußische Seite auf eine Streckenführung im Nahetal. Parallel dazu erwog eine Initiative aus der benachbarten Pfalz eine weitere Variante, bei der die geplante Strecke bei Staudernheim das Nahetal verlassen sollte, bis Altenglan dem Glan und anschließend über Kusel entweder über St. Wendel oder wahlweise entlang des Ostertal verlaufen sollte. Aus taktisch-verkehrspolitischen Gründen verhielt sich Preußen gegenüber diesen Bestrebungen zunächst aufgeschlossen, das dazu führte, dass Oldenburg nachgab und die Trassierung entlang der Nahe auch innerhalb seines Territoriums akzeptierte. Nachdem die Bahnlinie vertraglich gesichert war, konnte 1857 mit dem Bau der 120 Kilometer langen eingleisigen Strecke begonnen werden.[7][6]

Streckenbau[Bearbeiten]

Nahverkehrszug der DB mit Diesellok BR 212 062-4 bei Staudernheim, Nahetalbahn, 1986

Die erste Teilstrecke mit 16 Kilometer Länge von Bingerbrück (heute: Bingen Hbf) nach Kreuznach ging am 15. Juli 1858 in Betrieb.[D 3] Es folgten die Abschnitte bis Oberstein am 15. Dezember 1859[D 4] und über Birkenfeld (heute: Neubrücke) und St. Wendel bis Neunkirchen (Saar) am 26. Mai 1860 mit 52 bzw. 53 Kilometer Länge.[D 5] In Neunkirchen bestand Anschluss an die Königlich-Saarbrücker-Eisenbahn. Am 16. November 1852 waren 21,2 km nach Saarbrücken schon gebaut worden.[D 6] In der Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang 1861, findet sich eine alles umfassende Berichterstattung betreffend "Der Bau des Tunnels bei Wiebelskirchen" (Weblinks).

Noch während des Baus übernahm die Königliche Eisenbahndirektion zu Saarbrücken Verwaltung und Betrieb der Bahn. Die Bahnstrecke wurde zur regionalen Lebensader und förderte die Industrialisierung in diesem durch hohe Arbeitslosigkeit, Landflucht und Auswanderung gekennzeichneten Agrarraum im oberen Bliestal und im Nahetal.

Am Rhein in Bingerbrück erhielt die Strecke am 17. Oktober 1859 Anschluss an die Hessische Ludwigsbahn nach Mainz und am 15. Dezember 1859 rheinabwärts an die Linke Rheinstrecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE). Anfang November 1861 folgte der Schritt über den Rhein nach Rüdesheim mit dem Trajekt Bingerbrück–Rüdesheim. Dort endete seit 1856 die Bahnstrecke der Wiesbadener Eisenbahngesellschaft, die im selben Jahr durch Verstaatlichung zur Nassauischen Staatsbahn umfirmierte.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

Die insgesamt 121 Kilometer lange Strecke der Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft bezeichnet Arthur von Mayer als „die theuerste Bahn Deutschlands, was sich aus den unendlich schwierigen Bauarbeiten erklärt“, die eine große Anzahl von Tunnels, Brücken, Dämmen und Einschnitten umfassten. Es hatten sich dadurch Baukosten von über einer Million Taler pro Meile ergeben, damals eine Rekordsumme.

Zunächst bestand ein enges Konkurrenzverhältnis zur Pfälzischen Ludwigsbahn, da beide Strecken vorrangig dem Transport der Saarkohle dienten. Darüber hinaus war Preußen bemüht, die Verkehrsströme der nordwestlichen Pfalz zur Nahe hin zu beeinflussen. Auf diese Weise entstand beispielsweise der Bahnhof Heimbach, von dem aus eine Straße in die pfälzische Stadt Kusel errichtet wurde. Die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft wies ausdrücklich daraufhin, dass dieser Bahnhof eigens dieser Stadt diene. Seine Bedeutung büßte der Bahnhof jedoch bereits im Jahr 1868 ein, als die von der Ludwigsbahn abzweigende Bahnstrecke Landstuhl–Kusel eröffnet wurde.[8]

Die Einnahmen der Gesellschaft blieben nach der Betriebsaufnahme hinter den Erwartungen weit zurück. Da auch der Personenverkehr, der lediglich zu den Kurorten Kreuznach und Münster am Stein lebhaft war, nicht die Erwartungen der Erbauer erfüllte, konnten weder Dividenden noch die Schuldzinsen erwirtschaftet werden. Daher musste der Preußische Staat wegen seiner Zinsgarantie alljährlich einspringen. Der Versuch des Staates, nach dem Krieg von 1866 die Bahn an die RhE zu verkaufen, scheiterte aus diesen Gründen.

Aus strategischen Gründen entstand 1902 von Gau Algesheim aus eine Strecke nach Kreuznach für die ein neuer Bahnhof errichtet werden musste. Fortan diente der alte Kreuznacher Bahnhof nur noch als Güterbahnhof.

Der Bahnhof Birkenfeld im Nahetal lag fünf Kilometer von der Hauptstadt des Fürstentums Birkenfeld entfernt. Daher baute die RNE auf Kosten der Stadt Birkenfeld eine Eisenbahn von der in Neubrücke umbenannten Station zur Stadt und übernahm auch die Betriebsführung der Birkenfelder Eisenbahn, die am 15. Oktober 1880 eröffnet wurde.

Als wichtige Bahnstrecke zur französischen Grenze hin folgte schon bald der zweigleisige Ausbau. Auch der Anschluss an die von 1913 bis 1915 erbaute und 1945 zerstörte Hindenburgbrücke zwischen Rüdesheim am Rhein und Bingen-Kempten geschah aus strategischen Gesichtspunkten. Er verband die Nahetalbahn durch einen Abzweig bei Münster-Sarmsheim mit der Rechten Rheinstrecke. Wegen der großen militärischen Bedeutung der Strecke, erwarb der Preußische Staat die Bahn mit Wirkung vom 1. April 1881. Die RNE wurde aufgelöst. Ab 1. Juli 1883 gehörte sie zur Königlichen Eisenbahndirektion Köln, linksrheinisch.

Von 1965 bis 1979 verkehrte zwischen Staudernheim und Bad Kreuznach außerdem der sogenannte Munzinger-Express.

Betreiber[Bearbeiten]

Zurzeit wird die Nahetalbahn noch von der DB Regio Südwest betrieben. Ab 14. Dezember 2014 wird die Strecke von der "Regentalbahn AG - Die Länderbahn" übernommen. Die Zugleistungen sollen mit Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 und LINT 81 gefahren werden.[9]

Verbindung über den Rhein[Bearbeiten]

Von Laubenheim führte eine Strecke auf die Hindenburgbrücke, die dreißig Jahre lang (1915–1945) den Verkehr über den Rhein nach Rüdesheim bzw. Geisenheim führte. Die alten Bahndämme sind zum Teil noch zu erkennen.

Tunnelneubau[Bearbeiten]

Der alte Bildstock-Tunnel (481 m) wurde aufgegeben, da unter ihm ein Sicherheitspfeiler an Kohlen stand, den die damaligen Saargruben (später: Saarbergwerke AG; heute: DSK) abbauen wollten. Im Jahr 1955 erfolgte daher der Bau des neuen Bildstock-Tunnels (341 m), der in einem 600-Meter-Radius um den ehemaligen Tunnel herumführt.

Unfälle[Bearbeiten]

Am 16. Januar 1918 wurde der Bahndamm zwischen Kirn und Hochstetten (Nahe) bei einem Unwetter von der Nahe unterspült und rutschte ab. Der Urlauberzug 243 entgleiste, dessen Lokomotive, der Packwagen und drei Personenwagen stürzten in den Fluss. 38 Menschen starben, 25 weitere wurden verletzt.[10]

Neuere Entwicklungen[Bearbeiten]

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Die Nahetalbahn bildet eine der Hauptachsen des Schienenpersonennahverkehrs in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Bei der letzten grundlegenden Oberbauerneuerung 2004/2005 wurden, um die Zulassung zur Befahrung durch Neigezüge zu erhalten, schwerere Schienen (Profil UIC 60) auf Betonschwellen eingebaut. Die Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz, früher durchweg in beklagenswertem Zustand, werden nach und nach grundsaniert (wie Neubrücke (Nahe), Kirn, Monzingen, Bad Sobernheim und ab 2011 nach jahrelanger Streitigkeit mit der Bahn auch der Bad Kreuznacher Bahnhof). Mit der Aufweitung, Neuauskleidung und teilweisen Verlängerung der Tunnel bei Heimbach und damit verbundenen Hangsicherungsmaßnahmen hat inzwischen die Sanierung der Tunnel auf der Strecke begonnen. Im Saarland wurden die meisten Stationen mit elektronischen Fahrtzielanzeigern ausgestattet.

Zeitweise war der Ausbau der Strecke für den Nordast der Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris–Ostfrankreich–Südwestdeutschland im Gespräch. Später wurde entschieden, diese doch über die Pfälzische Ludwigsbahn zu führen, da die Kosten für die notwendige Elektrifizierung auf der tunnelreichen Nahetalstrecke zu hoch gewesen wären.

Rheinland-Pfalz-Takt 2015[Bearbeiten]

Triebwagen Typ LINT 81 der Firma vlexx GmbH am Hbf Mainz

Mit dem Mitte 2008 vorgestellten Konzept Rheinland-Pfalz-Takt 2015 wird sich die Anbindung der Nahetalbahn weiter verbessern. Durch die Elektrifizierung der Strecke von Türkismühle bis Neubrücke (Nahe) wird die Regionalbahn Saarbrücken–Türkismühle zur Regionalbahn Saarbrücken–Neubrücke verlängert. Außerdem wird der Regionalbahn-Halt Hoppstädten (Nahe) aufgrund fehlender Bedienung nur noch von einem Bus bedient, der Reisende nach Neubrücke bringt. Bereits zum Fahrplanwechsel 2014/2015 wird diese Maßnahme umgesetzt. Der neue Fahrplan enthält deswegen eine Streckensperrung zwischen St. Wendel und Neubrücke (Nahe) vom 28. Juli 2014 bis zum 4. September 2014. Es verkehren Busse als Schienenersatzverkehr.

Heimbach, Nohen und Kronweiler sollen durch eine durchgehende Regionalbahn von Baumholder nach Kirn an das RB-Netz angeschlossen werden, wodurch die neun Kilometer lange Nebenbahn von Heimbach nach Baumholder für den Personenverkehr reaktiviert würde. Auch die zusätzlichen Halte in Heimbach (Ort) und Ruschberg würden wieder bedient. Infrastrukturbetreiber der abzweigenden Strecke ist die RP Eisenbahn.[11]

Zwischen Idar-Oberstein und Kirn rollen zukünftig drei Züge pro Stunde. Neben der Regionalbahn Baumholder–Kirn, die für Reisende auf dieser Distanz einen Anschluss in Kirn an den schnellen Nahe-Express von Saarbrücken nach Mainz/Frankfurt am Main darstellt, verkehrt auch eine durchgehende Regionalbahn von Idar-Oberstein nach Mainz Hbf. Diese soll sogar täglich im Stundentakt verkehren.

Als neue Haltepunkte an der Nahestrecke, neben Baumholder, Heimbach Ort und Ruschberg, sind folgende geplant und werden geprüft:

  • Idar-Oberstein Gewerbepark
  • Idar-Oberstein Globus
  • Bad Sobernheim Schulzentrum
  • Niederhausen
  • Bad Kreuznach Rheingrafenstraße
  • Bad Kreuznach Michelin
  • Planig und
  • Mainz Schott AG.

Der Nahe-Express von Frankfurt am Main nach Saarbrücken soll möglichst stündlich in Bad Münster am Stein geflügelt bzw. gekoppelt werden. Eine Einheit soll weiter nach Kaiserslautern fahren.

Auch auf dem Abschnitt Bingen–Bad Kreuznach soll etwas verändert werden. Zweistündlich fährt die Regionalbahn von der Alsenztalbahn (aus Kaiserslautern) ab Bingen als Regional-Express weiter nach Koblenz Hbf. Zudem verdichtet sich der Verkehr durch die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn zum Flughafen Hahn; so fahren zweistündlich ein Regional-Express ab Langenlonsheim und Bingen nach Frankfurt, zusätzlich stündlich eine Regionalbahn mit Halten in Langenlonsheim, Laubenheim und Münster-Sarmsheim weiter nach Bingen. Aktuellen Berichten zufolge wird sich die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn von Langenlonsheim zum Flughafen Frankfurt-Hahn nicht nur bis 2018Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren verzögern, sondern möglicherweise ganz gestrichen werden. Dennoch kündigte Infrastrukturminister Roger Lewentz an, das Planungsverfahren fortzuführen.Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren[12]

Längerfristig, bis 2025, ist eine Querverbindung von Langenlonsheim nach Gensingen geplant, damit die Expresszüge vom Flughafen Hahn nach Frankfurt in Bingen nicht mehr Kopf machen müssen.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Zwischen Bad Kreuznach und Türkismühle führt die Strecke überwiegend an der Nordseite entlang der Nahe. Zweimal auf dem nur vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein sowie elf Mal ab Idar-Oberstein wird der Fluss im enger werdenden Tal gekreuzt. Im Abschnitt St. Wendel–Neunkirchen (Saar) Hbf führt die Strecke entlang der Blies.

Die Nahetalbahn verläuft weitestgehend parallel zur Bundesstraße 41, die sie entlang ihrer Trasse mehrfach quert. Die erste Querung findet nördlich von Bad Kreuznach statt. Ab Bad Sobernheim führen Bahnstrecke und Straße parallel durch das Tal der Nahe, welches die Straße in Idar-Oberstein im Stadtteil Enzweiler wieder verlässt. Ein zweiter, wesentlich kürzerer paralleler Abschnitt existiert zwischen Neubrücke (Nahe) und Nohfelden/Nahe.

Südlich von Namborn kreuzt die Bundesstraße die Bahnstrecke ein weiteres Mal. Beide folgen dann zwischen St. Wendel und Ottweiler wiederum parallel dem Lauf der Blies. Westlich von Neunkirchen kreuzt die Straße ein letztes Mal die Bahnstrecke. Bis Saarbrücken wurde die Bundesstraße durch die Bundesautobahn 8 bzw. Bundesautobahn 623 ersetzt, welche die Bahnstrecke jeweils einmal kreuzen.

Streckenausbau[Bearbeiten]

Der Strecke Türkismühle (Strecken-Kilometer 89,0) – Saarbrücken Hbf wurde 1969 durchgehend elektrifiziert, die Strecke Saarbrücken–Neunkirchen über Fischbach-Camphausen (Fischbachtalbahn) wird bereits seit 1965 elektrisch betrieben.

Wegen abschnittsweiser Tunnelsanierungsarbeiten mit Vergrößerung des Tunnelinnenradius von vier auf fünf Meter in den Jahren 2007 bis 2013 erfolgte der Betrieb zwischen Neubrücke und Idar-Oberstein jeweils für mehrere Monate im Baustellenbereich eingleisig. Im Sommer 2012 war der Streckenabschnitt zwischen Neunkirchen und Saarbrücken wegen Gleiserneuerung und Ausbesserungsarbeiten am Bildstocktunnel gesperrt. Regionalexpresse und Güterzüge wurden über die Fischbachtalbahn umgeleitet, der restliche Personenverkehr wurde für die Zeit der Arbeiten durch Busse ersetzt.

Betrieb[Bearbeiten]

Der Streckenabschnitt Saarbrücken–Türkismühle wurde seit langem schon im dichten Fahrplan betrieben, seit der Elektrifizierung überwiegend mit Wendezügen aus Silberling-Wagen mit E-Loks der Baureihen 140 und 141. Nördlich von Türkismühle kamen oft Schienenbusse der Typen VT 95 (795) und VT 98 (798) zum Einsatz.

Die durchgehenden Eilzüge Saarbrücken – Idar-Oberstein – Bad Kreuznach – Bingen oder Mainz – Frankfurt am Main wurden ebenfalls meistens aus Silberlingen gebildet, die mit Dampflokomotiven der Baureihe 01, später mit Diesellokomotiven der Reihen V 200 und 218 auch auf den elektrischen Abschnitten geführt wurden.

Bereits 1960 gab es Fernverkehrszüge zwischen Paris Est und Frankfurt am Main, die nur in Saarbrücken, Neunkirchen, St. Wendel, Neubrücke, Heimbach, Idar-Oberstein, Kirn, Sobernheim, Bad Münster, Bad Kreuznach, Bingerbrück und Mainz hielten.

1985 wurde die Strecke aufgewertet. Der Schnellzug D 258/59 Paris Est–Frankfurt wurde von der Alsenztalbahn Kaiserslautern–Bad Kreuznach genommen und fuhr nunmehr mit seinen französischen Corail-Wagen über diese Strecke, von Saarbrücken bis Frankfurt am Main durchgehend mit der Baureihe 218 bespannt. 1988 folgte ein D-Zugpaar Saarbrücken–Frankfurt–Kassel–Göttingen, das ebenso über diese Strecke geführt wurde. 1990 wurde dieser Fernverkehr wieder eingestellt.

Heute gibt es durchgehenden Verkehr von Frankfurt (Main) nach Saarbrücken mit Neigetechnikzügen der Baureihe 612, die als „Nahe-Express“ (RE 3) verkehren. Jeder zweite Zug ist von und nach Frankfurt am Main durchgebunden, mit Halt am Flughafen Regionalbahnhof.

Auf dem Abschnitt Türkismühle–Saarbrücken verkehrt die Regionalbahnlinie RB 73 mit Elektrotriebwagen der Baureihen 425 und 426 und auf dem Abschnitt Türkismühle–Mainz die Linie RB 33 mit Dieseltriebwagen der Typen 628 und 643.

Zum Dezember 2014 kommt es zu einem Betreiberwechsel auf der Nahetalbahn, nach dem die Deutsche Bahn die Ausschreibung gegen die Regentalbahn verlor. Diese wird dann Züge des Typ LINT 54 und 81 einsetzen.

Betriebsstellen[Bearbeiten]

Bingen (Rhein) Hauptbahnhof[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bingen (Rhein) Hauptbahnhof

Der Binger Hauptbahnhof befindet sich im Stadtteil Bingerbrück, das bis 1969 eine eigenständige Gemeinde war. Aus diesem Grund trug er den entsprechenden Namen. Da er seit der Eingemeindung nach Bingen am Rhein der wichtigste Bahnhof der Stadt ist, erhielt er 1993 seinen jetzigen Namen.

Münster-Sarmsheim[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Münster-Sarmsheim befindet sich am nordöstlichen Ortsrand von Münster-Sarmsheim.

Langenlonsheim[Bearbeiten]

Der Bahnhof Langenlonsheim befindet sich im Norden von Langenlonsheim. Von 1889 bis 1984 zweigte hier die über Simmern nach Hermeskeil führende Hunsrückquerbahn ab, welche heute nur noch bis Stromberg (Hunsrück) im Güterverkehr bedient wird.

Bretzenheim (Nahe)[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Bretzenheim (Nahe) befindet sich am südlichen Ortsrand von Bretzenheim.

Bad Kreuznach Güterbahnhof[Bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Eröffnung war dies der Endbahnhof der Nahestrecke. Mit ihrer Verlängerung nach Oberstein wurde er zum Durchgangsbahnhof. Mit Errichtung der Bahnstrecke Gau Algesheim–Bad Kreuznach verlor er den Personenverkehr, blieb jedoch als Güterbahnhof bestehen.

Bad Kreuznach[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Bad Kreuznach

Der Bahnhof Bad Kreuznach befindet sich zentral innerhalb der Stadtmitte von Bad Kreuznach.

Bad Münster am Stein[Bearbeiten]

Der Bahnhof Bad Münster am Stein war mit der Eröffnung des Abschnittes Kreuznach–Oberstein zunächst Unterwegsbahnhof. Mit der durchgehenden Eröffnung der Alsenztalbahn im Jahr 1871 wurde er zum Trennungsbahnhof. 1904 kam die aus strategischen Gründen erbaute Glantalbahn hinzu. Dadurch war er Knotenpunkt dreier zweigleisiger Strecken. Aufgrund seiner Bedeutung als strategischer Eisenbahnknotenpunkt wurde er im Zweiten Weltkrieg bombardiert.

Bei seinem Empfangsgebäude handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Jugendstilgebäude, das teilweise Fachwerk enthält. Es wurde um 1910 im Zuge des strategischen Bahnbaus fertig gestellt. Hinsichtlich seiner Architektur wurde bewusst der Tatsache, dass Bad Münster ein Kurort ist, Rechnung getragen. Bereits 1961 wurde der Glantalbahn-Abschnitt Odernheim-Bad Münster stillgelegt, lediglich der in diesem Bereich abzweigende Gleisanschluss zum Kraftwerk Niederhausen wurde noch bis 1992 bedient. Bereits Ende der 1980er Jahre war der Bahnhof als Gütertarifpunkt geschlossen worden.

Norheim[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Norheim befindet sich im Zentrum der Ortsgemeinde Norheim.

Staudernheim[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Staudernheim

Der Bahnhof Staudernheim war mit der Eröffnung des Abschnittes Kreuznach–Oberstein zunächst Unterwegsbahnhof. Zudem war er die einzige Betriebsstelle von Hessen-Homburg. Nach der Durchbindung der unteren Glantalbahn bis zum Bahnhof Staudernheim im Jahr 1897 wurde dieser erweitert. Mit Eröffnung der strategischen Strecke nach Bad Münster war das Teilstück zwischen Odernheim und Staudernheim vorübergehend im Wesentlichen eine Verbindungskurve, nach Stilllegung des Abschnittes Odernheim–Bad Münster im Jahr 1961 gewann es wieder an Bedeutung.

Bad Sobernheim[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Bad Sobernheim

Der Bahnhof Bad Sobernheim befindet sich im Süden der Stadt Bad Sobernheim unweit von deren Zentrum. Bis 1995 hieß er Sobernheim, erst als die Stadt das Prädikat Bad erhielt, bekam er seinen heutigen Namen.

Monzingen[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Monzingen befindet sich am südlichen Ortsrand von Monzingen.

Martinstein[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Martinstein befindet sich am südlichen Ortsrand von Martinstein.

Hochstetten (Nahe)[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Hochstetten (Nahe) befindet sich am südöstlichen Rand von Hochstetten.

Kirn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Kirn befindet sich am südlichen Stadtrand von Kirn.

Kirnsulzbach[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Kirnsulzbach befindet sich im Süden von Kirn-Sulzbach.

Fischbach-Weierbach[Bearbeiten]

Bahnhof Fischbach-Weierbach

Der Haltepunkt Fischbach-Weierbach befindet sich im Südosten von Fischbach; Weierbach befindet sich weiter südwestlich.

Idar-Oberstein[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Idar-Oberstein

Zunächst hieß der Bahnhof Idar-Oberstein nur Oberstein. Er wurde im Dezember 1859 als Endbahnhof des von Kreuznach kommenden Abschnittes in Betrieb genommen. Bereits ein halbes Jahr später wurde er mit der Durchbindung bis Neunkirchen zum Durchgangsbahnhof. Er befindet sich im Süden der Stadt Idar-Oberstein.

Kronweiler[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Kronweiler befindet sich zentral innerhalb von Kronweiler.

Nohen[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Nohen befindet sich zentral innerhalb von Nohen.

Heimbach (Nahe)[Bearbeiten]

Der Bahnhof Heimbach (Nahe) befindet sich rund drei Kilometer nordwestlich der Ortsgemeinde Heimbach (Nahe), die trotz ihres Namens außerhalb des Nahetals liegt. Er ist bereits Teil der Gemarkung von Hoppstädten-Weiersbach. Von ihm zweigt die im Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecke nach Baumholder ab, die zum Fahrplanwechsel 2014/2015 am 14. Dezember 2014 im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Taktes 2015 reaktiviert wird. Damit fahren dann wieder Regionalbahnen von Baumholder nach Kirn bzw. weiter nach Mainz.

Hoppstädten (Nahe)[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Hoppstädten (Nahe) befindet sich im Osten von Hoppstädten.

Neubrücke (Nahe)[Bearbeiten]

Bahnhof Neubrücke (Nahe)

Der Bahnhof Neubrücke (Nahe) befindet sich im Südosten von Neubrücke (Nahe). Von ihm zweigt die inzwischen abgebaute Birkenfelder Eisenbahn ab, die Birkenfeld (Nahe) an das Bahnnetz anschloss.

Nohfelden[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Nohfelden befindet sich am westlichen Rand von Nohfelden/Nahe.

Türkismühle[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Türkismühle

Der Bahnhof Türkismühle befindet sich am nordöstlichen Rand von Türkismühle. Er wurde 1860 mit Eröffnung des Streckenabschnitts zwischen Oberstein und Neunkirchen in Betrieb genommen. 1889 wurde er Endpunkt der von Trier her kommenden Hochwaldbahn. 1936 kam noch die Bahnstrecke Türkismühle–Kusel. Beide Zweigstrecken haben den Personenverkehr inzwischen eingebüßt. Zudem ist der Bahnhof nördlicher Endpunkt des elektrifizierten Abschnitts der Nahebahn, weshalb viele Züge in Türkismühle enden beziehungsweise beginnen.

Walhausen (Saar)[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Walhausen (Saar) befindet sich am südlichen Ortsrand von Walhausen (Saar).

Namborn[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Namborn befindet sich am nordöstlichen Ortsrand von Namborn.

Hofeld[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Hofeld befindet sich zentral innerhalb von Hofeld.

Baltersweiler[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Baltersweiler befindet sich am südöstlichen Ortsrand von Baltersweiler.

St. Wendel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof St. Wendel

Der Bahnhof St. Wendel befindet sich im Zentrum der Stadt St. Wendel. Von ihm zweigte die inzwischen abgebaute Bahnstrecke St. Wendel–Tholey ab.

Oberlinxweiler[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Oberlinxweiler befindet sich am östlichen Rand von Oberlinxweiler.

Niederlinxweiler[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Niederlinxweiler befindet sich unweit der Ortsmitte von Niederlinxweiler.

Ottweiler (Saar)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Ottweiler (Saar)

Der Bahnhof Ottweiler (Saar) wurde 1860 mit Eröffnung des Streckenabschnitts zwischen Oberstein und Neunkirchen in Betrieb genommen. Erst 77 Jahre später wurde er mit Eröffnung der Ostertalbahn nach Niederkirchen zum Knotenbahnhof, die ein Jahr später bis nach Schwarzerden durchgebunden wurde und heute eine Museumsbahn ist. Eigens hierfür erfolgte ein Umbau des Empfangsgebäudes sowie die Errichtung eines Inselbahnsteiges für die Zweigstrecke. Zudem erhielt er in diesem Zusammenhang eine Unterführung für Fußgänger.[13]

Wiebelskirchen[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Wiebelskirchen befindet sich im Westen von Wiebelskirchen, direkt am Ende des Tunnels.

Neunkirchen (Saar) Hauptbahnhof[Bearbeiten]

Der Neunkircher Hauptbahnhof befindet sich am nördlichen Stadtrand von Neunkirchen (Saar). Er wurde 1850 eröffnet und ist heute ein Keilbahnhof. Er ist darüber hinaus Endpunkt der Fischbachtalbahn, welche ab hier im Abstand von ca. 2 Kilometern von der Nahetalbahn bis zu derer beiden Endpunkt, Saarbrücken, parallel verläuft, und der Bahnstrecke Homburg–Neunkirchen. Die Gleise der Nahetalbahn sind mit 1 bis 3 nummeriert, die Gleise Richtung Homburg/Wemmetsweiler mit 25 bis 27. Die ehemaligen Gleise 4 und 5 lagen an der Fischbachtalbahn und der Nahetalbahn. Züge aus/in Richtung Schiffweiler kreuzen heute die Nahetalbahn. Mittlerweile stillgelegt ist die Bahnstrecke Neunkirchen–Neunkirchen-Heinitz, die hauptsächlich den Gruben Dechen und Heinitz gedient hatte. Der Bahnhof wird außerdem von vielen Güterzügen bedient, der Güterbahnhof erstreckt sich großflächig entlang aller Strecken. Während der Güterbahnhof früher hauptsächlich von Kohle- und Stahlzügen genutzt wurde, dient er heute hauptsächlich der Zugbildung. Weiterhin existiert ein Anschlussgleis an das Walzwerk der Saarstahl GmbH.

Der Bahnhof wird zurzeit barrierefrei ausgebaut und mit Aufzugsanlagen ausgestattet, befindet sich aber dennoch in einem schlechten Zustand. Es fehlen Toiletten und kostenlose Parkmöglichkeiten.

Landsweiler-Reden[Bearbeiten]

Der Bahnhof Landsweiler-Reden befindet sich am südlichen Ortsrand von Landsweiler-Reden. Früher trug er lediglich die Bezeichnung Reden. Der Bahnhof befindet sich gegenüber der mittlerweile stillgelegten Grube Reden. Die Strecke verlief hier früher viergleisig nach Neunkirchen zum (mittlerweile teilweise stillgelegten) Güterbahnhof Schlawerie, getrennt nach Personenverkehr (heute noch vorhandener Teil) und Güterverkehr von den beiden Gruben Itzenplitz und Reden (heute nur noch Bahndamm vorhanden). Des Weiteren gab es eine Stichstrecke zur Grube Itzenplitz im Nachbarort Heiligenwald. Der Bahnhof ist der einzige zwischen St. Wendel und Saarbrücken, der rechtlich nicht zu einer Stadt oder einem Stadtteil, sondern zu einem Dorf gehört.[14] Der Bahnhof befindet sich in einem desolaten Zustand, das Gebäude ist zur Straße hin mit einem Bauzaun abgesperrt. Die Gemeinde Schiffweiler versucht bereits seit einigen Jahren das Gebäude zu erwerben und zu erneuern.

Bildstock[Bearbeiten]

Der Halt Bildstock befindet sich am nordwestlichen Ortsrand von Bildstock, unmittelbar vor dem Bildstocktunnel.

Friedrichsthal Mitte[Bearbeiten]

Der barrierefreie Halt Friedrichsthal Mitte unweit des Zentrums von Friedrichsthal (Saar) wurde 2004 eröffnet. Er befindet sich auf der anderen Seite des Bildstocktunnels.

Friedrichsthal (Saar)[Bearbeiten]

Der Bahnhof Friedrichsthal (Saar) befindet sich im Südwesten von Friedrichsthal.

Sulzbach (Saar) Altenwald[Bearbeiten]

Der Halt Sulzbach (Saar) Altenwald befindet sich auf Höhe des Sulzbacher Ortsteils Altenwald.

Sulzbach (Saar)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Sulzbach (Saar)

Der Bahnhof Sulzbach (Saar) befindet sich im Zentrum von Sulzbach (Saar). Früher zweigte von ihm ein Anschlussgleis zur Grube Altenwald ab. Unmittelbar südlich von ihm beginnt parallel zur Nahestrecke die Verbindung zum Saarbrücker Rangierbahnhof.[15]

Dudweiler[Bearbeiten]

Der Bahnhof Dudweiler befindet sich im Zentrum des Saarbrücker Stadtteils Dudweiler. Früher zweigte von ihm ein Anschlussgleis zur Grube Dudweiler ab.[15] Das Gebäude wird nur noch als Teil der Unterführung zum Bahnsteig genutzt und ist stark heruntergekommen.

Jägersfreude[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Jägersfreude befindet sich im Zentrum des Saarbrücker Stadtteils Jägersfreude. Die parallel verlaufende Güterumgehungsstrecke geht hier in den Rangierbahnhof Saarbrücken über.

Saarbrücken Hauptbahnhof[Bearbeiten]

Hauptartikel: Saarbrücken Hauptbahnhof

Der Saarbrücker Hauptbahnhof existiert seit 1852 und hieß anfangs St. Johann-Saarbrücken. Er ist heute die wichtigste Bahnstation im Saarland. Darüber hinaus ist er Endpunkt mehrerer weiterer Bahnstrecken wie der Fischbachtalbahn, der Forbacher Bahn, der Saarstrecke, der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken und der Bahnstrecke Saarbrücken–Sarreguemines. Vor dem Bahnhof verläuft die Saarbahn von Saargemünd nach Lebach.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Brumm: Die Rhein-Nahe-Bahn. Ein ausführlicher Bericht über Planung, Bau und Betrieb der Rhein-Nahe-Bahn Bingerbrück, Bad Kreuznach, Bad Münster a. St., Sobernheim, Kirn, Idar-Oberstein, St. Wendel, Neunkirchen. Edition Nahetal, Bad Kreuznach 1987, ISBN 3-926421-00-2.
  •  Hans-Joachim Emich, Rolf Becker: Die Eisenbahnen an Glan und Lauter. Selbstverlag, Waldmohr 1996, ISBN 3-980-49190-0.
  •  Fritz Engbarth: 150 Jahre Eisenbahnen zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein - die attraktive Regionalschnellverkehrslinie entlang der Nahe hat Geburtstag. 2009 (Teil 1 (PDF; 1,0 MB) und Teil 2 (PDF; 2,0 MB), abgerufen am 21. September 2013).
  •  Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. pro MESSAGE, Ludwigshafen am Rhein 2005, ISBN 3-934845-26-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nahetalbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • D Deutsche Reichsbahn (Hrsg.): Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken. Berlin 1935. (Nachdruck: Dumjahn, Mainz 1984, ISBN 3-921426-29-4)
  1. 1850/15 und 1852/12
  2. 1850/15 und 1852/12
  3. 1858/06
  4. 1859/35
  5. 1860/04
  6. 1852/12

andere

  1.  Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. Informationen und Bilder zu den Tunneln der Strecke 3511 auf www.eisenbahn-tunnelportale.de
  3.  Fritz Engbarth: 150 Jahre Eisenbahnen zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein - die attraktive Regionalschnellverkehrslinie entlang der Nahe hat Geburtstag Teil 1. 2009, S. 5.
  4.  Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. 2005, S. 165.
  5.  Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. 2005, S. 114.
  6. a b  Hans-Joachim Emich, Rolf Becker: Die Eisenbahnen an Glan und Lauter. 1996, S. 16.
  7.  Fritz Engbarth: 150 Jahre Eisenbahnen zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein - die attraktive Regionalschnellverkehrslinie entlang der Nahe hat Geburtstag Teil 1. 2009, S. 5f.
  8.  Hans-Joachim Emich, Rolf Becker: Die Eisenbahnen an Glan und Lauter. 1996, S. 7.
  9. ZSPNV Süd:„ZSPNV Süd: Rheinland-Pfalz-Takt an der Nahe, in Rheinhessen und der Pfalz wird verbessert“ vom 29. Februar 2012,. Abgerufen am 11. März 2012
  10. Martin Weltner: Bahn-Katastrophen. Folgenschwere Zugunfälle und ihre Ursachen. München 2008. ISBN 978-3-7654-7096-7, S. 14.
  11. http://www.rp-eisenbahn.de/rpe_strecken_pfalz2.html
  12. Rhein-Zeitung vom 11. September 2011: Bahn zum Hahn: Zug ist abgefahren
  13. ostertalbahn.homepage.t-online.de: Die Ostertalbahn und das Ostertal – Bahnfahren und Wandern. Abgerufen am 1. Mai 2013.
  14. Karte der Reichsbahndirektion Mainz vom 1. Januar 1940
  15. a b  Eisenbahnatlas Deutschland. Schweers + Wall, Eupen 2002, ISBN 3-89494-133-2, S. 81.