Thilo Sarrazin

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Thilo Sarrazin im Juli 2009

Thilo Sarrazin (* 12. Februar 1945 in Gera) ist ein deutscher Politiker der SPD, Volkswirt und Autor.

Von 1975 bis 2010 war er im öffentlichen Dienst tätig und von 2000 bis 2001 in leitender Position bei der Deutschen Bahn AG beschäftigt. Von 2002 bis April 2009 war Sarrazin Finanzsenator im Berliner Senat und anschließend bis Ende September 2010 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank.

Sarrazin stößt durch provokant formulierte und kontroverse Thesen zur Finanz-, Sozial- und Bevölkerungspolitik verschiedene gesellschaftliche Diskussionen an. Nachdem Sarrazin mit Ratschlägen an Hartz-IV-Empfänger überregional bekannt geworden war und mit Deutschland schafft sich ab einen umstrittenen Bestseller geschrieben hatte, schied er aus dem Bundesbankvorstand aus.

Werdegang[Bearbeiten]

Thilo Sarrazin wuchs in Recklinghausen als ältestes von vier Kindern des Arztes und Schriftstellers Hans-Christian Sarrazin (1914–2013) und der westpreußischen Gutsbesitzertochter Mechthild auf und machte 1965 am dortigen altsprachlichen Gymnasium Petrinum das Abitur.[1][2][3][4][5] Nach dem Wehrdienst studierte er von 1967 bis 1971 Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn, arbeitete dort anschließend als Assistent am Institut für Industrie- und Verkehrspolitik und wurde von dieser im Jahre 1973 zum Dr. rer. pol. promoviert.[6] In seiner Dissertation behandelte er wissenschaftstheoretische Probleme der Wirtschaftsgeschichte aus dem Blickwinkel des Kritischen Rationalismus. Von November 1973 bis Dezember 1974 war Sarrazin wissenschaftlicher Angestellter der Friedrich-Ebert-Stiftung. In dieser Zeit trat er der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei.

Ab 1975 war Sarrazin im öffentlichen Dienst des Bundes tätig, von 1975 bis 1978 als Referent im Bundesministerium der Finanzen (1977 Abordnung zum IWF nach Washington, D.C.), anschließend bis 1981 als Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, ab 1981 erneut im Bundesfinanzministerium. Von Oktober 1981 an war er dort Büroleiter und enger Mitarbeiter von Bundesfinanzminister Hans Matthöfer und dessen Nachfolger Manfred Lahnstein. Nach Ende der sozialliberalen Koalition im Oktober 1982 blieb Sarrazin im Bundesfinanzministerium, wo er zeitweise für den Bereich Schienenverkehr zuständig war[7] und nacheinander mehrere Referate leitete, darunter 1989 bis 1990 das Referat Innerdeutsche Beziehungen, das die deutsch-deutsche Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zusammen mit dem damaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel und dem späteren Bundespräsidenten Horst Köhler vorbereitete.[8] Von 1990 bis 1991 arbeitete Sarrazin für die Treuhandanstalt. Bis 1997 war er Staatssekretär im Ministerium für Finanzen in Rheinland-Pfalz, danach Vorsitzender der Geschäftsführung der Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG). Von 2000 bis Dezember 2001 war er bei der Deutschen Bahn, und zuletzt von Januar 2002 bis 30. April 2009 Berliner Senator für Finanzen.

Infolge der Operation eines gutartigen Tumors an Nerven des Innenohrs im August 2004 ist seine rechte Gesichtshälfte teilweise gelähmt.[9][10]

Sarrazin ist verheiratet mit der Grundschullehrerin in Ruhestand und Autorin Ursula Sarrazin, geb. Breit (* 1951), Tochter des eh. DGB-Vorsitzenden Ernst Breit, und hat zwei Söhne.[11]

Deutsche Bahn AG[Bearbeiten]

Zwischen Frühjahr 2000 und Dezember 2001 war Sarrazin bei der Deutschen Bahn beschäftigt, zunächst vier Monate als Leiter der Konzernrevision[12] und nachfolgend, ab 1. September 2000, als Vorstandsmitglied der DB Netz, zuständig für Planung und Investitionen.[13] Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG stimmte seiner Abberufung im November 2001 zu.[14] Er wurde bei vollen Bezügen bis zum Vertragsende 2005 vom Dienst freigestellt. Laut Mehdorns Angaben sei Sarrazin das einzige Vorstandsmitglied gewesen, von dem er sich während seiner Zeit bei der DB AG habe trennen müssen. Als Grund führt er an, Sarrazin habe sich nicht an gemeinsame Beschlüsse gehalten.[15]

Sarrazin gilt als maßgeblicher Entwickler des Volksaktienmodells der Deutschen Bahn, das die Ausgabe von stimmrechtslosen Volksaktien vorsah, um das Mitspracherecht privater Investoren zu begrenzen und das Modell der Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn zu Fall zu bringen. Er gilt als Befürworter einer Ausrichtung der Bahn auf Wirtschaftlichkeit gemäß einer Kosten-Wirksamkeits-Analyse. Sein Verhältnis zum ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, wird als „Dauerfeindschaft“ charakterisiert.[7]

Nach Sarrazins Entlassung aus dem Vorstand der DB Netz AG unterlag er 2007 vor dem Bundesgerichtshof in einem Prozess um die Fortsetzung seines Arbeitsverhältnisses nach seinem Amtsantritt als Berliner Finanzsenator und daraus folgender Gehalts- oder Abfindungsansprüche.[16][7]

Berliner Senator für Finanzen[Bearbeiten]

Sarrazin wurde im Januar 2002 Senator für Finanzen im Senat Wowereit II und III.

Bei Amtsantritt verzichtete Sarrazin medienwirksam auf Senatorenbezüge und wollte den Haushalt Berlins als „One-Dollar-Man“ sanieren. Die doppelt so hohen Bezüge aus seinem ruhenden Dienstverhältnis bei der Deutschen Bahn (DB) sollten seiner Auffassung nach jedoch weitergezahlt werden.[17] Die Deutsche Bahn lehnte die Gehaltsfortzahlung unter Verweis auf das Berliner Senatorengesetz und mit der Begründung ab, dass ein Senator keine anderweitigen Entgelte beziehen dürfe, um seine Unabhängigkeit zu gewährleisten.[18] Der Arbeitsvertrag mit Sarrazin war nach Auffassung der DB rechtswirksam gekündigt worden, weil es der Senator versäumt habe, die Zustimmung des Bahn-Aufsichtsrats zu seiner Berufung in den Senat einzuholen. Das Landgericht Frankfurt am Main wies eine entsprechende Klage Sarrazins auf Gehaltsfortzahlung durch die DB am 19. Juni 2002 ab.[19][20]

Sarrazin hielt an der klassischen Kameralistik für die Haushaltsführung kommunaler Behörden fest.[21] Materiell führte er eine strenge Spar- und Haushaltspolitik durch. 2007 kam es zum ersten Mal in der Geschichte des Landes Berlin zu einem Haushaltsüberschuss (80 Millionen €).[22][23]

Mit 46 Nebentätigkeiten war Sarrazin im Juni 2008 das Senatsmitglied mit den meisten Nebentätigkeiten. Er war unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats der Berliner Verkehrsbetriebe, der Charité, der Investitionsbank Berlin und der Vivantes GmbH.[24]

Im Rahmen der Tempodrom-Affäre wurde ihm vorgeworfen, Landesgelder regelwidrig vergeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhob im November 2004 Anklage. Gegen den ermittelnden Oberstaatsanwalt reichte Sarrazin eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein. Das Landgericht Berlin lehnte jedoch im Dezember 2004 die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen Unschlüssigkeit ab.

Sarrazin wusste schon 2006 von der rechtswidrigen Vergabepraxis bei Aufträgen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge und billigte sie.[25] Diese hat in den Jahren von 2002 bis 2009 in 18 Fällen Planungsaufträge nicht ausgeschrieben, sondern direkt vergeben. Einer der Hauptauftragnehmer war das Ingenieurbüro des SPD-Politikers Ralf Hillenberg. Nach Bekanntwerden der Verstöße wurden die beiden Geschäftsführer der Howoge, die wie Hillenberg SPD-Mitglieder waren, fristlos entlassen. Ein Untersuchungsausschuss des Parlaments befasste sich mit dem Vorgang, die Opposition bemängelte parteiinternen Filz, während die SPD-geführte Regierungskoalition keine Versäumnisse im rechtlichen Sinn erkannte.[26]

Im Jahr 2007 genehmigte er als Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe BVG fahrlässig ein riskantes Spekulationsgeschäft, das er nicht vollständig verstand. Im Jahr 2008 führte es zu einem Verlust von 150 Mio EUR. In einer Klageschrift gegen die Bank JP Morgan führt die BVG vor einem Londoner Gericht aus, dass derartige Geschäfte ihr als Anstalt des öffentlichen Rechts durch Gesetz und Satzung verboten und daher nichtig wären. Strafrechtlich ist der Vorgang nach fünf Jahren verjährt. Schadensersatzforderungen gegen die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat der BVG werden vom Berliner Senat geprüft.[27][28]

Im Jahr 2008 entgingen dem Land Berlin bei der Verpachtung eines landeseigenen Grundstücks an den Golf- und Landclub Berlin-Wannsee e. V. Mehreinnahmen von drei Millionen Euro als Sarrazin eigenmächtig auf eine Nachbesserungsklausel bei Verlust der Gemeinnützigkeit verzichtete.[29] Zuvor hatte das Berliner Landesparlament den Verkauf des Grundstücks für 3,8 Mio EUR an den Golfclub abgelehnt. Parlament und Steuerzahlerbund kritisierten den Vorgang.[30] Staatsanwaltschaft und Senat schlossen eine strafrechtliche Begünstigung durch Thilo Sarrazin aus.[31]

Zum 30. April 2009 legte Sarrazin sein politisches Amt nieder, um in den Vorstand der Bundesbank zu wechseln;[32] sein Nachfolger im Amt des Berliner Senators für Finanzen wurde Ulrich Nußbaum.[33]

Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank[Bearbeiten]

Die Berufung in den Vorstand der Deutschen Bundesbank erfolgte auf Initiative des Landes Berlin,[34] gegen den Willen des Bundesbankpräsidenten Axel Weber.[35]

Aufgrund seines Auftretens verweigerte der Bundesbankvorstand dem neuen Mitglied Sarrazin internationale Aufgaben; ihm wurden lediglich die Aufgabengebiete über Bargeld, Risiko-Controlling und Informationstechnologie zugeteilt.[35] Später erzählte Sarrazin: „Als Bundesbanker war die Arbeit der Woche nach eineinhalb Tagen dienstagmittags getan.“[36] So widmete er sich – auch unter Einsatz von Bundesbankpersonal – seinen außerdienstlichen Angelegenheiten als Lehrbeauftragter an der Verwaltungshochschule in Speyer[37][38] und Buchautor.[35]

Als im Mai 2009 ein provokantes Interview mit Thilo Sarrazin zu bankfremden Themen im Wochenmagazin Stern erschien, distanzierte sich die Bundesbank umgehend von den Äußerungen ihres Vorstandsmitglieds.[39]

Äußerungen Sarrazins über arabische und türkische Einwanderer in einem Interview gegenüber der Kulturzeitschrift Lettre International wurden seitens der Bundesbank am 30. September 2009 missbilligt. Die Bank distanzierte sich „entschieden in Inhalt und Form“ von den „diskriminierenden Äußerungen“ Sarrazins.[40] Am 1. Oktober 2009 reagierte Sarrazin mit einer persönlichen Mitteilung. Es sei nicht seine Absicht gewesen, einzelne Volksgruppen zu diskreditieren. Er versprach, in Zukunft „bei öffentlichen Äußerungen mehr Vorsicht und Zurückhaltung“ walten zu lassen.[41][42] Bundesbankpräsident Axel Weber stellte am 3. Oktober 2009 öffentlich fest, für die Bundesbank sei ein Reputationsschaden entstanden, der schnell behoben werden müsse. Dies wurde als indirekte Rücktrittsaufforderung an Sarrazin interpretiert.[43] Als Sarrazin ablehnte, entzog der Vorstand ihm das Ressort Bargeld.[44] Sarrazin verblieben die Geschäftsbereiche Risiko-Controlling und Informationstechnologie;[45] im Mai 2010 kam der Bereich Revision hinzu.[46]

In Zusammenhang mit der Debatte um das Buch Deutschland schafft sich ab geriet Sarrazin Ende August 2010 erneut unter Druck.[47] Die Bank warf ihm vor, er habe mit seinen provokanten und diskriminierenden Äußerungen, „insbesondere zu Themen der Migration“, „fortlaufend und in zunehmend schwerwiegendem Maße“ das Gebot der politischen Mäßigung verletzt und dem Ansehen der Institution Schaden zugefügt. Auch seien die abwertenden Äußerungen geeignet, den Betriebsfrieden erheblich zu beeinträchtigen, zumal zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Migrationshintergrund hätten.[48] Ein freiwilliges Ausscheiden lehnte Sarrazin zunächst ab.[49] Am 2. September 2010 beantragte der Vorstand der Deutschen Bundesbank beim Bundespräsidenten, Sarrazin als Vorstand abberufen zu lassen;[50] zugleich wurden ihm mit sofortiger Wirkung seine Geschäftsbereiche entzogen.[51] Zwei Tage später warnte Sarrazin den nun in der Sache zuständigen Bundespräsidenten Christian Wulff vor einem „politischen Schauprozess“ und drohte indirekt mit Klage gegen eine etwaige Entlassung.[52]

In Verhandlungen unter Beteiligung des Bundespräsidialamtes wurde am 9. September 2010 erreicht, dass der Vorstand der Bundesbank die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht mehr aufrecht hält, Sarrazin beim Bundespräsidenten um seine Amtsentbindung bittet und die Bundesbank ihr Entlassungsgesuch zurückzieht.[53] Beide Vertragspartner einigten sich darauf, dass Sarrazin eine Pension in der Höhe erhält, wie sie ihm regulär ab 2014 zugestanden hätte, wäre der Vertrag nicht vorzeitig aufgelöst worden. Gegenüber dem ersten Pensionsangebot der Bundesbank für seine 17 Monate im Amt erhält Sarrazin tausend Euro mehr pro Monat, ausgelegt auf die gesamte ursprüngliche Vertragslaufzeit.[54][55]

Politiker aus Regierung und Opposition begrüßten diese Vereinbarung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es sei gut, „dass es diese einvernehmliche Regelung jetzt gibt“, da nun die Bundesbank in Ruhe weiterarbeiten könne.[56] Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, sprach hingegen von einem „faulen Kompromiss“, der „eine Schande“ für das ganze Land sei. Es sei die Chance verpasst worden, mit einem Rauswurf Sarrazins eine klare Linie zu ziehen, dass solcher Rassismus in unserer Gesellschaft nicht tolerierbar sei.[53]

Der Bund der Steuerzahler kommentierte: „Sollte der Abschied nun auch noch zusätzlich vergoldet werden, hat das nicht nur ein Geschmäckle, sondern das ist nicht in Ordnung.“ Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, kritisierte: „Sarrazin wird durch Hetze reich und erhält dafür offenbar sogar noch Amtshilfe aus dem Bundespräsidialamt. Das ist ein goldener Handschlag in Raten.“[57][58][59]

Politische Positionen[Bearbeiten]

Finanzpolitische Standpunkte[Bearbeiten]

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 28. Januar 2012 sprach sich Sarrazin für eine ersatzlose Abschaffung des Länderfinanzausgleichs aus. Dieser sei ein ordnungspolitischer Fehler gewesen.[60] Angesichts der weiter schwelenden Eurokrise vertrat er im Mai 2012 die Ansicht, „Europa könnte auch ganz gut ohne den Euro leben“.[61] Der Euro werde nur dann dauerhaft funktionieren, wenn sich die anderen Länder in ökonomischen Fragen grundsätzlich wie Deutschland verhielten. Wenn zu erkennen sei, dass die anderen das nicht wollten, müsse man die Konsequenzen ziehen.[61] Die Einführung des Euros sei ein Fehler gewesen und vor allem aufgrund des Wunsches des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, der damit einen Schritt in Richtung auf die politische Vereinigung Europas habe machen wollen, geschehen. Dies sei aber „ein Akt der politischen Irreführung“ gewesen.[61]

Kontroversen[Bearbeiten]

Tipps für Hartz-IV-Empfänger und Positionen zur Altersversorgung[Bearbeiten]

Im Februar 2004 plädierte Sarrazin in der Talkshow Sabine Christiansen dafür, das System der Beamtenpension alsbald auslaufen zu lassen. Die Pensionslasten des Staates müssten deutlich sinken. „Das wird eine harte Diskussion werden, da muss man aber ran“, meinte Sarrazin. Auch kritisierte er die Höhe der Pensionen. Die Zusatzversorgung der Angestellten des öffentlichen Dienstes sei zu kürzen und später ganz abzuschaffen. Zudem kündigte er an, dass Lehrer in Berlin künftig nicht mehr verbeamtet werden sollen.[62]

Vorschläge Sarrazins zu einer Änderung der Berliner Sozial- und Bildungspolitik, insbesondere für Kürzungen im sozialen Bereich, waren oft von Protesten begleitet.[63] Im Februar 2008 gab er Tipps, wie ALG-II-Empfänger sich für weniger als vier Euro pro Tag ernähren könnten. Kritik dazu kam vom Deutschen Caritasverband, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der damaligen Berliner Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner.[64] Der CDU-Politiker und frühere Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit, Heiner Geißler, stellte fest: „Die Fehler, Irreführungen und defizitären Argumente des Senators schreien zum Himmel und werfen ein schlechtes Licht auf die Berliner Finanzverwaltung.“ Man dürfe auch fragen, „ob ein Berliner Regierungsmitglied mit ‚Geiz ist geil‘-Parolen arme Leute folgenlos verhöhnen darf.“ Wenn Massenarmut in Wut und Aggression umschlügen, trügen auch „politische Provokateure wie Sarrazin“ dafür die Verantwortung.[65]

Im Mai 2009 sagte Sarrazin gegenüber dem Magazin Stern zum Umgang Arbeitsloser mit Energie: „‚Hartz-IV‘-Empfänger sind erstens mehr zu Hause; zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster“. Das Sozialsystem müsse so geändert werden, „dass man nicht durch Kinder seinen Lebensstandard verbessern kann, was heute der Fall ist“. Vielmehr müsse die Politik dafür sorgen, dass nur diejenigen Kinder bekommen, die „damit fertig werden“. Die Rentenerhöhung vom Juli 2009 nannte er eine „völlig unsinnige Maßnahme“, stattdessen müsse die Bundesregierung die Bürger darauf vorbereiten, dass Altersbezüge „langfristig auf das Niveau einer Grundsicherung“ sinken werden.[66][67] Der Sozialverband VdK Deutschland reagierte empört: „Es ist an Absurdität kaum zu übertreffen, dass man seinen Lebensstandard durch Kinder verbessern können soll. Diese Frauen brauchen mehr und nicht weniger staatliche Unterstützung für ihre Kinder – und keine zynischen Kommentare von Herrn Sarrazin.“[39]

Interview in Lettre International und erstes Parteiordnungsverfahren[Bearbeiten]

Heftige Reaktionen riefen Sarrazins Äußerungen zur Wirtschafts- und Migrationspolitik Berlins hervor, die im September 2009 in der Kulturzeitschrift Lettre International publiziert worden waren.[68] Die Stadt sei belastet von zwei Komponenten: „der 68er-Tradition und dem Westberliner Schlampfaktor“. Berlin sei in seinen politischen Strömungen „nicht elitär aufgestellt, sondern in seiner Gesinnung eher plebejisch und kleinbürgerlich“. Große Teile der arabischen und türkischen Einwanderer seien weder integrationswillig noch integrationsfähig. Berlin habe besonders viele „Benachteiligte aus bildungsfernen Schichten“ und es gebe auch „keine Methode, diese Leute vernünftig einzubeziehen“. Es finde eine „fortwährende negative Auslese“ statt. Sarrazin forderte Elitenförderung und das „Auswachsen“ von „etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden“. In diesem Zusammenhang schlug er unter anderem die komplette Streichung von Transferleistungen für Ausländer aus der „Unterschicht“ vor.[69][70][71] Über die türkischen und arabischen Migranten äußerte er wörtlich:[42][72]

„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. […] Integration ist eine Leistung dessen, der sich integriert. Jemanden, der nichts tut, muss ich auch nicht anerkennen. Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“

Nach scharfer Kritik aus der Bundesbank schrieb Sarrazin in einer persönlichen Mitteilung, die am 1. Oktober 2009 veröffentlicht wurde, er habe „die Probleme und Perspektiven der Stadt Berlin anschaulich beschreiben“, nicht aber einzelne Volksgruppen diskreditieren wollen. „Sollte dieser Eindruck entstanden sein, bedauere ich dies sehr und entschuldige mich dafür.“[73]

Unterstützt wurden Sarrazins Interviewäußerungen unter anderem von Hans-Olaf Henkel,[74] Ralph Giordano,[75] Peter Sloterdijk[76] und der Sozialwissenschaftlerin und Islamkritikerin Necla Kelek.[77] Der deutsche Altbundeskanzler Helmut Schmidt pflichtete Sarrazin in Bezug auf die Leistungen der deutschen Juden während der Weimarer Republik bei.[78] Der innenpolitische Sprecher der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Andreas Storr, kommentierte: „Die Äußerungen von Thilo Sarrazin gehören zu den wenigen konstruktiven Vorschlägen, die ein Angehöriger der politischen und ökonomischen Eliten der BRD in den vergangenen Jahren zur Lösung der mit der Zuwanderung verbundenen Probleme gemacht hat.“ Ein Ausschluss der „in Deutschland lebenden Ausländer“ vom Bezug staatlicher Transferleistungen, „wie Sarrazin ihn vorschlägt“, würde Storrs Meinung nach nicht nur „zahlreiche Haushaltsprobleme lösen“, sondern auch „der Bildung von Parallelgesellschaften auf deutschem Boden einen Riegel vorschieben.“ Storr bezeichnete es als „gutes Zeichen für Deutschland“, „wenn die neue Bundesregierung Thilo Sarrazin trotz seines SPD-Parteibuches zum Ausländerbeauftragten machen würde“. Eine „geordnete Rückführung der in Deutschland lebenden Ausländer in ihre Heimatländer“ könne dann „endlich in Angriff genommen“ werden.[79] Michael Klonovsky vom Focus meinte im August 2010 rückblickend auf das Interview, Sarrazin habe es gewagt, „die Kollateralschäden der Umverteilung am Beispiel der heillos verschuldeten Hauptstadt zu benennen, in der eine wachsende arbeits- und integrationsunwillige Unterschicht die Partylaune des Oberbürgermeisters freilich nur in Maßen verdirbt“.[80]

Kritik kam unter anderem vom damaligen Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, Sebastian Edathy (SPD),[81] dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Politikwissenschaftler Gerd Wiegel.[82] Arno Widmann, Feuilletonchef der Frankfurter Rundschau, meinte über Sarrazin: „Er reagiert nur hysterisch auf die Veränderung bundesrepublikanischer Verhältnisse. Er ist verrückt.“[83] Der ZEIT-Journalist Christian Staas fühlte sich durch Sarrazins Interview-Äußerungen an rassenbiologische Schriften erinnert und bezeichnete die sozial- und bevölkerungspolitische Programmatik als „eugenisches Projekt“.[69] Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, nannte die Interview-Äußerungen Sarrazins auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bundesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, „perfide, infam und volksverhetzend“. Die Analyse Sarrazins über Probleme der Unterschichten erinnere an die Untermenschen-Terminologie der Nazis. Kolat sprach von „stigmatisierend und menschenverachtend“. Urheber derartiger Sätze müssten von den Gerichten verfolgt werden. Er habe Axel Weber einen Brief geschrieben und um ein Gespräch gebeten. Dabei solle die Forderung nach einem Rücktritt Sarrazins noch mal „stärker formuliert“ werden.[84]

Der Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, kritisierte, vieles von dem, was Sarrazin behauptete, sei statistisch nicht belegbar, und nannte als Beispiel die These, dass 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung Berlins den Staat ablehnten und in großen Teilen weder integrationswillig noch integrationsfähig seien. Konfrontiert mit dieser Kritik äußerte Sarrazin einem SZ-Reporter gegenüber, wenn man keine Zahl habe, dann müsse „man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist. Und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch.“[85][86]

Der SPD-Kreisverband Berlin-Spandau und die Abteilung Alt-Pankow betrieben ein Parteiordnungsverfahren wegen parteischädigenden Verhaltens. Auf der Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens des Politikwissenschaftlers und Extremismusforschers Gideon Botsch vom Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrum[87] stuften sie die Interviewäußerungen als rassistisch und unvereinbar mit den Positionen der SPD ein.[88] Gegenüber der SZ kritisierte Sarrazin, das Gutachten sei intellektuell und moralisch „so unsauber, so schleimig, so widerlich, dass jeder, der es anfasse, Gefahr laufe, sich zu beschmutzen“. Darüber hinaus griff er Botsch auch persönlich an.[85][89][90] Mitte März 2010 wurden die Anträge gegen Sarrazin durch Urteil der Berliner SPD-Landesschiedskommission abgewiesen.[91]

Reaktion des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg[Bearbeiten]

Der Türkische Bund Berlin-Brandenburg (TBB) stellte wegen der Äußerungen Sarrazins in der Zeitschrift Lettre International Strafantrag wegen Volksverhetzung und Beleidigung bei der Staatsanwaltschaft Berlin. Diese stellte das Verfahren jedoch ein. Eine Beschwerde des TBB wurde durch die Generalstaatsanwaltschaft zurückgewiesen. Im Juli 2010 legte der TBB daraufhin Beschwerde beim UN-Ausschuss für die Beseitigung der Rassendiskriminierung (CERD) ein.[92]

Am 4. April 2013 veröffentlichte der CERD seine Rüge vom 26. Februar 2013 bezüglich der Beschwerde des TBB. Es wurde festgestellt, dass „das Fehlen einer effektiven Untersuchung der Äußerungen von Herrn Sarrazin durch die Staatsanwaltschaft“ einer Verletzung des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung gleichkam. Thilo Sarrazin habe im Lettre-Interview „die Ideologie rassischer Überlegenheit und von Rassenhass verbreitet“ und zu „rassistischer Diskriminierung angestiftet“. Die UN erwarte, dass Deutschland seine Politik und seine Verfahren hinsichtlich rassistischer Äußerungen überprüfe, die Ergebnisse des Ausschusses breit bekannt mache, insbesondere Staatsanwälten und Gerichten, und innerhalb von 90 Tagen einen Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Empfehlung liefere.[93] In einer Verbalnote der Bundesregierung an den Antirassismus-Ausschuss der UN wurden Anfang Juli 2013 Änderungen der Gesetzgebung zu rassistischen Äußerungen in Aussicht gestellt: „Die Bundesregierung prüft aktuell die deutsche Gesetzgebung zur Strafbarkeit rassistischer Äußerungen im Lichte der Äußerungen des Ausschusses.“ Die Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäußerung werde dabei zu berücksichtigen sein.[94] Zwischenzeitlich hatte das Bundesjustizministerium die Berliner Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Sach- und Rechtslage nochmals zu prüfen und dabei „alle Möglichkeiten“ zu nutzen, die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Thilo Sarrazin „zu überdenken“. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin gab im Juli 2013 bekannt, dass es im Ergebnis der Prüfung bei der Einstellung des Verfahrens geblieben sei.[95]

Deutschland wird dümmer[Bearbeiten]

Im Juni 2010 löste Sarrazin bei einer Veranstaltung der Arbeitskreise Schule-Wirtschaft der Unternehmerverbände Südhessen mit seiner These Widerspruch aus, dass der gesamtdeutsche Intelligenzdurchschnitt durch die Zuwanderung schlecht ausgebildeter Migranten sinke.[96] Seine Thesen wurden von Bundeskanzlerin Angela Merkel[97] und dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel kritisiert, der Sarrazin den Austritt aus der SPD nahelegte.[98] In einem Interview mit der Zeit bemerkte Sarrazin: „Deutschland wird völlig unabhängig von der Migration deshalb durchschnittlich dümmer, weil die Geburtenverteilung in unserem Land schief ist. Intelligenz und Schichtzugehörigkeit korrelieren stark positiv.“[99]

Deutschland schafft sich ab[Bearbeiten]

Hauptartikel: Deutschland schafft sich ab
Umschlag der Erstausgabe von Deutschland schafft sich ab

Sarrazin beschreibt in seinem am 30. August 2010 erschienenen Buch Deutschland schafft sich ab die Folgen, die sich seiner Ansicht nach für Deutschland aus der Kombination von Geburtenrückgang, wachsender Unterschicht und Zuwanderung aus überwiegend islamisch geprägten Ländern ergeben würden. Sarrazins Thesen erzeugten ein erhebliches Echo in den Medien und der Politik.

Rund um die Buchveröffentlichung kam es zu verschiedenen Interviews und Talkshowauftritten. Die Berliner Morgenpost fragte Sarrazin, ob er der Meinung sei, dass es auch eine „genetische Identität“ der Völker gebe. Mit seiner Antwort, „[a]lle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden“,[100] rief Sarrazin weitgehend Widerspruch hervor. Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, erwiderte: „Wer die Juden über ihr Erbgut zu definieren versucht, auch wenn das vermeintlich positiv gemeint ist, erliegt einem Rassenwahn, den das Judentum nicht teilt.“ Sarrazin erklärte in der Sendung Beckmann, er habe sich dabei auf den Artikel „Abrahams Kinder“[101] im Tagesspiegel und einen Bericht der The New York Times bezogen, die über neue Genforschungen berichteten.[102] Derartige Studien ergaben, dass Juden aus verschiedensten Gegenden bestimmte Erbmerkmale teilen, also tatsächlich eine Abstammungsgemeinschaft bilden, die aber stark mit anderen Bevölkerungsgruppen durchmischt ist.[103][104] In einer schriftlichen Erklärung zitierte er entsprechende Zeitschriften „Nature“ und „American Journal of Human Genetics“ und bedauerte, durch unpräzise Ausdrucksweise für Irritationen und Missverständnisse gesorgt zu haben.[105] Am 1. September 2010 bezeichnete er in der Fernsehsendung hart aber fair seine Behauptung, alle Juden teilten ein bestimmtes Gen, als „Riesenunfug, was ich auch extrem bedauere. Ich habe aber nichts Falsches gesagt, sondern ich war dabei auszuführen, dass die Unterschiede der muslimischen Migranten zu anderen Migranten eben gerade keine ethnischen Ursachen haben, sie haben im Gegenteil kulturelle Ursachen.“ Er sei definitiv nicht der Ansicht, „dass es eine genetische Identität gibt“, und habe im Interview lediglich auf allgemeine genetische Ähnlichkeiten hinweisen wollen, wobei ihm die Juden als Erstes eingefallen seien. „Es war natürlich keine genetische Identität in dem Sinne, dass man sagt: Diejenigen, die irgendwo ein gemeinsames Gen teilen oder eine Gruppe von Genen teilen, sind von daher als Personen irgendwie identifiziert.“ Sarrazin bezeichnete es als „Dummheit“, die Äußerung im Interviewtext nicht nachträglich gestrichen zu haben, und es sei sein „Blackout“ gewesen, sich von der Zeitung „aufs Glatteis“ führen gelassen zu haben.[106][107] Dennoch wurde die Aussage unter dem Stichwort Sarrazin-Gen diskutiert, das schließlich die Jury für das Wort des Jahres 2010 auf den dritten Platz ihrer Liste setzte.[108][109]

Kritisiert wurde unter anderem auch Sarrazins Umgang mit Statistiken. So äußerte Berlins Innensenator Ehrhart Körting: „Er [Thilo Sarrazin] hatte immer eine Vorliebe für Statistiken. Aber er nutzt in der Integrationsdebatte nur jene, die ihm ins Feindbild passen.“[110] In einem im August 2012 im Tagesspiegel bezüglich Sarrazins Umgang mit Statistiken erschienenen Artikel von Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité in Berlin, wirft dieser dem Autor von Deutschland schafft sich ab vor, dass Sarrazin Zahlen falsch interpretiere und bezeichnete dies als „statistischen Pfusch“. Heinz bezog sich dabei auf die Zwillingsforschung und verweist darauf, dass hier eineiige und zweieiige Zwillinge verglichen werden müssen, um Umwelteinflüsse zu bestimmen. Das habe Sarrazin versäumt und bei der Berufung auf ein Buch des Psychologen Detlef Rost „den statistischen Durchschnittswert mit der Erblichkeit der Intelligenz verwechselt“. Heinz relativiert die Aussage Sarrazins zur Erblichkeit der Intelligenz dahingehend, dass die meisten Experten sie mit 50 Prozent angeben, die in Sarrazins Buch genannten 80 Prozent deutlich zu hoch gegriffen seien.[111] Heinz betonte in einer Veröffentlichung im November 2012, es sei unverständlich, dass Detlef Rost diesen Fehler nicht bemerkt und bereits 2010 in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angegeben habe, „die von Sarrazin angeführten Zahlen, die sich auf die Bedeutung der Genetik für Intelligenzunterschiede beziehen, sind korrekt“.[112] Intelligenzunterschiede von Menschen ließen sich zu 50 bis 80 Prozent durch genetische Faktoren aufklären. Detlef Rosts Fazit: „Sarrazins Thesen sind, was die psychologischen Aspekte betrifft, im Großen und Ganzen mit dem Kenntnisstand der modernen psychologischen Forschung vereinbar.“[113]

Sarrazin bei der Buchvorstellung von Deutschland schafft sich ab

Im Zuge der Kontroverse um das Buch gab Sarrazin seinen Posten als Bundesbankvorstand auf. Nach Ansicht des Migrationsforschers Klaus Bade habe sich die von Sarrazin angestoßene Debatte negativ auf die Stimmung der Einwanderer wie auch auf den Optimismus hinsichtlich Integration in der deutschen Bevölkerung ausgewirkt. So behauptete der Migrationsforscher, die Attraktivität Deutschlands nach außen habe durch die Äußerungen Sarrazins gelitten. In Umfragen sei zudem ein eklatanter Vertrauensverlust gegenüber Einwanderern zu diagnostizieren. Sarrazin habe Deutschland damit „ein doppeltes Eigentor beschert“.[114]

Zweites Parteiordnungsverfahren[Bearbeiten]

Im Zusammenhang mit den von Sarrazin vertretenen Thesen zur Bevölkerungs-, Bildungs- und Sozialpolitik wurde erneut ein Parteiordnungsverfahren gegen ihn mit dem Ziel des Parteiausschlusses aus der SPD angestrengt.[115] 2010 hatte der SPD-Parteivorstand dazu einen eigenen Stab eingerichtet, Anwälte engagiert und einen Ausschlussantrag formuliert. Aufgrund des großen Zuspruchs für Sarrazin von der Basis sah sich die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles veranlasst, in einer ungewöhnlichen Aktion in einem Brief an alle Parteimitglieder die Position des Parteivorstands zu Sarrazins Thesen sowie die Notwendigkeit des angestrebten Parteiausschlusses zu begründen.[115] Auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel setzte sich persönlich für den Ausschluss Sarrazins ein. Am 16. September 2010 erklärte er in einem Zeit-Artikel anhand von ausgewählten Zitaten aus Deutschland schafft sich ab Sarrazins „hoffnungsloses Menschenbild“ und „[w]arum die SPD einen Thilo Sarrazin in ihren Reihen nicht dulden kann“: Sarrazin führe keine Integrations-, sondern eine Selektionsdebatte. Er greife dabei ganz offen auf Francis Galton zurück, allerdings ohne seine Leser darüber aufzuklären, wer das eigentlich sei. Der „Hobby-Eugeniker Sarrazin und seine medialen Helfershelfer“ seien dabei, Theorien der staatlichen Genomauswahl wieder „salon- und hoffähig“ zu machen. „Andere und Schlimmere“ würden sich noch darauf berufen. Wem es bei der Botschaft »neues Leben nur aus erwünschten Gruppen« nicht kalt über den Rücken laufe, der habe wohl nichts begriffen. Thilo Sarrazin müsse sich entscheiden, ob er dafür wirklich in Anspruch genommen werden will. Die SPD jedenfalls wolle sich damit nicht in Verbindung bringen lassen.[116]

In einem FAZ-Artikel[117] vom 18. September 2010 bestritt Sarrazin die Vorwürfe energisch. Ihn mit dem Hinweis, er sei „Eugeniker“, politisch stigmatisieren zu wollen und ihm vorzuwerfen, er bereite „den Boden für Hassprediger im eigenen Volk“, sei „unzulässig und ehrabschneidend“. Wer heute über die Zukunft nachdenke „und dabei auch Fragen der Intelligenz, der Genetik und der Evolutionsbiologie anschneidet“, dem dürfe nicht „reflexhaft unterstellt“ werden, er wolle Menschen diskriminieren oder sie in ihren Rechten, Freiheiten und ihrer Würde beschränken. Über seine Thesen könne man streiten. „Der Versuch, demographische und bevölkerungspolitische Fragen aus dem politischen Diskurs zu verbannen“, führe aber nicht weiter. Die deutsche Sozialdemokratie solle sich diesen Fragen nicht verschließen.

Das Verfahren, in dem Sarrazin von dem ehemaligen Hamburger ersten Bürgermeister Klaus von Dohnanyi verteidigt wurde, wurde am Gründonnerstag 2011 nach einer ersten Anhörung und einer persönlichen Erklärung Sarrazins eingestellt. Er stellte darin fest, dass es „insbesondere nicht meiner Überzeugung [entspricht], Chancengleichheit durch selektive Förderungs- und Bildungspolitik zu gefährden; alle Kinder sind als Menschen gleich viel wert.“ Zudem bekannte er sich ausdrücklich zu den Grundsätzen der Sozialdemokratie.

Diese „gütliche Einigung“ wurde in den Medien als Rückzug und Desaster für den SPD-Vorstand, Zeichen einer erheblichen Verunsicherung der Partei und auch als persönliche Niederlage für Gabriel und Nahles gewertet.[118][119] Unmittelbar im Anschluss äußerten SPD-Politiker, darunter SPD-Präsidiumsmitglied Ralf Stegner, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Saarland, Ulrich Commerçon, der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt und der bayerische Juso-Landesvorsitzende Philipp Dees Unverständnis für die Verfahrenseinstellung und den Verbleib Sarrazins in der SPD.[120] Der Innenexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Edathy, drohte Sarrazin, falls dieser „sich erneut biologistisch äußern [sollte], wäre sein Ausschluss aus der SPD unumgänglich.“[121] Aus dem Berliner Landesverband, der kurz vor dem Wahlkampf stand, wurde über starke Proteste von der Basis und erste Parteiaustritte berichtet.[122]

Erleichterung über den Verfahrensausgang bekundete hingegen der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. Auch der prominente Berliner SPD-Bezirks-Bürgermeister von Neukölln und Sarrazin-Fürsprecher Heinz Buschkowsky sprach von einem „Sieg der Vernunft“ und meinte, dass sich „alle bewegt [haben]. Thilo hat gesagt, er will jetzt lieb sein. Na ja, das Eis ist dünn. Aber wir sollten uns jetzt lieber um die Lösung von Integrationsproblemen kümmern.“[123]

Eugenik und Biologisierung des Sozialen[Bearbeiten]

Sarrazins bevölkerungstheoretische Thesen und Forderungen sind in der Bundesrepublik unter anderen von Haller/Niggeschmidt (2012) als ein Anknüpfen an Traditionen der politischen Eugenik[124] bzw. der Rassenhygiene (Niephaus, 2012)[125] und insofern als Bruch eines Tabus (Hentges, 2010)[126] beschrieben worden.

Peter Weingart bejahte 2012 die Frage „Ist Sarrazin Eugeniker?“.[127] Festgestellt wurde, dass Thilo Sarrazin seine zentrale Argumentation in Deutschland schafft sich ab auf die Grundthesen bzw. Prämissen des Eugenikers Francis Galton aufbaue, den er als Begründer der frühen Intelligenzforschung bezeichne, und vor diesem Hintergrund bevölkerungspolitische Forderungen nach schichtspezifischen „Gebäranreizen“ aufstelle. „Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist“ sei seine programmatische Forderung.[128] Veronika Lipphardt schrieb im Freitag 2010 dazu: „Hätte Sarrazin nicht selbst darauf bestanden, Eugeniker und Rassenbiologen des frühen 20. Jahrhunderts zu zitieren, dann würden seine Thesen nicht unbedingt darauf hinweisen, dass er althergebrachten rassenbiologischen oder eugenischen Theorien anhängt.“[129] Das Ziel der Eugenik-Theorien im England des späten 19. Jahrhunderts sei gewesen, „das obere Viertel der Normalverteilung der ‚Intelligenz‘ zur Fertilität anzuregen und die Fertilität des unteren Viertels zu stoppen. Dabei dachte Galtons Eugenik noch nicht an radikale Forderungen wie es die Kastration […] oder gar die ‚Euthanasie‘ für ‚Idioten‘ und ‚Imbezille‘ in Nazideutschland waren – wohl aber an Heiratsverbote, wie sie Sarrazin ebenfalls vorschweben“, argumentierte Jürgen Link 2011.[130] Ausgehend von den Thesen aus Sarrazins Buch Deutschland schafft sich ab beschäftigte sich 2012 die III. Internationale Hartheim-Konferenz mit der Frage, ob und wieweit biologische Deutungsmuster sozialer Gegebenheiten in der Gesellschaft auf dem Vormarsch seien. Phänomene wie soziale Schichtung, Intelligenz oder Integration von Migranten in die Aufnahmegesellschaften würden – so die These der Hartheim-Konferenz – wieder vermehrt auf die Biologie, das heißt auf die Annahme genetisch bedingter Verhaltensweisen, zurückgeführt.[131]

Europa braucht den Euro nicht[Bearbeiten]

Buchumschlag der Erstausgabe von Europa braucht den Euro nicht

In seinem im Mai 2012 erschienenen Buch Europa braucht den Euro nicht sieht Sarrazin die einzige langfristige Chance für Europa in einem „Kontinent der Nationalstaaten, der seine Kräfte dort bündelt, wo es zweckmäßig ist, und dort individuelle Flexibilität lässt, wo das einzelne Land dies wünscht.“[132] Der Euro sei jedoch ein Zwangskorsett, wodurch „aus der Krise des Währungssystems eine Legitimitätskrise des politischen Systems“ entstehe.[133] Sarrazin nimmt außerdem Bezug auf eine Aussage von Helmut Schmidt, der eine Verbindung zwischen dem Euro und Deutschlands Schuld am Zweiten Weltkrieg gezogen hatte. Über die Befürworter von Eurobonds unter SPD, den Grünen und der Linkspartei schreibt er:

„Sie sind außerdem getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir all unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben.“[134][135]

Sarrazin meint, wenn dies bei den Überlegungen der politisch Handelnden tatsächlich eine Rolle spielen sollte, müsse das offengelegt und sorgfältig von anderen Argumenten bezüglich der Gemeinschaftswährung getrennt werden.[136]

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kritisierte Sarrazin mit den Worten: „Seine Methode, so zu tun, als ob es Denk- oder Sprechverbote in Deutschland zu bestimmten Themen gibt, gegen die er dann verstößt, hat etwas sehr Kalkulierendes. Und ist dann auch noch unsinnig.“[61] Auch Politiker der SPD und der Grünen kritisierten die Thesen des Buches und warfen Sarrazin „Geschichtsvergessenheit und Geschichtsblindheit“, „D-Mark-Chauvinismus“ und „nationalistische und reaktionäre“ Thesen vor.[137] Henryk Broder kommentierte in der Welt: „Weil er die deutsche Europa-Politik mit der Buße für den Holocaust begründet, wird Thilo Sarrazins neues Buch verdammt, bevor es gelesen wurde.“ Sarrazin leiste sich „den Luxus eigener Gedanken. Möglich, dass er gelegentlich spinnt. Man kann ihn dafür kritisieren, ihm aber das Wort verbieten zu wollen, zeugt von einer totalitären Gesinnung seiner Kritiker, die ansonsten bei jeder Gelegenheit für den ‚Dialog der Kulturen‘ ohne Vorbedingungen plädieren.“[138]

Der Wirtschaftsprofessor Stefan Homburg stellte das Buch in Berlin vor. Er bezeichnete es als „aufklärerisch“ und reich an informativen Fakten zum Euro. Es beinhalte „keine steilen Thesen“.[139]

Der FAZ-Wirtschaftsjournalist Philip Plickert schrieb eine wohlwollende Rezension des Buches unter dem Titel „Ein preußischer Europäer“. Sarrazin schreibe „mehr Vernünftiges als viele seiner Kritiker“: „Seine volkswirtschaftlichen Analysen sind fundiert, sie enthalten vernünftige, faktenbasierte Argumente und rechtfertigen keine hysterische Kritik (etwa von Politikern, die Auftrittsverbote im öffentlich-rechtlichen Rundfunk forderten). Über einige Interpretationen werden Ökonomen streiten können und müssen.“ [140]

Unterlassungsklagen gegen die taz[Bearbeiten]

Am 12. September 2012 scheiterte Sarrazin mit einem Antrag beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main, der Zeitung die tageszeitung (taz) durch eine einstweilige Verfügung verbieten zu lassen, die folgende Äußerung weiter zu verbreiten: „Sarrazin wird inzwischen von Journalisten benutzt wie eine alte Hure, die zwar billig ist, aber für ihre Zwecke immer noch ganz brauchbar, wenn man sie auch etwas aufhübschen muss… fragt sich nur, wer da Hure und wer Drübersteiger ist?“. Das OLG sah die Grenze zur unzulässigen Schmähkritik noch nicht überschritten.[141][142]

Im November 2012 wurde auf taz Online in der Kolumne „Der Ausländerschutzbeauftragte“ von Deniz Yücel bezüglich der Person „Thilo S.“ der Wunsch ausgedrückt, „der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“. Der Deutsche Presserat rügte dies als Verstoß gegen den Pressekodex, Ziffer 1. Moniert wurde, jemandem eine schwere Krankheit oder Schlimmeres zu wünschen, gehe über eine kritische Meinungsäußerung weit hinaus und sei unvereinbar mit der Menschenwürde.[143] Das Landgericht Berlin befand im August 2013, dass die taz Sarrazin wegen schwerer Verletzung des Persönlichkeitsrechtes im Zusammenhang mit der Kolumne 20.000 Euro Entschädigung zu zahlen habe. Zudem wurde die Auflage erteilt, die Äußerungen nicht zu wiederholen.[144]

Compact-Konferenz[Bearbeiten]

Sarrazin war am 23. November 2013 in Leipzig ein Redner der „Compact-Konferenz für Souveränität“. Im Vorfeld dieser Veranstaltung forderte der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein Ralf Stegner Sarrazin deswegen zum Austritt aus der SPD auf.[145] Wegen der Teilnahme an der Veranstaltung verübten Mitglieder einer linksautonomen „Initiative gegen Rassismus und Homophobie“ einen Farbanschlag auf Sarrazins Haus in Berlin. In einem im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben begründeten sie, die Konferenz unter dem Motto „Werden Europas Völker abgeschafft?“ sei „rassistisch, antifeministisch und homophob“.[146]

Der neue Tugendterror[Bearbeiten]

In seinem im Februar 2014 erschienenen Buch Der neue Tugendterror. Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland legt Sarrazin seine zuvor schon in diversen Vorträgen vertretene Position dar, in Deutschland schränke ein „Gleichheitswahn“ die Meinungsfreiheit ein. Zu den „Axiomen des Tugendwahns“ findet sich im Buch zudem noch das Axiom „Das klassische Familienbild hat sich überlebt. Kinder brauchen nicht Vater und Mutter“, womit er die gleichgeschlechtliche Ehe kritisiert. Der „Gleichheitswahn“ führe zum „Tugendterror“, wie er sich in der Französischen Revolution und im Stalinismus zeige. Die 68er seien eine Form des Marxismus und stünden damit ebenfalls in dieser Tradition des Tugendterrors. Die links von der Mehrheit stehende „Medienklasse“ bediene sich in der Sprache einer „Politischen Korrektheit“, die Sarrazin im Kapitel „Dekadenz der Sprache – Dekadenz des Denkens“ unter Rückgriff auf George Orwells Roman 1984 erklärt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Ökonomie und Logik der historischen Erklärung. Zur Wissenschaftslogik der New Economic History. Bonn 1974.
  • Krise und Planung in marxistischer Sicht: Das Beispiel Habermas. In: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik 19, 1974, S. 293–318 (zusammen mit Manfred Tietzel).
  • Investitionslenkung: „Spielwiese“ oder „vorausschauende Industriepolitik?“ Bonn-Bad Godesberg 1976 (als Herausgeber).
  • Kritischer Rationalismus und Sozialdemokratie I/II. Bonn 1975/1976 (als Mitherausgeber).
  • Theorie und Politik aus kritisch-rationaler Sicht. Bonn 1978 (als Mitherausgeber).
  • Beiträge zur Sozialpolitik. Bonn 1978 (als Herausgeber).
  • Der Euro: Chance oder Abenteuer? Bonn 1997.
  • Reform der Finanzverfassung. Bonn 1998.
  • Der Euro. Bonn 1998.
  • Ansatzpunkte für eine europäische Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Bonn 1999.
  • Gestaltung der Zukunftsfähigkeit Berlins in Zeiten knapper Kassen. Berlin 2004.
  • Regionale bzw. kommunale Entwicklungen im Bereich der Wohnungs- und Städtebaupolitik. Berlin 2007.
  •  Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e. V. (Hrsg.): Neue Wege zu einer angemessenen Finanzverteilung im Bundesstaat. FVSG, Münster 2008, DNB 992175445.
  •  Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen. Deutsche Verlags-Anstalt, 2010, ISBN 978-3-421-04430-3.
  •  Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012, ISBN 978-3-421-04562-1.
  •  Der neue Tugendterror. Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2014, ISBN 978-3-421-04617-8.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im November 2012 erhielt Sarrazin den von der Verlagsgruppe „markt intern“ gestifteten Deutschen Mittelstandspreis. In der Begründung hieß es, man zeichne Sarrazin wegen seiner publizistischen Auseinandersetzung mit der Eurokrise aus, die auch vor unbequemen Wahrheiten und Repressalien „seiner“ SPD nicht zurückschrecke. Er habe die Konstruktionsfehler des Euro fundiert und allgemeinverständlich herausgearbeitet und klar formulierte Handlungsalternativen zur Lösung der Krise aufgezeigt.[147]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thilo Sarrazin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Thilo Sarrazin – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Star: Die Messe des Thilo Sarrazin, FAZ, 10. Oktober 2010
  2. B.Z.-Sonntags-Spaziergang: Thilo Sarrazin, 15. Januar 2006
  3. Thilo Sarrazin (2010): Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen. DVA, ISBN 3-421-04430-9, S. 192 ff.
  4. Sarrazin geht zur Bundesbank – Rechnen und abrechnen, sueddeutsche.de vom 17. Februar 2009.
  5. Thilo Sarrazin: Eitelkeit und Fegefeuer, in: Der Tagesspiegel, 28. August 2010.
  6. Sarrazins Ritt auf dem wilden Gaul, in: Der Tagesspiegel, 16. Februar 2009.
  7. a b c  Alexander Neubacher: Der Weichen-Steller. In: Der Spiegel. Nr. 39, 2007, S. 74–76 (online).
  8. Kurzzusammenfassung der Sat.1-Fernsehsendung Portrait eines umstrittenen Mannes über Thilo Sarrazin vom 9. Januar 2011.
  9. Vgl. Nach seiner schweren Tumor-OP am Ohr – Senator Sarrazin: Gesicht gelähmt?, in: B.Z. Berlin, Lokales, 28. August 2004, abgerufen am 11. September 2010.
  10. Thilo Sarrazin, der Rockstar der Sozialdemokratie, in: Welt Online vom 11. April 2010, abgerufen am 2. September 2010.
  11. Angaben des Verlags von Frau Sarrazin, abgerufen am 26. Dezember 2012.
  12. Sarrazin wirft Mehdorn vor, die Unwahrheit zu sagen, in: Berliner Morgenpost, 19. Februar 2009.
  13. Meldung Neuer Vorstand für DB Netz. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8-9/2000, ISSN 1421-2811, S. 340.
  14. Meldung Umbau der DB Führungsstruktur. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 1/2002, ISSN 1421-2811, S. 2.
  15. „Despoten funktionieren nicht mehr“. In: Brand eins, Heft 5/2011, S. 102–107.
  16. Hartmut Mehdorn: „Diplomat wollte ich nie werden“. Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg. Hoffmann und Campe, Berlin 2007, ISBN 978-3-455-50047-9, S. 136 f.
  17. Thilo Sarrazin: One-Dollar-Man wider Willen, in: Der Spiegel, 19. März 2002
  18. Stellungnahme der Deutschen Bahn, in: na presseportal, 19. März 2002
  19. Sabine Deckwerth: Sarrazin verliert den Streit ums Gehalt In: Berliner Zeitung, 20. Juni 2002.
  20. Hendrik Werner: Bahn muss Sarrazin nicht mehr bezahlen In: Berliner Morgenpost, 20. Juni 2002.
  21. Dietrich Budäus: Sarrazins Rechnung geht nicht auf. Zur Notwendigkeit der Kosten-Leistungs-Rechnung (KLR) und der Doppik in öffentlichen Verwaltungen. In: Der Neue Kämmerer Nr. 3, Juli 2008, S. 3 (PDF; 868 kB).
  22. Senatsverwaltung für Finanzen: Daten und Fakten zur Haushaltslage, berlin.de, abgerufen am 13. Oktober 2009: „Diese Politik hat im Zusammenwirken mit einer günstigen Einnahmenentwicklung dazu geführt, dass Berlin im Jahre 2007 erstmals in der Finanzgeschichte des Landes keine neuen Schulden aufnehmen musste.“
  23. Haushaltsüberschuss. Berlin schafft erstes Etatplus seit dem Krieg. In: Spiegel Online, 9. Januar 2008: „Während die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um elf Prozent anstiegen, lag der Zuwachs der bereinigten Ausgaben bei lediglich bei 0,1 Prozent. Zudem seien die Personalausgaben gegenüber 2006 um 111 Millionen auf 6,2 Milliarden Euro reduziert worden. Dies entspreche einer Absenkung um 1,8 Prozent.“
  24. Christine Richter: Ein Sarrazin mit 46 Nebenjobs. In: Berliner Zeitung, 9. Juni 2008.
  25. [ http://www.tagesspiegel.de/berlin/howoge-transparency-ruegt-sarrazin/1963370.html Howoge: Transparency rügt Sarrazin], in: Der Tagesspiegel, 21. Oktober 2010
  26. Der Untersuchungsausschuss Howoge legt seinen Bericht vor, in: Berliner Zeitung, 16. August 2011
  27. Geisterfahrer kommen davon, in: taz.de, 27. Januar 2014.
  28. Keine Ahnung, keine Schuld, in: Süddeutsche.de, 27. Januar 2014.
  29. Drei Millionen Euro verschenkt – zugunsten eines Golfclubs, in: Der Tagesspiegel, 22. July 2009
  30. Bund der Steuerzahler klagt, in: faz.net, 15. Oktober 2009
  31. Verfahren gegen Sarrazin eingestellt, in: Der Tagesspiegel, 6. Februar 2014
  32. Berliner Finanzsenator. Sarrazin wird Bundesbank-Vorstand. In: Spiegel Online, 17. Februar 2009.
  33. Senatskanzlei. Wowereit verabschiedet Sarrazin und ernennt Nußbaum zum Finanzsenator. In: Pressemitteilungen des Landes Berlin, 30. April 2009, abgerufen am 13. Oktober 2009.
  34. Sarrazin wechselt angeblich zur Bundesbank, in: Spiegel Online, 29. Januar 2009.
  35. a b c Mark Schieritz: Fremdeln im Vorstand, in: Die Zeit, 9. September 2010.
  36. Christina Brüning: Als Bundesbanker war die Arbeit dienstags getan, in: Die Welt, 11. Februar 2011.
  37. Lehrbeauftragte, Deutsche Hochschule für Verwaltung, Speyer
  38. Wie eine Rundmail die Statistiker aufschreckt, in: Handelsblatt, 8. März 2010.
  39. a b Sarrazin verärgert Bundesbank, in: Stern, 13. Mai 2009.
  40. Norbert Häring: Vorstand gerügt – Sarrazin-Äußerungen empören Bundesbank, in: Handelsblatt, 30. September 2009.
  41. Persönliche Mitteilung vom 1. Oktober 2009 von Bundesbank Vorstand Dr. Thilo Sarrazin - Information der Deutschen Bundesbank, in: Kulturexpress
  42. a b Integration. Sarrazin muss sich entschuldigen, Zeit Online, 1. Oktober 2009.
  43. Nach Kritik an Einwanderern Bundesbank – Chef legt Sarrazin Rücktritt nahe, in: Spiegel Online, 3. Oktober 2009.
  44. Migranten-Schelte. Bundesbank entmachtet Thilo Sarrazin, in: Spiegel Online, 13. Oktober 2009.
  45. Skandal um Bundesbank-Vorstandsmitglied. Kritik an Entmachtung Sarrazins (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung. In: Tagesschau.de, 14. Oktober 2009.
  46. Vorstand der Deutschen Bundesbank, Deutsche Bundesbank, abgerufen am 11. Juni 2010.
  47. Merkel sieht Bundesbank gefordert, in: Focus Online vom 29. August 2010.
  48. Deutsche Bundesbank: Stellungnahme zu den Äußerungen von Dr. Sarrazin, Pressenotiz vom 30. August 2010.
  49. Stefan Ruhkamp, Günter Bannas: Bundesbank will Sarrazin entlassen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. September 2010.
  50. Deutsche Bundesbank: Vorstand der Deutschen Bundesbank beantragt Abberufung von Dr. Thilo Sarrazin, Pressenotiz vom 2. September 2010.
  51. Sarrazin soll abtreten, in: Neue Zürcher Zeitung, 2. September 2010.
  52. Sarrazin will sich gegen „Schauprozess“ wehren. In: Frankfurter Rundschau, 4. September 2010.
  53. a b „Das hält auf Dauer keiner durch“ In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. September 2010.
  54. Wulffs Amt fädelte Sarrazin-Deal ein. In: Spiegel Online, 11. September 2010.
  55. Sarrazins bequemer Ruhestand. In: Süddeutsche Zeitung, 13. September 2010, abgerufen am 3. Oktober 2010.
  56. Sarrazin-Kompromiss empört Zentralrat der Juden. In: Spiegel Online. 10. September 2010, abgerufen am 10. September.
  57. Wulffs Büro fädelte Deal ein. In: ORF, 11. September 2010.
  58. Uwe Westdörp: Steuerzahler gegen Bonus für Sarrazin. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 14. September 2010.
  59. Sarrazin lässt sich Bundesbank-Abschied vergolden. In: Handelsblatt, 11. September 2010.
  60. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Der Länderfinanzausgleich war ein Fehler“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Januar 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  61. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatThilo Sarrazin „Europa könnte auch ganz gut ohne den Euro leben“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  62. Beamte müssen bangen, in: Stern, 24. Februar 2004.
  63. Werner van Bebber, Stefan Jacobs: Wirbel um Sarrazins Ideen zu Heizkosten. In: Der Tagesspiegel, 30. Juli 2008.
  64. Henning Onken: Sarrazin: So sollten Arbeitslose einkaufen. In: Der Tagesspiegel, 11. Februar 2008.
  65. Heiner Geissler: „Darf Sarrazin Arbeitslose folgenlos verhöhnen?“ In: Der Tagesspiegel, 13. Februar 2008.
  66. Andreas Hoffmann: „Kinder kann kriegen, wer damit fertig wird“ – Interview mit Thilo Sarrazin, in: stern.de, 13. Mai 2009
  67. Sozialpolitik. Thilo Sarrazin drischt auf Hartz-IV-Empfänger ein. In: Der Westen, 13. Mai 2009.
  68. Thilo Sarrazin im Gespräch (Auszug aus dem Artikel)
  69. a b Christian Staas: Sarrazin-Interview: Schickes Ödland Großstadt, Zeit Online, 28. Oktober 2009.
  70. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKritik an der Hauptstadt: Sarrazin lästert über die Berliner. In: Spiegel Online. 30. September 2009, abgerufen am 22. Oktober 2009.
  71. Stefan Schulz: Berlin-Schelte. Sarrazin schockiert mit Angriffen auf Migranten, in: Berliner Morgenpost, 30. September 2009.
  72. „Rassismus pur“. SPD-Politiker fordert Rücktritt von Thilo Sarrazin, in: Welt Online vom 6. Oktober 2009.
  73. Staatsanwalt prüft Volksverhetzung: Sarrazin entschuldigt sich, in: n-tv Politik, 1. Oktober 2009.
  74. Wir wissen, dass türkische Kinder in Schulen größte Probleme haben“. Ex-BDI-Präsident Olaf Henkel nimmt Bundesbankvorstand Sarrazin in Schutz. Interview von Jochen Spengler mit Hans-Olaf Henkel. In: Deutschlandfunk, 5. Oktober 2009.
  75. Ralph Giordano: „Sarrazin hat vollkommen recht“. In: Focus Online, 6. Oktober 2009.
  76.  Peter Sloterdijk: Eingeweide des Zeitgeistes. In: Der Spiegel. 26. Oktober 2009, S. 172 (Online).
  77. Necla Kelek: Warum türkische Gemüsehändler mit Sarrazin kein Problem haben. In: Sächsische Zeitung, 22. Oktober 2009.
  78. Verstehen Sie das, Herr Schmidt?, in: Zeit Online vom 11. November 2009: „Die Passagen, die sich auf Ausländer bezogen und die von der deutschen Presse herausgezupft worden sind, sehen im Gesamtzusammenhang dieses Interviews ziemlich anders aus. Wenn er sich ein bisschen tischfeiner ausgedrückt hätte, hätte ich ihm in weiten Teilen seines Interviews zustimmen können.“
  79. NPD-Landesverband Sachsen: „Thilo Sarrazin soll neuer Ausländerbeauftragter werden!“, Pressemitteilung vom 2. Oktober 2009.
  80. Michael Klonovsky: Das Gott-Wort der Guten, in: Focus Nr. 31 vom 2. August 2010.
  81. „Rassismus pur“. SPD-Politiker fordert Rücktritt von Thilo Sarrazin, in: Welt Online vom 6. Oktober 2009. Vgl. dazu Bundesbank fordert indirekt Rücktritt Sarrazins. In: RBB-Online vom 3. Oktober 2009.
  82. Gerd Wiegel: Eliten-Rassismus à la Sarrazin, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, 12/2009, S. 27–29.
  83. Arno Widmann: Der Brandstifter, in: Frankfurter Rundschau vom 8. Oktober 2009, S. 13.
  84. Zentralrat der Juden vergleicht Sarrazin mit Hitler, in: Die Welt, 9. Oktober 2009.
  85. a b Stefan Klein: Zartbitter, in: Süddeutsche Zeitung, 1. März 2010, S. 3.
  86. Andrea Dernbach: Fremd im eigenen Land, in: Der Tagesspiegel, 26. August 2010.
  87. Gideon Botsch: Sind die Äußerungen von Dr. Thilo Sarrazin im Interview mit der Zeitschrift Lettre International (deutsche Ausgabe, Heft 86) als rassistisch zu bewerten? (PDF; 297 kB), Gutachten im Auftrag des SPD-Kreisverbandes Spandau und der SPD-Abteilung Alt-Pankow.
  88. Zusammenfassend heißt es in dem Gutachten zur Fragestellung: „Sind die Äußerungen von Dr. Thilo Sarrazin im Interview mit der Zeitschrift Lettre International (deutsche Ausgabe, Heft 86) als rassistisch zu bewerten?“ unter anderem, dass „[d]ie beanstandeten Einlassungen von Dr. Thilo Sarrazin im Interview mit Lettre International […] in zentralen Passagen eindeutig als rassistisch zu betrachten“ seien und „der bewusst als Tabubruch inszenierten Konstruktion und Mobilisierung von Vorurteilen, verknüpft mit weit reichenden – in dieser Radikalität nur von antidemokratischen, rechtsextremen Parteien erhobenen – Handlungsvorschlägen an die Politik“ dienten.
  89. Ferda Ataman: SPD-Gremium berät Sarrazins Ausschluss, in: Der Tagesspiegel, 2. März 2010.
  90. Umstrittene Äußerungen: Möglicher SPD-Ausschluss Sarrazins bleibt offen, in: Spiegel Online vom 2. März 2010.
  91. Sarrazin darf in der SPD bleiben, in: Spiegel Online vom 15. März 2010.
  92. Fatina Keilani: UN rügen Deutschland wegen Sarrazin. Der Tagesspiegel (www.tagesspiegel.de), 18. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  93. Text der United Nations, AZ: CERD/C/82/D/48/2010: Entscheidung in englischer Sprache (PDF; 295 kB)
  94. Andrea Dernbach: Bundesregierung antwortet auf Rassismus-Vorwurf der UN In: Der Tagesspiegel, 11. Juli 2013.
  95. Andrea Dernbach: Kein Verfahren gegen Sarrazin In: Der Tagesspiegel, 16. Juli 2013.
  96. "Einwanderer-Schelte: Sarrazin erklärt die Verdummung der Deutschen", Spiegel Online vom 10. Juni 2010.
  97. "Merkel wirft Sarrazin Verdummung vor", Süddeutsche Zeitung vom 12. Juni 2010.
  98. "Gabriel legt Sarrazin SPD-Austritt nahe"
  99. Zeit Online vom 26. August 2010, Interview von Özlem Topcu und Bernd Ulrich
  100. Interview: Thilo Sarrazin: „Ich bin kein Rassist“, in: Berliner Morgenpost, 29. August 2010.
  101. Abrahams Kinder, in: Tagesspiegel vom 16. Juni 2010.
  102. Sarrazin zu Gast in der Sendung „Beckmann“, ARD, 30. August 2010 (Videomitschnitt auf YouTube).
  103. Hao L., Atzmon G., Velez C. et al.: Abraham’s children in the genome era: Major Jewish diaspora populations comprise distinct genetic clusters with shared middle eastern ancestry. American Society of Human Genetics. 2009. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  104. Alla Katsnelson: Jews worldwide share genetic ties, Nature, 3. Juni 2010, doi:10.1038/news.2010.277.
  105. Joachim Müller-Jung: Sarrazins Biologismus: Phantasma „Juden-Gen“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31. August 2010.
  106. Sarrazin räumt „Riesenunfug“ ein, in: Focus, 2. September 2010.
  107. hart aber fair vom 1. September 2010.
  108. Philipp Engel, Das Sarrazin-Gen. Zu- und Widerspruch für die Thesen des Bundesbankers, in: Jüdische Allgemeine vom 2. September 2010.
  109. Liste der Wörter des Jahres auf FAZ.NET
  110. Ehrhart Körting in einem Spiegel-Online-Interview, in: Kritik an Sarrazin – „Der Typ hat einen Knall“, Spiegel Online vom 30. August 2010, abgerufen am 15. April 2011.
  111. Andreas Heinz: Statistischer Pfusch, in: Der Tagesspiegel vom 20. August 2012
  112. Andreas Heinz, Ulrike Kluge (Hg.): Einwanderung – Bedrohung oder Zukunft? Mythen und Fakten zur Integration, Campus, 2012.
  113. Heiner Rindermann, Detlef Rost: Was ist dran an Sarrazins Thesen?, in: FAZ, 7. September 2010.
  114. Migration: Forscher geben Sarrazin Mitschuld an Abwanderung, Spiegel Online vom 13. April 2011, abgerufen am 13. April 2011.
  115. a b Brief zum Fall Sarrazin: Nahles will aufgebrachte SPD-Basis besänftigen, Spiegel Online vom 3. September 2010.
  116. Sigmar Gabriel: Welch hoffnungsloses Menschenbild! Warum die SPD einen Thilo Sarrazin in ihren Reihen nicht dulden kann, Zeit Online vom 15. September 2010.
  117. Thilo Sarrazin: „Die SPD-Spitze kann nicht lesen“, in: FAZ, 18. September 2010.
  118. Wilhelm Klümper: Der Fall Sarrazin – eine Klatsche für SPD-Chef Gabriel, in: DerWesten vom 22. April 2011.
  119. Nico Fried: Die SPD und die Causa Sarrazin: Gabriel, Nahles und andere Sektierer, sueddeutsche.de vom 23. April 2011.
  120. Parteiausschluss abgeblasen: Genossen rebellieren gegen Deal mit Sarrazin, Spiegel Online vom 22. April 2011.
  121. Handelsblatt-Bericht: Parteiausschluss weiter möglich: SPD-Innenexperte warnt Sarrazin vor neuen Provokationen, 22. April 2011.
  122. Svenja Bergt/Konrad Litschko: SPD-Basis empört über Sarrazin-Verbleib: Erste Austritte noch vor Ostern, taz.de vom 22. April 2011.
  123. Hildburg Bruns: Partei-Ausschlussverfahren: SPD schafft Sarrazin doch nicht ab! In: Bild.de vom 22. April 2011.
  124. Michael Haller, Martin Niggeschmidt (Hrsg.): Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz. Von Galton zu Sarrazin: Die Denkmuster und Denkfehler der Eugenik. Springer VS, Wiesbaden 2012, ISBN 3-531-18447-4.
  125. Yasemin Niephaus: Bevölkerungssoziologie. Eine Einführung in Gegenstand, Theorien und Methoden, Wiesbaden 2011, S. 7.
  126. Gudrun Hentges: Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, in: dies., Hans-Wolfgang Platzer: Europa Quo Vadis, Springer, 2010, S. 268.
  127. Peter Weingart: Ist Sarrazin Eugeniker?, in: Haller/Niggeschmidt (Hrsg.): Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz. Von Galton zu Sarrazin: Die Denkmuster und Denkfehler der Eugenik, 2012, S. 25.
  128. Gudrun Hentges: Zwischen ›Rasse‹ und ›Klasse‹. Rassismus der Eliten im heutigen Deutschland, 2011, S. 6–10 (Kapitel „(Sozial)Darwinismus und Eugenik“; PDF).
  129. Die Bequemlichkeit des Erbes. Ist Thilo Sarrazin ein Rassist? Eine Betrachtung über Wesen und Verwendung des biologischen Determinismus in unserer Zeit, in: der Freitag, 15. September 2010.
  130. Jürgen Link: Sarrazins Deutschland. Ein Streifzug durch ein protonormalistisches Manifest, in: Sebastian Friedrich (Hg.): Rassismus in der Leistungsgesellschaft, Münster 2011, S. 195.
  131. III. Internationale Hartheim-Konferenz: Biologisierung des Sozialen vom 9.–10. März 2012, Alkoven, Österreich.
  132. Thilo Sarrazin (2012): Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat. 1. Aufl., DVA, S. 416.
  133. Siehe auch Interview in der FAZ vom 20. Mai 2012, "Im Gespräch: Thilo Sarrazin, „Genug Druckerschwärze für Papiergeld gab es immer“", Interview von Holger Steltzner und Stefan Ruhkamp (online).
  134. Thilo Sarrazin (2012): Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat. 1. Aufl., S. 203.
  135. Abrechnung mit dem Euro, in: Focus Nr. 21 vom 21. Mai 2012.
  136. Alan Posener: Euro-Skepsis ohne Europa-Skepsis, Welt Online, 23. Mai 2012.
  137. Trittin wirft Sarrazin „D-Mark-Chauvinismus“ vor, Spiegel Online, 21. Mai 2012. Abgerufen am 22. Mai 2012
  138. Henryk M. Broder: Sarrazin hat einen sehr deutschen Nerv getroffen. In: Welt online. 22. Mai 2010, abgerufen am 23. Mai 2010.
  139. Sarrazins Euro-Lehrstunde, in: Handelsblatt, 22. Mai 2012.
  140. Philip Plickert: Ein preußischer Europäer, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Mai 2012.
  141. Beschluss des OLG Frankfurt a.M. vom 12. September 2012, Az. 16 W 36/12
  142. "Hurenvergleich: Thilo Sarrazin unterliegt der taz" In: Spiegel Online, 14. September 2012.
  143. Presserat kritisiert Verletzung der Persönlichkeitsrechte, auf: Homepage des Deutschen Presserats, Pressemitteilung vom 6. Dezember 2012
  144. Persönlichkeitsrechte: "taz" muss Sarrazin 20.000 Euro zahlen, in: Spiegel online vom 16. August 2013, abgerufen am 17. August 2013
  145. Die Stunde der Verschwörungstheoretiker, in: Handelsblatt vom 6. September 2013, abgerufen am 6. September 2013
  146. Christoph Stollowsky: Fassade in Rosa: Autonome verüben Farbanschlag auf Haus von Thilo Sarrazin in: Der Tagesspiegel, 24. November 2013.
  147. Deutscher Mittelstandspreis: Thilo Sarrazin und Lisa Fitz ausgezeichnet. markt intern, 6. November 2012, abgerufen am 18. November 2012.