Plonéour-Lanvern

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Plonéour-Lanvern (Ploneour-Lanwern)
Plonéour-Lanvern (Frankreich)
Plonéour-Lanvern
Region Bretagne
Département Finistère
Arrondissement Quimper
Kanton Plogastel-Saint-Germain
Koordinaten 47° 54′ N, 4° 17′ W47.902777777778-4.283888888888970Koordinaten: 47° 54′ N, 4° 17′ W
Höhe 1–91 m
Fläche 48,91 km²
Einwohner 5.929 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 121 Einw./km²
Postleitzahl 29720
INSEE-Code
Website http://www.ploneour-lanvern.fr/
.

Plonéour-Lanvern (bretonisch Ploneour-Lanwern) ist größte von elf Gemeinden des Cantons Plogastel-Saint-Germain. In dieser Gemeinde allein leben rund 1/3 aller Cantonsbewohner. Sie liegt im Westen Frankreichs im Département Finistère in der Region Bretagne. Auf einer Fläche von 48,91 km² leben 5929 Einwohner (Stand 1. Januar 2011).

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name „Lanvern“ leitet sich aus den bretonischen Bestandteilen „lann“(Einsiedelei) und „gwern“(Moor) ab.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben mehreren Bäckereien und Restaurants gibt es in Plonéour-Lanvern auch einen Lebensmittelladen und einen Supermarkt. Der Ort verfügt über ein Postamt und ein Fremdenverkehrsamt.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Kirche „St. Énéour“[Bearbeiten]

Die alte Kirche wurde 1846 abgerissen und an gleicher Stelle 1847 mit dem Bau der neuen Kirche begonnen. Diese besteht nunmehr aus einem Mittelschiff und den zwei Kapellen St. Anne und St. Yves. Diese Kirche enthält die Altäre der St. Anne, St. Yves, Herbot Saint, St. Adrian und Allerseelen. Der Turm wurde erst 1875 fertiggestellt. Namenspatron der Pfarrei und der Kirche ist St. Énéour. Der Padon wird am ersten Sonntag im Mai gefeiert.[1]

Chapelle „St. Philibert“[Bearbeiten]

Außerhalb des Ortes im Ortsteil Lanvern befindet sich die teilweise restaurierte Ruine der Kapelle „St. Philibert“ (Kirchenchor, Rosette und Westportal aus dem 15. Jahrhundert, Kirchenschiff aus dem 16. Jahrhundert). Das zugehörige Quellenheiligtum war wohl schon im 5. Jahrhundert bekannt. Der Kirchturm wurde 1675 während des Aufstandes der Bonnets Rouges enthauptet. Die Kirche wurde 1747 das erste Mal restauriert, verfiel aber im 19. und 20. Jahrhundert erneut. Die gegen Ende des 20. Jahrhunderts erneut aufgenommenen Restaurierungsarbeiten dauern noch an.

„Chapelle Notre Dame de Languivoa“[Bearbeiten]

Nur wenige Kilometer entfernt steht die im 13. Jahrhundert erbaute „Chapelle de Languivoa“. Nachdem sie im 14. Jahrhundert zerstört wurde, konnte sie im Jahre 1967 völlig restauriert werden. [2]

Menhir von Plonéour-Lanvern[Bearbeiten]

In West Cornwall sind viele megalithischen Stätten nachweisbar. Auch hier im Bigouden-Land finden sich eine Reihe von Megalithen. Dolmen und Menhire entstanden in der Jungsteinzeit (5000 - 3000 v. Chr.) bleiben, wobei Dolmen Konstruktionen großer Steinplatten hinter einem Steinhaufen sind, die kollektive Bestattungsplätze abdecken. Die Menhire wurden noch zu unbestimmten Zwecken als Rohsteine ​​errichtet, meist in der Nähe von Wasserquellen oder Wasserläufen. Dieser Menhir von Plonéour-Lanvern ist auffällig bearbeitet. Er steht heute als Gemeindeeigentum im umfriedeten Pfarrbezirk und wird am sog. Pardon umtanzt. Weitere unbehandelte Menhire befinden sich außerhalb des Gemeindezentrums.

Manoir du Trevilit[Bearbeiten]

Privatbesitz. Nur freier externer Zugang. Ein Herrenhaus mit einem Spitzbogen über seiner Tür in einem quadratischen Innenhof. Die Fassade ist mit Maßwerk durchbohrt. Der Ursprung dieser bewährten Herrenhaus stammt aus der Zeit des Mittelalters, nach einem historischen Testament aus dem frühen neunten Jahrhundert. Dieses Dokument erwähnt, dass Benedic, Graf und Bischof von Cornwall, bis zu seinem Tod der Abbey Landévennec Land vermachte im Austausch für seiner Bestattung auf St. Guénolé und für die Rückzahlung seiner Seele. Unterzeichner hat dies Canhiart Alain, der im Jahr 1058 starb, der neue Earl of Cornwall, Bischof Orscand und Gradlon. Mehrfach wechselten die Eigentümer bis während der Revolution das Anwesen von einer Familie Kerilis gekauft wurde.[3]

Manoir de Kerhuel[Bearbeiten]

Dieser alte Landsitz Kerhuel Manor aus dem 15. Jahrhundert liegt inmitten einer Parkanlage von 6 ha und erfuhr vor und nach der französischen Revolution häufige Eigentümerwechsel und auch Zerstörungen. Im 19. Jahrhundert wurde das Manoir teilweise rekonstruiert. Nur 10 Minuten von Quimper und die Herzen der südlichen Bretagne gelegen, führt von der D 156 eine schnurgerade, beeindruckende Allee alter Bäume als markanter Anfahrtsweg zum Landsitz, der heute als Hotelanlage genützt wird.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. historische Bauwerke von Plonéour-Lanvern
  2. Chapelle Notre Dame de Languivoa von Plonéour-Lanvern (fr)
  3. Manoir de Trévilit bei Plonéour-Lanvern
  4. Manoir de Kerhuel bei Plonéour-Lanvern