Concarneau

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Concarneau (Konk-Kerne)
Wappen von Concarneau
Concarneau (Frankreich)
Concarneau
Region Bretagne
Département Finistère
Arrondissement Quimper
Kanton Concarneau (Chef-lieu)
Koordinaten 47° 53′ N, 3° 55′ W47.875277777778-3.918888888888914Koordinaten: 47° 53′ N, 3° 55′ W
Höhe 0–106 m
Fläche 41,08 km²
Einwohner 18.826 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 458 Einw./km²
Postleitzahl 29900
INSEE-Code
Website http://www.ville-concarneau.fr/

Die Ville Close aus der Vogelperspektive

Concarneau (bretonisch Konk-Kerne) ist eine Gemeinde in der Cornouaille mit 18.826 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Finistère (auf Bretonisch: Penn Ar Bed) in Frankreich. Seine innerhalb massiver Mauern gelegene Altstadt, die ville close, ist fast rundum vom Wasser umgeben und gilt als sehenswert.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Der Ort des heutigen Concarneau wurde im 10. Jahrhundert zunächst von Mönchen der Abtei Landévennec besiedelt. Diese errichteten hier auf einer Insel an der Mündung des Flusses Moros (die heutige Ville Close) ein kleines Kloster.[1] Später entwickelte sich Concarneau zu einer wichtigen bretonischen Festung. Seit dem 12. Jahrhundert ist die Ville Close über eine Brücke mit dem Festland verbunden.

Bedeutung des Namens[Bearbeiten]

Der Name der Stadt, auf bretonisch Konk-Kerne, bedeutet ursprünglich Henkel von Cornouaille, also der Flüchtlinge aus Cornwall in Britannien, was auf die engen kulturellen Verbindungen zwischen der Bretagne und Cornwall hinweist, denn Cornouailles ist eigentlich nur die französische Aussprache für Cornwall, wobei der Wortbestandteil wall bei Cornwall germanischen Ursprungs ist und Fremde bedeutet (z.B. auch in Wales, Wallis (Schweiz) oder dem abwertenden Wort welsch)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Les Remparts und Ville Close[Bearbeiten]

Ein Rundgang über Les Remparts – die Stadtmauer der Ville close – bietet schöne Einblicke in die Straßen und Ausblicke auf Hafen und Yachthafen. Innerhalb der Ville close finden sich neben Souvenirläden kleine Restaurants und ein Fischereimuseum.

Le Musée de la Pêche[Bearbeiten]

Das Fischereimuseum Le Musée de la Pêche zeigt die Geschichte der Meeresfischerei und die Fischereitechniken der ganzen Welt mittels großer Dioramen, vieler Modelle und verschiedener Bootstypen. Im Außengelände kann man vom Laderaum bis zur Brücke, einen echten Seitentrawler, die Hémérica besichtigen.

Das Marinarium[Bearbeiten]

Als Schaufenster des Meeresbiologischen Laboratoriums, die Station biologique de Concarneau, illustriert das Marinarium die außerordentliche Biodiversität der Ozeane, die Reichhaltigkeit der Littorals und der Schutz der Meeresressourcen. Gegründet 1859 von Jean Victor Coste (1807-1873), ist sie heute eine renommierte Forschungseinrichtung.

Fort du Cabellou[Bearbeiten]

Das Fort du Cabellou wurde 1746 gebaut um die Einfahrt und den Hafen von Concarneau zu verteidigen. Seit 1962 ist es ein historisches Denkmal.

Fête des Filets Bleus[Bearbeiten]

Mitte August feiert die Stadt das jährliche Fête des Filets Bleus (Festival der blauen Netze). Es wurde 1905, in einem Jahr, in dem die Sardinen ausblieben, zur Unterstützung der Fischer gegründet und nach den traditionellen blauen Netzen der Fischereiflotte Concarneaus benannt. Tausende von Teilnehmern in ihren Trachten locken jedes Jahr zehntausende von Besuchern an. Es ist eines der größten Festivals der bretonischen und keltischen Kultur, wie sie in vielen Orten der Bretagne stattfinden.

Der Fischereihafen

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben dem Fremdenverkehr beruht Concarneaus Wirtschaft überwiegend auf dem Fischfang. Der Ort ist der drittgrößte Fischereihafen Frankreichs, beim Thunfisch liegt er sogar an der Spitze, mit einer Flotte von 36 Schiffen, 900 Seeleuten und einer Anlandung von 164.000 Tonnen (Thunfisch) jährlich.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Avenue Bielefeld-Senne

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Concarneau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reise-Know-How Bretagne. Reise-Know-How Verlag Peter Rump, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8317-1945-7.