Purbach am Neusiedler See

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Purbach am Neusiedler See
Wappen von Purbach am Neusiedler See
Purbach am Neusiedler See (Österreich)
Purbach am Neusiedler See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 45,75 km²
Koordinaten: 47° 55′ N, 16° 42′ O47.91472222222216.693333333333128Koordinaten: 47° 54′ 53″ N, 16° 41′ 36″ O
Höhe: 128 m ü. A.
Einwohner: 2.758 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 60 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7083
Vorwahl: 02683
Gemeindekennziffer: 1 03 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptgasse 38
7083 Purbach am Neusiedler See
Website: www.purbach.at
Politik
Bürgermeister: Richard Hermann (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(23 Mitglieder)
15
8
15 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Purbach am Neusiedler See im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Breitenbrunn am Neusiedler See Donnerskirchen Großhöflein Hornstein Klingenbach Leithaprodersdorf Loretto Mörbisch am See Müllendorf Neufeld an der Leitha Oggau am Neusiedler See Oslip Purbach am Neusiedler See Sankt Margarethen im Burgenland Schützen am Gebirge Siegendorf Steinbrunn Stotzing Trausdorf an der Wulka Wimpassing an der Leitha Wulkaprodersdorf Zagersdorf Zillingtal Eisenstadt Rust BurgenlandLage der Gemeinde Purbach am Neusiedler See im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Kellergasse in Purbach

Purbach am Neusiedler See im Burgenland (Österreich) ist eine Stadt mit 2758 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) am Westufer des Neusiedler Sees. Bekannt ist Purbach auch durch die Legende Der Purbacher Türke.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Zu der Stadtgemeinde gehören keine weiteren Orte. Teile des Stadtgebietes befinden sich im Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Ortsgebiet gibt es Funde aus der frühen und späten Bronzezeit. Eine hallstattzeitliche Siedlung ist durch Funde auf dem Burgstall (nördlich des Ortes) bezeugt. Weiters gibt es römerzeitliche Siedlungsfunde. Unter den Römern, lag das heutige Purbach in der Provinz Pannonia.[1]

1527 wurde Purbach zum Markt erhoben. 1529 und 1532 wurde der Markt durch die Türken gebrandschatzt.[1]

Purbach am damals ausgetrockneten Neusiedler See, um 1873 (Ausschnitt aus dem Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Feketeváros verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Stadtgemeinde ist Purbach am Neusiedler See seit 1997 (durch VO 22, Marktgemeinde 24/1976).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Hermann Richard von der ÖVP.

Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 8, ÖVP 15, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Purbach am Neusiedler See
  • Historische Stadtmauer mit Türkentoren und Sonnwendstein (1630-1634)
  • Kirche zum Hl. Nikolaus (erste Erwähnung 1418) mit zweithöchstem Kirchenturm des Burgenlandes.[2]
  • historisches Kellerviertel
  • Kulturlandschaft Neusiedler See (UNESCO Weltkulturerbe)
  • Türkenkeller Der Purbacher Türke
  • Nikolauszeche (Renaissancezeit)
  • Kirschblütenregion
  • Frauensäule
  • Pestsäule (1713)
  • Das Ruster Tor

Wirtschaft[Bearbeiten]

Purbach lebt vom Weinbau und Tourismus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Purbach am Neusiedler See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland, Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1980, 2. Auflage
  2. Kirchenführer. Herausgeber und Verleger: Röm.-kath. Pfarramt Purbach