Ray Emery

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KanadaKanada Ray Emery Eishockeyspieler
Ray Emery
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 28. September 1982
Geburtsort Hamilton, Ontario, Kanada
Größe 188 cm
Gewicht 93 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Torwart
Nummer #29
Fanghand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2001, 4. Runde, 99. Position
Ottawa Senators
Spielerkarriere
1999–2003 Sault Ste. Marie Greyhounds
2003–2005 Binghamton Senators
2005–2008 Ottawa Senators
2008–2009 Atlant Mytischtschi
2009–2010 Philadelphia Flyers
2011 Anaheim Ducks
2011–2013 Chicago Blackhawks
seit 2013 Philadelphia Flyers

Raymond Emery (* 28. September 1982 in Hamilton, Ontario) ist ein kanadischer Eishockeytorwart, der seit Juli 2013 bei den Philadelphia Flyers in der National Hockey League unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Ray Emery begann seine Karriere 1999 in der kanadischen Juniorenliga OHL bei den Sault Ste. Marie Greyhounds. Im NHL Entry Draft 2001 wurde er von den Ottawa Senators in der vierten Runde an Position 99 ausgewählt. Er blieb aber noch ein Jahr in der OHL und spielte seine beste Saison. In 59 Spielen schaffte er 33 Siege und wurde am Ende als bester Torhüter der OHL und der gesamten Canadian Hockey League ausgezeichnet.

2002/03 spielte er für die Binghamton Senators, dem Farmteam von Ottawa, in der American Hockey League als Stammtorhüter und schaffte 27 Siege in 50 Spielen und wurde zum besten Rookie der AHL gewählt. Zum Lohn kam er zu seinen ersten Einsätzen in der NHL. Zweimal wurde er im letzten Drittel eingewechselt und am 21. März 2003 spielte er zum ersten Mal von Beginn und kassierte nur einen Gegentreffer beim 5:1-Sieg gegen die Atlanta Thrashers.

Die Saison 2003/04 absolvierte er wieder hauptsächlich mit den Binghamton Senators, durfte aber erneut dreimal für die Senators aufs Eis und holte zwei Siege. 2004/05 fanden keine Spiele in der NHL wegen des Lockout statt und Emery beschränkte sich auf Spiele in der AHL.

In die Saison 2005/06 startete er als zweiter Torhüter der Ottawa Senators hinter Superstar Dominik Hašek. Während den Olympischen Winterspielen im Februar 2006 verletzte sich Hašek an der Leiste und konnte für den Rest der Saison nicht mehr eingesetzt werden. Ray Emery übernahm den Posten als Stammtorhüter und verbuchte am Ende 23 Siege in 39 Spielen, sowie den Einzug in die Playoffs. In den Playoffs erreichte er mit den Senators die zweite Runde, wo man an den Buffalo Sabres scheiterte.

Die Saison 2006/07 begann Ray Emery gleichberechtigt im Torhütergespann mit dem Schweizer Martin Gerber, doch Emery wurde schließlich zum Stammtorhüter ernannt. In den Playoffs zog er mit den Senators bis ins Finale um den Stanley Cup ein, wo sie jedoch gegen die Anaheim Ducks verloren.

Ray Emery im Tor der Ottawa Senators

Den Beginn der Saison 2007/08 verpasste Emery auf Grund einer Operation, der er sich in der Sommerpause unterziehen musste, sodass Martin Gerber den Platz im Tor übernahm und die Senators zu zwölf Siegen in seinen ersten 13 Saisonspielen führte, wodurch er sich als Stammkraft im Tor empfahl. Nachdem Emery wieder genesen war, kam er auch wieder zum Einsatz, konnte sich aber wegen unkonstanter Leistungen nicht gegen Gerber durchsetzen. Hauptsächlich fiel Emery durch Disziplinlosigkeit auf, da er mehrfach zu spät zum Training erschien.[1] Nachdem Trainer John Paddock Ende Februar 2008 entlassen wurde, übernahm General Manager Bryan Murray das Traineramt, dass er erst im Vorjahr abgegeben hatte. Für die restlichen eineinhalb Monate setzte Murray auf Gerber im Tor, sodass Emery nicht mehr zum Einsatz kam.

Auf Grund der Disziplinlosigkeiten und der schwachen Leistungen erklärte Murray nach Saisonende, dass er nicht weiter mit Emery plane.[2] Nachdem jedoch die Versuche des Managements scheiterten Emery zu einem anderen Team zu transferieren, bezahlten die Senators seinen noch zwei Jahre laufenden Vertrag Ende Juni 2008 aus.[3] Für einen kompletten Neuanfang verließ Emery die NHL und gab am 9. Juli 2008 bekannt, dass er in der Saison 2008/09 für Atlant Mytischtschi in der neu gegründeten Kontinentalen Hockey-Liga spielen wird.[4] In der Spielzeit 2009/10 war er Stammtorhüter der Philadelphia Flyers in der NHL.

Im Anschluss wurde sein Vertrag allerdings nicht verlängert und Emery war zunächst ein Free Agent, ehe er im Februar 2011 von den Anaheim Ducks unter Vertrag genommen wurde. Nachdem er die Waiverliste durchlaufen hatte und von keinem NHL-Team angefordert worden war, schickten ihn die Kalifornier ins Farmteam zu den Syracuse Crunch. Nach guten Leistungen wurde er nach drei Einsätzen in der American Hockey League wieder in den NHL-Kader der Kalifornier berufen und war nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jonas Hiller zweiter Torhüter hinter Curtis McElhinney. Nachdem McElhinney in einem Tauschhandel abgegeben wurde, nahm Emery zeitweise dessen Position ein und stand bis zum Saisonende 2010/11 in zehn Begegnungen in der regulären Saison für die Ducks auf dem Eis und erreichte eine Fangquote von 92,6 Prozent. Nach Abschluss der regulären Saison 2010/11 wurde er gemeinsam mit Daymond Langkow und Ian Laperrière für die Bill Masterton Memorial Trophy nominiert. Auch in den Playoffs war Emery weiterhin als Stammtorwart gesetzt, da Jonas Hiller weiterhin nicht spieltauglich war. In der ersten Runde scheiterte der Kanadier mit den Ducks in sechs Begegnungen an den Nashville Predators.

Zum Saisonende 2010/11 verlängerten die Kalifornier seinen auslaufenden Kontrakt nicht, sodass Emery zum Free Agent wurde. Nach einem erfolgreichen Try-Out bei den Chicago Blackhawks wurde Emery im Oktober 2011 mit einem Kontrakt für eine Spielzeit ausgestattet. Im Juli 2013 kehrte Emery zu den Philadelphia Flyers zurück.

Sonstiges[Bearbeiten]

Ray Emery ist bekannt für sein Temperament und seine „Künste“ als Faustkämpfer. 2000/01 war er an vier Schlägereien in OHL-Spielen beteiligt. Im Dezember 2003 wurde er von einem AHL-Spiel nach einer Schlägerei mit Andy Chiodo ausgeschlossen. Im Januar 2004 hatte er die Chance den dritten Shutout in der AHL-Saison zu erreichen, die er jedoch dadurch vergab, dass er nach einer Rauferei vier Minuten vor Schluss das Eis verlassen musste. Ebenfalls musste er auf einen Shutout ein Jahr später verzichten, nachdem er wegen einer Schlägerei mit Ari Ahonen des Eises verwiesen wurde. Eine Matchstrafe erhielt er im März 2004 als er Michel Ouellet mit einem seiner Schoner schlug. In einem NHL-Spiel gegen die Montréal Canadiens am 10. Februar 2007 schlug er einen Gegenspieler mit dem Schläger ins Gesicht, worauf er für drei Spiele gesperrt wurde. Bei seiner Rückkehr am 22. Februar gegen die Buffalo Sabres lieferte sich Emery in einer Massenschlägerei erst mit Goalie Martin Biron und dann mit Andrew Peters Faustkämpfe, weshalb er vom Spiel ausgeschlossen wurde.

Seine Maske[Bearbeiten]

Im Januar 2006 trat Box-Fan Ray Emery mit einer neu gestalteten Maske mit dem Bild des Boxers Mike Tyson auf. Das Management der Senators war damit nicht einverstanden, da Tyson keinen guten Ruf geniese und wegen eines Sexualverbrechens in den 1990er Jahren verurteilt wurde. Emery stimmte dem Einspruch des Managements zu und verzichtete darauf die Maske zu tragen. Seit den Playoffs 2006 trägt er eine Maske auf der der ehemalige kanadische Schwergewichtsboxer George Chuvalo prangt.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tsn.ca, Emery talks about disappointing end of season
  2. tsn.ca, Murray says Emery to go; Spezza and Heatley on stay
  3. tsn.ca, Emery an unrestricted Free Agent after buyout
  4. tsn.ca, Emery signs one-year deal with Russian team

Weblinks[Bearbeiten]