Real Salt Lake

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Real Salt Lake
Wappen
Voller Name Real Salt Lake
Ort Sandy, UT
Gegründet 2004
Stadion Rio Tinto Stadium
Plätze 20.000
Präsident Vereinigte StaatenVereinigte Staaten SCP Worldwide (Besitzer)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Checketts
Trainer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jason Kreis
Homepage www.realsaltlake.com
Liga Major League Soccer
2013 Western Conference: 2. Platz
Play-offs: Finale
Heim
Auswärts

Real Salt Lake (RSL) ist ein US-amerikanisches Fußball-Franchise der Major League Soccer aus Sandy, Utah, einem Vorort von Salt Lake City. Das Franchise wurde 2004 gegründet und nahm in der Saison 2005 den Spielbetrieb auf. Die Teamfarben sind rot, kobalt und gold. Die Mannschaft gewann 2009 den MLS-Cup im Finale gegen Los Angeles Galaxy.

Der Name Real entstammt der spanischen Sprache und bedeutet „königlich“. Im Fußball gibt es besonders in Spanien viele Vereine, die die Bezeichnung Real im Namen führen (z. B. Real Madrid, Real Saragossa usw.), wobei deren Name jeweils auf ein königliches Namensprivileg zurückgeht.

Teambesitzer Dave Checketts wollte, dass sein Club eng mit einem erfolgreichen europäischen Fußballverein zusammenarbeitet und einen Markennamen bekommt, der eindeutig mit der Sportart Fußball in Verbindung gebracht wird. Von Seiten der Fans wurde der Name skeptisch aufgenommen. Vielfach wurde angeführt, dass das Team einen Namen tragen sollte, der eher die Region Salt Lake City reflektiert. Ironischerweise hat der Name des NBA-Teams Utah Jazz auch nicht viel mit der Region zu tun.

Geschichte[Bearbeiten]

Bevor Salt Lake City als Franchise in die MLS aufgenommen wurde, gab es mit Utah Blitzz eine Mannschaft in der USL Second Division. Nach Gründung von RSL löste sich dieses Team, das in seiner letzten Saison die Meisterschaft gewann, auf. Blitzz-Trainer Chris Agnello wurde zum Co-Trainer von RSL. Cheftrainer wurde John Ellinger, der zuvor die U-17-Nationalmannschaft der USA trainierte. Das Design der Trikots wurde von der spanischen Nationalmannschaft inspiriert.

In der ersten Saison schaffte es die Mannschaft sich nicht für die Play-offs zu qualifizieren. Salt Lake stand am Ende der Saison auf Platz 5 der Western Conference. Bis zur Saison 2007 schaffte es das Team nicht über den letzten bzw. vorletzten Platz in seiner Conference hinaus.

Im September 2006 schlossen RSL und Real Madrid einen auf zehn Jahre datierten Kooperationsvertrag. Kernpunkt des Vertrages ist der Bau eines Jugendinternats für 25 Millionen US-Dollar in Salt Lake City, in dem bis zu 200 Jugendliche leben und trainieren werden. Darüber hinaus wird Real Madrid alle zwei Jahre für ein Freundschaftsspiel nach Salt Lake City kommen. Umgekehrt wird sich RSL jedes Jahr im Februar auf dem Trainingsgelände von Real Madrid auf die MLS-Saison vorbereiten.

Im November 2006 unterzeichnete das Franchise einen millionenschweren Sponsoringvertrag mit der Firma „XanGo“. RSL war ab der Saison 2007 das erste MLS-Team, das einen Trikotsponsor hat. Im Dezember 2006 sorgte RSL mit der Verpflichtung des größten US-amerikanischen Fußballtalents Freddy Adu von D.C. United für Schlagzeilen. Dieser wechselte jedoch für zwei Millionen US-Dollar zu Benfica Lissabon im Sommer 2007.

Seit Mai 2007 ist Jason Kreis Trainer von Real Salt Lake. Der ehemalige Spieler des Vereins übernahm die Mannschaft von John Ellinger.

Nachdem Salt Lake 2008 das Halbfinale der Play-offs erreichte, schaffte die Mannschaft es 2009 ins Finale und gewann am 22. November 2009 den MLS Cup und somit die Meisterschaft.[1] Gegner war Los Angeles Galaxy.[2] Real Salt Lake ist außerdem qualifiziert für die CONCACAF Champions League 2010/2011.

Am 4. Juni 2010, während einer Pressekonferenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten, ehrte Barack Obama im Weißen Haus Real Salt Lake damit, dass er am Ende der Pressekonferenz ein Trikot der Mannschaft mit seinem Namen und der Nummer 10 anzog.

Am 6. April erreichte Real das Finale der CONCACAF Champions League 2010/11. Im Halbfinale konnte Deportivo Saprissa mit 3:2 nach Hin- und Rückspiel geschlagen werden. Im Endspiel traf die Mannschaft auf CF Monterrey aus Mexiko, nach einem 2:2-Unentschieden im Hinspiel, verlor Real im Rückspiel mit 0:1 und musste sich mit Platz 2 begnügen.

Wappen und Farben[Bearbeiten]

Die offiziellen Farben des Franchises und der Mannschaft sind claret red, cobalt blue und Real gold.[3]

Stadion[Bearbeiten]

Noch im Gründungsjahr des Franchise wurden Pläne für ein fußballspezifisches Stadion gemacht und von den lokalen Behörden bewilligt. Die Finanzierung dieses Projektes erwies sich jedoch als schwierig. Gegner des Stadionbaus waren der Meinung, dass man nicht Millionen von Steuergeldern für ein Stadion verwenden sollte, das sich eventuell nicht rechnen würde. Teambesitzer Checketts erklärte, dass er gerne das Team in Salt Lake City behalten möchte, setzte aber ein Ultimatum und drohte mit einem Umzug des Teams.

In der Zwischenzeit erklärten Delegationen aus Rochester und St. Louis ihr Interesse an dem Franchise. Am letzten Tag des Ultimatums wurde aber doch noch ein Finanzierungsplan beschlossen. Im August 2006 wurde mit der Grundsteinlegung des Stadions im Beisein der Mannschaften von Real Salt Lake und Real Madrid begonnen.

Bis zur Eröffnung am 9. Oktober 2008 spielte die Mannschaft im Rice-Eccles Stadium, das sich auf dem Campus der University of Utah befindet.

Klub[Bearbeiten]

Fangruppierungen[Bearbeiten]

RSL hat aktuell fünf Fanclubs: The Loyalists, FCB (Frank Castle Brigade), RCB (Rogue Cavaliers Brigade), Section 26 und La Barra Real.

Rivalitäten[Bearbeiten]

Nachdem RSL im Jahre 2005 in die Major League Soccer aufgenommen wurde, gab es in den Rocky Mountains nun zwei MLS-Franchises. Die Fans von RSL und den Colorado Rapids kreierten daraufhin den "Rocky Mountain Cup", um die Rivalität zu pflegen und auszubauen. Sieger des "Rocky Mountain Cup" ist die Mannschaft, die den direkten Vergleich während der Regular Season gewinnt. Real Salt Lake konnte diesen Vergleich bislang drei Mal (2007, 2008 und 2009) für sich entscheiden.

Neben den Colorado Rapids hat sich auch eine gewisse Rivalität mit CD Chivas USA entwickelt. Beide Teams wurden 2005 in die MLS aufgenommen.

Maskottchen[Bearbeiten]

Leo der Löwe ist das offizielle Maskottchen der Mannschaft.

Sponsoren[Bearbeiten]

Seitdem 17. November 2006 ist die XanGo LLC, eine international tätiges Netzwerk-Marketing Unternehmen, Trikotsponsor des Franchises. Die Rechte für den Stadionnamen wurden 2008 an die Rio Tinto Group verkauft.

Zu den "Founding Partners" zählen die Unternehmen America First Credit Union, Anheuser-Busch, Kentucky Fried Chicken, SportsMed Utah, Mountain America Credit Union und die Zions Bank.[4]

Spieler und Mitarbeiter[Bearbeiten]

Aktueller Profikader[Bearbeiten]

Stand: 25. Juli 2013[5]

Nr. Position Name
1 MexikoMexiko TW Eduardo Fernández
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Tony Beltran
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Kwame Watson-Siriboe
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Aaron Maund
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Kyle Beckerman (C)Kapitän der Mannschaft
6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Nat Borchers
7 JamaikaJamaika AB Lovel Palmer
8 EcuadorEcuador ST Joao Plata
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Robbie Findley
11 ArgentinienArgentinien MF Javier Morales
12 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Cole Grossman
13 KolumbienKolumbien ST Olmes García
14 KubaKuba MF Yordany Álvarez
15 Costa RicaCosta Rica ST Álvaro Saborío
16 MexikoMexiko AB Carlos Salcedo
17 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Chris Wingert
Nr. Position Name
18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TW Nick Rimando
19 UruguayUruguay MF Enzo Martinez
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Ned Grabavoy
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF Luis Gil
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Benji Lopez
23 JamaikaJamaika MF Khari Stephenson
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten TW Kyle Reynish
25 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Rich Balchan
26 KolumbienKolumbien MF Sebastián Velásquez
27 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MF John Stertzer
28 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Chris Schuler
29 GambiaGambia AB Kenny Mansally
44 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AB Brandon McDonald
45 Puerto RicoPuerto Rico TW Josh Saunders
49 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ST Devon Sandoval

Bisherige Spieler[Bearbeiten]

Trainerstab[Bearbeiten]

Stand: 1. November 2012[6]

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jason Kreis (Trainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Cassar (Assistenztrainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miles Joseph (Assistenztrainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten C. J. Brown (Assistenztrainer)
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dan Barlow (Fitnesstrainer)

Bisherige Trainer[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]

  • MLS Eastern Conference
    • Sieger (Play-off) (1): 2009
  • weitere Erfolge
    • Rocky Mountain Cup: (4) 2007, 2008, 2009, 2010
    • Carolina Challenge Cup: (1) 2009

Statistiken[Bearbeiten]

Saisonbilanz[Bearbeiten]

Saison Regular Season[7] Play-offs[7] Lamar Hunt
U.S. Open Cup
[8]
CONCACAF
Champions League
[Anm. 1][9]
2005 5. Platz (West) nicht qualifiziert 3. Runde nicht qualifiziert
2006 6. Platz (West) nicht qualifiziert 4. Runde nicht qualifiziert
2007 6. Platz (West) nicht qualifiziert 2. Qualifikationsrunde nicht qualifiziert
2008 3. Platz (West) Halbfinale 2. Qualifikationsrunde nicht qualifiziert
2009 5. Platz (West) Sieger 1. Qualifikationsrunde nicht qualifiziert
2010 2. Platz (West) Viertelfinale 3. Qualifikationsrunde nicht qualifiziert
2011 3. Platz (West) Halbfinale Viertelfinale Finale
2012 2. Platz (West) Conference Halbfinale 3. Runde nicht qualifiziert
2013 2. Platz (West) Finale Finale Gruppenphase
  1. Der Wettbewerb beginnt jeweils im Herbst des vorherigen Jahres. Bis 2008 unter dem Namen CONCACAF Champions' Cup.

Vereinsrekorde[Bearbeiten]

(Stand: 14. Dezember 2010)

Besucherschnitt[Bearbeiten]

Regular Season / Play-offs

  • 2005: 18.037[10] / nicht qualifiziert
  • 2006: 16.366[11] / nicht qualifiziert
  • 2007: 15.960[12] / nicht qualifiziert
  • 2008: 16.179 / 19.632[7]
  • 2009: 16.375 / 11.499[7]
  • 2010: 17.095 / 19.324[7]
  • 2011: 17.594 / 17.067[7]
  • 2012: 19.153 / 19.657

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Real Salt Lake – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Salt Lake beat L.A. Galaxy to MLS title. In: ESPN. 23. November 2009. Abgerufen am 23. November 2009.
  2. Michael Lewis: David Beckham, L.A.Galaxy stars fizzle as Real Salt Lake wins MLS title in shootout, 5–4. In: NY Daily News, 23. November 2009. 
  3. Real Salt Lake colors
  4. RSL - Partners. RSL. Abgerufen am 11. Juni 2011.
  5. Real Salt Lake – Players. Abgerufen am 25. Juli 2013 (englisch).
  6. Real Salt Lake – Coaching & Technical Staff. Abgerufen am 1. November 2012 (englisch).
  7. a b c d e f MLS Factbook 2012. MLSsoccer.com, abgerufen am 28. Juli 2012 (pdf, englisch).
  8. TheCup.us – Spieldetails zu den Wettbewerben. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  9. rsssf.com – Spieldetails zu den Wettbewerben. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  10. MLS – 2005 Full Season Stats. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  11. MLS – 2006 Full Season Stats. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).
  12. MLS – 2007 Full Season Stats. Abgerufen am 28. Juli 2012 (englisch).